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Erziehung eines Kettenhundes

  • Hallo!
    Da es dieses Jahr mit meinem eigenen Hund sicher nichts mehr wird, ich aber beim Spazieren gehen usw. aber trotzdem gerne Gesellschaft habe, habe ich mich nun selber für einen armen Hund an der Kette als Gassi-Geherin engagiert! Und er dankt es mir ganz arg! :freude:
    Nun zu meinen paar Problemchen:
    Ich habe den Wufti jetz immer an der Schleppleine, damit er sich auch ein bisschen bewegen kann, durfte er ja in den eineinhalb Jahren vorher nicht wirklich viel! Hören tut er eigentlich ganz gut soweit, aber er möchte immer schneller als ich, bleibt auch nie zurück und rennt wieder an mir vorbei... sondern immer nur vorwärts, vorwärts! Ich habs halt mal darauf geschoben, dass ers nicht kennt und das alles sooo interessant ist, dass man ja immer noch mehr weiter vorne entdecken kann!
    So passt er aber natürlich nicht gerade gut auf mich auf, sprich, wenn ich stehenbleibe schnellt es mich und ihn erst mal! Ich hab jetz schon angefangen, öfter die Richtung zu wechseln usw., aber mach das mal auf nem Feldweg, das ist doof! Wenn ich ihn rufe, kommt er sofort, aber ich möcht ihn ja irgendwann frei laufen lassen und da sollt er dann schon aufpassen wo ich bin und nicht km weit voraus laufen! Wie bring ich ihm das bei? Von Spielen usw. hält er üüüüberhaupt nichts - er kennt es halt nicht und nach einmal Ball holen rennt er wieder voraus! Er ist halt auch gar nicht sozialisiert, hat keine Bezugsperson oder so, sehr selbstständig der Bursche!
    Jemand sagte zu mir, ich soll ihn nicht per Schlepp Gassi führen, er soll erst mal lernen bei mir zu bleiben, was haltet ihr davon?
    Falls jemand das Thema Hundeschule zur Sprache bringen möchte sei im Voraus gesagt: Wie soll ich mit einem Hund, der mir nicht gehört, der weder geimpft, noch entwurmt, noch Haftpflichtversichert ist in die Hundeschule gehen?
    Ach ja, Bei Fuß geht so einigermaßen, mit viel stehen bleiben und ganz kurz klappt es ganz gut! Eine Rehbegegnung hatten wir auch schon... natürlich wäre er ohne Leine voll hinterher!
    Oh, und noch was... er ist mit einem anderen Hund schon mal stiften gegangen, daher hab ich wirklich Angst davor ihn frei zu lassen, ... *seufz* ist halt einfach nicht mein eigener!
    ...und so ganz nebenbei... wie bring ich ihm bei beim Gassi gehn zu kacken?
    Danke für eure Hilfe!

  • Hey, warum hat niemand Tipps für mich??
    Will mir denn niemand helfen einem armen Hund an der Kette, der alle heilige Zeiten ein bisschen Schafe rumtreibt mehr Auslauf zu gönnen?
    Ich weiß selbst, dass Kettenhaltung einfach besch... ist! Aber was soll ich denn machen, der Besitzer würd ihn ja nicht mal hergeben! Ich kann froh sein, dass ich Gassi gehen darf- sogar dagegen hätt er sich gesträubt!
    Jetz brauch ich dringend Tipps wie ich aus dem Alleingänger einen auf mich fixierten Hund mache, damit er auch mal frei laufen darf!
    Wäre es meiner hätt ich ihn schon längst auf ner Wiese von der Leine gelassen, aber wenn jetzt er abhaut steh ich schön dumm da!
    Also: Wie fange ich es an, dass er sich beim Gassi gehen mehr auf mich konzentriert?
    Bitte bitte helft mir! :flehan:
    Danke!

  • Normal für dieses Forum, entweder alle stürtzen sich auf eine Frage drauf oder alle bleiben davon weg... :wink:
    Wie lange gehst du denn schon mit dem Hund spazieren? Er muss sich sicher auch erst mal an dich gewöhnen. Ich denke es ist am einfachsten, wenn er lernt, dass es sich immer lohnt "bei dir vorbeizuschauen" - sprich: kommt er beim Spazierengehen zu dir und sieht dich an: Leckerli. Ich weiß ja nicht wie du es bisher gemacht hast. Wenn er so zieht könntest du auch erst mal stehenbleiben, bis er sich zu dir umdreht - und dann kann's weiter gehen.
    Einfacher wäre wohl zu erst an einer normalen Leine zu gehen - an der Schleppleine wird er zwar eher seinen Bewegungsdrang los, aber so kannst du schwerer nur dein Ziel erreichen...
    Richtungswechsel sind immer gut, aber wie gesagt, damit muss man es auch durchziehen und nicht "auf nem Feldweg ist das blöd" sagen.
    Hast du schon mal ein paar Übungen mit ihm ausprobiert? Sitz, Platz, und vielleicht ein paar Tricks (Drehen, Schämen, Slalom durch die Beine,etc.)? Dies würde eure Bindung zusätzlich fördern. Genauso wie Bürsten - wenn's ihm gefällt, und natürlich Futter Futter Futter.
    Wie genau hält der Besitzer den Hund denn? Nur an der Kette, oder macht er auch mal etwas mit ihm? Wie lange darfst du immer mit dem Hund spazieren gehen bzw. ihn zu dir holen?

  • Hallo!
    Vielen vielen Dank für deine Antwort! :freude:
    Also zu deinen Fragen:
    Seit ein paar Wochen geh ich jetz mit ihm, und er ist halt wirklich furchtbar dankbar... freut sich schon wenn er mich von weitem sieht, ist dann furchtbar aufgedreht... und das machts noch schwierieger, weil er ja das Stück vom Dorf raus bei Fuß gehen sollte!
    Er kommt nur ganz selten freiwillig zu mir "vorbei schaun", wenn dann wird er natürlich gelobt was das Zeug hält, das genießt er und schwups is er wieder vorne! Mit stehen bleiben mach ich ja schon immer, dann steht er, schaut vielleicht oder rennt einen Kreis und weiter gehts! So arg zieht er gar nicht, er passt halt einfach nur nicht auf, wann seine Leine zu Ende ist und wo ich grade bin oder hin geh!
    Ja, ich weiß schon, umdrehen wär besser! Das letzte mal hat er mich dann wieder in die entgegengesetzte Richtung "getrieben", weil ich da dann wieder heimwärts gelaufen bin... er hat wahrscheinlich gedacht, das wars schon! :rolleyes:
    Auf Sitz hört er inzwischen echt super, Platz sind wir noch ganz am Anfang, er ist so furchtbar unkonzentriert! Drum hab ich bisher nix anderes geübt, ich wollt ihn seine "Freiheit" ein bisschen genießen lassen und bevor das Platz nicht super klappt...! Wie gesagt, Ballspielen hat er auch keinen Bock!
    Bürsten findet er stinkelangweilig und total überflüssig! Er kann sich wirklich kaum 2 Sekunden ruhig halten!
    Der Besitzer hält ihn an ner langen Kette mit Hundehütte und ab und zu darf er zu den Schafen, (is ja auch ein Hütehund mit drin), darum sollt ers Hüten ja können! Aber sag mir: Wie soll ein Hund, der kaum die Grundkommandos versteht von seinem Herrchen, der genauso wenig kann, das hüten lernen! Is gar nicht gesagt, ob er Hütetrieb hat... Jagdtrieb, ja den hat er! :/ *seufz*
    Ich geh halt jetz abends immer mit ihm und am WE längere Zeit!
    Vermissen tut ihn da dann niemand... außer seinem Kumpel an der anderen Kette.
    Wie machen das denn andere mit erwachsenen Hunden ausm Tierheim o.ä.? Lassen die ihre Hunde gleich laufen?

  • Hallo!


    Also gleich laufen lassen geht wohl nicht gut.. haben unsere beiden beide aus dem Tierheim.. meiner durfte ne Zeit lang und ist jetzt nur noch an der Schleppleine, weil er nach ein paar minuten andre Gedanken hat.


    Gibts nirgends eine Möglichkeit, wo Du ihn doch frei laufen lassen kannst, die aber eingezäunt ist? Eine Halle geht ja zur not auch. Irgendwas, wo Du Dich unbefangen mit ihm beschäftigen kannst.


    Dass er spielen doof findet ist natürlich doof (ich liebe wortwiederholungen). Schon mal mit Schnüffelspielen probiert? Mini - Fährte legen oder sowas in der Richtung? Ich denk mal, dass der froh ist, dass er raus kann und dann einfach rennen mag... verständlich. Was passiert denn, wenn du mitrennst? und dann, sobald er vorläuft, dich umdrehst mit leckerchen und ihn rufst? Schleppleinen muß man ja nicht unbedingt in der Hand halten, dann kann man sich auch freier bewegen.
    Ansonsten bin ich auch ziemlich ratlos - wenn mir was einfällt...


    lg
    schnupp & Rasselbande

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Huch!
    Kettenhaltung ist strengstens verboten in Deutschland.
    Wollte ich nur mal erwähnen.

  • Hallo,


    Zitat von "Esmeralda"


    Kettenhaltung ist strengstens verboten in Deutschland.


    Die Haltung an einer sogenannten Laufkette ist (leider) nach wie vor erlaubt (siehe "Verordnung über das Halten von Hunden im Freien").
    Aber du glaubst doch nicht wirklich, dass sich auf dem Land irgentjemand daran hält (nochmal leider!)!
    Ich kenne so viele Hunde, die weder geimpft noch entwurmt sind um die sich keiner richtig kümmert und die ihr Leben an einer Kette oder in klitzekleinen Zwingern fristen.
    Und ich weiß auch nicht ob es für einen Hund besser ist, statt an der Kette in einem 6 qm großem Zwinger gehalten zu werden (und das ist definitiv erlaubt!)
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Naja, deshalb hab ich das ja hier extra nochmal geschrieben, damit die, die das hier lesen, in ihrer Nachbarschaft die Augen offenhalten, und gegebenenfalls was dagegen unternehmen. :wink:

  • Hallo,
    also nicht das du mich jetzt falsch verstehst, ich bin absolut deiner Meinung!!!
    Aber ich glaube, dass ist doch etwas schwieriger als du denkst!
    Hier mal ein Beispiel:
    Meine Exfreundin kommt aus einem kleinen thüringischen Dorf mit etwa 300 Einwohnern. Jeder, aber auch wirklich jeder kennt sich in diesem Dorf, viele Familien sind miteinander befreundet und noch mehr Familien miteinander verwandt! Die soziale Kontrolle ist natürlich entsprechend hoch, schliesst aber die Hundehaltung nicht mit ein!!!
    In diesem Dorf gibt es bestimmt 25-30 Hunde. Der übergrosse Teil dieser Hunde etwa 80 % leben an der Kette oder in Zwingern, etwa 10 % können sich frei auf dem Grundstück bewegen und etwa 10% werden so gehalten wie wir es uns vorstellen (mit im Haus, regelmässige Spaziergänge, tierärztliche Versorgung usw.).
    Du siehst also, die Einstellung zu Hunden ist eine völlig andere als man sie beispielsweise in einer Großstadt hat. Hunde sind entweder Arbeitstiere (Jagd- und Hütehunde) oder man hat einen, weil das einfach "dazugehört" und der Hund "aufpassen" soll!
    Da die Bande zwischen den Menschen hier noch viel enger sind als in einer anonymen Großstadt würden sich wohl nur die wenigsten der Gefahr aussetzen, im Dorf als Spinner verschrien zu sein weil sie eine andere Haltung für die Hunde fordern.
    Und auch die Tierärzte drücken gern mal ein Auge zu, da sie ja miteingebunden sind in diese dörfliche Gemeinschaft!
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • Hallo,


    ich hab deinen Beitrag jetzt erst gesehen:(
    SORRY!


    Zuerst mal, auch wenns nicht dein Hund ist, versicher ihn bitte!!! Wenn du mit ihm gehst und es passiert etwas kanns passieren, daß du mit haftest. Es gibt Haftpflichtversicherungen für 50,-€ jährlich und du bist auch nur ein Jahr gebunden. Google danach.


    Zum Problem;
    dieser arme Hund hat nie gelernt, daß Mensch für ihn da ist. Du kümmerst dich jetzt, BRAVO!!!, aber erst seit kurzem und nicht Ganztägig...


    Jeder! Kontakt, egal ob ansehen, kurzes Kopfwenden ansatzweise in deine Richtung, zu dir kommen etc wird bejubelt!


    Warum muß der Hund bei Fuß gehen? Laß ihn doch endlich, zum ersten Mal im Leben, einfach nur Hund sein. Riechen, schnüffeln, sehen, es ist doch wohl alles neu und nur einmal täglich für ihn so.


    Mach dich für den Bindungsaufbau interessanter. Nimm zB eine 30 m Leine, halte das Ende in der Hand (Handschuhe tragen!!!) und mach dich zum Clown.
    Finde mit Lecker gefüllte Mäuselöcher, hab einen Kong dabei (gefüllt) und laß den an der Schnur rum fliegen, hinter euch herschleifen etc.


    Klar ist es auch frustierend, wenn Hund nicht reagiert, aber bleib dran!


    Clickern könnte da auch ein tolles Mittel sein, zB er macht was richtig und bekommt als Belohnung ne Runde Schnüffeln. Mach ihn abhängig von dir. Ressourcen Verwaltung beinhaltet alles was ihm Spaß macht!


    Geh weg von der Idee, der Hund muß rennen können. Wenn ihr ein geeignetés Gelände habt, toll!, wenn nicht, dann muß er warten bis er dich anerkennt und dir folgt.


    Wenn er dich an der Leine einfach umreißt, dann führe ein Kommando ein,
    welches eine Grenze setzt. Bei meinem Rüden rufe ich "HO", dann weiß er, gleich ist die Leine zu Ende. Ich hatte also ähnliche Probleme wie du und hab mir oft weh getan. Laß ihn nicht einfach in die Leine rennen, sondern halte sie auf minimaler Spannung. Wenn der Hund durch die vielen Eindrücke so erregt ist kann er nicht auf dich achten. Ein Kommando macht da wach. Du kannst auch ein schärferes Wort wählen wie "Schluß" oder "Stop", allerdings sollten das eher Ausnahme Kommandos sein. Oder einen speziellen Pfiff.


    Nochmal BRAVO das du dich kümmerst, aber wenn du nur einmal täglich mit ihm gehst dauert es natürlich länger, als wenn er ganz bei dir wäre.


    TOI TOI TOI und viel Erfolg
    Andrea, Indiana und Athos

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den kostenlosen Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen kostenlosen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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