Junghund übernimmt Verhaltensweisen von Hundefreunden

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  • Hallo und einen schönen Tag,

    unser Lorenz (9 Monate, Malteser-Terrier Mix) ist seit 3 Monaten bei uns. Er ist gerade sehr pubertär und testet seine Grenzen aus. Er ist aber ein super braver und liebevoller Hund von Anfang an. Eher ängstlich aber sehr aufgeschlossen und neugierig. Auch hat er sehr viel Freude am apportieren und Kommandos lernen. Seine beste Freundin ist der Nachbarshund. Dieser rennt allerdings immer zu fremden Menschen hin und bellt sie an wenn wir im Hof spielen. Unser Lorenz macht da natürlich seit Neusten sofort mit und lässt sich dann auch nicht mehr abrufen. Mittlerweile hat er dieses Verhalten übernommen. An der Leine zeigt er das Verhalten nicht. Wenn er ohne Leine ist schon. Ich gehe dann dazwischen und lasse ihn Sitz machen. Das klappt soweit aber er soll schon garnicht zu den Nachbarn etc. hinrennen. Selbstverständlich halte ich ihn jetzt immer an der Leine ausser wenn wir versuchen daran zu üben. Habt ihr eine Idee wie wir das am besten wegbekommen? Bellen im Garten haben wir schon sehr gut trainiert da funktioniert es auch. Vielen lieben Dank im Voraus.

    stella

  • Herzlich Willkommen in der Pubertät. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Das ist ganz normales Verhalten und wird auch vermutlich in nächster Zeit eher schlechter als besser. Bleibt mit dem Training einfach dran und nehmt alles mit ganz, ganz viel Humor.

    So mit zwei Jahren gehts dann :winking_face:

  • dankeschön das beruhigt mich schon dass es normales Verhalten ist. Alle Nachbarn sind auch entspannt zum Glück - unser vorheriger Hund war ein furchtbarer Kläffer und ich habe einfach Angst dass Lorenz auch so wird. Aber passt das so von meinem Verhalten wenn er hinrennt und bellt dass ich hingehe und ihn sitz machen lasse oder soll ich mich anders verhalten? Soll ich die Situation garnicht üben/aufkommen lassen?

    Dankeschön schon mal 😊

  • Wenn er hin rennt und bellt ist es schon zu spät. Je öfter er selbst so agiert, desto mehr prägt es sich ein. Eventuell empfindet er es auch noch als Lohnenswert, je nach Reaktion des Gegenübers.

    Ich würde das Verhalten von Anfang an abbrechen und Alternativverhalten aufzeigen (z.B. neben dir Sitzen bleiben und Leckerlies abstauben)

  • Bellen abschauen ist Kacke, denn das festigt sich gerne und wird selbstbestätigend.

    Das Einzige was hilft: DU muss den Hund managen.
    Momentan macht er was er will. Ja. Er kann das ja machen, kann hinrennen etc.

    Du bist viel zu spät.

    Lösung: den Hund gar nicht erst in die Situationen bringen.
    Und an der Stelle jetzt bitte keine Ausreden, warum das nicht geht 😁 (ich meine das nicht böse, aber wir Menschen sind gut im Ausreden finden)


    Wenn du nicht willst, dass er Blödsinn lernt, verhindere, dass es dazu kommt. Du hast es in der Hand.

    Und nein, es muss NICHT noch schlimmer werden. In der Pubertät wird nichts einfach so schlimmer.
    Wir werden nachlässig! Das ist das Problem. Der Hund kann schon paar Sachen, dann werden wir gemütlich und haben den Daumen nicht mehr drauf auf den wichtigen Dingen. Oder meinen, der Hund kann das jetzt und lassen es einfach laufen.

    Ergebnis: der Hund kümmert sich selbst darum, WAS er lernt und WIE er das macht.
    Und dann fragen wir uns was bloss passiert ist 😉


    Also: sorg dafür dass dein Hund sich nicht selber Mist beibringt, dann ist alles entspannter.

  • wildsurf ich dachte ich soll die Situation gezielt üben ohne Leine aber dann lasse ich ihn einfach an der Leine und wir gehen gemeinsam zu den Menschen hin. Oder? ja das mit dem nachlässig werden kann ich bestätigen. Mir ist auch bewusst dass das Problem am anderen Ende der Leine sitzt und nicht bei ihm 😊 Die Beiden Hundis müssen dann halt im Garten spielen und nicht mehr im Hof 🤷🏻‍♀️ Danke für die vielen Tipps

  • Je nach Aufregung.
    Ich gehe selten mit dem Hund zu den Menschen hin. Weil das mega Aufregung generiert. Kommt halt sehr auf deinen Hund an.
    Wenn er aufgeregt ist und du gehst zum Mensch hin, bestätigst du die Aufregung. In Dem Alter ist es oft besser, nicht hin zu gehen.
    Hunde müssen nicht unbedingt zu Menschen hin. 😉

    Anleinen, gucken lassen, weggehen ist oft hilfreicher. Und pass auf mit Futter in dem Moment.
    Auch da wieder: wenn der Hund zwar an der Leine bei dir ist, dabei aber sehr aufgeregt oder angespannt ist, und du gibst Futter: bestätigst du die Aufregung. Man muss bisschen aufpassen, wann man etwas bestätigt. Daher ist kurz ausgalten und dann weggehen manchmal sinnvoller

  • Ich würde das gar nicht ohne Leine üben, sondern mit einer Schleppleine dran.
    Wenn der Hund versucht, los zu rennen zu den Menschen, dann wird das Losrennen direkt schon über die Leine und ein Kommando verhindert. Wenn’s blöd läuft, krachte er ein paarmal in die Schleppleine rein, daher unbedingt Geschirr benutzen und nicht zu viel Anlauf zulassen.
    in solchen Situationen in denen, die Hunde losrennen wollen, finde ich es persönlich einfacher, den Hunden ein Stopp-Kommando beizubringen, anstatt den Rückruf zu nutzen.
    Gerade wenn der Reiz groß ist, fällt es vielen Hunden schwer, sich umzudrehen und vom Reiz wegzugehen. Oft ist es einfacher, wenn der Hund stehen bleiben und weiter gucken darf. Dann kann man einfach hingehen und den einsammeln.

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