Unklare Schmerzsymptomatik bei 8-jährigem Aussie

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  • Hallo an alle 😊

    Wir sind leider so durcheinander, dass ich beschlossen habe, mich mal hier im Forum anzumelden...mir ist klar, dass eine Diagnose über das Internet (leider) unmöglich ist...aber der Austausch hilft mir immer sehr 😊 ich hoffe, dass ich das hier jetzt in die richtige Kategorie packe.


    Fabi (Aussie, 8 Jahre) hat vor 4,5 Wochen mit meinem Freund im Garten Frisbee gespielt...es gab wohl 2 Situationen in denen etwas passiert sein "könnte", Fabi aber weitergetobt hat. Eine halbe Stunde nach dem Spielen hatte er plötzlich starke Schmerzen, hat geschrien und ohne Ende gehechelt🙈 Beinchen hinten rechts wollte er dann erst gar nicht belasten und dann humpelnd.

    Wir waren einen Tag später beim TA, dieser hat alle reflexe negativ getestet und vermutete Zitat "hexenschuss". Schmerzmittel und ab nach Hause.

    Es wurde besser, aber es ist bei weitem nicht gut.

    Nach 3 Wochen waren wir nochmal beim TA mit folgenden Symptomen: Fabi

    -Ist vom Verhalten her reduziert, wirkt schlappig

    -knabbert viel am rechten Hinterbein

    -leckt viel an den vorderbeinen

    -Geht phasenweise fast normal, sobald er schneller wird "hoppelt" hinten rechts aber nur so mit.

    -hat eindeutig mehr Gewicht auf hinten links, entlastet rechts

    -hält seinen schwanz merkwürdig, irgendwie nach rechts abgeknickt

    -Bleibt bei Spaziergängen über 30 min stehen und sieht leidend aus, gähnt und schüttelt sich viel

    -Bei Drehungen wabbelt das Bein hinten rechts voll aus der Achse.

    Beinchen heben ging am Anfang gar nicht, er ist dann fast umgefallen. Das geht jetzt, wenn auch nicht wieder bis ganz oben.

    TA hatte eindeutige Schmerzpunkte im Knie gefunden und deshalb beide Knie geröngt. Sie vermutete, dass wir einen (kompletten?) Kreuzbandriss ausschließen können.

    Reflexe wieder negativ, daher vermutete sie auch keinen Bandscheibenvorfall. Sie war vorsichtig und meinte sie will "den Chefarzt nächste Woche draufgucken lassen". Sollen meloxidyl täglich geben und schonen.

    Waren nun heute beim chefarzt. Dieser war ziemlich grob beim durchbewegen: Beinchen wurde in der Hüfte stark überstreckt, dabei hat Fabi gequietscht. Direkt danach stellreflex rechts verzögert. (Nun stand Fabi da aber auch wie bedrüppelt und hatte sein ganzes gewicht auf links, meiner meinung nach war das nicht so aussagekräftig. Zu Hause nochmal nachgetestet waren alle Reflexe unauffällig.)

    Kreuzband Tests aus seiner Sicht negativ. Muskulatur rechtes Bein stark reduziert mittlerweile. :-(

    Fazit ChefTA: Er vermutet Rücken. Bandscheibe, Tumor, es könne alles sein.

    Empfiehlt: heftige Medikamente mit heftigen Nebenwirkungen...und wir sollen uns überlegen, ob CT (mega teuer, Ergebnis wahrscheinlich nichts "operierbares" ...sagte er) oder röntgen von Hüfte und Lws (man könne auf diesem Wege auf fast alles schließen) der nächste Schritt wäre.


    Ich fühle mich überfordert...und Fabi ist ziemlich platt, schläft gerade tief und fest hier neben mir.

    Falls jemand zu unserem Verlauf etwas sagen kann, würden wir uns sehr freuen. Danke fürs Lesen!:smiling_face_with_hearts:


    Viele Liebe Grüße

  • Wenn ihr schon immer Frisbee spielt, habt ihr vermutlich den Bewegungsapparat nachhaltig geschrottet. Ich würde ihn einmal komplett durchs MRT jagen, damit man realistisch weiß, was alles hinüber ist und wie lange man das noch vertreten kann.

  • Ich würde einen Termin bei einer Physio oder Osteo machen, sobald als möglich und mal schaun lassen, ob da irgendwelche fiesen Blockaden sind. Und wenn das nichts bringt, bildgebende Diagnostik. Weil bei uns war, nach wochenlanger Ursachenforschung in der TK, ohne befriedigendes Ergebnis, mit dann am Ende OP der Bizepssehne in Aussicht gestellt, um das „Problem zu lösen“, die Physio der Gamechanger. Waren einfach fiese Blockaden.

    Muss natürlich bei euch nicht so sein, ich würde aber mal drüberschaun lassen.

  • Ich finde es irgendwie komisch dass da nicht sofort Hüfte und Rücken mitgemacht wurde, spätestens heute. Ohne Bildgebende Verfahren wird man wohl nicht weit kommen. Wie es dann weiter geht kommt drauf an was es ist.

    CT würde ich machen wenn Röntgen nichts ergibt.

  • Shalea 1. April 2026 um 22:36

    Hat den Titel des Themas von „Fabi hat ein Problem/Erfahrungen für Fabi“ zu „Unklare Schmerzsymptomatik bei 8-jährigem Aussie“ geändert.
  • Solange sich der Zustand nach und nach wieder merklich verbessert, finde ich 4,5 Wochen Heilungsphase tatsächlich noch gar nicht so lange bei Unfällen. Selbst eine einfache Muskelzerrung kann theoretisch so lange dauern. Aber wenn ihr glaubt oder der TA vermutet, dass da mehr im Argen ist, macht es natürlich Sinn, weiter zu untersuchen.

    und wir sollen uns überlegen, ob CT (mega teuer, Ergebnis wahrscheinlich nichts "operierbares" ...sagte er) oder röntgen von Hüfte und Lws (man könne auf diesem Wege auf fast alles schließen) der nächste Schritt wäre.

    Frag mal, ob es die Möglichkeit gibt, erst zu röntgen und dann, falls dabei nichts raus kommt, beim selben Termin noch ein CT oder ggf. MRT nachzuschieben.

    Viele gute Kliniken machen das inzwischen so, weil das dem Hund ein zweites Schlafenlegen erspart. Und außerdem schont es euren Geldbeutel, weil ihr dann zumindest um doppelte Narkosekosten herum kommt.

    heftige Medikamente mit heftigen Nebenwirkungen...

    Ohne Diagnose allein anhand einer groben Vermutung „heftige Medikamente mit heftigen Nebenwirkungen“ zu empfehlen, finde ich, sofern diese nicht nur zur Schmerzlinderung dienen, schon ziemlich mutig.

    Es kann natürlich sein, dass der TA sich da was Sinnvolles bei denkt und euch das nur nicht so erklärt hat, dass ihr seine Empfehlung nachvollziehen könnt. Aber dann würde ich definitiv nochmal genau nachfragen, warum er solche Hammer-Medikamente als notwendig erachtet, wenn noch nicht ansatzweise klar ist, was der Hund überhaupt hat.

    Anders sieht es für mich aus, wenn die Medikamente zur reinen Schmerzbehandlung gedacht sind. Sofern der Hund unter weniger starken Hammern noch Schmerzen hat, zögere ich persönlich nicht, auch stärkere Mittel zu geben. Denn Schmerzen leiden muss mein Hund nicht, Nebenwirkungen hin oder her.

    Wobei ich mich gerade frage, wie sinnvoll es ist, ein Röntgen zu empfehlen, wenn der Verdacht in Richtung Bandscheiben oder Tumor geht. Meines Wissens nach sieht man auf dem Röntgen nur knöcherne Strukturen, also zum Beispiel die Wirbelkörper oder eventuell noch knöcherne Veränderungen. Aber die Bandscheiben selbst oder z.B. Weichteiltumore? Hmh. Aber ich bin kein Tierarzt und da gibt es hier im Forum definitiv Leute, die da mehr Ahnung von haben.

  • Klingt grob wie bei einer meiner Hündinnen damals. Da hat die Neurologin in München rausgefunden, dass der Tibialisnerv ausgefallen war. Passte absolut nicht zum MRT, aber das war dann halt so..


    Ich wuerd also zum Neurologen (gibts in DE nicht sooo viele, aber es gibt sie) und da dann besprechen welche Untersuchung Sinn macht.

  • Danke für die tollen Antworten und die Tipps.

    4,5 Wochen sind für eine ordentliche Zerrung absolut noch im Rahmen, sehr guter Hinweis. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass Hunde sowas auch haben, aber klar, warum auch nicht.

    Die Medikamente sollen wohl der vermuteten Entzündung dienen...für mich war das aber eben auch nicht genug Begründung. Zumal es ja noch keine Bildgebung gibt und der Stellreflex ja auch (bis auf einmal beim TA) negativ war. Die Schmerzmittel würden also auf die Vermutung des Bandscheibenvorfalls gegeben werden.


    Mich interessiert auch, in wie weit man auf dem Röntgen Bandscheibe, Tumor etc ausschließen kann...auch den kreuzbandriss haben sie ja über röntgen beurteilt...das machen sie wohl anhand von Anzeichen wie Veränderungen der Strukturen durch Schwellungen etc.:thinking_face:


    Auch Frage ich mich, ob man die abgebaute Muskulatur gut wieder Auftrainiert bekommt...da ist echt ein großer unterschied.


    Physio/Osteo ist eine super Idee...Wir waren bei einer Tierphysio, das hat mir aber nicht so gut gefallen. Ich denke drüber nach, mir da nochmal jemand anderen zu suchen.

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