Wann den Nachfolger einziehen lassen?

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  • Achso um nochmal auf die Frage zurück zu kommen ob man in dem Fall sagen kann Mehrhundehaltung ja oder nein ? Es is ja nicht immer so dass sich die Frage des Nachfolgers stellt sobald man Ansonsten evtl hundelos ist. Manchmal sind ja auch schon Hunde da und man fragt sich trotzdem ob der Nachfolger noch während des wahrscheinlich eigentlich Vorigen Hundes einziehen sollte oder erst danach.

  • Bei mir ist ein Zweithund eingezogen als Coco ca 9 Jahre alt war. Ja, Nora ist für mich eingezogen, weil ich nie ohne Hund sein wollte und aber auch meine Aktivitäten im Hundesport durchgehend weitermachen wollte.

    Aber ich habe einen passenden Hund für Coco ausgesucht, keinen Welpen/Junghund, weil sie davon sehr genervt gewesen wäre. Und einen eher zurückhaltenden Charakter.

    Wir konnten die ersten Jahre noch viele Sachen zu dritt unternehmen. Waren wandern und ich habe beide Hunde im Hundesport geführt und bin auf Turnieren gestartet.

    Jetzt baut Coco leider immer mehr ab und sie kann nicht mehr alles mitmachen. Einerseits macht mich das natürlich traurig und ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich sie bei meinen Eltern abgebe und mit Nora alleine in die Berge fahre oder zu einem THS Turnier. Andererseits auch wenn Nora nicht eingezogen wäre, würde ich nicht 2 bis 5 Jahre auf das Wandern verzichten wollen, während ich eben einfach einen alten Hund habe und wäre dann vielleicht ohne Hund und unglücklicher in den Bergen unterwegs. Ich nehme Coco weiterhin so weit es geht überall mit hin, aber genieße auch manchmal die "Auszeit" nur mit dem jüngeren Hund.

    Für mich war es die richtige Entscheidung einen Zweithund dazu zu nehmen, bevor der Ersthund richtig alt war. Coco ist jetzt 12,5 und ich würde jetzt keinen Zweithund mehr einziehen lassen. Dann hätte sie 11 Jahre als Einzelhund bei mir gelebt und jetzt wo sie gebrechlicher wird, müsste sie sich so umstellen und durch einen neuen Hund auch deutlich zurückstecken. Ich glaube, das würde sie jetzt deutlich schlechter "verkraften". Vor allem keinen Welpen oder aufmüpfigen Junghund mehr.

    Und ja, es ist egoistisch, aber so sehr ich an Coco hänge...für mich ist der Gedanke, dass sie irgendwann nicht mehr da sein wird, deutlich einfacher zu ertragen, seit Nora da ist (und ich eine Beziehung zu ihr aufgebaut habe).

  • Ich selbst würde es davon abhängig machen, ob ein weiterer Hund gerade in mein Leben passt 🤷 man holt sich den Hund ja weil man selbst es will, und nicht einfach nur um des Hundes willen...

    Da ich aber sowieso mehrere Hunde habe, würde jetzt zur Zeit gerade einer mehr zwar keine große Rolle spielen, habe aber im Moment diverse andere Baustellen offen wo kein neuer Hund rein passt...

    Das irgendwann schon nochmal ein oder zwei Hunde einziehen, steht auf jeden Fall fest, wann das passiert, steht noch in den Sternen...

    Aber, bis dahin kann noch so viel passieren was man vorher nicht weiß...

  • Bei mir wird, wenn alles klappt wie gehofft, im Sommer ein Welpe zu meinen zwei alten Hunden einziehen. Die beiden sind dann knapp 12 und 13.

    Ob sie davon profitieren bleibt fraglich. Eher nein. Aber falls ungeahnte Sympathien vorhanden sein sollte, vielleicht doch ein wenig. Der junge Hund wird von den beiden sicher profitieren, da sie beide für mich im Alltag einfach perfekt sind. Hoffe das kleine Ding schaut sich was ab und findet Halt.
    Da ich eine Hundebetreuung habe, bei der die Gasthunde bisher bei mir im Privathaus betreut wurden, sind meine Hunde auch andere Hunde und somit Trubel in der Wohnung gewöhnt, mittlerweile aber genervt davon. Die Gasthunde bekommen jetzt ein eigenes Haus gegenüber auf dem Hof. Dann ist mehr Ruhe privat. Und da denke ich mir, wenn sie das alles bisher so gut mitgemacht haben, ist ohne ständig wechselnde Gasthunde deutlich mehr Ruhe im Haus, da werden sie einen Welpen schon schaffen. :smiling_face_with_halo:

    Anfangs manage ich natürlich vermutlich auch einiges. Aber das kleine Ding wird ja schnell älter und lernt auch konstant dazu. (was bei ständig wechselnden Hunden nur so mäßig der Fall ist)

    Prinzipiell aber möchte ich den Hund für mich! Ich mag die Mehrhundehaltung unglaublich gern und möchte, dass das Kleine noch von den beiden Alten lernt. Aber ich möchte unbedingt wieder mit einem Hund aktiv sein. Hundesport, Fahrrad fahren... etc. ohne mir Gedanken machen zu müssen ob 10km noch gehen oder lieber nicht. :upside_down_face:Mittlerweile organisiere ich auf Wanderungen von daheim ab schon eine Notfall-Abhol-Service für meine Hunde ( durch meinen Freund beispielsweise), sonst würde ich mich nicht mehr so weit trauen.

    Generell würde ich mir jederzeit einen Zweithund holen, wenn ich einen möchte und das keinen Nachteil für meinen ersten Hund hat oder Problematiken zwischen den Hunden vorher schon im Verdacht wären.

  • Zwischen Grimm und Pan lagen fast auf den Tag genau 14 Jahre. Beide haben vom anderen profitiert. Wobei ich halt massiv geschaut habe, dass der Welpe/Jungspund den Opa nie nervf, anrempelt, seine Grenzen ignoriert, usw.

    Sowas sollte mAn immer im Einzelfall entschieden werden. Wenns passt und wenn man im Zweifel auch problemlos trennen kann, find ich es aber grundsaetzlich nicht schlecht, wenn die Zwerge Senioren an ihrer Seite haben (und andersrum).

  • Zwischen Fussel und Rumo liegen fast 12 Jahre. Da Fussel leider orthopädisch ihr Päckchen zu tragen hat, war das so die letzte Möglichkeit ihr einen Welpen zuzumuten, bevor sie zu alt wird.

    Die beiden lieben sich. Fussel hat ihm beigebracht zu spielen wie ein Terrier, hat ihn geputzt und richtig "adoptiert". Heute ist er milde mit ihr, wenn sie wegen Taubheit und Seheinschränkung gegen ihn stolpert, sie orientiert sich draußen an ihm und folgt ihm. Sie haben noch lange gespielt, gezergelt, miteinander sehr nett gerauft und ich habe schon das Gefühl, dass das Fussel auch körperlich und ihm Kopf deutlich länger fit gehalten hat.

    Die mittlere Holly, zu der wir auch einen Hund derselben Rasse dazu geholt haben, könnte gern auf beide verzichten. Die hat vom ersten Tag an gesagt: du hast das angeschleppt, der ist nicht mein Problem, erzieh ihn dir selbst. Als er dann erwachsener wurde, konnte sie deutlich mehr mit ihm anfangen (und nochmal mehr, als Fussel immer mehr Zuhause blieb und ich meistens nur mit den beiden Pudeln allein unterwegs war).

    Also die Entscheidung für einen jungen Hund zum Alten habe ich persönlich nie bereut in der Hinsicht. Natürlich muss man einem jungen Hund beibringen, dass der kleinere ältere Hund mein lustiger Spielball ist. Für mich war es halt anstrengender, weil die unterschiedlichen Bedürfnisse auch alle befriedigt werden möchten und das einfach seine Zeit braucht.

    Aber in Hinblick auf Fitness vom Ömchen wars die beste Entscheidung überhaupt, denn diese innerartliche Kommunikation kann einfach kein Mensch bieten und es ist wirklich was anderes zwischen fremden oder bekannten Hunden und Hunden, die miteinander in einer Gruppe fest leben.

  • Trudy war bei Einzug 8 Monate, Naruto 12 Jahre. Das ist gar kein Thema, die spielen miteinander, die kuscheln miteinander etc. Ich denke beide profitieren sehr voneinander. Trudy sorgt für mehr Action, Naruto zeigt Trudy wie man chillt.

  • Vor fast einem Jahr ist meine wunderbare kleine Anna ( eine Englische Bulldogge) mit fast 14 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich konnte mich lange Zeit nicht mit dem Gedanken befassen das wieder ein zweiter Hund unser Leben bereichert. Es tat einfach zu weh im Herzen. Jetzt schleicht sich aber immer öfter der Gedanke ein, das Ivy vielleicht doch wieder eine Freundin bekommen soll. Sie wird jetzt 9 Jahre alt und ich denke das Ende diesen Jahres/ Anfang nächsten Jahres ein Welpe bei uns einziehen wird.

  • Ich steh hier auch vor so einem Thema.

    Also Ebby kam waren Quitu und Joy 6. Das war perfekt. Die waren fit genug um so einen Welpen "auszuhalten". Wobei ich da auch immer ein Auge drauf hatte dass niemand genervt wird oder angerempelt (was ja bei meiner Konstellation Itl. Windspiel/Aussie nicht ohne sein kann).

    Mittlerweile lebt Quitu nicht mehr. Joy wird bald 15 und Ebby wurde grad 9. Ich wünsche mir wirklich einen Welpen aber es wäre gegen alle Vernunft. Joy ist taub und da kann noch mehr kommen mit diesem Alter. Ebby ist alle mal noch fit genug für einen Welpen.

    ABER. Bei mir müssen die Hunde zusammen alleine bleiben können. Das würde ich aber einen Welpen/Junghund nicht zutrauen wenn ich Joy dabei lassen würde. Das wäre mir zu gefährlich. Die Eingewöhnung wäre mit Ebby wohl ziemlich schwierig da müsste ich längere Zeit immer ein Auge drauf haben können, die kann eine ziemliche Arschkrampe sein. Sollte es aber dann zwischen Ebby und dem Neuzugang passen, wäre das nächste Problem ihre Leinenaggression, was gemeinsame Spaziergänge sehr schwierig machen würde. Bei allem anderen wäre Ebby ein super Partner und ich würd es mir auch für sie so wünschen, da sie echt ein toller Zweit-/Dritthund wäre (ausgenommen der zwei Punkte).

    Somit siegt bei uns die Vernunft und es wird solange meine Zwei leben kein weiterer Hund einziehen.

  • Ich habe mit dem Thema "Zweithund mit großem Altersunterschied" zwei verschiedene Erfahrungen gemacht:

    1. Meine Emma zog bei mir ein als meine Eltern einen 7-jährigen Rüden hatten, der eigentlich gut mit anderen Hündinnen konnte. Unter der Woche war Emma alleine mit mir, am Wochenende (oder auch mal für ein bis zwei Wochen am Stück) waren wir bei unseren Eltern.
    Von dieser Situation haben nach und nach beide Hunde profitiert. Unser älterer Hund fing wieder an zu spielen und lustig zu sein, auch wenn er am Anfang etwas brummelig war.
    Meine Emma lernte etwas Respekt vor älteren Hunden, hatte einen fixen Sozialpartner, lernte mit ihm das alleine bleiben, mit ihm blieb sie sogar ganz entspannt in einem Hotelzimmer (Nannycam). Trotzdem habe ich das "Ganz-alleine-sein" auch unter der Woche trainiert. Zudem hat sie (Australian Shepherd-Mischling) auch ein bisschen Ruhe von ihm gelernt, wobei ich hier aber trotzdem den Großteil des Trainings selbst übernehmen musste.
    Der einzige Nachteil war, dass sie mit ihm einmal abgehauen ist, einem Reh hinterher. Das war aber mein Fehler, ich kannte seine Schwäche, das ist mir auch kein zweites mal passiert.
    Unser Rüde verstarb dann leider sehr jung, Emma war kurz etwas verändert im Verhalten, aber nicht für lange, sie kannte es ja schon, dass er manchmal nicht da war, außerdem zog kurz danach, durch einen Zufall, wieder ein Welpe bei meinen Eltern ein.

    2. Meine zweite Erfahrung zu dem Thema ist recht konträr, was die Verhaltensveränderung nach dem Tod des älteren Hundes betrifft. Ich bilde Emma als Rettungshund aus und in unserer Staffel hat sich folgender Fall zugetragen: Mein Kollege hatte zwei weiße Schäferhunde mit einem Altersunterschied von 5 - 6 Jahren. Die Hunde wuchsen sehr eng zusammen, und der jüngere durfte manchmal mit der älteren Hündin mitkommen, wenn sie gesucht hat. Die Hündin ist nun vor einem Jahr verstorben und der Rüde hatte einen totalen "emotionalen Zusammenbruch". Zuhause war er sowieso die ganze Zeit traurig, hatte zu nichts mehr Lust und schlief nur mehr dort, wo sie immer geschlafen hat. Draußen konnte der Besitzer ihn etwas ablenken, aber auch bei der Rettungshundearbeit fehlte ihm plötzlich der Antrieb. Er suchte nicht mehr oder nur mehr sehr halbherzig, und löste teilweise auch nicht aus, wenn er dann doch gefunden hatte. Ich weiß nicht ob es damit zusammenhängt, dass er manchmal mit der Hündin mitlaufen durfte (im Aufbau) und der Trieb quasi unweigerlich mit ihr verknüpft war. Bei sowas wäre ich auf alle Fälle vorsichtig.

    Auch ich bin schon am überlegen bzgl. eines Zweithundes in den nächsten 3-4 Jahren (Emma liebt Hunde, sie würde sich ziemlich sicher freuen), ich bin aber auch noch nicht schlau geworden aus meinen recht unterschiedlichen Erfahrungen mit der Trauer des jüngeren Hundes... Vielleicht hilft es aber ja jemand anderem....

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