Wann den Nachfolger einziehen lassen?
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Hallo ihr Lieben,
uns wurde kürzlich bewusst, dass unser Hund nächsten Monat bereits 10 Jahre alt wird. Wir hoffen natürlich, ihn noch lange bei uns zu haben. Trotzdem haben wir uns darüber unterhalten, wie wir uns das künftige Leben bzgl. Hundehaltung vorstellen. Und ja, wir möchten Hundehalter bleiben.
Da stand plötzlich die Frage im Raum, ob es für uns vorstellbar wäre,einen Nachfolger bereits zu Lebzeiten unseres jetzigen Hundes dazuzunehmen. Bisher gingen wir immer davon aus, dass wir uns erst nach dem Tod unseres Hundes auf die Suche nach einem neuen Hund begeben würden.
Es gibt aber ja doch einige, die darauf schwören, beide Hunde eine Zeitlang noch gemeinsam zu halten. Was sind da die Vor- und Nachteile?
Besonders wichtig ist es uns, dass ein Hund auch stundenweise absolut unkompliziert alleine bleiben kann. Unser Hund kann dies meisterhaft. Er ist wirklich extrem entspannt und bleibt auch in fremder Umgebung, zum Beispiel in Hotels, sehr schnell und gut alleine. Lernt ein Zeithund das überhaupt, da er ja durch den Ersthund nie wirklich ganz alleine ist?
Wir würden uns mal über Erfahrungen freuen. Sind noch absolut für alles offen, möchten aber einfach mal verschiedene Szenarien durchspielen.
Liebe Grüße!
- Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Erfahrungen zu diesem Thema habe ich nicht. Aber für mich käme es doch sehr auf die Umstände an.
1. Wie, denke ich, würde mein Hund damit klar kommen wenn plötzlich ein weiterer Hund einzieht? Har er überhaupt schon einmal in Mehrhundehaltung gelebt, oder ist er, sei seiner Welpenzeit, Einzelhund bei mir? Wie seiht es generell mit der Verträglichkeit mit anderen Hunden aus. Mag der Hund andere Hunde?
2. Der Zeitfaktor. Habe ich genügend Zeit beiden Hunden gerecht zu werden. Wie organisiere ich es, wenn beide Hunde irgendwann später vielleicht einmal sehr unterschiedliche Bedürfnisse bei Spazierengehen, Training usw. haben?
Sicher gibt es da für vieles eine ´gute Lösung. Aber ich denke man sollte nicht naiv an die Sache herangehen; sondern im Vorfeld gut schauen was, wie möglich ist und man letztendlich beiden Hunden gerecht werden kann.
LG
Franziska mit Till
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Ich stelle mir die Frage im Moment auch, weil Dino Anfang des Monats auch (etwa) 10 geworden ist, und es ist gar nicht so einfach, eine Antwort auf die Frage zu finden. Die ist mit Sicherheit auch sehr individuell und von zig Dingen abhängig.
Mir wäre es ganz lieb, wenn der Nachfolger noch zu Dinos Lebzeiten einzieht, so ganz grundsätzlich. Allerdings mit der Voraussetzung, dass Dino noch fit und nicht irgendwie schwer krank ist. Dann muss der Nachfolger ja auch noch kompatibel mit Dino sein, also auch nicht ganz so reaktiv, sodass gemeinsame Gassirunden nicht zum Management-Marathon ausarten.
Für mich ist ein ganz klarer Vorteil, zumindest so beim gedanklichen Durchspielen, dass ich im Falle von Dinos Versterben dann "wenigstens" den Nachfolger schon als Tröster im Haushalt habe. Es würde sich nicht anfühlen, als ob ich Dino ersetzen würde, denn der Nachfolger ist ja schon da.
Meine Erfahrung mit der Mehrhundehaltung hat gezeigt, dass die Hunde sich das Alleinebleiben durchaus voneinander abschauen. Dino konnte von Anfang an alleine bleiben, der hat das bei den Vorbesitzern schon gelernt, und Bonny war als (anfänglicher) Angsthund eh sehr froh, wenn ich nicht da war. Dadurch hatte ich dann schon zwei sehr solide "Alleinbleibhunde", sodass Masha - die das Zusammenleben mit Menschen in unserer Form gar nicht kannte - direkt hier einziehen und sehen konnte, dass das völlig normal ist. Ich verschwind halt zu gewissen Zeiten mal und die zwei Alteingesessenen pennen in der Zeit. Ich finde, das ist sehr sehr sehr viel Wert für einen Nachfolger (oder überhaupt einen Zweit-/Dritt-/Viert-/.../hund).
Es hat sich dann auch einfach durch unseren Alltag und die Solorunden mit Dino ergeben, dass nur die Omis alleine zuhause waren. Dann war auch mal Masha allein zuhause. Vielleicht liegts an der HSH-eigenen Selbständigkeit, aber sie hat sich das Alleinebleiben definitiv von den anderen beiden abgeschaut, obwohl wir das nie besonders geübt haben.
Einen Nachteil, den ich bei "Nachfolger zieht zu Lebzeiten des Ersthunds ein" aber sehe, sind die eventuell unterschiedlichen Bedürfnisse. Dino läuft noch viel und gerne, aber wenn in 2-3 Jahren vielleicht ein Nachfolger einzieht, kann das schon anders aussehen. Wenn der Nachfolger ein junger Hund ist, will der natürlich auch entsprechend beschäftigt und gefördert werden, und wenn Dino nicht mehr so kann, dann brauchen die Hunde eben separate Runden. Das hab ich ja jetzt schon, es wäre also nix neues für mich. Es ist aber trotzdem lästig, wenn der alte Hund gemütlich bummeln will, während das Junggemüse Strecke machen und rennen will. Oder wenn der alte Hund nicht mehr so weit laufen kann und man den erst heimbringen muss, bevor man dem Nachfolger die "große" Runde spendieren kann. Das muss man auch zeitlich leisten können und wollen, diese doppelten Runden.
Je nach Hund noch ein Nachteil: der Neuankömmling schaut sich mit variierender Wahrscheinlichkeit bestimmt auch die Macken vom Althund ab

Für mich ist klar, wenn ein Nachfolger zu Dinos Lebzeiten einzieht, dann wird das wieder ein erwachsener Tierschutzhund sein. Wenn die Umstände ganz besonders toll passen, vielleicht auch ein 1-2 Jahre alter Junghund, aber eben kein Welpe.
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Für mich kommt das auf den jeweiligen Hund an und auch auf die Umstände.
Würde Dexter vor Max sterben, würde wahrscheinlich relativ bald ein neuer Partner einziehen. Max ist nicht so auf Fremdhundkontakte aus, aber er möchte durchaus einen Buddy.
Würde Max zuerst gehen, würde Dexter wohl alleine bleiben. Er ist Zuhause sehr gern Einzelprinz. Dafür kann er eher mal draußen "Hallo sagen", sofern die Hunde in sein Beuteschema passen.
Grundsätzlich ist es auch sicher bei einigen Sachen einfacher für einen neuen Hund (und vielleicht auch für einen selbst), wenn ein älterer ihm etwas den Weg zeigen kann.
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Einen Nachteil, den ich bei "Nachfolger zieht zu Lebzeiten des Ersthunds ein" aber sehe, sind die eventuell unterschiedlichen Bedürfnisse. Dino läuft noch viel und gerne, aber wenn in 2-3 Jahren vielleicht ein Nachfolger einzieht, kann das schon anders aussehen. Wenn der Nachfolger ein junger Hund ist, will der natürlich auch entsprechend beschäftigt und gefördert werden, und wenn Dino nicht mehr so kann, dann brauchen die Hunde eben separate Runden. Das hab ich ja jetzt schon, es wäre also nix neues für mich. Es ist aber trotzdem lästig, wenn der alte Hund gemütlich bummeln will, während das Junggemüse Strecke machen und rennen will. Oder wenn der alte Hund nicht mehr so weit laufen kann und man den erst heimbringen muss, bevor man dem Nachfolger die "große" Runde spendieren kann. Das muss man auch zeitlich leisten können und wollen, diese doppelten Runden.
Das wäre für mich eben auch ein sehr, sehr großer Punkt. Till ist liebend gerne draußen. Er liebt das. Ich glaube er wäre sehr, sehr traurig, wenn ich ihn zu Hause lassen würde, weil er nicht mehr so viel und weit könnte, den Jungspund aber mitnehme. ..
Er kennt das aber eben auch nicht, da er bisher immer Einzelhund war-LG
Franziska mit Till
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Nachteile sind bei großem Altersabstand die unterschiedlichen Bedürfnisse. Eine Zeitlang können älterer Hund oder Senior mit Mini zusammen laufen, irgendwann driftet das auseinander.
Vorteil ist, man hat immer mindestens einen, mit dem man weiterhin aktiv sein kann. Ich finde auch, dass die Hunde im Kontakt voneinander profitieren und länger im Kopf fit bleiben, wenn sie in ihrer festen Gruppe interagieren.
Der junge Hund erfordert in der Erziehung die üblichen 2-3 Jahre die Aufmerksamkeit, ggf möchte man Sport machen oder hat sonstige Ziele mit ihm, die Zeit einnehmen. Der Senior braucht tendenziell mehr Ressourcen im Bereich Pflege und medizinische Betreuung. Später gehen die Bedürfnisse noch mehr auseinander, hier ist es schon Management zwischen Oldie und den anderen Hunden, weil die Kommunikation wegen Taubheit und Sehverlust auch nicht mehr so gut klappt.
Ich empfand es durchaus als Spagat, allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Hier ist es zum Beispiel so, Oldie kann nicht mehr gut mitkommen, ich reise aber sehr viel mit den anderen beiden. Da muss man immer eine Lösung dafür finden.
Finanziell muss man auch mindestens mit dem Doppelten rechnen.
Also 10 Jahre ist hier das Maximum an Altersabstand, ich finde 5-6 Jahre ideal. Dann haben die noch was voneinander und man kann einige Jahre zwei fitte Hunde genießen, wenn alles gut geht.
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Ich hab drei Hunde, zwei davon können super ohne die anderen alleine bleiben, einer nicht so wirklich, und das ist der "mittlere" der das schlicht und einfach nie musste.
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Ein Punkt, der mir noch einfällt: Was wäre, wenn der neue Hund, nachdem der erste dann leider nicht mehr ist, kein Einzelhund bleiben möchte, bzw. damit sehr unglücklich wäre? Wäre man dann bereit, zu dem eigentlich ursprünglichem zweiten Hund, wieder einen dazuzuholen?
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Abbie zog ein, als Donald 7 Jahre alt war. Sie war nicht direkt als Nachfolger gedacht, für solche Gedanken war er noch zu jung. Aber es war natürlich klar, das es so kommen würde. Jetzt ist Abbie 10 und Donald seit über einem Jahr nicht mehr da. Allerdings habe ich seit Sommer 2022 auch noch Joey, war auch nicht als Nachfolger geplant, wird es aber sozusagen auch sein, wenn nicht unvorhergesehenes passiert.
Grundsätzlich finde ich es super, wenn der "alte" Hund noch einige Zeit mit dem neuen verbringt. Ich finde aber, man muss auch die Nachteile im Auge behalten. Donald war ca. die letzten drei Jahre seines Lebens krank und phasenweise hatte er auch eine intensivere Betreuung nötig. Da war es manchmal nicht leicht, die vorhandene Zeit sinnvoll aufzuteilen und allen gleichzeitig gerecht zu werden. Hat man dafür einen Plan B (oder auch C und ganz vielleicht noch D), wählt passende Hunde aus (zu einem alten Zwergpinscher würde ich zB jetzt keinen Doggenwelpen setzen) kann das eine tolle Erfahrung werden. Abbie war Donald in seiner letzten Zeit wirklich eine liebe Freundin.
Zum Thema alleine bleiben kann ich so rum nichts sagen. Donald hatte da immer arge Probleme mit. Ich habe, als Abbie einzog alles nochmal ganz von vorne trainiert und er hats dann mit ihr zusammen gelernt. Wenn auch nicht ganz so entspannt wie Abbie. Joey wars (mit anderen Hunden zusammen) eh schon gewöhnt und da wars kein großes Ding.
Sollte es bei mir mal dazu kommen, das ich keinen Nachfolger habe, denke ich, wird sehr schnell ein neuer Hund einziehen. Einfach, weil ich es mir kaum ohne Hund vorstellen kann.
Ich wünsche dir, dass du noch ganz viele Jahre mit deinem Hund hast. Egal ob mit oder ohne Nachfolger!
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