Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Jack Russel/Bodeguero/Border Welpe aus Spanien, 4 Monate
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Also erst einmal: Versteife dich bitte gar nicht darauf, keine Fehler zu machen. Das nimmt dir nur unnötig die Freude. Ich habe aktuell zehn Hunde und insgesamt elf in meinem Leben gehabt und ich habe bei jedem einzelnen Fehler gemacht. Und ich werde auch weiterhin Fehler machen. Das gehört dazu. Ihr werdet gemeinsam Fehler machen und gemeinsam wachsen. Und genau das ist doch das Schöne.
Ihr habt zwei Kinder großgezogen. Ihr wisst, was Geduld, Konsequenz, Schlafmangel und trotzdem Liebe bedeuten. Ihr bringt alles mit, was man braucht.
Und dann legt euch bitte direkt eine ordentliche Portion Humor zu. Terrier sind klug, schnell, charmant und haben sehr konkrete eigene Vorstellungen vom Leben. Wenn man versucht, sie mit Strenge klein zu halten, verliert man. Wenn man klar bleibt und gleichzeitig lachen kann, gewinnt man sehr viel Lebensqualität.
Ganz wichtig: Sie ist am Anfang ein Baby. Ein echtes Baby. Ein Baby weiß nicht, was richtig oder falsch ist. Es entdeckt die Welt, probiert aus, macht Unsinn, weil es die Welt erforscht. Man maßregelt ein Baby nicht körperlich, weil es etwas noch nicht verstanden hat. Führung bedeutet Sicherheit und Verlässlichkeit, nicht Härte. Alle Alpha- und Chefgedanken könnt ihr getrost über Bord werfen. Ihr müsst nichts dominieren. Ihr müsst nur fair, klar und berechenbar sein.
Belohnt immer lieber etwas Gutes, als etwas Schlechtes zu bestrafen. Das, was sich lohnt, wird häufiger gezeigt. Verhalten, das keine Bühne bekommt, verschwindet oft von selbst. Viele warten förmlich darauf, dass der Hund einen Fehler macht, um dann genau diesen zu bestrafen. Dabei gab es vorher oft schon zehntausende Gelegenheiten, ruhiges, kluges, freundliches Verhalten zu loben, die einfach übersehen wurden. Wenn man anfängt, bewusst nach dem Guten zu schauen, verändert sich unglaublich viel. Der Hund versteht schneller, was gewünscht ist, und die Stimmung bleibt entspannter.
Als Beispiel …
Der kleine Welpe sieht ein sich bewegendes Blatt und man sieht richtig, wie es im Kopf rattert. Zwei Sekunden überlegen. Gehe ich hinterher oder nicht? Genau da liegt die Chance.
Viele warten ab, bis der Welpe losschießt, schnappen sich dann hektisch das Blatt aus dem Maul und alles wird stressig. Dabei waren diese zwei Sekunden Gold wert. In genau diesem Moment könnte man schon freundlich reagieren. Ein lustiges Geräusch machen, den Welpen zum Umdrehen bewegen und das ordentlich feiern. Nicht überdreht, aber klar und fröhlich. Damit belohnt man nicht das Hetzen, sondern das Nachdenken. Und das nächste Mal kann es dann schon passieren, dass er noch mal drei Sekunden, länger überlegt oder sogar direkt zu euch schaut um zu sehen, ob sich das lustige Spiel wiederholt.
Timing ist da wirklich alles. Und Timing ist Übungssache. Manchmal verpasst man es. Manchmal reagiert man zu spät. Manchmal verkackt man es komplett. Das passiert. Aber wenn man anfängt, auf diese kleinen Entscheidungs-Momente zu achten, verändert sich ganz viel. Allein das Bewusstsein dafür ist schon unglaublich viel wert.
Überlegt euch früh, wie euer Hund später sein soll.
Soll er bewegenden Objekten hinterherrennen? Wenn nein, dann fangt gar nicht erst mit Ball- oder Stockwerfen an, nur weil es niedlich aussieht, wie der Welpe losflitzt.
Soll er später zu jedem anderen Hund hinrennen? Soll er an der Leine Theater machen? Wenn nein, dann lasst von Anfang an nicht jeden Hund an ihn heran und lasst ihn auch nicht jederzeit zu anderen Hunden stürmen. Ihr entscheidet, wann Kontakt sinnvoll ist. Nicht die Umwelt.
Genauso wichtig: Lasst nicht jeden Passanten und jedes Kind an euren Welpen. Gerade kleine Terrierwelpen sind unfassbar süß und alle wollen sie anfassen. Ihr dürft freundlich und klar Nein sagen. Euer Hund muss nicht lernen, dass fremde Hände selbstverständlich sind. Er darf lernen, dass ihr das regelt. Das gibt ihm Sicherheit und euch Ruhe.
Und noch ein Gedanke: Möchtest du die nächsten 15 Jahre 24 Stunden am Tag um den Hund kreisen? Wenn nein, dann fangt auch nicht damit an, solange sie klein ist. Selbstständigkeit darf man von Anfang an mitdenken.
Ihr werdet das gut machen. Nicht perfekt. Aber gut. Und das reicht völlig. Genießt die Vorfreude und nehmt euch selbst den Druck. Mit Humor, Klarheit und ein bisschen Gelassenheit wird das richtig schön.
Habe zwar schon geliked, muss aber nochmal explizit erwähnen, wie unglaublich gut ich diesen Beitrag finde. Den könntest du dir eigentlich irgendwo speichern und mir Copy&Paste in nahezu alle Threads einfügen, wo Hunde neu einziehen sollen. Einfach so gut auf den Punkt. 😊
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27. Februar 2026 um 10:01
schau mal hier:
Jack Russel/Bodeguero/Border Welpe aus Spanien, 4 Monate - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Da muss ich dann echt drauf achten, von Anfang an Kommandos auf französisch zu geben und das alle die gleichen Kommandos benutzen.
Du kannst die Kommandos auch auf Suaheli oder in klingonisch geben.😄 Dem Hund ist das völlig egal, solange ihr für ein und dieselbe Sache ein und dasselbe Wort nutzt.
Ich finde wichtig ist nur, das die Kommandos für euch alle situationsabhängig stimmig sind.
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Du kannst die Kommandos auch auf Suaheli oder in klingonisch geben.😄 Dem Hund ist das völlig egal, solange ihr für ein und dieselbe Sache ein und dasselbe Wort nutzt.

Das Problem ist nicht der Hund
. Mir sind die deutschen Kommandos so in Fleisch und Blut übergegangen, dass das eine ganz schöne Umstellung für mich wird...Hier gab es mal nen Bericht, über in der Deutschweiz ausgebildete Polizeihunde, die in die franz. Schweiz vermittelt wurden. Da sich aber die Polizistendie deutschen Kommandos nicht merken konnten, trotz viel Uebung, mussten letzenendes die Hunde umlernen ( was deutlich problemloser war

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Bei Kommandos finde ich es auch wichtig, dass man Wörter nimmt, die man im Alltag so gut wie nie sagt. Ein gutes Beispiel ist das Nein. Das sagt man im Alltag ja häufiger nicht nur zum Hund sondern untereinander. Auch Aus ist so ein Wort, dass sich schnell verbrauchen kann.
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Manchmal ist das gar nicht schlecht andere Kommandos zu haben. Hier wurde der ursprüngliche Rückruf ‚Komm‘ so ‚verbraucht‘, dass ich einen eigenen Rückruf eingeführt habe. ‚Komm‘ benutze ich noch für den nicht verbindlichen ‚beeile dich mal‘ Rückruf.
Geh nicht so verkopft dran. Mit ein bisschen Gefühl wirst du schnell merken was bei deinem Welpen geht und was eher weniger. Das ist wirklich individuell. - Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Bei Kindern funktioniert es doch, das die zweisprachig groß werden und beide ( oder mehrere) Sprachen selbstverständlich nutzen. Warum sollte das eigentlich beim Hund nicht auch funktionieren? 🤔
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solang man nicht das selbe Wort für unterschiedliche Aktionen nimmt ist das doch auch kein Problem für die selbe Aktion mehrere Wörter zu haben.
Bei Kommandos finde ich es auch wichtig, dass man Wörter nimmt, die man im Alltag so gut wie nie sagt. Ein gutes Beispiel ist das Nein. Das sagt man im Alltag ja häufiger nicht nur zum Hund sondern untereinander. Auch Aus ist so ein Wort, dass sich schnell verbrauchen kann.
mein Hunde "Nein" und "aus" klingt ganz anders als wenn ich das zu einem Menschen sage...wobei Aus beim Menschen habe ich bisher noch nicht verwendet ^^
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Ich finde das mit dem Basketballtraining keine schlechte Sache.
Ich würde Anfangs einfach 10 min in den Wald spazieren und mich da auf eine Bank setzen und den Hund an der Schleppline sich umschauen/vor sich hin spielen oder was auch immer machen lassen. Sobald er richtig bei euch angekommen ist auch gerne frei. Und dann kannst du die Strecke immer weiter ausbauen und die ruhige Sitzzeit reduzieren, etwas Leinenführigkeit üben....
Gleichzeitig kannst du nach eurem Spaziergang, wenn du merkst dein Hund wird müde üben, dass er kurz im Auto wartet und du mal kurz in die Halle gehst.
Auch mit rein nehmen kannst du mal nutzen um den Hund an fremde laute und hektische Umgebungen zu gewöhnen. Am besten nach einer kurzen Runde im Wald, so dass er sich lösen und ggf. angestaute Energie loswerden könnte, aber noch genug Konzentration übrig hat. Da musst du einfach schauen, wie nah und wie lange er das aushält. Dabei ist weniger mehr und das wichtigste ist, dass ihr beide mit einem guten Gefühl rausgeht, auch wenn ihr z.b. erstmal nur im Vorraum zur Halle die Geräusche anhört oder durchs Fenster reinschaut, je nach Gegebenheiten.
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Mir sind die deutschen Kommandos so in Fleisch und Blut übergegangen, dass das eine ganz schöne Umstellung für mich wird...
Für den Alltag, ja, dann glaube ich, daß es für Dich eine Umstellung sein wird, wenn Deine Familie ansonsten eher französisch mit dem Hund kommunizieren wird. Für den Alltag wirst Du Dich umstellen müssen, denke ich mir mal.
Aber, wenn Du die einzige bist, die Hundesport macht, dann sehe ich keinen Grund für eine sprachliche Umstellung. Dann bist doch ohnehin Du die einzige im Zusammenhang mit dem Sport die Kommandos verwendest. Bei mir tauchen im Alltag tatsächlich praktisch keine Hundeplatz Kommandos auf. Da gibt es ein Leg dich hin, statt Platz, ein Bei mir, oder Nähe, statt Fuß.
So könntest Du das tatsächlich auch im Alltag übernehmen. Dann wäre ein französisch ausgesprochenes Sitz, Platz und Fuß vielleicht für die Familienmitglieder das auch so gemeint sein, aber es ist dann egal, wenn der Hund die Kommandos von alleine auflöst, bzw. es kein sauberes Hundeplatzfuß ist
Mit solchen Möglichkeiten kann man tatsächlich etwas "spielen".
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Also erst einmal: Versteife dich bitte gar nicht darauf, keine Fehler zu machen. Das nimmt dir nur unnötig die Freude. Ich habe aktuell zehn Hunde und insgesamt elf in meinem Leben gehabt und ich habe bei jedem einzelnen Fehler gemacht. Und ich werde auch weiterhin Fehler machen. Das gehört dazu. Ihr werdet gemeinsam Fehler machen und gemeinsam wachsen. Und genau das ist doch das Schöne.
Ihr habt zwei Kinder großgezogen. Ihr wisst, was Geduld, Konsequenz, Schlafmangel und trotzdem Liebe bedeuten. Ihr bringt alles mit, was man braucht.
Und dann legt euch bitte direkt eine ordentliche Portion Humor zu. Terrier sind klug, schnell, charmant und haben sehr konkrete eigene Vorstellungen vom Leben. Wenn man versucht, sie mit Strenge klein zu halten, verliert man. Wenn man klar bleibt und gleichzeitig lachen kann, gewinnt man sehr viel Lebensqualität.
Ganz wichtig: Sie ist am Anfang ein Baby. Ein echtes Baby. Ein Baby weiß nicht, was richtig oder falsch ist. Es entdeckt die Welt, probiert aus, macht Unsinn, weil es die Welt erforscht. Man maßregelt ein Baby nicht körperlich, weil es etwas noch nicht verstanden hat. Führung bedeutet Sicherheit und Verlässlichkeit, nicht Härte. Alle Alpha- und Chefgedanken könnt ihr getrost über Bord werfen. Ihr müsst nichts dominieren. Ihr müsst nur fair, klar und berechenbar sein.
Belohnt immer lieber etwas Gutes, als etwas Schlechtes zu bestrafen. Das, was sich lohnt, wird häufiger gezeigt. Verhalten, das keine Bühne bekommt, verschwindet oft von selbst. Viele warten förmlich darauf, dass der Hund einen Fehler macht, um dann genau diesen zu bestrafen. Dabei gab es vorher oft schon zehntausende Gelegenheiten, ruhiges, kluges, freundliches Verhalten zu loben, die einfach übersehen wurden. Wenn man anfängt, bewusst nach dem Guten zu schauen, verändert sich unglaublich viel. Der Hund versteht schneller, was gewünscht ist, und die Stimmung bleibt entspannter.
Als Beispiel …
Der kleine Welpe sieht ein sich bewegendes Blatt und man sieht richtig, wie es im Kopf rattert. Zwei Sekunden überlegen. Gehe ich hinterher oder nicht? Genau da liegt die Chance.
Viele warten ab, bis der Welpe losschießt, schnappen sich dann hektisch das Blatt aus dem Maul und alles wird stressig. Dabei waren diese zwei Sekunden Gold wert. In genau diesem Moment könnte man schon freundlich reagieren. Ein lustiges Geräusch machen, den Welpen zum Umdrehen bewegen und das ordentlich feiern. Nicht überdreht, aber klar und fröhlich. Damit belohnt man nicht das Hetzen, sondern das Nachdenken. Und das nächste Mal kann es dann schon passieren, dass er noch mal drei Sekunden, länger überlegt oder sogar direkt zu euch schaut um zu sehen, ob sich das lustige Spiel wiederholt.
Timing ist da wirklich alles. Und Timing ist Übungssache. Manchmal verpasst man es. Manchmal reagiert man zu spät. Manchmal verkackt man es komplett. Das passiert. Aber wenn man anfängt, auf diese kleinen Entscheidungs-Momente zu achten, verändert sich ganz viel. Allein das Bewusstsein dafür ist schon unglaublich viel wert.
Überlegt euch früh, wie euer Hund später sein soll.
Soll er bewegenden Objekten hinterherrennen? Wenn nein, dann fangt gar nicht erst mit Ball- oder Stockwerfen an, nur weil es niedlich aussieht, wie der Welpe losflitzt.
Soll er später zu jedem anderen Hund hinrennen? Soll er an der Leine Theater machen? Wenn nein, dann lasst von Anfang an nicht jeden Hund an ihn heran und lasst ihn auch nicht jederzeit zu anderen Hunden stürmen. Ihr entscheidet, wann Kontakt sinnvoll ist. Nicht die Umwelt.
Genauso wichtig: Lasst nicht jeden Passanten und jedes Kind an euren Welpen. Gerade kleine Terrierwelpen sind unfassbar süß und alle wollen sie anfassen. Ihr dürft freundlich und klar Nein sagen. Euer Hund muss nicht lernen, dass fremde Hände selbstverständlich sind. Er darf lernen, dass ihr das regelt. Das gibt ihm Sicherheit und euch Ruhe.
Und noch ein Gedanke: Möchtest du die nächsten 15 Jahre 24 Stunden am Tag um den Hund kreisen? Wenn nein, dann fangt auch nicht damit an, solange sie klein ist. Selbstständigkeit darf man von Anfang an mitdenken.
Ihr werdet das gut machen. Nicht perfekt. Aber gut. Und das reicht völlig. Genießt die Vorfreude und nehmt euch selbst den Druck. Mit Humor, Klarheit und ein bisschen Gelassenheit wird das richtig schön.
Habe zwar schon geliked, muss aber nochmal explizit erwähnen, wie unglaublich gut ich diesen Beitrag finde. Den könntest du dir eigentlich irgendwo speichern und mir Copy&Paste in nahezu alle Threads einfügen, wo Hunde neu einziehen sollen. Einfach so gut auf den Punkt. 😊
Danke schön 🥹
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