Bin krank und kann mich nicht um den Hund kümmern

  • Bei mir hatte sich Anfang des Jahres eine Erkältung in eine Lungenentzündung mit Asthmaanfällen ausgeweitet. Da konnte ich gar keine Spaziergänge mit Tilde machen. Sie musste damit zufrieden sein nur vor die Tür gelassen zu werden um ihre Geschäfte zu erledigen. War bestimmt nicht schön für sie, ging aber.

  • Danke danke nochmal . eure antworten helfen mir sehr. Mir kam auch schon der Gedanke dass wir mal " Nichtstun" üben müssen. Hätte mir dafür nur bessere Umstände gewünscht. meine große verzweiflung kommt immer dann wenn ich selbst die miniminirunde nur mit Mühe schaffe( und mit Angst dass ich umkippe) oder als ich glaubte vielleicht sogar ins Krankenhaus zu müssen, da kam dann der Gedanke an eine Tierpension. Allerdings geht es mir nicht jeden Tag schlechter, in leider winzigen Schritten besser. Neela liegt entweder auf mir oder mit unter der Decke. Ab und zu steht sie auf , um ihr diverses kauzeug und Spielzeug zu " fetzen" . Danach wieder ab ins Bett. Eigentlich verpackt sie es besser als ich erwartet habe. Danke nochmals.

  • Dein normales Pensum wäre für meine Hunde in dem Alter zu hoch. Das würde langfristig dazu führen, dass sie ziemlich "drauf" wären. Das Jagdverhalten springt ja erst noch richtig an und ich habe die Erfahrung gemacht, dass zu viel das stark forciert, weil der Hund so "drauf" ist, dass er süchtig wird. (Dein Hund ist ja zudem eine Arbeitsrassenmischung, wenn ich es richtig im Kopf habe? Da ist der Effekt dann noch größer als bei "Otto-Normal-Hund".)

    Und ganz nebenbei würde mir die Überlastung des Bewegungsapparat sorgen machen. Jetzt bekommt der Hund das kompensiert. Aber die Knochen und weichteiligen Strukturen vergesse das nicht und so kommt es dann zu frühzeitigen, schmerzhaften Arthrosen ... in einer Zeit, in der Du diese Junghundzeit schon längst vergessen hast.

    Vielleicht ist die Situation jetzt mal eine Gelegenheit den Hund auf ein normales Level zu bringen und herauszufinden, was ihm wirklich gut tut an Pensum ...

    (Ich lag zwei Mal übelst, wirklich übelst mit Corona um. Da war ich froh, dass ich es geschafft habe sie pullern zu lassen und zu füttern. Über Tage ... )

  • Ich schaffe es nicht zu zitieren, danke für den Hinweis dass ich den Hund vielleicht überlaste. Ja, ist ein Arbeitshund. Steckt mindestens Balkanbracke drin.

    Ich war zu Beginn viel zu viel unterwegs. Habe das dann schnell gemerkt und auf die zwei grossen ( wie gesagt ca. 1 Stunde jeweils) Runden am Tag runtergefahren. Wenn ich wieder gesund bin werde ich das nochmal anschauen. Im Moment habe ich ja viel Zeit mir Gedanken zu machen und das neela die " aufgezwungene" Ruhe so entspannt annimmt zeigt ja dass ich noch runterfahren kann . Sie ist schon sehr leicht von 0 auf 100 und ich habe auch schnell gemerkt dass " auspowern" genau den gegenteiligen Effekt hatte. Deshalb auch die zwei immergleichen Runden. wobei hier auf dem Land auf jeder Runde immer wieder neues , aufregendes da ist an Spuren . Ich lasse sie an der Schleppleine viel und in Ruhe Nasenarbeit machen. Möglichst wenig Begegnung mit anderen Menschen und Hunden - da rastet sie kurzzeitig aus. Vor Freude. Aber auch das ist auf dem Platten Land auch nicht schwierig. Ich werde auf jeden Fall den Tagesablauf nochmals durchdenken. Und gegebenenfalls die Runden kürzen oder auf eine grosse beschränken. Bis sie dann endlich groß und erwachsen ist.

  • Ich fand es auch immer verblüffend, wie gut alle meine Hunde die Situation einschätzen konnten. Die wußten ganz genau, dass "krank" was anderes ist als "hat keine Lust". Mein jetziger Terrier hat sich als Raketenjugendliche von sich aus dermaßen zurückgenommen, wenn ich krank war, dass ich nur gestaunt habe. Die schlief dann einfach nahezu durch, so, wie du es von deiner Hündin auch schilderst - was mir sagen würde, dass auch sie längst "weiß", dass diese Situation gerade ungewöhnlich ist und sie besser einfach runterschaltet, statt sich unnützen Streß zu machen, und entspannt vor sich hin döst, bis es wieder losgeht.

    Sobald es mir nämlich besser ging - auch das bei allen Hunden gleich - war meine Schonzeit vorbei. Dann wurde sofort wieder richtig gefordert, und dann ja auch mit Recht. Insofern würde ich es an deiner Stelle meinem Hund zutrauen und ihr auch die Gelegenheit geben, sich einfach mal auf eine Ruhezeit einzustellen.

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