TSH hat starken Jagdtrieb

  • weil OT

    Joa, wahrscheinlich. Ist eben Zypern und nicht Deutschland. Der Umgang mit Tieren ist in vielen anderen Ländern eben ein ganz anderer. Da wird der nächste Trainer vermutlich auch nicht groß anders sein.

    Im eigenen Land werden Nutztiere missbraucht und überall auf der Welt geht es Menschen schlechter als so manchem Hund. Und das ist jetzt genau warum ein Grund, im konkreten Fall von dem gewaltvollen Vorgehen abzuraten? Nur weil es dort eben gewöhnlich ist?

  • Wenn ich das richtig herauslese, habt Ihr noch nie ein Kommando aufgebaut, das ein Verbot bedeutet?

    Doch, das gibt es. Und das nutzen wir bereits im Alltag auch beim Katze an der Scheibe Thema oder wenn sie mit ihrem Kaustock auf die Couch geht, obwohl sie weiß, dass sie das nur in ihrem Körbchen darf.

    Wenn das funktioniert, würde ich es in Kombination mit Belohnung von korrektem Verhalten nutzen.

    Habt Ihr Euch schon überlegt, was ihr zur Beschäftigung machen wollt um den Jagdtrieb in vernünftige Bahnen zu lenken?

  • Doch, das gibt es. Und das nutzen wir bereits im Alltag auch beim Katze an der Scheibe Thema oder wenn sie mit ihrem Kaustock auf die Couch geht, obwohl sie weiß, dass sie das nur in ihrem Körbchen darf.

    Wenn das funktioniert, würde ich es in Kombination mit Belohnung von korrektem Verhalten nutzen.

    Habt Ihr Euch schon überlegt, was ihr zur Beschäftigung machen wollt um den Jagdtrieb in vernünftige Bahnen zu lenken?

    Ich belohne sie danach mit „fein“ & streichle sie. An Futter bzw Leckerlies ist sie in solchen Momenten leider nicht interessiert.

    Nein, ich habe noch keine weiteren Erfahrungen mit Hunden, die so eine starken Jagdtrieb haben. Ich habe mit meinem Spaniel eine Zeit lang agility gemacht; das hat er geliebt. Hier gibt es nicht so viele Sportangebote; wenn dann Obedience. Und ich bin auch noch sehr vorsichtig, was Training im Außen angeht, da ich sie derzeit ja null aus dem „Außen“ kriege. Sie vergisst durch den Trieb auf Katzen auch häufig mal das pullern & Häufchen machen. Sie ist zweimal abgehauen (durch Haustürschlitz) und weggelaufen; hatte nur die Katze im Blick. Ein Glück konnte sie beide Male durch entgegenkommende Passanten gehalten werden; da sie nach kurzer Zeit dann gemerkt hat, dass sie ihre Herrchen verloren hat.

  • An Futter bzw Leckerlies ist sie in solchen Momenten leider nicht interessiert.

    Ist sie denn überhaupt ziemlich verfressen?

    Und, wenn ja, gibt es etwas, worauf sie total steht? Wie zum Beispiel Käse, Leberwurst, Katzenfutter (immer vorausgesetzt natürlich, daß sie es auch verträgt und fressen darf!)

  • Ich belohne sie danach mit „fein“ & streichle sie. An Futter bzw Leckerlies ist sie in solchen Momenten leider nicht interessiert.

    Streicheln wird von Hunden meist als zusätzliche Strafe empfunden, da würde ich genau hinschauen.

    Ich meinte auch gar nicht den Hund für den Abbruch zu belohnen (also, ja, das würde ich loben, wenn der Hund sofort aufs Wort hin die Klappe hält und sich zurücknimmt), sondern den Aufbau was der Hund stattdessen tun soll. Wie er mit Außenreizen generell umgehen soll. Das belohne ich bei meinen jungen, reaktiven Hunden in dem Alter ganz, ganz viel, damit sie überhaupt eine Idee entwickeln, was sie eigentlich machen sollen. Nix tun, geht nämlich für so einen Hund in der Regel nicht.

    Obedience bringt Dir für so einen Hund gar nichts. Es geht eher darum Beschäftigung zu machen, wo der Hund in Zusammenarbeit mit Dir seinen Jagdtrieb nutzen kann. Richtiges (!) Dummytraining zum Beispiel.

  • Das liest sich leider für mich echt so, als dass ihr euch da in den "falschen" Hund verliebt habt. Also zumindest für die Gegebenheiten, in denen ihr lebt.

    Wäre eine Weitervermittlung zu Haltern mit für den Hund besseren Bedingungen für dich denkbar? Ich kann verstehen, dass dein Herz auch nach der kurzen Zeit schon sehr an der Hünding hängt, aber ich gebe dir auch in deiner Einschätzung recht, dass sie sehr gestresst ist und das nicht nur 30 Minuten am Tag.

    Sicher lässt sich das Jagdverhalten eines Hundes lenken und unter Kontrolle bringen, aber ob das hier geht und wenn, euch alle zufriedenstellt, weiß ich nicht. Hier würdet ihr ja schon doll gegen die Genetik des Hundes arbeiten und müsstet auch vermutlich immer im Management bleiben müssen.

  • Wenn ich das richtig herauslese, habt Ihr noch nie ein Kommando aufgebaut, das ein Verbot bedeutet?

    Doch, das gibt es. Und das nutzen wir bereits im Alltag auch beim Katze an der Scheibe Thema oder wenn sie mit ihrem Kaustock auf die Couch geht, obwohl sie weiß, dass sie das nur in ihrem Körbchen darf.

    Ihr belohnt sie aber laut Eingangstext dafür wenn sie kurz mit dem Verhalten aufhört. Das ist kein verbieten was ihr da tut.

    Der Wunsch nach " muss halbwegs alltagstauglich werden" ist da auch etwas kurz gedacht in Hinblick auf den Gesamtkontext . Das was euch vorschwebt wird in jahrelangem Stress für den Hund , euren Ersthund und euch enden.


  • Das liest sich leider für mich echt so, als dass ihr euch da in den "falschen" Hund verliebt habt. Also zumindest für die Gegebenheiten, in denen ihr lebt.

    Wäre eine Weitervermittlung zu Haltern mit für den Hund besseren Bedingungen für dich denkbar? Ich kann verstehen, dass dein Herz auch nach der kurzen Zeit schon sehr an der Hünding hängt, aber ich gebe dir auch in deiner Einschätzung recht, dass sie sehr gestresst ist und das nicht nur 30 Minuten am Tag.

    Sicher lässt sich das Jagdverhalten eines Hundes lenken und unter Kontrolle bringen, aber ob das hier geht und wenn, euch alle zufriedenstellt, weiß ich nicht. Hier würdet ihr ja schon doll gegen die Genetik des Hundes arbeiten und müsstet auch vermutlich immer im Management bleiben müssen.

    Sie hat grundlegend den schönsten und herzlichsten Charakter dieser Welt. Sie ist so liebevoll, verkuschelt und kommt mit allen Hunden, Menschen und Kindern gut zurecht. Ich habe das Gefühl, es wäre nicht fair ihr gegenüber jetzt schon aufzugeben. Vielleicht liegt es ja an meiner fehlenden Erfahrung mit Jagdhunden und sie braucht etwas mehr Zeit. Ich habe auch überlegt, nochmal einen anderen Trainer zu konsultieren.

    Wiederum verstehe ich, was ihr schreibt und dass eine Katzen ärmere Umgebung vielleicht für sie sinnvoller wäre - und ich möchte ja nur das Beste für sie. Gerade fühlt es sich für mich aber noch so an, als würde ich das „Problem“ einfach abgeben. Und dafür liebe ich sie viel zu sehr.
    Kennt ihr vielleicht deutsche Hundetrainer, die vielleicht auch Erfahrungen mit TSH haben und die ich mal konsultieren könne?

  • Der Wunsch nach " muss halbwegs alltagstauglich werden" ist da auch etwas kurz gedacht in Hinblick auf den Gesamtkontext . Das was euch vorschwebt wird in jahrelangem Stress für den Hund , euren Ersthund und euch enden.

    Ich habe mich hierhin gewandt, um Unterstützung und Gedankeanregungen zu erhalten, da ich verunsichert und überfordert mit der Situation bin. Wie wäre der Gesamtkontext für Naya denn besser? Leben in einer Katzen armen Umgebung?

  • Genetik verschwindet nicht, ganz im Gegenteil: Das Jagdverhalten reift bis zum dritten Lebensjahr erst richtig aus. Man kann sich und einem Hund einen großen Gefallen tun, wenn er wo lebt, wo Mensch und Hund zueinander passen und auch das Umfeld passt.

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