Verhalten meines Junghundes

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  • Ich kann dir aus meiner persönlichen Erfahrung heraus nur sagen, dass die meisten Arbeitshunderassen – auch ehemalige wie in meinem Fall – nicht ausschließlich mit positiver Verstärkung erziehbar sind. Je nach Temprament des Hundes muss man sich ein bisschen mehr und konsequenter durchsetzen und wirklich alles ausdiskutieren.

    Ich kann zum Spitz nichts sagen, aber ich wäre wirklich vorsichtig mit solchen Verallgemeinerungen. Wäre zum Beispiel für meine Spaniels ein disaströses Vorgehen, besonders im Junghundealter. Der Preis wäre viel zu hoch gewesen, der Frust auf beiden Seiten unendlich. Das wäre schlicht nicht zielführend in solchen Situationen. Auch sog. Arbeitsrassen sind sehr unterschiedlich gestrickt, da können Welten dazwischenliegen.

  • Ich kann zum Spitz nichts sagen, aber ich wäre wirklich vorsichtig mit solchen Verallgemeinerungen. Wäre zum Beispiel für meine Spaniels ein disaströses Vorgehen, besonders im Junghundealter. Der Preis wäre viel zu hoch gewesen, der Frust auf beiden Seiten unendlich. Das wäre schlicht nicht zielführend in solchen Situationen. Auch sog. Arbeitsrassen sind sehr unterschiedlich gestrickt, da können Welten dazwischenliegen.

    Ich schrieb doch "… aus meiner persönlichen Erfahrung heraus …" und "Je nach Temprament des Hundes …"

    Kann man natürlich missverstehen, wenn man unbedingt möchte :)

  • Du hast persönliche Erfahrungen mit den meisten Arbeitshunderassen?

    Immer dieselben kleinlichen Gehässigkeiten 😵‍💫
    OP wünsche ich viel Erfolg, ich bin raus

  • Ich schrieb doch "… aus meiner persönlichen Erfahrung heraus …" und "Je nach Temprament des Hundes …"

    Aber trotzdem bleibt es eine Verallgemeinerung. Und ein bisschen am Thema vorbei.

    Denn hier in dem Fall ist ja das Problem überhaupt nicht dadurch entstanden, weil "nur positiv" trainiert wurde, sondern im Gegenteil, mit vielen aversiven Methoden, die auch nicht in sich zielführend und sinnvoll waren.

    Natürlich kann man einem Hund auch über Strafe Dinge beibringen, aber genauso wie positives Training müssen auch die aversiven Elemente zielführend eingesetzt werden. Dass ein Thomas Baumann das kann, bezweifle ich nicht, aber die Methoden, die hier geschildert wurden, waren nicht einleuchtend, auch für den Hund nicht.

    Was bei euch im Argen lag, weiß ich nicht. Hier lassen die Schilderungen auf fehlendes Vertrauen, starke Verunsicherung und etliche Fehlverknüpfungen und Trainingsfehler schliessen.

    Ich würde da auch mit einem belohnungsbasierten Training drangehen und von weiteren aversiven Massnahmen absehen, um erst mal Vertrauen reinzubringen und dem Hund zu zeigen, was man von ihm erwartet.

  • Danke für eure vielen Antworten. Aktuell versuchen wir es mehr mit Belohnungstraining. Weiß zwar noch nicht ganz wie aber habe zB damit angefangen, dass wenn er draußen jemanden sehen sollte und er mich anguckt, bekommt er ein Leckerli. Wird wahrscheinlich ein harter und schwerer Weg aber bisher finde ich keinen adäquaten Ersatz im Dortmunder Raum. Ihr könnt mir ja mal sagen, ob es gut oder schlecht ist.

    Aktuell bekommt er bei positivem Verhalten sein Leckerli. Ich habe Anfangs ne Woche ca. mehrfach Sitz beim Gassigehen gemacht und er ist schon recht entspannter. Manchmal - nicht immer - setzt er sich hin, wenn er andere Hunde sieht oder andere Menschen. Dann bekommt er ein Leckerli.

    Aktuell üben wir mit der Hausleine, dass er auf seinem Platz bleibt. Geht er runter, führen wir ihn ruhig wieder auf seinen Platz und legt er sich von selbst ab und entspannt, bekommt er ein Leckerli. Ich denke, dass er weiß was Ruhe ist. Er legt sich auch von selbst ab, geht zB ins Schlafzimmer in seinen Korb oder legt sich gerne in die Dusche. Nur wenn wir aufstehen oder dergleichen, ist er innerhalb von 0,0000001ms online. Wie ist der Intervall beim liegen fürs Leckerli? Wenn er ruht - ruhen lassen? Oder gelegentlich Leckerli geben?

    Viel Auslauf ist aktuell nicht drin, da er seine Pfote verletzt hat und daher Ruhe vom TA verschrieben bekommen hat (Er fordert trotzdem immer zum spielen auf :D) Wichtig ist mir, dass er andere Menschen nicht angreift. Wenn wir mal weg müssen und zB unsere Nachbarstochter aufpasst, soll sie das beide überleben. Sie hat schon mehrfach aufgepasst aber aktuell trauen wir ihm nicht, da er sie lange nicht mehr gesehen hat.

    Hat jemand Erfahrung mit https://www.deine-hundeschule.com/ dieser Seite? Hatten Anfangs mal den "Plan" gekauft aber hatten dann eine Trainerin und das ganze nicht mehr beachtet.

  • Meine Spitz Mix Hündin aus dem Tierschutz war bei ihrem Einzug damals auch so - bei Besuch ist sie komplett eskaliert, Menschen, die sie anfassen wollten oder die zu nah vorbei gekommen sind, wurden attackiert (ich hatte wirklich Glück, dass Finya NIE gezwickt oder gebissen hat!), nur an der Leine hat sie nicht gezogen, weil sie das aufgrund ihres Handicaps nicht konnte, aber ohne Leine war sie auf und davon :see_no_evil_monkey:

    Mit viel Training (Finya hab ich tatsächlich komplett ohne positive Strafe erzogen, weil sie dann sofort dicht gemacht hat) ist sie ein absolut problemloser und unkomplizierter Verlasshund geworden :smiling_face:


    Was deinem Hund wahrscheinlich vor allem fehlt, ist Führung. Du passt nicht auf ihn auf, also passt er auf sich selbst auf und das stresst ihn massiv.


    Ich weiß nicht, ob es den youtube Kanal noch gibt, aber mir haben für die Anfänge die Videos von Kikopup enorm geholfen bis wir eine passende Trainerin hatten. Sie erklärt das sehr gut und kleinschrittig, wie man was aufbaut und warum man das macht.


    Hunde sind im Normalfall nicht nachtragend, aber da er das alles bei dir erlebt hat, wird es dauern bis er dir wirklich glaubt, dass du die Sache im Griff hast. Lass dich von Rückfällen nicht verunsichern!

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