Vestibularsyndrom oder Schlaganfall
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Hallo,
unser alter Herr hatte kürzlich das Syndrom, meine ich, einen Schlaganfall meint die Ärztin. Es gab die Symptome sehr schnell, umfallen, schwanken, Augentickern, sich drehen. Die Ärztin meinte, die Ohren wären in Ordnung, weswegen sie meint, es wäre ein Schlaganfall. Er hat 3 Tage Infusionen bekommen und Kortison, Antibiotikum, Karsivan und Vitamin B. Kortiso und Antibiotikum sind wieder abgesetzt und er hat sich recht schnell erholt. Ich bemerke aber, dass er zunehmend schwankt, besonders nach dem schlafen.
Die Ärztin ist der Meinung, sollte es wieder einen Schlaganfall geben, sollten wir überlegen, ihn gehen zu lassen.
Nun weiß ich nicht so recht, was das beste sein würde. Denn für mich ist es eher ein altersbedingtes Vestibularsyndrom. Ich wüsste nicht, dass dann ein Einschläfern das Mittel der Wahl ist.
Er hatte allerdings auch wahnsinnig viel Stress, Angstzustände wegen den Symptomen und dann auch beim Tierarzt Panikattacken.
Da er wieder vermehrt schwankt, habe ich Angst, es geht wieder los. Ich weiß nicht, wie ich das entscheiden soll. Er ist 15 und hat sonst kaum Einschränkungen. Ist schon etwas langsam beim Gassi und hat trübe Augen, aber sonst hatte er nichts Schlimmeres.
Ich bin über Erfahrungen dankbar.
- Vor einem Moment
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Von der Beschreibung her passt vieles eher zu einem altersbedingten Vestibularsyndrom als zu einem klassischen Schlaganfall, vor allem das plötzliche Auftreten, die schnelle erste Besserung und das erneute stärkere Schwanken nach dem Schlafen. Das sieht schlimm aus, heißt aber nicht automatisch, dass es ihm dauerhaft schlecht geht oder dass gerade etwas Akutes passiert.
Gleichzeitig darf man es nicht schönreden: Wenn der Schwindel dauerhaft bleibt oder sich verschlechtert, ist das für den Hund natürlich belastend und dann sollte man gemeinsam mit dem Tierarzt – im Zweifel auch mit einer zweiten Meinung – ehrlich auf die Lebensqualität schauen. Einschläfern ist kein Mittel der ersten Wahl, aber eine Option, wenn es wirklich nicht mehr besser wird.
Solange er ansprechbar ist, noch gerne rausgeht und keine Schmerzen hat, darf man ihm Zeit geben und beobachten, wie er sich entwickelt.
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Huhu

Bei uns fing es mit dem Vestibularsyndrom an, da war der Hund so 17jährig und ist (unter anderem auch aufgrunddessen) knapp ein Jahr später gegangen. Ich kann nur sagen, dass es einige Male, in immer kürzeren Abständen, aufgetreten ist und der Hund sich nach jedem Mal immer schlechter erholt hatte. Es ist ja sehr individuell, manchmal bleibt was über, manche Hunde erholen sich vollends... ich würd schauen wie sehr ihn das Schwanken beeinträchtigt und ob es viel schlimmer wird und dann ein, zwei Meinugen einholen ...
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Es ist ja sehr individuell, manchmal bleibt was über, manche Hunde erholen sich vollends...
Meine vorige Hündin hatte einen VS-Anfall, erholte sich sehr schnell wieder (nach Stunden fast normal, nach 2 Tagen völlig normal) und hatte nie einen weiteren Anfall. Sie bekam ab dem Anfall Karsivan und keinerlei Probleme (wegen des Anfalls).
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Könnte man nicht diagnostisch die Vermutung der Ärztin bestätigen oder widerlegen lassen? Bisher hat sie ja nur das Ohr angeschaut.
Eine gesicherte Diagnose wäre sicher hilfreich für die Bewertung der Zukunft. -
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Könnte man nicht diagnostisch die Vermutung der Ärztin bestätigen oder widerlegen lassen? Bisher hat sie ja nur das Ohr angeschaut.
Eine gesicherte Diagnose wäre sicher hilfreich für die Bewertung der Zukunft.Um das 100%ig auszuschliessen/zu bestaetigen, muesste ein CT/MRT gemacht werden.
Beides Sachen zeigen sich mWn durch die selben/sehr aehnlichen Symptome, aber es sind eben andere Dinge betroffen (Innenohr/Gleichgewichtsnerv vs. Gehirn).
Bei uns wurde das Vestibularsyndrom uebrigens durch einen massiv (!) erhoehten Blutdruck ausgeloest..
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Eine gesicherte Diagnose wäre sicher hilfreich für die Bewertung der Zukunft.
Ja, wir haben auch eine Zweitmeinung in Erwägung gezogen. Das Problem sei wohl, dass es sich um aufwendige und teure Untersuchungen handle, welche im Zweifel auch keine Aussagekraft haben.
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Meine Kaela (etwas über 12 Jahre alt) hatte im August ein heftiges Vestibularsyndrom (umfallen, Nystagmus, Erbrechen). Die Tierärztin hatte Vitamin B und ein Karsivan-Derivat verschrieben. Habe ich ihr solange gegeben, bis sie stabil wirkte und ihr ab da Mittel aus dem alternativen Sektor gegeben, die sie jetzt auch immer noch bekommt. Ein paar Tabletten Karsivan-Derivat habe ich noch und würde ich im Notfall wieder geben, wenn sie wieder einen Anfall hat (seit August bisher nicht mehr, Gott sei Dank).
Kaela ist aber noch nicht wieder „ganz normal“. Man merkt teilweise, dass sie nicht ganz im Gleichgewicht ist und z. B. beim Treppegehen und wenn sie ins Auto hüpft muss ich dabei sein, um sie ggf. zu unterstützen. Dafür habe ich ihr extra ein Geschirr mit einer Griffschlaufe oben gekauft. Beste Investition ever, damit konnte ich ihr seitdem schon oft helfen.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum deine Tierärztin darauf besteht, dass es ein Schlaganfall ist. Ich habe sowohl im Internet gelesen als auch von meiner Tierärztin bestätigt bekommen, dass ein Vestibularsyndrom bei solchen Symptomen sehr viel wahrscheinlicher ist, insbesondere bei älteren Hunden. Unsere Tierärztin hat auch nur in die Ohren geguckt. 🙈 (Und dort nichts Auffälliges gesehen.) -
Meine verstorbene Hündin hatte mit 13 ein Vestibularsyndrom, bekam ab da täglich Karsivan und hatte bis zu ihrem Tod Jahre später nie wieder was... Allerdings dauerte es ca. 6 Monate, bis die Kopfschiefhaltung wieder verschwand. Sowas dauert schon lange.
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Ich hab mir deinen Initialen Beitrag jetzt noch einmal durchgelesen und sollte vielleicht noch ergänzen:
Kaela geht damit sehr viel anders um als euer alter Herr. Sie war nur während dem akuten Anfall gestresst und verstört und hat sich danach schnell gefangen. Es hat mich gerade zu erstaunt, wie gelassen sie mit ihren Gleichgewichtsstörungen umgegangen ist. Wenn sie mal umgefallen ist – was soll’s, aufstehen und weitergehen. Da hinten ist schon die nächste interessante Schnüffelstelle.
Treppegehen ging am Anfang gar nicht, wodurch ich aber gelernt habe, wie ich sie tragen muss, ohne dass sie zappelt. Mit der Zeit hat sie sich wieder getraut und irgendwann ging sogar auch wieder das runtergehen (ich hab sie quasi immer wieder gefragt, ob sie selbst möchte oder ich sie tragen soll).
Da scheint sie aber auch schlechtere und bessere Tage zu haben. Manchmal muss ich sie noch sehr motivieren, dass sie selbst runtergeht und ganz selten muss ich sie auch noch tragen.
Raufgehen ist für sie kein Problem, aber manchmal vertritt sie sich oder rutscht aus. Deshalb versuche ich da immer nah bei ihr zu gehen, damit ich sie im Notfall halten kann.
Wann genau war denn der Anfall? - Vor einem Moment
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