Tierheimtier oder Welpenwahn für Spätberufene?

  • Guten Morgen!

    Ja das stimmt, wir haben uns bei zwei TH in der Nähe vorgestellt, die Selbstauskunft und eine Kopie unseres 20/40-Nachweises da gelassen und sind auf den Wartelisten für liebe anfängertaugliche Hunde aus geordneten Verhältnissen :pfeif:

    Die Idee, mal einfach die Leute auf der Hundewiese anzusprechen, hat allerdings auch was, da sind wir bisher wohl zu schüchtern...

    Eine Freundin hat uns dermaßen von ihrem Goldie vorgeschwärmt, dass wir uns demnächst mal mit ihrer Trainerin treffen. Eigentlich war diese Rasse wegen Gewichtsüberschreitung raus, und ich habe ja meine Vorurteile*... aber mal gucken. Es ist jedenfalls total spannend für uns!

    Freundliche Grüße Tom

    *Mein Bruder im Ausland hatte vor Jahren eine Goldie-Hündin. Das Tier war extrem treudoof, anders kann man das nicht sagen. Das hat mein Goldie-Bild offenbar sehr getrübt *schäm*

  • Also wenn der Golden doch wieder in die Wahl mit einbezogen wird ... freut mich das.

    Hündinnen sind einige Kilo leichter als Rüden, und ich habe hier gerade eine Gasthündin (die Schwester meines Jüngsten), die ruhig und pflegeleicht ist, wo es gebraucht wird, und sehr temperamentvoll da wo sie es kann und darf.

    Ihre Besitzerin ist Mitte 70, ihr Notfallplan ist ihre Tochter. (Ein weiterer Notfallplan sind auf jeden Fall jetzt auch wir ... ich werde tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken, wenn ich die Kleine diese Woche wieder abgeben muss...)

    Deshalb, und weil sie den Eindruck beim Züchter hinterlassen hat, durchaus für einen Welpen und Junghund sorgen zu können, hat sie auch einen Welpen von ihm bekommen.

    Der normale Golden ist quirlig, menschenbezogen, und für alle (Schand)Taten bereit - Hauptsache, er macht sie mit seinen Menschen zusammen.

    Aber: Nur, wirklich ausschließlich aus dem DRC oder GRC.

    Ihr solltet aber bereit sein, einen Golden auch rassegerecht auszulasten, also Apportiersport zu machen, und das auch von der Pike an zu lernen (nur Bällchen-Werfen macht mehr falsch als richtig).

    Das hört sich jetzt aufwändiger an als es tatsächlich ist, diese Auslastung kann man gut im Alltag unterbringen.

    Übrigens: Mit meinem Youngster habe ich mir die Alltagstauglichkeit überwiegend über das Apportiertraining erarbeitet.

    Der Rest war zusammen-Leben:ka:

    Meine Hunde kommen überall mit dahin, wo Hunde erlaubt sind.

  • Erstmal danke für die vielen :kleeblatt:!

    Die Verstorbene war 83 und ist einigermaßen friedlich, aber auch plötzlich von uns gegangen, und sie wohnte mit einem Teil unserer Familie knapp 700 km entfernt. Also bin ich vorletzte Woche da hin gefahren, sehr zügig und und ohne große Vorbereitung. Meine Frau ist ein paar Tage später mit dem Zug nachgekommen. Gestern abend sind wir dann mit dem Auto wieder nachhause und haben noch eine Verwandte mitgenommen.

    Alles war gut, soweit sowas gut sein kann. Aber bei der ganzen Aktion fragten wir uns öfters: wenn wir jetzt einen Hund hätten, wie soll das gehen? Eiligste sieben Stunden der eine im Auto hin, die andere per Bahnfahrt in insgesamt 10 Stunden, gestern dann fast 8 Stunden im Auto... klar, man muss dann mehr Pausen für das Tierchen machen. Aber mit der Bahn...? Und erst recht mit einem Welpen?

    Sorry, das hilft natürlich nicht bei der Ursprungsfrage, beschäftigt uns aber sehr.

  • tomlang

    Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll, einen Plan B zu haben.
    Jemanden, der im Notfall unkompliziert und schnell den Hund beaufsichtigen kann. Das entspannt enorm.

    Für viele Hunde ist eine lange Autofahrt kein Problem. Genug Pausen und spazieren gehen unddann klappt das gut.
    wäre ein bereits erwachsener Hund für euch idealer als ein Welpe? Es kann teilweise schon ein Jahr dauern, bis alles unkompliziert läuft. Das ist nicht schlimm, man muss es einfach einkalkulieren.

  • Hättet ihr denn jemanden in der Nähe, der den Hund im Notfall mal kurzfristig betreuen könnte? Und ja mit Hund wäre das so viel schwieriger gewesen. Wobei 7 Stunden im Auto mit Pausen schon machbar sind, finde ich (ich bin allerdings so ein Weichei bin, dass ich für mich selbst bei allem was über 5 Stunden liegt, gern eine Zwischenübernachtung einplanen würde. Das geht ja auch).

    Wichtig ist eine Notfallbetreuung zu haben, und der Hund sollte - nach einer gewissen Zeit - auch allein bleiben können. Ich kenne ein älteres Ehepaar, dessen Hund noch nie allein war weil es nie nötig war (beide in Rente, einer ist immer zuhause, oder Hund geht mit) - aber was, wenn es mal nötig ist?

    Wie sehr sich das Leben aber verändert, kann man sich vorher möglicherweise gar nicht vorstellen (mir war es nicht ganz klar, obwohl ich bis 2009 immer Hunde hatte. Damals war das Leben aber sowieso ein anderes als heute: Familie mit Kindern - also eh' schon "eingeschränkt" :rolling_on_the_floor_laughing: - vs. Ehepaar kurz vor der Rente). Ein Hund bedeutet Einschränkungen. Es kommt aber darauf an, wie man VOR dem Hund gelebt hat, wie stark man diese Einschränkungen empfindet.

  • Das sind aber Situationen, die man managen kann.

    Der Hund ist maximal (je nach Rasse) 2 Monate bei euch noch Welpe, und in der Zeit lernt er schon viele Sachen kennen, die auf euer Leben abgestimmt sind.

    Habt ihr denn eine Notfallbetreuung, die auch bei solchen Sachen einspringen kann?

    Aber ja, grundsätzlich bedeutet ein Hund eben auch, dass man diesen bei allen Planungen mit berücksichtigen muss.

    Das ist immer eine Einschränkung, die aber oftmals von vielen Hundehaltern nicht als Einschränkung empfunden wird, weil für sie die Hundehaltung an sich eine Bereicherung ihres Lebens ist.

    Es ist sicher vernünftig, sich vor der Anschaffung eines Hundes zu fragen, ob man bereit ist sich auch bei solchen außerordentlichen Begebenheiten auf einen Hund einlassen zu wollen, oder doch lieber ohne Hund weiterleben will.

    Gerade deshalb sollte die Wahl des Hundes sehr sorgfältig sein, und der Hund sollte von euch auf euer Leben vorbereitet werden.

  • Wir hatten Tidou schon jung daran gewöhnt von jemand anderem betreut zu werden. Wir hatten eine sehr gute Hundepension gefunden wo wir ihn auch mal nur einen Tag geben konnten und auch während unseren Ferien. Eine gute Freundin und unsere Kinder haben ihn auch manchmal für 1-2 Tage genommen.


    Ich finde es sehr wichtig, dass der Hund daran gewöhnt wird von jemand anderem betreut zu werden. Es ist natürlich wichtig dies langsam aufzubauen. Ein paar Stunden, einen Tag, ein Tag und eine Nacht, ein Wochenende… dann klappt es auch gut während den Ferien oder im Notfall.

  • Danke - und ja, für den Notfall haben wir meinen jüngeren Bruder, der wohnt 20 min entfernt und die Familie ist auch ganz hundeverrückt. Soweit so gut - nur diesmal waren die genauso involviert wie wir.

    Beruhigend zu hören, dass lange Autofahrten mit Pausen machbar sind.

    Vermutlich bin ich gerade zu dünnhäutig. Mit einem erwachsenen Hund hätte ich mir das Ganze übrigens problemlos vorstellen können (na ja, fast, ich glaube wir hatten einen Anfall von Welpenpanik.

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