Goldie Welpe eskaliert / Ruhefindungsprobleme
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Hallo zusammen,
wir suchen nach Rat und Erfahrungen zu unserem Welpen, der große Probleme mit Ruhefinden und Selbstregulation zu haben scheint.
Unsere Golden Retriever Hündin ist nun 11 Wochen alt. Wir haben sie vor zwei Wochen bekommen. Nachts schläft sie gut (meist von 22 Uhr bis 6 Uhr mit einer kurzen Pinkelpause, manchmal sogar ohne) und auch tagsüber schläft sie oft 2–3 Stunden am Stück. Das Problem beginnt meistens nach dem Aufwachen bzw. nach dem Pinkel nach dem Aufwachen.
Ein typischer Ablauf sieht so aus:
Sie wacht aus einem Nickerchen auf, wir gehen sofort mit ihr nach draußen zum Lösen, kommen wieder rein und manchmal ist sie für etwa 15–20 Minuten ruhig (manchmal kuschelig, manchmal allein beschäftigt). Dann wird sie plötzlich extrem überdreht: Sie beißt in Möbel und Kleidung, bellt, heult, rennt wild herum.
Wir haben Folgendes versucht:- ruhig bei ihr bleiben
- sie in einen Welpenauslauf oder einen ruhigen Raum setzen
- uns zu ihr in den Auslauf setzen,
- Reize reduzieren (dunkler, kühler Raum)
- Kauartikel geben (helfen nur kurz, meist lässt sie diese nach wenigen Sekunden außer Acht und widmet sich wieder dem Sofa)
Wir haben auch versucht, die Reize beim Lösen zu minimieren, indem wir sie zur Wiese neben dem Haus tragen, damit sie nicht so viel laufen, schnüffeln oder erkunden muss. Das hat aber nicht geholfen.
Sie kann wieder einschlafen, aber es dauert meist 1-2h mit sehr intensiver Betreuung, und das passiert jedes Mal nach dem Rausgehen zum Lösen – was uns langsam einiges abfordert. Wenn wir den Auslauf verlassen, bellt sie ununterbrochen.Interessanterweise kann sie sich abends und nachts viel besser beruhigen und schläft dann meist ohne größere Probleme. Da reicht es sich für ein paar Minuten mit in den Auslauf zu setzen und sie schläft ein.
So schlimm ist es erst seit ein paar Tagen. Davor war sie ruhig und hat überall im Wohnzimmer von allein auf dem Boden geschlafen oder auf dem Sofa. Aktuell ist es unmöglich , sie frei laufen zu lassen, weil sie alles zerstört.
Da es unser erster Hund ist haben wir keine riesen Erfahrung, aber folgende Symptome haben wir beobachtet, die uns auf eine Übermüdung bzw. ein Selbstregulationsproblem schließen lassen:– sehr häufiges, zufälliges Schluckauf
– sie beißt sich in den Schwanz und in die Pfoten
– häufiges Lecken und Knabbern an ihren Beinen, Zehen, Pfoten
– abundzu häufigeres Gähnen, ohne dass sie vorher müde wirkte
– manchmal Hecheln
– sehr intensives Beißen in unsere Kleidung, Zehen und Finger (nimmt keine Spielzeuge oder Stöcke an, Bzw. Nur kurz)
– extrem starkes Bellen und Heulen
All das hat sich innerhalb von zwei Tagen von „0 auf 100“ entwickelt.
Wir haben auch Versucht mit ihr die Welt draußen etwas mehr zu erkunden, falls es ein Problem mit Unterforderung und Langeweile sein sollte. Das hat aber eigentlich nur dazu geführt, dass sie deutlich weniger tagsüber geschlafen hat und zwar mehr ruhige Wachphasen hatte aber trotzdem die gleiche Zeit wie an den Vortagen ausgeflippt ist.
Wir brauchen wirklich eure Hilfe wie wir die Sache angehen sollen. Wir wollen ja auch für sie das Beste und nicht so einen immensen Stress.
Danke schonmal im Voraus für eure Hilfe! - Vor einem Moment
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Hi,
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Ähm… wieso soll die nach 2-3h schlafen (öfter am Tag lt dir und ner langen Schlafphase nachts !) ruhig sein?!
Die Maus will sich bewegen, zocken, Quatsch machen etc. Bis vor 2 Wochen hatte sie dazu noch ihre Geschwister, die sind nu nicht mehr da logischerweise.
Was macht ihr denn sonst mit ihr? Schon mal die Straße hoch und runtergetapst/vors Haus gesetzt mit Decke o.ä. und alles angucken lassen was da so kommt? Fahrende Autos, Mülltonnen, Fußgänger, Radfahrer usw.
Mal zu einer Wiese fahren und da 15 Min rumbummeln lassen usw. (wettertechnisch würde ich das momentan alles nicht ewig machen, Blasenentzündung und Co braucht niemand).
Hat sie Kauzeug/Spielzeug mit dem sie sich immer beschäftigen kann?
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Wir sind eigentlich jeden Tag 1-2 mal an die Straße vorm Haus Autos gucken, auch abundzu ein ganzes Stückchen weiter gelaufen. Haben Kinder am Spielplatz beobachtet. Wir haben unsere Eltern besucht und dort die Gegend erkundet. Wir haben uns mit einer Freundin und ihrem Hund getroffen.
Wir sind im Garten mit Schleppleine durch den Schnee getobt.
Wir waren beim Tierarzt zu einem Kennenlerngespräch und auchmal einen Tag im Tierladen mit ihr.
Und haben schon einige neue Gegenden erkundet. Häufig ist sie an einem bestimmten Punkt dann selbst wieder umgedreht und schnurstracks bis zur Haustür gelaufen. Da sind wir davon ausgegangen, dass sie wieder rein möchte und ihr das draußen zu viel wird.
Sie hat etliches an Kauspielzeug. Ein Stofftier aus festem Kortstoff, verschiedene Taue als Zopf und Ring, Kaffeholz. Abundzu hat sie auch einen Kong mit Joghurt bekommen. -
Hallo :)
Häufiges Gähnen ohne Müdigkeit, Hecheln, Kratzen,… können Stresssymptome / Übersprungshandlungen sein. Grade wenn beim Hecheln an den Mundwinkeln Falten zu sehen sind. Kannst ja mal nach Stresshecheln Bildern im Internet suchen - vllt trifft das ja zu.Ansonsten klingt es erst mal, allein aus deinen Schilderungen, nach normaler Welpe, der jetzt angekommen ist und auftaut.
Finde das immer schwer rauszulesen, ob’s jetzt zu viel oder zu wenig Input für den Hund ist.
Wie sieht denn der Tagesablauf in der Regel aus?LG
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Bisher eigentlich immer so:
6-7 Uhr aufstehen wenn sie wach wird und direkt raus zum lösen.
Dann Futter und etwas ruhig spielen.
Dann nochmal kurz raus und ein Nickerchen.
Meist hat sie dann ca. 2h geschlafen und dann direkt wieder raus aber etwas die Gegend erkunden, Autos anschauen usw. ca. 10-15min draußen.
Dann drinnen 5-10min Training und Kommandos üben, danach noch ~30min spielen und dann wieder ein Nickerchen.
Das hat sich dann so wiederholt, bis sie dann meistens 22-23 Uhr eingeschlafen ist.
An manchen Tagen sind wir dann natürlich mal für 1-2h bei unseren Eltern gewesen und dort eine kleine Runde gegangen bzw. im Garten etwas erkundet.
Futter geben wir ungefähr 6Uhr, 10Uhr, 14Uhr, 18Uhr. Die Tierarztin hat uns empfohlen statt 3 Rationen, 4 zu machen, da die Kleine wohl etwas unterzuckert wirkte.
Mittlerweile sind die Wachphasen länger weil sie kaum von allein sich irgendwo hinlegt und einschläft. Training und Kommandos üben ist größtenteils aktuell garnicht möglich weil sie überhaupt nicht hört und wir nur mit Managen beschäftigt sind, dass sie nichts zerstört. -
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Gebt ihr doch Sachen die sie zerstören darf. Also zeigt ihr, was sie zernagen darf. Da bieten sich zB Kartons an. Den Karton mit Knüllpapier und ein paar Leckerchen füllen und gemeinsam das Dingen klein schreddern. Oder ein altes Küchentuch knoten und im Knoten ein Lecker verstecken.
Auch kleine Denkaufgaben können für Welpen schwierig sein zB unter ein Handtuch auf dem Boden ein Leckerchen verstecken. Da dran zu kommen ist oft schwierig für so junge Hunde. Ihr dann dabei helfen.
Junge Hunde wollen rennen und spielen, was zernagen, neue Dinge kennenlernen. Nur verbieten ist ja frustrierend, lieber zeigen was sie darf und sie sollte auch vieles ausprobieren dürfen. Kommandos üben kann man später immer noch, oder mal ins Spiel einflechten. Genießt die gemeinsame Zeit.
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Danke für die Tipps.
Wir haben schon einiges probiert in der Richtung.
Die Methode mit dem Küchentuch mit Leckerlis drin haben wir zb versucht. Das hat sie höchstens 1 Minute beschäftigt, danach hat sie davon abgelassen und wieder gebellt.
Einen Kong mit gefrorenem Joghurt haben wir auch probiert. Das hat sie lange beschäftigt aber sobald der leer war ging’s wieder rund.
Also meinst du, es ist doch eher ein Problem von fehlender Beschäftigung? -
Danke für die Tipps.
Wir haben schon einiges probiert in der Richtung.
Die Methode mit dem Küchentuch mit Leckerlis drin haben wir zb versucht. Das hat sie höchstens 1 Minute beschäftigt, danach hat sie davon abgelassen und wieder gebellt.
Einen Kong mit gefrorenem Joghurt haben wir auch probiert. Das hat sie lange beschäftigt aber sobald der leer war ging’s wieder rund.
Also meinst du, es ist doch eher ein Problem von fehlender Beschäftigung?Guten Morgen ☕ ich hab hier auch eine GR Hündin, die noch wächst 😊 du schreibst, dann geht's wieder rund.. wann darf es denn Mal rund gehen für die Maus? Also so richtig toben und hüpfen und mal Quatsch machen? Habt ihr einen Ort, wo sie Mal losgelassen laufen und toben kann ? Momentan liest es sich wie Training (was trainiert ihr?), ruhen, und versuchen ruhig zu sein. Wie ist das, wenn ihr Dinge beobachtet? Ist sie da angeleint, ist sie frei? Wie reagiert sie?
Für mich klingen die Dinge, die du aufgezählt hast, nach Stress, nicht zwingend nach Müdigkeit... Und warum meinte die TÄ sie sähe Unterzuckert aus?
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Weder Ruhe erzwingen, noch zwangsbeschäftigen wird euch helfen.
Selbstregulierung lernen Welpen durch sich selbst regulieren, nicht durch reguliert werden und beschäftigt werden.
Die Aufzuchtgestaltung scheint nicht zu passen. Warum kann sie in aktiven Phasen nicht alleine im Garten toben zum Beispiel? Bis sie müde wird und sich selbst irgendwo schlafen legt. -
Wir sind mit ihr jeden Tag mehrmals im Garten toben. Ohne Schleppleine geht allerdings leider nicht, weil der nicht komplett umzäunt ist. Unsere Leine ist 5m und wir versuchen schon ihr hinterher zu Düsen damit sie möglichst frei rennen kann.
Wir sind mit ihr eigentlich immer so lange im Garten bis sie selbst wieder rein will. Manchmal geht sie nur pinkeln und zerrt und dann schon wieder zur Haustür.
In ihrem Auslauf haben wir ihr schon einiges zum kaputtmachen gegeben. Neben dem normalen Kauspielzeug zb. Taschentücher, Pappschachteln usw. Das beschäftigt sie aber meistens nur kurze Zeit. - Vor einem Moment
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