Leinenführigkeit mit Golden Retriever sehr schwierig


  • Hallo,


    Unsere 2-jährige Elsa ist der perfekte Familienhund. Zuhause kommen wir mit ihr prima zurecht, sie hört, spielt prima mit unserer Tochter und Bellen war mit ihr nie ein Problem, da sie quasi nie bellt. Auch nicht wenn es an der Tür klingelt!


    Elsa ist sehr ängstlich und schreckt häufig zusammen. Nach unseren Infos ist bisher eigentlich nichts spezielles vorgefallen, warum das so sein sollte. Sie ist mit 11 Wochen bei uns eingezogen und hat vorher bei ihrer Mutter auf einem Bauernhof gewohnt.

    Jeder Spaziergang ist aber eher eine Qual. Elsa zieht sehr stark und lässt sich nicht wirklich zu einem entspannten nebenher gehen überreden. Wir waren schon beim Hundetrainer, haben unterschiedliche Halsbänder und Geschirre ausprobiert und auch unterschiedliche Leinen. Elsa verhält sich aber überall recht ähnlich.

    Was auffällt, dass man Elsa draußen an der Leine quasi nicht ansprechen kann. Auch mit Leckerchen kann man ihre Aufmerksamkeit nicht erhalten.

    Wenn dann draußen an der Leine noch die Angst dazu kommt, wird es extrem. Da reicht schon ein piepender LKW, eine Mülltonne, die normalerweise da nicht steht, etc. Und dann hängt sich Elsa voll ins Halsband/Leine/Geschirr. Egal ob man versucht, das mit ihr auszuhalten oder erträglich zu machen oder schnell vorbeigeht, es verändert nichts!

    Wir haben Richtungswechsel versucht, rückwärts laufen, anhalten, Korrekturen um irgendwie die Aufmerksamkeit zu erhalten, aber das alles hilft nichts.


    Hat vielleicht noch jemand einen Tipp für uns, was wir mit Elsa tun könnten?! Wir hatten vor Elsa -5 Jahre eine Cavalier Dame und auch sonst immer Hunde in der Familie und sonst nicht ganz unbeholfen, um so mehr stört es uns, dass wir hier nicht wirklich vorankommen.

  • War sie denn schon immer ängstlich und unsicher? Oder hat sich das gesteigert? Wie ist sie denn im Freilauf? Das scheint ja nicht nur ein Problem der Leinenführigkeit zu sein. Ist sie im Haus auch eher schreckhaft oder tritt das dort gar nicht auf? Wie sieht es in gewohnter Umgebung draußen aus?

    Wurde gesundheitlich mal alles abgecheckt? Auch die Schilddrüse mit mehr als einem Wert?

  • Hmm, klingt irgendwie nicht nach optimalen Start ins Leben.

    Wie wurde denn die Leinenführigkeit aufgebaut?

    Und wie agiert Ihr wenn Elsa erschreckt bzw. wie geht Ihr mit ihrer Unsicherheit um?

  • War sie denn schon immer ängstlich und unsicher? Oder hat sich das gesteigert? Wie ist sie denn im Freilauf? Das scheint ja nicht nur ein Problem der Leinenführigkeit zu sein. Ist sie im Haus auch eher schreckhaft oder tritt das dort gar nicht auf? Wie sieht es in gewohnter Umgebung draußen aus?

    Wurde gesundheitlich mal alles abgecheckt? Auch die Schilddrüse mit mehr als einem Wert?

    Das ist eigentlich schon immer der Fall. Gesteigert hat sich das nicht unbedingt, da es eigentlich schon immer recht kompliziert war.

    Wenn meine Frau oder ich allein mit ihr unterwegs sind und wir nicht unbedingt anderen über den Weg laufen klappt das auch ab und an ganz gut. Aber sobald wir als Familie Spazierengehen, geht es gar nicht!


    Zuhause und im Freilauf ist sie anders. Auch schreckhaft aber nicht so extrem. Aber sie ist im Kopf irgendwie Welpe geblieben daher ist sie sehr verspielt und Freilauf nicht unsere beste Disziplin, da es sehr auf die Umgebung ankommt!

    Gerade aber im Garten bei uns zuhause ist Mega entspannt. Gerade im Sommer sind wir ununterbrochen draußen und da ist Elsa sehr entspannt.

    Von der gesundheitlichen Seite wurde sie schon komplett gecheckt und auch die Schilddrüse hatten wir schon explizit checken alles. Alles problemlos und so wie es sein soll!


    Und zur Frage, wie wir reagieren. Auch da haben wir unterschiedliche Ansätze durch, von mitfühlen bis zu Ignorieren. Es ist wie gesagt meist so, dass sie sich dann in einer Art Tunnel befindet und von uns gar nichts mehr bei ihr ankommt! Egal ob wir mit ihr sprechen, sie streicheln, etc. Das kommt nicht an!

  • Von der gesundheitlichen Seite wurde sie schon komplett gecheckt und auch die Schilddrüse hatten wir schon explizit checken alles. Alles problemlos und so wie es sein soll!

    Habt ihr die Werte vorliegen?

    Das ist für mich kein Leinenführigkeitsproblem von dem was du schilderst. Da liegt ein grundsätzliches Problem vor, wie auch immer gelagert. Ich würde mich da wohl nochmal nach einem wirklich guten Trainer umschauen der das ganze mal richtig einschätzt. Natürlich kann ein draußen gestresster und nervöser Hund nicht ordentlich an der Leine laufen. Wenn du sagst woher du kommst kann dir sicher jemand einen Trainertipp geben.

    Wie ist sie denn auf dem Bauernhof aufgewachsen? Was hat sie da kennengelernt und wie war sie bei der übernahme? Auch schon so schreckhaft?

  • Danke für die Rückmeldungen. Wir befinden uns in 33332 Gütersloh.


    Ich teile eure Meinungen, alle Trainer sind aber bislang nicht darauf eingegangen, sondern haben eben an der Leinenführigkeit gearbeitet, etc. Oder aber der Tipp mit der Schilddrüse, den haben wir auch schon von einem Trainer erhalten und hatten das daraufhin bei unserer Tierärztin explizit prüfen lassen, die uns hier keinerlei Auffäligkeiten bescheinigt hat. Was genau für Werte wären denn hier relevant?


    Hat denn vielleicht jemand einen Trainer Tipp, wo wir mit Elsa einmal vorstellig werden könnten?

  • Was genau für Werte wären denn hier relevant?

    T4, fT4, TSH, TG Antikörper und bei Verhaltensauffälligkeiten noch T3 und fT3. Was habt ihr denn für Werte vorliegen? Vermutlich nur T4 und maximal noch TSH? Stell sie trotzdem gerne mal hier ein.

    Ich hoffe es kann dir noch jemand einen Tipp für einen Trainer geben der sich das mal anschaut. Der Hund muss erst mal lernen mit seiner Umwelt klar zu kommen bevor es mit der Leinenführigkeit klappt.

  • jaja, jeder Golden der so agiert, wird als Schilddrüsen auffällig bezeichnet.

    Das liest sich für mich, als habe euer Hund draußen den Fokus zu 100% auf der Umgebung, was sie enorm stresst. Zusätzlich hat sie keinen Plan, wie sie sic sonst verhalten soll.

    Wenn nur eine Person anwesend ist, klappt das gerade noch. Sobald zwei da sind, ist ihr das zu viel.

    Ihr benötigt jemanden, der das Ganze anders angeht. Nicht draussen. Ihr benötigt zuerst eine Basis drinnen. Was man dann nach draussen transferieren kann. Ganz langsam. Sie muss zuerst eine Idee davon bekommen, wie sie mit euch zusammenarbeiten kann. Dafür muss jemand euch zeigen, wie ihr mit ihr interagieren könnt. Dafür gibt es ganz tolle Übungen.

    An der Leine gehen ist Fleissarbeit, welche zu Hause in ganz ruhiger Umgebung aufgebaut wird. Nicht draussen, das wird niemals klappen bei der aktuellen Situation.
    Und es ist nur ein Baustein von eurem Problem.

    Ihr seid übrigens nicht alleine mit der Thematik. Das hilft euch zwar nicht, aber manchmal ist es gut zu wissen, dass auch andere Leute ähnliche Probleme haben.


  • Ihr solltet mit einem guten Trainer an dem offensichtlichen Außenfokus arbeiten.

    Wie war die Sozialisierung allgemein? Wie lange geht ihr spazieren und wie oft? Wie würde die Leinenführigkeit aufgebaut?

    Ich finde die Wechsel von Geschirr und Halsbänder als Trainertipp seltsam. Wenn ein passendes Halsband oder Geschirr verwendet wird, hat das keinen Einfluss hinsichtlich des Außenfokus.

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