Erziehungsstile - positiv, aversiv, wie erzieht ihr und wieso?
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Bei diesem Beispiel hier:
Ich nehme mal ein ganz konkretes Beispiel. Tag 1 Momo Einzug. Fütterungszeit. Momo fraß ihre eigene Portion und stürzte sich dann zu Lillys Portion, um die zu klauen. Habe ich unterbunden, war natürlich erstmal nur akute Verhinderung.
Tag 2 wussten wir ja schon Bescheid. Jetzt gabs zwei Möglichkeiten: 1. Wir gehen den Konflikt nicht ein, sondern füttern die Hunde räumlich getrennt. 2. Wir bereiten uns darauf vor, dass Momo versucht zu klauen, unterbrechen das und rechnen damit, dass wir den Abbruch auch durchsetzen müssen.
Beinhaltet doch das hier:
Was ist denn mit Möglichkeit 3:
Den Hund davon abhalten hinzulaufen und ihn für richtiges Verhalten wie zb warten zu belohnen?
Möglichkeit 2 komplett und fügt dann eben noch das Belohnen hinzu, welches aber bei Phonhaus ja durchaus auch im Anschluss noch gekommen sein könnte, es wurde vllt nur nicht erwähnt, weil es darum ging, dass eben die 2. Möglichkeit ein Abbruch wäre. Hund von etwas abhalten kommt doch einem Abbruch gleich, oder irre ich da?
Für mich ist die Antwort ja

Ich belohne Alternativverhalten schon, aber nicht immer. - Vor einem Moment
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Hi,
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Nein tun sie nicht. Im Alltag, ob man jetzt straft oder nicht, kann es zu Situationen kommen, die für den Hund als unangenehm empfunden werden aber nicht als Strafe beabsichtigt sind. Wenn mein Hund an der leine springt und ich ihn zurückziehe ist das unangenehm aber nicht als Strafe beabsichtigt.
Der Hund gibt aber vor, was er als Strafe empfindet, nicht die Absicht!
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Für mich ist die Antwort ja

Kurze Nachfrage: Ja, kommt einem Abbruch gleich, oder ja, ich irre mich?

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Es ist immer wieder schön, die Standardbehauptung, man kann gar nicht straffrei trainieren, weil es im Alltag automatisch zu Situationen kommt, die der Hund als Strafe empfindet. Und alles sei Training. Training ≠ Alltag. Man kann sehr wohl straffrei trainieren, wenn man das will.
Soweit ich weiß sagen doch auch R+ Trainer:innen dass man nicht straffrei trainieren kann. Und auch das lernen immer stattfindet und nicht nur in dafür gedachte Trainingssituationen.
Das ist halt einfach wissenschaftlicher Konsens oder nicht?
Weil Strafe eben nicht nur "ich gebe was negatives dazu" ist, sondern "ich nehme was positives weg".
Oder geht es dir darum dass behauptet wird ( nicht hier) dass positive Strafen im Training immer nötig sind?
Oder das es Hunde gibt die es anders nicht lernen?
Weil da bin ich bei dir, das finde ich beides auch Quatsch. Kein Hund braucht "immer" aversives Training, kein Hund wird durch aversives Training resozialisiert (vllt auch ein anderes thema). -
Da bin ich voll bei dir. Naruto steigert sich wenn er gestresst ist ins Bellen rein bzw würde sich reinsteigern und da ist es auch besser ihm ein Abbruchsignal zu geben und dann Alternativverhalten. Wichtig ist bei ihm das Alternativverhalten in solchen Situationen und wenn es nur ein "geh auf dein platz" ist. Das reine Abfragen von Alternativverhalten bringt übrigens selten was, dann macht er das zwar aber bellt dabei weiter. Und nur das Abbruchsignal führt dazu, dass er kurz aufhört und innehält und dann weiter macht. Deswegen die Kombi aus beidem. Außer ein Lob gibts da aber keine weitere Belohnung, damit er sich da nicht mit der Erwartungshaltung von "oh jetzt gibts ein Leckerlie" stresst.
Bei Lilly hat das Angebot eines Leckerchens in dem Moment auch immer die Gefahr, ein zusätzlicher Stressor zu sein, weil es sie in einen inneren Konflikt bringt. An sich nimmt sie nichts an, wenn die Situation nicht völlig entspannt ist, aber sie ist auch gierig. Deshalb spare ich das aus.
Bei sowas wie gestern Nacht hingegen, als sie zwar besorgt auf Angstauslöser reagiert hat, aber trotzdem recht ruhig in ihrer Höhle lag, da stopfe ich dann auch mal mit Leckerchen

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Dann frag doch “Wie baut man einem postiven Abbruch auf”?

Eigentlich ging es explizit um den Abbruch und warum nachfragen da so problematisch ist, ich verstehe es nicht. Letztendlich kann unsereins ja auch vielleicht was draus lernen.
Naja erstmal ist ja alles was ich dem Hund sage, was dazu führt das er sein Verhalten ändert/unterbricht ein Abbruch. Das heisst jedes Signal kann ein Abbruch sein… und jedes Signal kann ich positiv aufbauen.
Rückruf, sitz, platz… was auch immer.
Oder zb ein “Nein”Der Hund lernt in einer reizarmen Situation erstmal was zu erwarten hat… heisst er ist entspannt, ich sag “nein” -> Belohnung. Am Ende erstmal eine klassische Konditionierung. Damit der Hund lernt wenn “nein” kommt passiert was Gutes.
Das nimmst du das halt in den Alltag, logisch erstmal in leichte Situation. Hund schnüffelt meintewegen, du sagst “nein” und belohnst es wenn der Hund das Verhalten zeigt was du sehej willst - auch wenn er nur kurz innehält.
Und je nach Hund kannst du dann eben auch irgendwann noch ne Alternative anhängen, wenn er schnell Frust kriegt zb.Ist das nicht eher ein Markerwort? Also eine ankündigung für eine belohnung ?
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Das "Problem " ist eher das häufig gesagt wird das es gleichwertig ist zu Training /Erziehung wo eben nicht straffrei gearbeitet wird man müsse nur geduldiger, kreativer etc sein.
Und das ist idR nicht so.
Wenn es dann Beispiele gibt sind diese auch wieder mit X Einschränkungen und Management verbunden die zeigen - nein , ohne angepasste Strafe werden viele Hunde in hohen Reizlagen/ selbstbelohnenden Verhalten halt nicht zuverlässig.
Ganz wertfrei: Wo ist das Problem Management zu nutzen?
Wo ist das Problem zu sagen, okay dann bleibt der Hund eben an der Leine?Und die nächste Frage wie hoch muss dir Strafe denn dann sein? Und was rechtfertigt das?
Einen Hund der richtig passioniert jagt kriegst du nicht mit “anschreien” oder “leinenruck” davon abgehalten. Auser er is halt sehr sensibel -
Nein tun sie nicht. Im Alltag, ob man jetzt straft oder nicht, kann es zu Situationen kommen, die für den Hund als unangenehm empfunden werden aber nicht als Strafe beabsichtigt sind. Wenn mein Hund an der leine springt und ich ihn zurückziehe ist das unangenehm aber nicht als Strafe beabsichtigt.
Der Hund gibt aber vor, was er als Strafe empfindet, nicht die Absicht!
Es geht dabei wohl eher um bestrafen als um Strafe an sich
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Ist das nicht eher ein Markerwort? Also eine ankündigung für eine belohnung ?
Nein, du willst ja dass der Hund am Ende irgenwann ein Verhalten unterbricht.
Sprich: schnüffeln - “nein” - Abbruch Verhalten - Belohnung
Marker wäre: Hund zeigt Verhalten - Belohnung
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Ist das nicht eher ein Markerwort? Also eine ankündigung für eine belohnung ?
Nein, du willst ja dass der Hund am Ende irgenwann ein Verhalten unterbricht.
Sprich: schnüffeln - “nein” - Abbruch Verhalten - Belohnung
Marker wäre: Hund zeigt Verhalten - Belohnung
Deswegen wundert mich dein Aufbau ja.
Weil Hund entspannt, "beliebiges wort" sagen und dann ein Leckerlie ist hier der Aufbau eines Markers (also die allerersten schritte) - Vor einem Moment
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