Hofräumung in Ramiswil: Einschläferung von über 100 Hunden auf Schweizer Hof und weitere Animal Hoarding-Fälle

  • Das ist aber wohl Teil vom Krankheitsbild.

    Ja, das ist wohl so.

    dass man diese Menschen danach engmaschig überwachen muss, weil sie sofort weitermachen.

    Wobei gefühlt überdurchschnittlich viele Tierhalter, die im Fokus der Veterinärbehörden sind, umziehen. Und dann oft in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Veterinäramts, was den Behörden die Arbeit zusätzlich erschwert.

  • Ich habe bisher einen Fall von Animal Hoarding mitbekommen - die Halterin hatte überhauptnicht begriffen, was sie da tut. Das ist aber wohl Teil vom Krankheitsbild.

    Ja, das finde ich immer wichtig, scheint aber den Behörden oft nicht klar zu sein ... wenn dann auf- bzw. ausgeräumt wurde, dass man diese Menschen danach engmaschig überwachen muss, weil sie sofort weitermachen.

    Ich weiss nicht, ob die Ämter immer die Kapazitäten haben, engmaschig zu überwachen.


    Und auch, ob man das in Deutschland darf.
    "Nur", weil jemand einmal zu viele Tiere hält, bedeutet das ja nicht immer, dass er krankhaft hoardet. Und Hoarding ist ne psychische Erkrankung, beim Vetant arbeiten aber Tierärzte.
    Vielleicht wäre es gut, man würde in solchen Fällen die Regel einführen, dass Menschen, die mit zu hoher Tieranzahl auffallen, ein psychiatrisches Gutachten zu ihrer Situation machen müssen, bevor sie wieder Tiere halten dürften.


    Aber dass ein Amt ohne Gutachten so eine Entscheidung trifft, finde ich schwierig, insbesondere, weil es ja nur um Haustierhaltung geht.

    In Viehbetrieben gibt es bei gleichen oder schlechteren Haltungsbedingungen kein Halteverbot und auch wenig Aufschrei.

  • Das ist aber wohl Teil vom Krankheitsbild.

    Ja, das ist wohl so.

    dass man diese Menschen danach engmaschig überwachen muss, weil sie sofort weitermachen.

    Wobei gefühlt überdurchschnittlich viele Tierhalter, die im Fokus der Veterinärbehörden sind, umziehen. Und dann oft in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Veterinäramts, was den Behörden die Arbeit zusätzlich erschwert.

    Also braucht es zusätzlich die Regelung, dass Hoarder deutschlandweit gemeldet werden bei Umzug, bei jeden Vetamt.

    Wenn Lisa Müller in Hamburg mit 48 Hunden auffällt, müsste das gleich an jedes Vetamt in Deutschland gehen.

    Sowas würde auch helfen ...

  • Wobei gefühlt überdurchschnittlich viele Tierhalter, die im Fokus der Veterinärbehörden sind, umziehen. Und dann oft in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Veterinäramts, was den Behörden die Arbeit zusätzlich erschwert.

    Das liegt daran, dass Behörden in Deutschland nicht vernetzt sind. Die italienische Mafia wie z. B. die ’Ndrangheta liebt diesen Umstand und ist daher in Deutschland äußerst aktiv.

  • Ich würde mich als Nachbar eines Hoarders schon fragen, wie der die ganzen Kosten stemmen will, müssen die alle keine Hundesteuer bezahlen, geschweige denn Futter und Arztkosten? Und wenn man dann schon nicht den Hintern in der Hose hat, das Vet-Amt mal vorbeischauen zu lassen, dann doch wenigstens das Finanzamt.

    Ich bin auch dafür, dass sämtliche Tierschutzorganisationen dazu verpflichtet werden, ihren Jahresbericht auf der Homepage zu veröffentlichen, wenn sie Spendengelder einnehmen.
    Daran könnte man dann vielleicht auch schon mal sehen, ob irgendein Verhältnis nicht stimmt.

  • Interessant ist auch das bei dem Fall im Kreis RE mit den Labradoren das VetAmt diese an Winkel übergeben hat und der die Hunde weiter vermitteln darf . Das ist schon außerordentlich fragwürdig.

  • Bei dem Hoardingfall in meiner Nähe wurden im Februar letzten Jahres erst 48 Hunde (meist Spitzmischlinge) konfisziert und nun im Januar diesen Jahres an anderer Stelle aber im gleichen Landkreis mussten erneut 17 Hunde kassiert werden. Hinweis dazu kam aus der Bevölkerung, sonst wäre es wieder nicht aufgeflogen.

  • Ich habe bisher einen Fall von Animal Hoarding mitbekommen - die Halterin hatte überhauptnicht begriffen, was sie da tut. Das ist aber wohl Teil vom Krankheitsbild.

    Ja, ich habe mehrere mitbekommen und das erinnert schon sehr an das Verhalten von Süchtigen: der Kontrollverlust, immer mehr Tiere aufzunehmen, das Verdrängen der Realität und auch das Fortsetzen wenn Geld/Ressourcen knapp werden...

    Leider ist die Gesellschaft auch wenig sensibel für das Thema. Ich staune immer wieder, wie viele Menschen solche Leute auch noch aktiv auf Facebook und Co unterstützen. Auch wenn es völlig offensichtlich ist, dass es z.B. keine gute Idee ist, den fünften kranken Hund aufzunehmen und dafür erst einmal Spenden zu sammeln, sieht man Unmengen an "Danke fürs Retten!" Kommentare.

  • Interessant ist auch das bei dem Fall im Kreis RE mit den Labradoren das VetAmt diese an Winkel übergeben hat und der die Hunde weiter vermitteln darf . Das ist schon außerordentlich fragwürdig.

    Wer ist Winkel?

    Ich kenne es so, dass nach einer Beschlagnahmung erstmal die offizielle Freigabe erfolgen muss, bevor die Tiere in die Vermittlung gehen dürfen.

  • Bei dem Hoardingfall in meiner Nähe wurden im Februar letzten Jahres erst 48 Hunde (meist Spitzmischlinge) konfisziert und nun im Januar diesen Jahres an anderer Stelle aber im gleichen Landkreis mussten erneut 17 Hunde kassiert werden. Hinweis dazu kam aus der Bevölkerung, sonst wäre es wieder nicht aufgeflogen.

    Ach so, dazu sei gesagt, Verursacher war in beiden Fällen der gleiche Mann, das Verfahren zum Tierhalteverbot aus dem ersten Fall läuft noch, der Typ hatte Einspruch eingelegt und parallel schön mit dem gleichen Mist weiter gemacht. Manchmal wirkt unsere Justiz wirklich zahnlos.

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