Mastzelltumor- und nun?
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Liebe Mitglieder,
lange bin ich hier schon angemeldet, war aber ewige Zeit inaktiv. Das Leben hatte einfach zu viele Baustellen. Sei‘s drum, jetzt stehe ich vor einer schwierigen Zeit und bräuchte einfach Austausch, Meinungen oder auch einfach nur ein oder mehrere Ohren…bzw. Augen.
Bei meinem mittlerweile 9 jährigen Paul habe ich vor 3 Wochen eine Schwellung in der Haut in Höhe der Rippen festgestellt. Zuerst dachte ich, dass er sich beim Spielen mit einem anderen Hund möglicherweise verletzt hat. Die Schwellung ging zurück und daher meine Skepsis ebenfalls. Einige Tage später Schwellung wieder da…dann wieder weg. Und wieder da. Also ab zum Tierarzt, Feinnadelbiopsie und heute kam das zytologische Ergebnis: Mastzelltumor, gut differenziert. Aussagen zum Grad konnten aber noch nicht gemacht werden. Wir wurden nun durch unsere Haustierärztin an eine chirurgische Kleintierklinik in Berlin verwiesen, kommenden Mittwoch ist der Termin zur Voruntersuchung. Das Ding muss raus. Weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder CT wurden noch nicht gemacht.
Paul geht es übrigens wunderbar, er frisst, spielt, schnarcht. Alles wieder immer.
Jetzt zum Problem (also ein Problem, was über das eigentliche Problem hinausgeht): bereits vor einem halben Jahr haben wir Urlaub gebucht (Mann, Kind und ich). Wir fliegen vom 14.-30.9. nach Sizilien. Paul ist für diese Zeit planmäßig fremdbetreut bei meinem Ex Partner und somit seinem Ex Herrchen. Der Urlaub ist logischerweise bezahlt und wir freuen uns so sehr auf diesen Urlaub, welchen wir auch aus privaten Gründen eigentlich dringend benötigen und daher ungern absagen würden. Laut unserer Haustierärztin könnte man es aus ihrer aktuellen Sicht vertreten, wenn man jetzt alle Voruntersuchungen macht und die OP direkt im Anschluss unseres Urlaubs erfolgt. Das wären ca 4 Wochen. Sie hat das damit begründet, dass die zytologische Untersuchung einen gut differenzierten Tumor ergab, was eher für einen nicht aggressiven Tumor sprechen würde. Wenn die OP tatsächlich noch vor dem Urlaub stattfindet, müsste das Ex Herrchen die Pflege nach der OP übernehmen, was er auch machen würde. Allerdings hat er selber einen Hund und Paul und der Hund verstehen sich blendend und spielen für ihr Leben gerne. Dementsprechend würde es überaus schwierig werden, Paul die nötige Ruhe zu ermöglichen, wenn er dort frisch operiert hingeht. Und um ehrlich zu sein wäre es mir auch lieber, wenn ich ihn nach der OP und während der Wundheilung im Blick hätte.
Ich werde natürlich alles am Mittwoch mit dem operierenden Tierarzt besprechen. Sollte er sagen, dass ein Zuwarten bis nach dem Urlaub abzuraten ist, dann muss eine Lösung gefunden werden. Aber ich mache mir halt einfach extreme Gedanken und hoffe auf euren Input, Meinungen oder Gedanken.
Ich danke euch vorab! - Vor einem Moment
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Hi,
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Ich würde es wirklich von der Voruntersuchung abhängig machen, um sicherzustellen, dass wirklich keine Metastasierung stattgefunden hat.
Hier war's in der Leiste und der angrenzente Lymphknoten war nicht befallen.
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Ich würde das auch so mit den behandelnden TÄ besprechen. Und halt dann deren Einschätzung vertrauen.
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Bei uns war es am Oberschenkel (Grad 2 und die Schnittkanten waren frei) und hatte nicht gestreut, was wir allerdings vorher nicht untersuchen lassen haben. Für uns war wichtig schnell raus mit dem Ding und gut. Die Nachsorge war überhaupt kein Problem. Aufblasbarer Halskragen und nach 10 Tagen kam der Faden raus.
Also für mich ist immer das wichtigste, dass Tumore so schnell wie möglich entfernt werden.
Danach Futter ohne Kohlenhydrate und Leinöl mit Quark als Zwischenmahlzeit. Der Tumor wurde operiert, da war er 8 Jahre alt und gestorben ist er mit fast 15 nicht an Krebs sondern er hatte chronisches Bronchitis und das Herz war auch angeschlagen.
Alles Gute für Deinen Paul
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Ich hätte einen richtig doofen Urlaub ohne ruhige Minute. Ich würde so schnell wie möglich operieren lassen (und die Pflege übernehmen).
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Eine Einschätzung, ob man zuwarten kann oder sofort operieren sollte, kann nur der Tierarzt geben. Da möchte ich nichts raten.
Aber vielleicht hilft dir meine Erfahrung weiter... Bei meiner Hündin wurde damals 7 jährig ein Mastzellentumor (Grad 1) entfernt. Da man vorher nicht von einem Tumor ausging (das ganze ist schon 15 Jahre her), wurde nur der Knubbel selbst entfernt und nicht großflächig umschnitten. Hinterher stellte sich raus - die Ränder waren nicht frei, da der Tumor auch unter der Haut gewachsen ist (ist wohl typisch)... Es wurde trotzdem entschieden erstmal abzuwarten. Das ging einige Zeit gut (eher Monate als Wochen), doch dann kam der Tumor wieder (ganz weg war er ja eh nie). Also wieder OP, diesmal ein riesiger Schnitt, trotz kleinem Tumor, um auch ja alles zu erwischen. Und das ist auch gelungen. Meine Hündin ist fast 16 Jahre alt geworden.
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Meine Hündin hatte vor 2 Jahren(6jährig) eine OP mit der Diagnose Mastzellentumor. Handflächengroß und auf der rechten Schulter liegend. Mein TA hat das großflächig entfernt. Bis heute ist alles in Ordnung und ich hoffe sehr es bleibt so.
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Ich danke euch für eure Meinungen und die Erfahrungen.
Es ist richtig, dass ein Urlaub unter diesen Umständen nicht ohne Hintergedanken bzw. Sorgen ablaufen würde.Ich werde auf die Empfehlung der Tierärzte vertrauen und danach handeln. Und dann hoffe ich, dass das Ganze ein gutes Ende nimmt und das Ganze gut übersteht
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