Fehlende Trauer für Mona
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Hallo Isabella, du hast dich für eine ältere Hündin entschieden gehabt mit dem Wissen und Willen, ihr noch ein wunderschönes Leben im Alter zu geben.
Das finde ich großartig!
Nicht jeder Mensch (ich z. B.) ist dafür geeignet, einen alten Hund zu übernehmen um ihm noch seine alten Tage so schön wie möglich zu machen.
So wie nicht jeder Mensch im Palliativbereich arbeiten kann, oder in der Onkologie.
Freue dich darüber, dass Mona, die als Hund aus dem Tierschutz sicher weniger gute Zeiten erlebt hatte, ihren letzten Lebensabschnitt so gut verbringen durfte - das hat sie verdient
Du schreibst, du empfindest dich eigentlich als sehr emotional deinen Tieren gegenüber; Dann ist es nicht fehlende Trauer, sondern die Fähigkeit, auch emotional gut umgehen zu können mit dem Wissen, mit der Übernahme eines alten Hundes eben auch nur noch diesen letzten Lebensabschnitt zu erleben und diesen so schön wie möglich zu machen.
Der neue Hund ist kein Ersatz, das kann er niemals sein.
Mona hatte eine schöne Zeit bei dir - jetzt beginnt die schöne Zeit mit dem neuen Hund.
Genieße das!
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Hallo,
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Das war vor über einem Jahr.
Darf ich mal fragen, warum das jetzt ein Thema für dich ist?
Ich finde es völlig in Ordnung, nicht ewig um ein Tier zu trauern, sondern sich gerne an es zurückzuerinnern.
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Das war vor über einem Jahr.
Darf ich mal fragen, warum das jetzt ein Thema für dich ist?
Ich finde es völlig in Ordnung, nicht ewig um ein Tier zu trauern, sondern sich gerne an es zurückzuerinnern.
Das ist seitdem immer wieder ein Thema für mich.
Anfang dachte ich, diese fehlende Trauer kommt einfach davon, dass die neue Hündin kam und mich erstmal beschäftigt hat. Oder dass es eine Weile dauert, bis die Trauer kommt. Aber das kam einfach nie.
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Ich trauere ähnlich wie du, glaube ich. Nach dem Tod von meinem Herzenshund Rex ist nur zwei Wochen später wieder eine kleine Tierschutzhündin eingezogen. Getrauert um Rex habe ich dennoch, aber ich bin danach nicht mehr andauernd in Tränen ausgebrochen. Ich gucke mir auch gerne und oft Fotos von ihm an und spreche oft mit einem Lächeln von ihm und den gemeinsamen Erlebnissen und das war auch schon kurz nach seinem Tod so.
Es gibt da wirklich kein Richtig oder Falsch.
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Man hat auch nicht zu jedem Hund das gleiche Verhältnis. Ich trauere heute noch wirklich schlimm um meine Leonbergerhündin, die mit 7 wegen Krebs gehen musste, obwohl ich noch 3 weitere Hunde begleitet habe, als ihre Zeit gekommen war.
Am härtesten war es für mich bei den beiden Hunden, die ich selber als Welpe großgezogen habe, aber auch da war das vorzeitige Ende meines Goldstücks nochmal trauriger als der Tod meiner Schäferhündin im gesegneten Alter von knapp 13 Jahren, die ihr Leben gelebt hatte und gut gelebt hatte.
Traurig war ich bei allen Tieren, die gehen mussten. Aber das Herz entscheidet, woran es sich hängt, da kommt der Verstand oft nicht mit.
Und da gibt es kein richtig und falsch sondern nur das eigene individuelle Empfinden, das so wie es ist, eben ist.
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Trauer hat ihre eigene Dynamik.
Sie kann sofort und heftig sein, sie kann sehr leise sein, sie kann auch erst viel, viel später vorbeischauen.
Sie ist nie gleich, kann immer anders aussehen.
Es kann auch sein, sass sie erst in einem Jahr für dich wahrnehmbar auftritt.
Wichtig ist: jegliche Form ist richtig und gut so. -
Ich glaube, es hängt wirklich damit zusammen, dass du dich bewusst für einen "alten" Hund entschieden hast. Dazu kommt vielleicht noch, dass sie länger krank war - ich habe die Erfahrung gemacht, dass man dann schon "vorher" trauert.
Ich habe meine zwei Katzen heiß und innig geliebt, aber ich habe nicht sehr lange getrauert. Die erste (Lilly) war seit ihrem 13. Lebensjahr chronisch krank und gegen Ende war auch etwas Erleichterung im Spiel - außerdem hatte ich nach der Diagnose einer zweiten chronischen Krankheit einen "Handel" mit dem Schicksal abgeschlossen: ich wollte noch ein paar Monate, ihren 17. Geburtstag erleben, und "Abschied nehmen". Der Wunsch wurde mir erfüllt. (Im Endeffekt weiß ich gar nicht, ob diese paar Monate es für sie noch "wert" waren... anderes Thema.) Bei der zweiten (Nala, ebenfalls 17) kam mit der Diagnose sofort das "Todesurteil", was ein Riesenschock war, aber im Endeffekt war ich froh, nicht noch einmal dasselbe wie bei Lilly durchmachen zu müssen. Ich konnte mich auch damit trösten, dass sie beide ein langes Leben hatten.
Ich habe mich auch ein wenig gewundert, dass die Trauer so "erträglich" war (ich habe sie wirklich sehr geliebt, und Lilly war mein Alles).
Ich wollte auch ganz lange keinen Hund, weil ich ein schlechtes Gewissen Lilly und Nala gegenüber hatte - weil ich sie durch einen HUND ersetzte. Jetzt, wo ich darüber schreibe, gibt es wieder einen kleinen Stich.
Wichtig ist, dass Mona geliebt wurde.
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