• Ich habe ca 15 Jahre als OP Schwester in einer Uniklinik Silvester Dienst gehabt. Da hatte ich zwar noch keinen Hund, aber fing da schon an Silvester zu hassen.

    Was da an Unfällen reinkam wegen irgendwelcher Böller, unglaublich. Und dann kamen noch die dazu die sich wegen zuviel Alkohol geprügelt hatten, Messerstechereien und mißglückte Suizide.

    Ein komplettes Böllerverbot würde ich sehr begrüßen.

    Privat hatte ich einmal das Vergnügen, dass mir mit 3 Hunden Böller vor die Füße geschmissen wurden und was ich persönlich am Schlimmsten fand, war als meinem Pferd ein paar Jugendliche Böller vor die Hufe geschmissen hatten. Da hatte ich ein unglaubliches Glück, weil die Stute Nerven wie Drahtseile hatte. Sie zuckte nur kurz zusammen und dann machten wir einen auf John Wayne und galoppierten hinter den Jugendlichen her. Was konnten die Jungs rennen. Ich glaube nicht, dass die sowas nochmal gemacht haben. Die waren echt erschrocken als sie merkten, dass ihr Plan nicht aufging.

  • Da bin ich wohl voll ins Fettnäpfchen getreten :frowning_face:Es war natürlich nicht meine Absicht als Forenneuling und noch recht unerfahrene Hundefreundin die Stimmung hier kippen zu lassen. Es ist nur so, dass ich eben beide Perspektiven kenne: Die Eure, die Ihr das erdulden müsst und die der "Pyroheads". Nichtsdestominder: Ich entschuldige mich, dass ich hier offensichtlich ganz negative Emotionen getriggert habe!


    Privat hatte ich einmal das Vergnügen, dass mir mit 3 Hunden Böller vor die Füße geschmissen wurden und was ich persönlich am Schlimmsten fand, war als meinem Pferd ein paar Jugendliche Böller vor die Hufe geschmissen hatten. Da hatte ich ein unglaubliches Glück, weil die Stute Nerven wie Drahtseile hatte. Sie zuckte nur kurz zusammen und dann machten wir einen auf John Wayne und galoppierten hinter den Jugendlichen her. Was konnten die Jungs rennen. Ich glaube nicht, dass die sowas nochmal gemacht haben. Die waren echt erschrocken als sie merkten, dass ihr Plan nicht aufging.

    Gut gemacht! Da hast Du wohl ein richtiges Kavalleriepferd :smiling_face:Ich frage mich aber auch, woher diese Verrohung/Ergötzung an Gewalt kommt. Hier im Dorf merkt man es langsam auch an den Jugendlichen :/

    Heute beim abendlichen Gassi hat sich Lana wegen einer verfrühten Batterie oder sonst was mit viel Schuss richtig erschreckt. Wir sind dann gleich zurück nach Hause, leider ohne lösen. Und das trotz des Schals, den ich Ihr um die Schlappöhrle gebunden habe :( Ich versuche es gleich nochmal hinten im Garten mit ihr.

  • Da kann ich dich beruhigen: Einer Freundin sind als Teenagerin schon Böller vor die Pferdehufe geworfen worden, das ist fast 30 Jahre her.

    Und es wird wirklich immer unverständlicher, dass man als Tierfreund mitansehen kann, wie furchtbar die Knallerei für ein geliebtes Tier ist, und das einfach in Kauf nimmt. Zumal, wenn man weiß, dass es den allermeisten Tieren so geht. Ich krieg das nicht übereinander.

    Ich kann doch nicht sorgsam Meisen füttern und dann in Kauf nehmen, dass sie für meinen Spaß draufgehen… ich würd ja echt gern mal hören, wie er das erklärt…

  • Ich arbeite im Einzelhandel- seit kurz vor Halloween verkaufen wir "Kinderfeuerwerk", seit 14 Tagen vor Weihnachten "Tischfeuerwerk" und Wunderkerzen. :verzweifelt:

    Am 29. um 6 Uhr morgens startet der Böllerverkauf - erfahrungsgemäß werden wir um spätestens 10 Uhr ausverkauft sein.

    Als ich letztes Jahr um kurz nach 5 auf der Arbeit ankam, standen schon 30 Menschen vor der Tür. Kurz vor der Türöffnung um 6 waren es über 80. Und so dermaßen "geil" auf Böllern, daß sie die Ersten bereits auf dem vollen Kundenparkplatz zünden...

    Ich habe keinerlei Verständnis dafür. Feuerwerk geht auch absolut lautlos. Dieses Krachen, Zischen, Ballern und Böllern muss nicht sein. Sie können meinetwegen lautlos feuerwerken und sich an den bunten Effekten erfreuen. Aber ohne Krach.

    Ich wünsche allen, daß sie und ihre Tiere gut über die kritische Zeit kommen!

  • Bei uns haben die ersten wirklich lauten und stark zischenden Böller so richtig angefangen, habe also schon den Kriegsmodus aktiviert. Tagsüber drei Runden (also im Hellen), und dann abends nur noch zum schnell Pieseln raus. Heuer sind die Kinder der letzten Jahre zu Jugendlichen herangewachsen und dementsprechend geht es zu. Habe schon überlegt, ob ich Duna nicht einen Löseplatz in meinem kleinen Zimmer bauen soll, die hat so Angst, dass sie bei einem Böller nur noch heimzieht, kein Lösen mehr möglich.

  • Es ist nur so, dass ich eben beide Perspektiven kenne: Die Eure, die Ihr das erdulden müsst und die der "Pyroheads".

    Laut deiner bisherigen Beiträge gehörst du doch auch zu denjenigen, die miterlebt haben, was das für manche Hunde – und deinen Hund im Speziellen – bedeutet. Es ist also nicht nur "eure" Perspektive, sondern auch deine. Mit persönlich fehlt auch das Verständnis für die Sichtweise "Das Leid der Menschen mit Kriegserfahrungen und der Tiere sind weniger als oder maximal gleich viel wert wie der Spaß der Pyroheads" – und nichts anderes ist es, wenn man die beide Sichtweisen als mehr oder weniger gleichwertig ansieht.

    Mein Hund hat zum Glück bisher keine Angst, aber wenn ich hier lese, wie oft es schon vorgekommen ist, dass Hunde mit Böllern abgeworfen wurden, habe ich Sorge, dass sich das irgendwann ändern könnte.


    ach ja, ich muss noch klugscheißern – sry Berufskrankheit:

    Das würde leider nicht viel nützen. Dieses Knallerzeug brennt durch Alkaliemetalle

    In den Silvesterraketen befinden sich Schwarzpulver und die Salze der Alkalimetalle. Wenn da reine Alkalimetalle drin wären, würde einem das Zeug schon bei einem bisschen Feuchtigkeit um die Luft fliegen.

  • Hier wurde in all den Jahren (14), die wir hier wohnen, nur am 31. wirklich geböllert. Vorher (ab dem 29. vielleicht 1x tgl.) Am 31., ab 20 Uhr steigert sich das etwas, da ziehen die Jugendlichen durch die Straßen, bleiben aber nie lange an einer Stelle.

    Von 0:00-0:20 wird es dann kurz laut, danach ist Schluß bis zum nächsten 31.

    Wir haben das Glück, abgelegene Gassistrecken in kurzer Zeit mit dem Auto zu erreichen, da hört und sieht man nichts.

    Wenn ich lese und sehe, was bei anderen so los ist, bin ich wirklich entsetzt und ich verstehe Wut, Frust und Hilflosigkeit.

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