Welpe und Jagen: wehret den Anfängen!

  • Hallo, ich gehe davon aus, dass dieses Thema hier schon zig mal durchgekaut wurde :))). Ich traue mich trotzdem zu fragen. Wir haben einen 10 Wochen alten Lagotto Romagnolo Welpen, der seit 4 Tagen bei uns lebt. Noch ist er nicht stubenrein und wir gehen sehr oft mit ihm raus. Von Tag zu Tag wird er draußen mobiler und neugieriger. Heute morgen ist mir aufgefallen, dass er leider auch an vorbeifahrenden Radfahrern (furchtlos) interessiert ist und einem sogar ein paar Schrittchen hinterher lief. Ich möchte dieses unerwünschte Verhalten im Keim schon ersticken. Bin hundeerfahren, er ist mein dritter Hund, die anderen ignorierten Radfahrer grundsätzlich.

    Habt Ihr Ansätze, die im Welpenalter schon zu gebrauchen sind oder bin ich im Moment zu übermotiviert?

  • Ich mach das bei Welpen gerne mit Zeigen und Benennen. Also es taucht einer auf, ich sag "Fahrrad" (oder Jogger) gefolgt von einem Prima und Keks in den Hund. Also quasi ein Markerwort (Jogger universell, Fahrrad universell, völlig egal, was da letztlich auf uns zu kommt), und dann das Umwenden hochwertig belohnen.

    Ziel: der Hund sieht xy und dreht sich von selbst freudig zu mir. Klappt mit meinen Hütis sehr gut und mache ich bei Wild recht ähnlich.
    Zeigt der junge Hund mal zu viel Interesse, gibt es ein kurzes Erinnerungs-Abbruchsignal (also da darf auch der junge Hund wissen, dass ich das überhaupt nicht gut finde). Fürs Umwenden sofort wieder Belohnung.

  • Das ist der Umgang mit Außenreizen. Ja, den trainiere ich ab der ersten Sekunde. Ich belohne jedes ruhige Betrachten, ohne drauf zu zulaufen.

  • Super. O.k. Herzlichen Dank. Dann kümmere ich mich von der ersten Minute darum. Also nicht "schleifen lassen". Klingt halt auch sehr logisch, das Lernfenster ist ja im Moment weit offen.


    Zweite Frage genau in diesem Zusammenhang: ist es eigentlich wirklich sinnvoll, mit Welpen Ball zu spielen und ihn somit quasi auf sich bewegende Objekte zu konditionieren? Man lobt ihn dafür und zeigt Freude, wenn er dem Ball hinterher rennt. Macht diese Art des Spiels eigentlich Sinn?

  • Zweite Frage genau in diesem Zusammenhang: ist es eigentlich wirklich sinnvoll, mit Welpen Ball zu spielen und ihn somit quasi auf sich bewegende Objekte zu konditionieren? Man lobt ihn dafür und zeigt Freude, wenn er dem Ball hinterher rennt. Macht diese Art des Spiels eigentlich Sinn?

    WIeso willst du ihn auf dich bewegende Objekte konditionieren? Beim Rad willst du doch genau das Gegenteil?

    Mit dem Ball (bzw. allgemein Spielzeug) übt man eigentlich genau das Gegenteil. Der Hund soll nicht sofort auf den Reiz reagieren, sondern darf erst nach Freigabe hinterher. Aber das ist Zukunftsmusik in dem Alter.

  • Hast du Hundesport vor? Dann kann "tote Beute" aufbauen Sinn machen. Oder, hm, Dummy? Was habt ihr denn später vor?


    Sonst in Maßen Zergelspieße, einfach weil es etwas ist, was junge Hunde sehr mitbringen und zumindest ein gemeinsames Spiel ist. Im Zweifelsfall den Hund zergeln lassen in dem Alter, nicht selbst Kraft aufwenden.
    Ball werfen beim Welpen aufbauen würde ich absolut nicht.

  • Genau das meine ich. Ballspiele d.h. werfen, wegrollen und der Welpe düst hinterher ist weit verbreitet und macht nach meiner Erfahrung jeder. Ich finde es kontraproduktiv im Hinblick auf mögliches Jagdverhalten (jagen auf Sicht). Aber man könnte mit dem Ball spielerisch schon ein wenig Impulskontrolle üben, das ist wahrscheinlich sinnvoll.

    Ich habe vor, ihn ein wenig im Trüffelsuchen auszubilden. Kurse, Seminare etc. Mal schauen. Die Welpen dieser (sehr guten) Zuchtstätte haben schon mit 5 Wochen Kontakt mit Trüffelgeruch gehabt.

  • Super. O.k. Herzlichen Dank. Dann kümmere ich mich von der ersten Minute darum. Also nicht "schleifen lassen". Klingt halt auch sehr logisch, das Lernfenster ist ja im Moment weit offen.


    Zweite Frage genau in diesem Zusammenhang: ist es eigentlich wirklich sinnvoll, mit Welpen Ball zu spielen und ihn somit quasi auf sich bewegende Objekte zu konditionieren? Man lobt ihn dafür und zeigt Freude, wenn er dem Ball hinterher rennt. Macht diese Art des Spiels eigentlich Sinn?

    Nein.

  • Mit Welpen habe ich keine Erfahrung, erst mit Junghunden ab 8 Monaten.

    Da mache ich es sehr gerne, dass ein Ball oder anderes Spieli ins Gebüsch oder über die Wiese fliegt, Hund muss neben mir sitzen bis zur Freigabe und darf es dann suchen oder holen.

    Ob das grade noch zu früh ist mit dem Baby? Vermutlich :denker: aber keine Ahnung ab wann man das einbaut…


    Ansonsten wird der Pudel hier auch immer gelobt, wenn er Enten oder Wild anzeigt. Das haben wir von Anfang an (bekommen mit 8 Monaten) geübt, da er ordentlich Jagdtrieb hat. Er akzeptiert das als seine Aufgabe, lasse ich es schleifen geht er auch hinterher (er ist natürlich angeleint).

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