Tierschutzverein Tiere in Spanien e.V. - Seriös?

  • Hallo liebe Foris,


    ich komme mit einer Frage um die Ecke, bei der ich schlicht sicher gehen möchte das ich alles richtig mache.

    Wie kann ich denn die Seriosität eines Vereins in meinem Fall "Tiere in Spanien e.V." prüfen?


    Hat jemand Erfahrungen mit diesem Verein und kann mir hier oder per PN bitte eine Nachricht zukommen lassen.


    Ich möchte einem Hund ein schönes Zuhause bieten.
    Gleichzeitig aber möchte ich keinen unseriösen Verein unterstützen.


    Leider habe ich mit Auslandstierschutz keine Erfahrung und so frage ich hier mal nach.

    Vielen Dank und viele Grüße

  • Ich habe selber zwei Spanier, den ersten von einer deutschen Pflegestelle, die zweite als Direktimport, beide über dieselbe Orga. Den Rüden hatte ich ursprünglich über Shelta gefunden, da hatte ich das Gefühl, das ich der Seriosität der Orga halbwegs vertrauen kann. Bei der Pflegestelle wo ich ihn kennenlernen konnte hat sich das positive Gefühl dann bestätigt. Ich habe einen tollen Hund bekommen und hatte immer einen Ansprechpartner, wenn ich mal eine Frage hatte. Bei der zweiten habe ich auch immer wieder tolle Tipps bekommen.


    Dinge die mir wichtig sind: Es sollte auch eine Vermittlung im Herkunftsland angestrebt werden und eine Unterstützung lokaler Tierschützer stattfinden. Die einzelnen Tiere sollten ehrlich beschrieben werden. Bei Hunden aus Südeuropa sollte immer der aktuelle Status bezüglich MMK dabei stehen. Soweit erkennbar sollte eine Einschätzung der beteiligten Rassen genannt werden, damit man etwas einschätzen kann, was für einen Typ Hund man sich ins Haus holt.

    Red Flags sind für mich: Alle zu vermittelnden Hunde sind ausnahmslos toll, keiner hat irgendwelche Probleme und in der Regel sind sie auch nicht älter als 1 Jahr.


    Ich kenne den von dir genannten Verein nicht, aber ich kann dir sagen worüber ich bei der Webseite stolpere.

    Weder auf den Bildern der Spanischen Tierheime noch bei den zu vermittelten Hunde sieht man viele der typischen Spanischen Hunderassen, kaum/keine Galgos, Podencos oder Bodegueros, die sonst die Perreras bevölkern, alles eher Hunde die man auch in Deutschland im Tierheim erwarten würde. Das kommt mir irgendwie seltsam vor, kann natürlich aber auch an der Nähe zu Barcelona liegen.

    Auch bei den einzelnen Hunden wird nichts zur (vermuteten) Abstammung gesagt. Kennen ich von anderen Orgas anders.

    Sonst gefallen mir aber die Beschreibungen der Hunde ganz gut, Verhalten von dem man vorher wissen sollte wird durchaus aufgezeigt.


    Darf ich fragen warum du dich für einen Hund aus dem Ausland interessierst? Welcher Hundetyp schwebt dir den vor?

  • kann natürlich aber auch an der Nähe zu Barcelona liegen

    Ich habe in der Gegend in einem TH gearbeitet und die Hunde sind dort grob das, was man auch Deutschland findet. Etwas mehr Jagdhunde vielleicht, aber wenige Galgos oder Podencos.


    Der Rasse Mix ist also normal.


    Ich kenne zwei der drei angegebenen örtlichen Vereine, beide haben einen guten Ruf und versorgen ihre Hunde gut.

  • Den konkreten Verein kenne ich nicht, aber ich habe vor kurzem eine Hündin aus Spanien übernommen und hatte auch erstmal dieses Problem mit der Seriösität.


    Meine Hündin habe ich aus einem Verein, bei dem ich ein Gründungsmitglied persönlich kenne und sehr schätze.

    Die Homepage wiederum ist eine Katastrophe und da hätte ich meine Hündin auch nie gefunden. :D


    Ich habe relativ konkrete Vorstellungen gehabt und das telefonisch mit meiner Ansprechpartnerin besprochen. Sie hat mir dann einen Hund empfohlen- mit dem ich jetzt sehr glücklich bin. Sie ist tatsächlich genau das, was ich gesucht habe.


    Was ich an dem Verein total mochte:


    Die Hunde sind auf PS (allerdings größtenteils in Spanien). Vorab hatte ich dann auch intensiven Kontakt zur PS, hab regelmäßig Fotos und Videos bekommen und konnte so schon mal einen kleinen Einblick erhaschen, wie der Hund sich im Alltag so verhält.

    Meine deutsche Kontaktperson war dabei aber immer mit dabei und hat mir auch gesagt, dass ich mich jederzeit bei ihr melden kann wenn was ist. Heißt, ich hatte da kein Gefühl von Massenabfertigung oder sowas. Auch zeitliche Absprachen wurden zuverlässig eingehalten und informationstechnisch war ich immer auf dem neusten Stand.


    Bei der Vorkontrolle haben wir einfach 20min geplaudert. Im Endeffekt gab es für mich wenig neue Infos (ist nicht mein 1. TS Hund) & es hat sich auch niemand in übersteigertem Maß für mein Leben interessiert. Da hört man ja manchmal die komischsten Dinger. Hier war alles solide.


    Der Transport der Hunde war perfekt geplant: toll ausgebauter Transporter, mehrere sichere Zwischenstationen auf umzäunten Gelände, wo die Hunde sich auch regelmäßig die Beine vertreten konnten. Es gab alle paar Stunden Updates zur Reise mit Fotos, Videos, usw.

    Die Hunde kamen sauber und den Umständen entsprechend entspannt in Deutschland an.


    Kurzum: es war einfach eine super gute Betreuung (auch jetzt im Nachhinein, sofern gewünscht). Ich für meinen Teil hätte es jetzt nicht zwingend so eng gebraucht, aber der ganze Ablauf hat mir einfach ein rundes Gefühl vermittelt.


    Zur Vorgeschichte meines Hundes weiß ich eigentlich überhaupt nix, ist mir aber auch egal. 🙈

    Dass die Vereine auch Kastrationsprogramme und Aufklärungsarbeit vor Ort machen ist mir natürlich auch wichtig. Hier muss man sich aber auch bewusst sein, dass es da oft Kooperationen mit Vereinen vor Ort gibt, weil ein Verein mit vorrangig deutschen Mitgliedern das sonst eher weniger stemmen könnte. Wie sehr man dann bzgl. dieser Vereine in die Recherche geht, keine Ahnung. Ich habe mich da tatsächlich sehr auf mein Bauchgefühl verlassen.

  • Darf ich fragen warum du dich für einen Hund aus dem Ausland interessierst? Welcher Hundetyp schwebt dir den vor?

    Tatsächlich hätte es aus meiner Sicht kein Hund aus dem Ausland sein müssen.
    Gerade wegen MMK und die fehlende Kennenlernphase.

    Freunde haben mich auf eine Annonce von einer Hündin aufmerksam gemacht die laut Beschreibung tatsächlich zu 100% das beschreibt das ich seit Jahren als "Hund den ich als nächstes haben möchte" beschrieben habe.


    Dann hab ich mich obwohl ich es nicht erwartet habe jemals eine Rückmeldung zu erhalten beworben und bin in die enge Auswahl gerutscht. Was mich total gefreut aber gleichzeitig auch ziemlich nervös gemacht hat. :D Wenn ich ganz ehrlich sein soll.

  • Schön, dass du einem Tierschutzhund ein Zuhause geben möchtest!


    Ich habe ebenfalls bisher drei Hunde aus dem TS adoptiert, und trotz einiger Probleme würde ich es immer wieder genau so machen.


    Für mich kommt allerdings ein Direktimport nicht mehr in Frage. Beschreibungen von Hunde, die in Sheltern leben, sind natürlich schwierig. Die Hunde befinden sich in einer Ausnahmesituation, sind oftmals gestresst von der neuen Umgebung, den vielen anderen Hunden und dadurch, dass sie ihr Zuhause verloren haben. Du musst darauf vorbereitet sein, dass ein Überraschungspaket mit einigen Baustellen kommt!


    Ich möchte dir nicht abraten, du kannst natürlich Glück haben und deinen Traumhund finden! Aber du solltest realistisch an die Sache herangehen und und keinesfalls erwarten, dass der Hund genau so ist, wie die Orga ihn beschreibt.

  • Das ist mir klar.
    Ich hatte bereits einen Hund aus dem Tierschutz und kenne auch viele andere die Hunde aus dem Tierschutz übernommen haben.


    Deshalb bin ich auch so nervös. Da ich genau weiß das es ein große Herausforderung ist, auf die ich so flexibel wie möglich reagieren können möchte.


    Meine Hündin war damals sehr schnell eingelebt und blühte innerhalb kurzer Zeit richtig auf. Hatte natürlich aber auch ihre Ängste, von denen viele verschwanden und manche aber geblieben sind. Wenn sie auch durch ständiges Training nicht mehr so intensiv waren.

  • Liest sich für mich als hättest du ein ganz gutes Bild davon was beim Direktimport auf dich zukommen kann/wird. Die Orga macht auf mich grundsätzlich erstmal einen guten Eindruck. Da muss man dann einfach seinem Bauchgefühl vertrauen.


    Beim konkreten Hund musst du halt selber rausbekommen, was da genetisch reingespielt haben könnte und mit welchem rassetypischen Verhalten zu rechnen ist.

    Bei Spaniern (auch wenn hier durch die Stadtnähe sicher auch andere "Standardrassen" vertreten sind) würde ich z. B. bei Stehohren immer von einem guten Schuss Podenco ausgehen, der wird halt jagen und durchaus eigene Vorstellungen mit reinbringen, wenn's groß und flauschig ist, kann da ein Herdenschtuzhund reingespielt haben, mit denen muss man umgehen können, ist's groß und schwarz kann der Papa ein schwarzer Labbi gewesen sein, allerdings auch ein Ca de Bestiar, da kommen zwei sehr unterschiedliche Hunde bei raus. Also so ein bisschen lokale Rassenkunde.

    Ich reite da nur so drauf rum, weil ich Leute kenne, die einen Border-Collie-Mischling erwarteten und dann einen Griechischen-Schäferhund-Mischling bekamen. Darauf waren sie einfach nicht vorbereitet und es war ein hartes Stück Arbeit bis der Hund alltagstauglich war. Er war trotzdem toll und wurde sehr geliebt, aber mit ein bisschen Vorwissen hätte man halt ahnen können, das ein langhaariger schwarz-weißer Hund aus Griechenland eher kein Border-Mix ist.

  • Sooo nochmal ein Frage meinerseits die bestimmt schon tausendmal besprochen wurde.

    Gelesen habe ich solche Diskussionen schon, aber das Hirn hat die Infos leider wieder gelöscht da ich solche Verträge bisher nur vom Hören-Sagen kannte.


    Nach Übernahme des Tieres bin ich nicht Eigentümer laut Vertrag.

    Ist sowas rechtsgültig? Wie intensiv ist denn diese "Eigentümer"-Rechtslage in Bezug auf Tierarztbehandlungen oder nach über einem Jahrzehnt, wenn man Gedanken zu einer Einschläferung machen muss?


    Müsste man das alles mit dem Verein absprechen?

    Gibt es bei großen Ops plötzlich eine Entscheidungsgewalt die ich nicht innehabe?


    Ich verstehe den Sinn hinter den Klauseln, habe vollstes Verständnis das man sich als Verein absichern will und dank ein paar Arsch...krapfen sicher auch muss.

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