Collie vs Aussie Charakter Erfahrungen gesucht

  • Hallo Zusammen, ich bin schon öfter über dieses Forum gestolpert war aber immer als stiller Leser aktiv und möchte nun nach vielen Jahren des „Mitlesens“ etwas mehr aktiv sein. Ich bin 35 Jahre alt und mit einem Schäferhund Mischling aufgewachsen. Meine Familie und mich begleitete bis zuletzt ein Australien Sheperd Rüde welcher sich leider nach 12 unfassbar schönen Jahren verabschiedet hat. Er hinterlässt eine unbeschreibliche Leere und so bin ich wohl auch hier gelandet. Die Zeit bis wir einen neuen Begleiter unser eigen nennen dürfen würde ich sehr gerne überbrücken und Erfahrungen eurerseits sammeln, damit wenn’s soweit ist ein zu uns perfekt passender Vierbeiner einziehen kann.


    Collie?? Oder doch wieder eher ein Aussie??? Diese Frage schwirrt mir im Kopf herum und so gebe ich sie an euch weiter…


    Unser Australien Shepherd war für uns ein ziemlich perfektes Familienmitglied und war gerne überall mit dabei. Egal ob Segeln, radeln, Sup fahren oder quer Feld ein Waldtouren. Er machte auch mit unserer Tochter (9J) wirklich jeden Quatsch mit und war mit ihr für Hundesport sowie jegliche Tricks sehr schnell zu begeistern.


    Dennoch hatte er auch die ein oder andere Baustelle. Wir hatten ihn damals mit 4,5 Monaten relativ blauäugig von einer Züchterin auf einem abgelegenen Hof gekauft. So Idylisch das ganze auch war so unsicher war er leider auch. Das war mit Sicherheit ein Teil seines wirklich unsicheren Charakters in Kombination eines Idyllischen Hoflebens auf welchem ihm nunmal einige Eindrücke fehlten . Das erste Jahr verbrachten wir viel Zeit damit ihm die Angst vor Autos Fahrrädern Menschen Straßen anderen Hunden usw zu nehmen. Das klappte auch recht gut Sodas er mit uns wirklich alles machte. Die Skepsis fremden Hunden sowie auch Menschen blieb allerdings bis zum Schluss und schränkte den ein oder anderen Ausflug dann doch ein. Auch das Training mit unserer Tochter welche echt Talent hat und wohl früher oder später mal „Hundetrainerin“ wird :-) war für beide absolut Spitze, jedoch musste dennoch sobald eine Schulfreundin mit trainierte immer ein Auge dabei bleiben. Das man Kind und Hund allgemein nicht einfach machen lassen kann ist uns bewusst nur gäbe es einem ein besseres Bauchgefühl einen vierbeinigen Trainingspartner zu haben welcher nicht so unsicher mit „nicht Familienmitgliedern“ umgeht. Denn eine Umarmung seitens Kindern ist zwar meist nie das wahre für einen Hund. Jedoch ist dies bei Kindern dennoch nicht auszuschließen und da wäre ein etwas gelassenerer Hund doch rein logisch betrachtet für uns geeigneter.


    Für die Zukunft hätten wir gerne also wieder einen Intelligenten in gewissen Maßen Sensibelen sportlichen Begleiter. Allerdings gerne einen etwas Souveräneren Hütehund Vertreter. Hierbei sind wir nun über Collies gestoßen und mich würde brennend interessieren wie diese so Charakterlich sind. Vielleicht sind unter euch auch Menschen welche bereits einen Aussie sowie einen Collie hatten und über Charakterliche Züge berichten können.



    Im Bekanntenkreis hört man nur „Oje ein Collie, das sind extreme Sensibelchen“ wie ich hier aber auch schon gelesen habe scheint es wohl auch Unterschiede zwischen den Briten sowie den Amis zu geben. Den letzten Collie der mir begegnet ist war bei Gott kein Angsthase….Jetzt stellt sich mir die Frage. Wie sind denn die Erfahrungen eurerseits?

  • Ich war letzens mit ner ganzen Colliegang unterwegs und da hieß es über den Aussie immer nur "ohje, diese hyperaktiven Knallis" und es wurde sich sehr empört wenn der majestätische Collie beim Spaziergang von Fremden für einen Aussie gehalten wurde ("das böse A-Wort"). Bitte mit einem Augenzwinkern lesen.


    Worauf ich hinaus will: wenns danach geht findest du immer irgendwelche extreme sehr pauschale Aussagen über jegliche Rassen.


    Würde dir empfehlen mal im Colliethread quer zu lesen 😊 Sensibel (NICHT ängstlich) ist für MICH persönlich ein absoluter Win, kann mit stumpfen Hunden gar nicht. Das muss halt jeder selbst wissen und dann noch bei der Züchter- und Linienauswahl entsprechend umsichtig vorgehen. Ich hab mich in den britischen und amerikanischen Mischtypen bspw verliebt.


  • Ich kenne zwar keine Collies persönlich, aber hab nen Aussiemix zu Hause sitzen, und das einzige, was die gemeinsam zu haben scheinen ist der Oberbegriff "Hütehund". Collies sind zwar mitunter sensibler, aber auf eine weniger "aggressive" Weise. Ein Durchschnittscollie ist als Familien- und Immer-dabei-Hund wesentlich besser geeignet als ein Durchschnittsaussie, die einfach das nach vorne gehen und andere doof finden eher in den Genen verankert haben.

  • Yelly, kannst du bitte den Colliethread verlinken? Ich suche gerade danach, kann ihn aber nicht finden.


    Ich kenne Collies aus dem Hundesportverein und aus der näheren Bekanntschaft als sehr "vernünftige" Hunde, zurückhaltend aber entspannt im Umgang mit Menschen und ebenso mit anderen Hunden.


    zB corrier und Sunti können dir ewas zu Collies erzählen, es gibt noch diverse andere ColliehalterInnen hier, auch von Kurzhaarcollies.

  • Das böse A Wort :-) hab mit so einem A Wort echt schöne Jahre gehabt. Aber sehr „aktiv“ sind sie schon. Man gewöhnt sich wohl auch einfach daran. Würde trotzdem eher 3 Aussies nehmen wie eine stumpfe Schlafmütze die 3 mal am Tag die Augen auf macht und zum Fressnapf läuft.


    Die Empathie und Feinfühligkeit schätze ich auch sehr und da darf es schon auch etwas sensibler sein. Aber das darf eben nicht überhand nehmen.


    Danke dir auf jeden Fall für die Nachricht und deine Erfahrung

  • Ich hab einen Collie und war auf einigen Collietreffen und kenne daher mehrere. Ich empfinde sie insgesamt alle einfach als sehr angenehme Hunde. Mir liegt dieses sanftere und sensiblere Wesen sehr.

    Aussies (die ich im übrigen wunderschön finde und die immer ein kleiner Traum von mir bleiben werden) habe ich als ernsthafter kennengelernt. Viele waren nicht mit Fremdhunden verträglich und waren einfach keine Hunde, die jeder gefahrlos mal streicheln kann.

    Ich war im Sommer im Urlaub in einem hundefreundlichen Hotel, mit vielen Hunden. Die Aussie Halter haben immer auf einen leeren Fahrstuhl gewartet und einen gebeten nicht mit einzusteigen. Das ist mit Emmi kein Problem. Die singt vielleicht Arien, wenn sie angesprochen wird und springt Leute an, um sie zu knutschen, wenn ich nicht aufpasse. Aber ich mache mir eigentlich keine Sorgen, dass sie mal schnappt.

  • Das kenne ich so in der Tat auch. Unser wäre zwar mit in den Fahrstuhl gegangen. Wenn ihn aber jemand anspricht geschweige denn streichelt wäre Schluss mit Lustig gewesen. Zumindest hätte die Person recht schnell begriffen das antaschen nicht gewollt ist.

  • Das böse A Wort :-) hab mit so einem A Wort echt schöne Jahre gehabt.

    Das glaub ich dir sofort ❤️ wie gesagt, bitte mit einem Augenzwinkern lesen. Jeder steht ja so ein bisschen für "seine" Rasse ein, auch wenns manchmal irrational erscheint 😁 Sympathie kann man manchmal auch einfach nicht erklären.


    Lern doch mal ein paar Collies näher kennen? 😊 Könnte natürlich durchaus sein dass sie dir ZU "einfach" sind 🤷‍♀️

  • Wohl wahr. Hab schon überlegt mal einer Züchterin zu schreiben ob ich einfach so mal vorbeischauen darf. „Zu einfach“ 😂 klingt ja interessant. In der Hinsicht wär’s egoistisch das als KO Kriterium zu nennen schließlich soll auch meine Tochter Zeit mit dem Hund viel Zeit verbringen und hierfür wäre aber höchst wahrscheinlich ein jüngerer Aussie wohl nicht die beste Entscheidung für alle.

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