• Ich bin derzeit richtig verzweifelt. Wenn ich mit meinem pubertären Junghund Spazieren gehe, dann ist es eigentlich grade ein einziger Kampf zwischen uns, der Stress und Frust auf beiden Seiten verursacht. Insbesondere im Wald, da er nicht wirklich viel von der Wegtreue hält. Er reagiert nun fast gar nicht mehr auf mein „ähäh“ wenn er den Weg verlassen möchte oder mein „Raus da“ wenn ich schon zu spät war. Kann ich auch verstehen, er bekommt ja auch nichts anderes zu hören. Ich würde gerne auch mal spazieren gehen, ohne diesen Kampf zu haben, aber man soll ja konsequent bleiben. Wie habt ihr das denn gemacht? So kann/möchte ich auf jeden Fall nicht weiter machen…

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    Hi


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    • Nervig und belastend für Euch beide, kann ich mir gut vorstellen. Ich stell jetzt hier mal Fragen, die ev. für Antworten wichtig sind:


      wie hast Du Wegtreue von Anfang aufgebaut bzw. konnte Dein Hund das schon mal sicher?

      ist das Pupertier an der (Schlepp)Leine?

    • Naja in der Pubertät reicht halt oft allein die Konzentrationsspanne gar nicht aus, um sich über längere Zeit zu merken, dass man nicht vom Weg abkommen soll. Da können weder Hund noch du unbedingt was für, ist halt für beide Seiten eine anstrengende Zeit.

      Ich hab für mich irgendwann gelernt, es in der Pubertät einfach gar nicht mehr zu nem ewigen Kampf ausarten zu lassen. Schleppleine dran und wenn's im Wald gerade nicht klappt, dann geht man halt vorerst andere Strecken. Wenn es dort dann wieder zuverlässig klappt mit dem Auf-dem-Weg-bleiben und die Murmeln sich wieder ein bisschen geordnet haben, könnt ihr es ja auch wieder im Wald versuchen.

    • Nervig und belastend für Euch beide, kann ich mir gut vorstellen. Ich stell jetzt hier mal Fragen, die ev. für Antworten wichtig sind:


      wie hast Du Wegtreue von Anfang aufgebaut bzw. konnte Dein Hund das schon mal sicher?

      ist das Pupertier an der (Schlepp)Leine?

      Danke für die Fragen!

      Die Wegtreue habe ich aufgebaut, indem ich von Anfang an meine Tonlage geändert habe (ähäh) wenn er ins Unterholz wollte. Zusätzlich habe ich das Signal „Raus da“ etabliert, wer direkt auf den Weg kommt, kriegt ein Leckerli, wer nicht kommt, den dränge ich aus dem Unterholz.

      Ich würde sagen, er konnte es schon mal besser war aber nie zu 100 Prozent sicher.

      Ja, immer an einer 10 Meter Schleppleine. Die versuche ich aber kaum zu nutzen im Training.

    • Schäferterrier hat ja schon die Zeit der Pupertät kommentiert und ich denke was vorher nicht sicher war verliert sich während der hormonellen Achterbahnfahrt.

      Vielleicht ist es für Euch wirklich hilfreich erstmal andere Gassirunden zu gehen um zu einem späteren Zeitpunkt wieder Waldrunden zu starten.

      Eine andere Möglichkeit wäre wenn ihn Dein "ähäh" nicht abhält mittels der Leine ein weiteres Abweichen vom Weg zu verhindern. Damit meine ich kein Zurückziehen, sondern ein Begrenzen und sobald er den Rückzug antritt bestätigen.

      Du bekommst bestimmt noch weiteren Input von erfahrenen Fories :bindafür:

    • Zusätzlich habe ich das Signal „Raus da“ etabliert, wer direkt auf den Weg kommt, kriegt ein Leckerli, wer nicht kommt, den dränge ich aus dem Unterholz.

      Möglicherweise hast du dir da eine Verhaltenskette aufgebaut. Dann hat der Hund abgespeichert, dass es sich lohnt, ins Unterholz zu gehen, denn danach wird man ja mit "Raus da" angesprochen und bekommt eine Belohnung.

      Ich würde da vielleicht eher auf eine verbales Lob umsteigen.

    • Statt das Verlassen des Weges zu kommentieren, könntest du das auf dem Weg bleiben attraktiver machen.

      Wer auf dem Weg bleibt, bekommt Ansprache / Aufmerksamkeit / Beschäftigung.

    • Statt das Verlassen des Weges zu kommentieren, könntest du das auf dem Weg bleiben attraktiver machen.

      Wer auf dem Weg bleibt, bekommt Ansprache / Aufmerksamkeit / Beschäftigung.

      Das mache ich schon immer. Hier wird immer mal ein selbstständiger Blick gelobt oder ein Schnüffeln auf dem Weg etc. Würdest du das Verlassen des Weges dann einfach ignorieren? Er driftet eigentlich auch nicht 10 Meter tief rein, aber immer so 2-3 Meter.

    • Zusätzlich habe ich das Signal „Raus da“ etabliert, wer direkt auf den Weg kommt, kriegt ein Leckerli, wer nicht kommt, den dränge ich aus dem Unterholz.

      Möglicherweise hast du dir da eine Verhaltenskette aufgebaut. Dann hat der Hund abgespeichert, dass es sich lohnt, ins Unterholz zu gehen, denn danach wird man ja mit "Raus da" angesprochen und bekommt eine Belohnung.

      Ich würde da vielleicht eher auf eine verbales Lob umsteigen.

      An Anfang habe ich das viel so gemacht, als er verstanden hatte, was „raus da“ heißt, hatte ich dann aufgehört das zu belohnen. Das hätte ich vielleicht dazu sagen sollen. Ich glaub seitdem läuft es auch schlechter…

    • Versuch es mal zu filmen. Weil so weiss man nicht, wo genau der Hund etwas noch nicht verstanden hat.

      Oder wo du noch genauer sein kannst, schneller, klarer, was auch immer. Also falls das möglich ist, halt mal die Kamera drauf. Querformat am besten.

      • Neu

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