9 Monate alten Welpen (spaeter 4 Jahre alten Hund) ordentlich sozialisieren und de-sensibilisieren

  • Hey.


    So, es geht um Misty:


    Zeigt her eure "Welpe-wird-erwachsen-Fotos"


    Die Situation bei uns ist ein wenig kompliziert. Und ich weiss nicht ob ich schon im Start Post sämtliche Umstände und Details aufzählen will, die dazu führten, wo wir heute stehen.


    Wen das nicht interessiert, zum Sternchen*** unten springen:


    Kurz: Die 5 Hunde, sind bis auf den ältesen alle nicht richtig sozialisiert, Menschen gegenüber. Mit Hunden/Katzen haben sie kein Problem, sind ja alle in einem Mehr-Hunde/Katzen Haushalt aufgewachsen.


    Aber Kontakt zu anderen/fremden Menschen haben sie bisher so gut wie keinen gehabt. Wir haben aufgrund unserer Wohnlage so gut wie nie Besuch erhalten und konnten sie auch seltenst mal mitnehmen, als wir noch ein Auto hatten. Das liegt daran das mein bester Kumpel ein Grundstück mit über 20 Hunden und noch mal so viel Katzen hat. Die eher verwildert dort leben, rein draußen. Die lieben Nachbarn schmeißen denen regelmäßig Hunde und Katzen übern Zaun oder binden die da an.

    Es ist lange nicht genug Geld für sie da und es fehlt bei so vielen Tieren auch an Manpower das er und seine mittlerweile knapp 70 Jahre alte Mutter sich vollends kümmern können. So sind diese also relativ verwildert und haben Flöhe. Nix wo ich meine Hunde mit hin nehmen kann.


    Strand oder ähnliches ist auch kaum möglich, wegen der vielen Streuener. Selbst die Hunde meiner direkten Nachbarn mag ich nicht wirklich an meine Hunde ran lassen, wegen Flöhen/möglichen Krankheiten. Die meisten hier impfen nicht und behandeln auch die Tiere nicht entsprechend um Flöhe/Zecken/Hautkrankheiten ordentlich zu bekämpfen.


    Also schon einen mittlere Katastrophe alles.


    So. Nun hat meine Frau mich vor einiger Zeit verlassen (eigentlich hab ich sie rausgeschmissen, zumindest vorübergehend, sie ist dann aber bei den Eltern geblieben - ist hier übrigens normal das Familien allen alters in einem Haus leben). Warum ist ja erst mal egal. Wir haben uns über die Jahre auseinandergelebt. Haben keinen Stress miteinander.


    Jedenfalls nimmt sie demnächst 2 Hunde auf, von hier. Bleibe ich mit 3 Hunden alleine. Roxy, Riley und Misty. Riley ist ordentlich sozialisiert. Roxy und Misty sind beide nicht ordentlich sozialisiert, Menschen gegenüber. Auch ordentlich Gassi gehen war so in letzter Zeit nicht richtig drin. Während der Pandemie war es nicht mal erlaubt. Und danach war ich so in Arbeit eingespannt, daß ich keine Nerven hatte, 5 Hunde alleine Gassi zu führen, wenn ich nach 12 Stunden heim kam. Meine (Ex-)Frau hat auch keinerlei Anstand gemacht mir zu helfen oder mich zu unterstützen. Aufgenommen hat sie gerne alle Viecher, behalten wollen auch, aber kümmern eher nicht. Haushalt, Einkaufen und Viecher waren nebenher auch noch meine Aufgabe (hat schon seine Gründe warum ich sie irgendwann rausgeschmissen hatte, wenn auch nicht im Zorn, dazu bin ich wohl zu weich).


    Ich arbeite aber erst mal nicht mehr im (absolut stressigen, krank machenden Job- und) Büro. Ich fange was neues an, weitestgehend home office. Kann mich also endlich demnächst richtig um die Hunde kümmern. Werde dennoch ab und an nach Manila fahren müssen. Da will ich dann doch zumindest Misty öfter mal mitnehmen. Und auch so, will ich die drei öfter mal irgendwohin mitnehmen. Ich sehe nicht warum die armen Viecher ihr Leben lang in einem Haus mit Hof versauern sollen.


    ***


    Ich habe vorletzte Woche angefangen Misty ans Leine laufen zu gewöhnen. Sporadisch. Es regnet wegen drei hier vorbei ziehender Wirbelstürme (Typhoon) seit Wochen wie irre.

    Vorher hatte ich sie immer wieder mal die letzten Monate ohne Leine mit zum Kiosk um die Ecke mitgenommen, wenn ich mal Cola, Kippen oder ähnliches holen war.

    Innerhalb der Subdivision ist kaum Verkehr und es ist relativ ruhig - also kaum Autos etc. und die Leute fahren innerhalb sehr langsam und bedacht. Zudem rennen Welpen ja nicht weg und bleiben an einem dran, bis zu einem gewissen Alter.


    Das an Leine laufen klappt sehr gut. Sie zieht nicht, sie kommt (die 2-3 Meter) zu mir, wenn ich sie rufe. Das Laufen in der Subdivision kennt sie also schon.


    Allerdings, sie kennt die ganzen Geräusche, Hektik usw. vom Verkehr, der außerhalb unserer Subdivision nicht. Dementsprechend nervös bis panisch reagiert sie. Auch hatte ich jetzt ein paar Mal jemanden, der meinte er müsse unbedingt mal direkt auf sie zugehen und streicheln, schön mit Zisch/Lippen-schmatzgeräuschen oder pfeiffen dabei. Trotz meiner Ansage das sie angst hat, weil sie nicht sozialisiert ist. Pfeiffen halt. Was willste dazu noch sagen.

    Jedenfalls reagierte sie da natürlich panisch, zog nach hinten weg, erst hinter mich und wollte eigentlich weg rennen bzw. einfach weg von den Typen.


    Also ist ganz klar, sie hat null Vertrauen/Bezug zu fremden Menschen und muss dahingehend trainiert werden. Unbedingt. Denn es wimmelt hier, außerhalb der Subdivision vor allem, nur so von Menschen.


    Was ich jetzt heute angefangen hatte - aus purer Ahnungslosigkeit wie ich es sonst machen soll, war, mir einen kleinen Hocker zu schnappen, mich damit mit ihr vor das Tor der Subdivision zu hocken. Ca. 10m von der Hauptstraße. Einfach ruhig da sitzen und beobachten. Damit sie de-sensibilisiert wird, was die Hektik und Verkehr, Geräusche und die vielen umherlaufenden Menschen betrifft. Aus gewisser Entfernung, um sie nicht zu überfordern und komplette Reizüberflutung zu riskieren und damit nur noch mehr Ängste zu schüren.


    Nach ein paar Minuten war sie etwas lockerer drauf. Natürlich musste so eine Pfeiffe die paar Meter hinter uns an seinem Moped war und sich zum Abfahren bereit machen, dann die ganz Zeit (2-3 Minuten lang) nach ihr zischen und Finger Schnippen. Ich hatte es vor lauter Lärm erst gar nicht gehört, war nur verwundert warum sie wieder so nervös wurde. Als ich es mitbekam, habe ich ihn dann mal angepfiffen und gesagt er solle aufhören meinen Hund zu rufen. Irgendwann nach ein paar Minuten fuhr er dann auch endlich weg. Ich frag mich echt was in solchen Hohlbirnen vor sich geht. Vermutlich einsame Murmeln am herum rollen. Man sieht doch verdammt noch eins das der Hund den Schwanz einkneift und nervös ist und in die Gegenrichtung versucht weg auszuweichen, wie er so versucht sie zu rufen. Naja....


    Danach aber war sie relativ entspannt. Saß die meiste Zeit neben mir, oder lief mal locker um mich herum und schaute sich um. Natürlich nicht mehr Schwanz eingekniffen. Sie war wirklich deutlich lockerer und entspannter drauf. Der Typ war es wohl die ersten Minuten der sie dauernd so nervös machte und verunsicherte.

    Nach ca. 30 Minuten bin ich dann wieder mit ihr heim. Auf dem Rückweg war sie auch ganz locker und fröhlich drauf.



    So. Meint ihr das ist eine gute Methode (sofern ich ihr irgendwelche Hampelmänner die versuchen sie zu rufen/streicheln fern halten kann), sie dem Lärm/Hektik/Verkehr zu desensibilisieren?


    Und wie mache ich das mit der Sozialisierung gegenüber Menschen? (ohne Hilfe von Freunden etc. - weil die arbeiten Vollzeit und haben Familie und wohnen weit weg von mir)


    Erst de-sensibilisieren wie oben beschrieben und dann Sozialisierung mit Menschen? Oder umgekehrt? Oder wie denkt ihr stelle ich das am besten an?


    Hundeschulen und ähnliches gibts hier nicht, Trainer sind fragwürdig (eher selbst ernannte Trainer) und übelst überteuert (verlangen sich ein halbes Expat-Monatsgehalt für ein paar Stunden).



    Abschließend, weil die wenigsten hier sich ein Bild machen können, von den örtlichen Begebenheiten, 5 Bilder, die die Hauptstraße und Bereich vor der Subdivision zeigen (und wo ich heute mit Misty saß). Damit deutlich wird, womit ich es zu tun habe.

    Innerhalb der Subdivision hats zwar auch keine Bürgersteige (das auf den Bildern sind nur paar Meter Bürgersteig, sonst gibts hier keine die meiste Strecke entlang), aber ist um Welten ruhiger, außer zum Feierabend oder früh morgens, wenn die Leute zur Arbeit fahren. Also wirklich sehr schön ruhig. Nur das ist ja nicht was sie braucht. Ruhe hatte sie die letzten Monate ja. Darum ist dieser Lärm und Hektik für sie ja neu und überfordernd.


  • Hallo,


    ich finde deinen Weg, dich einfach mal mit ihr nach draußen zu setzen und sie ganz in Ruhe gucken zu lassen, schon richtig so. Hunde brauchen Zeit, sich an etwas bis dato Neues und Unbekanntes zu gewöhnen und wenn sie da mit ausreichend Abstand zum Trubel einfach mal schauen kann, ist das doch toll.


    Du solltest sie auf jeden Fall vor aufdringlichen Menschen schützen. Damit signalisierst du ihr auch, dass sie sich auf dich verlassen kann. Langfristig gesehen könntest du dir auch überlegen, sie an einen Maulkorb zu gewöhnen. Das schreckt manchmal Leute ab, die den Hund unbedingt locken oder streicheln wollen. Ein gut sitzender Maulkorb stört den Hund auch nicht.


    Sie langsam in einem möglichst kontrollierten Setting an Menschen heranzuführen - ja, das kann man machen, allerdings möglichst nicht mir der Erwartung, da einen Hund draus zu machen, der zu "Everybody's Darling" wird. Es gibt viele Hunde, die von Fremden nicht angefasst werden möchten oder Ähnliches.

  • Nur ein Tipp, ärgere dich nicht über die Typen, die Pfeifen und locken, sondern lobe deinen Hund und was Gutes zu fressen reinschieben. Deine schlechten Gefühle dabei, markieren diese Menschen weiter als gefährlich und das willst du ja nicht. Also lächeln und abwenden. Bald wird gelockt werden ein Zeichen sein, sich dicht an dich zu heften. Mehr Fremdensozialisierung brauchst du ja nicht, denn Kontakt soll sie ja nicht aufnehmen.


    Viel Erfolg beim Leben neu sortieren und schöner machen!



    Und Flöhe sind wirklich Folter für Tiere.

    Klar, jeden einzelnen mit einem Spot on versorgen ist unbezahlbar

    Aber es gibt Umgebungssprays mit Langzeitwirkung, die die Population auf Dauer sehr gut eindämmen können, ohne! sie auf die Tiere zu sprühen. Also Stroh, Decken, Lagerplätze einsprühen, die Wirkung 3-6 Monate sorgt dafür, dass man nicht so viel braucht und es auch keine Arbeit ist, die man nicht schaffen kann.

    Das würde ich deinem Freund kaufen, aus Deutschland, wenns sowas da nicht gibt ..

  • Ich finde Deinen Ansatz, sich einfach hinzusetzen und den Hund die Reize erleben und verarbeiten zu lassen, klasse!


    Bei Fremden würde ich es so handhaben daß Du den Hund ihn in dem Moment auf Dich konzentrierst. Er muß ja mit Fremden nicht umgehen können. Er lernt so, daß er sich auf Dich verlassen kann und Du ihm die Leute vom Hals zu halten in der Lage bist. Das schafft Vertrauen, und damit auch Entspannung unterwegs. Beschäftige Dich nicht mit den Leuten, die ihn locken wollen - die interessieren Euch nicht. Wenn Du mit denen sprichst, machst Du sie nur interessant für den Hund, und er muß sich damit auseinandersetzen. Braucht er doch gar nicht. Wenn einer ihn anlabert, holst Du den Hund zu Dir, läßt Dich angucken, lobst ihn überschwengich, wie toll er bei Dir bleibt (meist verstehen das Passanten dann auch schon richtig! *gg), gibst ihm Leckerlies, und signalisierst damit größtmögliche Langeweile Fremden gegenüber. Der Hund lernt so, die ebenfalls zu ignorieren, egal, was die treiben und wie sie hüpfen und singen oder sich am Hintern kratzen *gg Hund weiß: bei Herrchen bin ich safe, andre Personen können mir nix - mehr braucht´s doch gar nicht.....


    Auch wenn Du den Hund im Office dabei hast - was scheren den die andren Leute? Setz ihn hinter Deinen Schreibtisch - dann tatscht ihn keiner an, weil die dafür in Deine Privatsphäre hinterm Schreibtisch eindringen müßten - so unverfroren sind nur sehr wenige Leute. Ich zumindest erlebe das im Büro immer so, daß jeder, der auch nur am Rechner was helfen möchte, zB. von unserer IT, erstmal fragt, ob er um den Schreibtisch herum zu mir kommen kann.


    Und im Vorbeigehen Hund antatschen wird damit auch unmöglich - weil der liegt ja nicht auf dem Weg des Besuchers zu Dir bzw. nach draußen.


    So ist der Hund safe, und man fällt nirgendwo unangenehm auf, weil er Leute anspringt, anknurrt, oder um Aufmerksamkeit bettelt.


    Noch ein Tip: wenn Du dich raussetzt, damit der Hund gucken und Reize erleben und sich dran gewöhnen kann: das ist schon ziemlich viel zu verarbeiten. Laß ihm nach so ner Einheit mal 3-4 Tage Ruhe, und mach nix Aufregendes. Einfach, damit er Zeit hat, das zu verarbeiten. Ideal ist es auch, wenn Du erst gehst innerhalb einer Übungseinheit, wenn der Hund komplett entspannt ist. Denn so aufgeregt, wie er aus der Situation rausgeht, wird er das nächste mal in die neue Situation wieder reingehen. Sprich, wenn Du nur 5 Minuten sitzt, der Hund aufgeregt ist Du dann aber abbrichst, wird der Hud nächstes Mal schon beim Hinsetzen ziemlich nervös sein, man macht sich damit einfach die Arbeit schwerer. Schließlich soll der Hund mitnehmen, daß der Trubel völlig normal ist, er sich über nix aufzuregen braucht. ;-)

  • Kann nur kurz antworten weil ich mit Fieber im Bett liege und am Handy bin.


    Vielen Dank für die Tipps und Rückversicherung.


    Werde es beherzigen und umsetzen. Werde mich ab und an zurück melden, sollte es positive oder auch negative Entwicklungen geben.


    Das mit dem Maulkorb ist tatsächlich ne Idee wenn das öfter vorkommen wird.


    Das mit dem entspannt in die Trainingseinheit mit dem Verkehr/sitzen etc und Pause dazwischen ist ein guter Tipp. Daran hätte ich gar nicht gedacht.

    Wenn ich über ca. 20-30 Minuten mit ihr laufe (gemütlich, die selbe Straßen ablaufen hier innerhalb der Subdivision), dann ist sie sichtlich ruhiger und entspannter.


    Also am besten ne halbe Stunde "langweiligen" Spaziergang, dann 10-15 Minuten da sitzen, dann gemütlich und unaufgeregt nach Hause gehen mit kleinem Umweg.

    (so hab ich das jetzt interpretiert)


    Uff. Jetzt muss ich gleich noch meinen fiebrigen Hintern vor die Türe schleppen bevor es wieder u.U. Die halbe Nacht wie irre schüttet.. 😶

  • Gute Besserung! ;-)

    Danke. 3 Tage leichtes Fieber und weg isses. Keine Ahnung was das immer ist. Naja.


    Also geht schon besser. Immer ein wenig besser, immer jeden Tag ist sie ein wenig selbstbewusster und lockerer.


    Hab endlich auch das Martingale Halsband und damit fuehlt sie sich besser als mit dem Geschirr oder Halsband.

    Das normale Halsband (habe insgesamt 3 ausprobiert) musste ich entweder aufs dritte Loch machen, damit war es schon unangenehm eng. Oder aufs 2. Loch und da war die Gefahr (und war ja auch schon mal passiert) das sie rausflutscht. Der Hals-Nacken ist doch schon dick im Vergleich zum Kopf. Und zwar so sehr das es eigentlich nur zu eng oder zu weit gibt.

    Das Geschirr ist auch nicht ohne, im Zweifel bei einem Schreck und Zug nach hinten. Und sie mag das auch nicht, merkt man.


    Das Martingale kann ich perfekt einstellen und hängt ohne Zug super locker und mit Zug gerade eng genug das es nicht über den Kopf flutscht. Das normale Halsband ist nur für den Notfall wegen Handy-Nummer und Name darauf, noch ganz locker um den Hals.



    Hab jetzt auch von 2 Meter Leine auf Flexi-Leine gewechselt. Ich bin zwar an und für sich kein Freund von Flexi Leine. Aber da sie nicht zieht und gut hört (rückruf), hab ich es damit einfacher. Sie springt nämlich gerne mal oder kommt so schnell, das sich die Leine im Schritt verfängt...wie das halt so ist. Das nervt total. Und 2 Meter sind nicht viel.


    Mit der 5m Flexi-Leine kann sie auch mal paar Meter links/rechts/vor/zurück. Sobald sie am Ende angelangt ist, kommt sie eh direkt immer zurück zu mir. Da muss ich sie nicht mal rufen.


    Damit es nicht ruckt und/oder mir mal versehentlich die Leine aus der Hand reißt (darum mag ich die ja eigentlich nicht) hab ich das flexible Leinen-Stück von meinem Fahrrad Geschirr dazwischen. Funktioniert hervorragend. Sieht nur komisch aus und ist ein bisschen lang.



    Das mit mehr Leinenfreiheit hab ich von Zak George...einem Hundetrainer auf Youtube zum Thema Welpe-Leinentraining-sozialisieren. Und er hat schon ganz recht, scheinbar. Das mehr an Leine ist gar nicht problematisch, aber für sie sehr viel angenehmer. Nur das ich nicht wie er mit einer 10m Leine auf einer schönen großen Wiese in Grönland üben kann und selbstredend mir das auf der Straße mit so einer Leine nicht antun will.

    Im Gegenteil sie ist jetzt viel weniger an der Grenze (also Ende der Leine), kann aber in ihrem Tempo vor und zurück und hin und her. Immer wieder nehme und muss ich sie auch mal kurze Leine nehmen und dann zieht sie auch nicht. Hätte ich nicht gedacht.

    Etwas das bei Roxy z.B. gar nicht klappt. Daher auch meine Skepsis. Die zieht auch dann noch weiter (mit Gefahr mir die aus der Hand zu reissen) und ich muss sie ständig rufen.

    Aber erst mal ist Misty dran. Dann arbeite ich weiter an Roxy und ihrem Leinenzug (wo kein Trainingstip funktionieren will...die ist einfach zu stur und wild...da kann ich auch 500 mal stoppen und Richtung wechseln usw. - sie ist der einzige Hund der so ist)



    War jetzt also noch 2 Mal an der Straße. Mir wurde mir ja gesagt es ist besser es nicht gleich jeden Tag zu machen.

    Ein mal Abends wo weniger los war. Und heute Nachmittag.


    Und heute war sie dann super entspannt. Hat sich neben und hinter mich gelegt und sah auch direkt entspannter aus. Kein nervöses umschauen, kein erschrecken bei bestimmten Geräuschen (es hat aber auch keiner Gehupt oder so).





    Find ich gut das es mit ihr so gut klappt und Fortschritte gibt. :relieved_face:


    Allerdings bin ich wieder bisschen zu früh raus und hab wieder Sonnenbrand :hot_face:

    Aber irgendwas is ja immer....

  • Kurzes Update:


    Also mittlerweile läuft es super. Sie ist so entspannt das sie mittlerweile auf die Leute zugeht (von hinten oder seitlich) und schnüffeln will, zumindest mit etwas Sicherheitsabstand.

    Wenn jemand auf sie zugeht oder ruft, ist sie jedoch auch immer noch ängstlich. Daher pfeiffe ich jeden zurück der es nur probiert. Klappt mittlerweile auch. Wenn jemand nur zu mir geht und mich anspricht, sie ignoriert, dann ist sie nicht mehr so ängstlich (bisschen noch, aber keine Panik mehr). Auch gute Entwicklung.


    Vor fremden Hunden hat sie komischerweise auch Angst, selbst kleine Shitzu's. Da ich 5 Hunde habe, verstehe ich nicht ganz warum. Andererseits ist das nicht verkehrt, denn auf Flöhe habe ich absolut keine Lust. Auch was Zwingerhusten und anderes anbelangt - muss nicht sein.


    Ich laufe alleine schon wegen der Langeweile, immer nur die selben paar Straßen abzulaufen, Nachts immer aus der Subdivision raus und ne längere Strecke.

    Aber auch an Tagen wie heute, wo ich auf den Markt bin und Kippen und Kaffee gekauft habe, geht es gut. Sie ist direkt an der Straße entlang zwar nervös und auch wenn am Markt die Leute zu dicht auflaufen oder nen lautes Geräusch direkt neben uns machen, wird sie mal nervös. Aber ansonsten zuckt sie nicht zusammen oder versucht weg zu ziehen. Ich lobe sie durchgehend ständig wenn sie locker neben mir läuft. Was mittlerweile zu 80% und mehr in solchen Situationen der Fall ist.

    Ich gehe auf dem Markt aber auch nicht zwischen die Stände wo die Leute dicht gedrängt laufen. Nur so an dem breiten Hauptweg an meinen Stamm-Laden. Ich will sie ja nicht überfordern.


    Es gibt ein paar wenige Stellen in der Subdivision (aber auch nur Nachts und nur nachdem wir schon einem durchgelaufen sind, damit da nicht was liegt was sie aufnehmen will, wie Lebensmittelreste und dergleichen - meist die selbe Stelle wo einer offenbar Abends immer die Straßenkatzen füttert) und auch in einer benachbarten, wo noch keine Häuser gebaut sind, da lass ich sie auch mal für ein paar Minuten von der Leine. Sie bleibt immer brav bei mir, so im Umkreis von 20 metern, und ich rufe sie regelmässig und überschütte sie dann mit Lob. So das ich auch den Abruf dabei mit ihr noch beiläufig weiter üben kann. Der ja ohnehin fast wie automatisch bei ihr von Anfang an klappte.
    Nur wenn wir kurz vor meinem Haus zurück sind, die letzten 50m - da geht dann meistens nix mehr. Da muss ich schon manchmal mehrfach laut rufen bis sie zu mir kommt. Also muss ich noch dran arbeiten.


    Oh und das Martingale Halsband nutze ich auch nicht mehr. Sie ist noch etwas gewachsen und somit sitzt das normale Halsband nicht nur ideal, sondern es ist auch nicht mehr nötig - sie reagiert ja nicht mehr panisch. Das mochte sie ohnehin gar nicht weil die Kette immer so schwer hing. Ohne das, mit dem normalen, leichten Halsband, ist sie viel quirliger in ihren Bewegungen.

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