Extreme Aufregung und Hochspringen

  • Bei dem Tipp mit den Wurfschellen etc. bin ich skeptisch. Ich finde, dass ich meinen Hund maßregeln sollte und nicht der Besucher…

    Das ist weniger als maßregeln gedacht, sondern als unterbrechen der Erwartung des Hundes. Er soll die Erfahrung machen, dass Besucher sich nicht immer begrüßen lassen wollen.


    Wenn das hier passiert:

    Zitat

    Manche fuchteln mit den Armen und sagen „nein nein nein“, manche freuen sich wenn sie hochspringt und bestätigen das mit hoher Stimme und Streicheleinheiten,

    ist es ja kein Wunder, dass der Hund so ausflippt.

    Damit lässt du ja bereits zu, dass Besucher deinen Hund erziehen, indem sie ihn für das von dir nicht gewünschte Verhalten belohnen.

  • Es sollte mMn auf jeden Fall verhindert werden, dass der Hund überhaupt an den Besucher ran kommt.


    Evtl. kann tatsächlich ein ausreichend deutlicher Abbruch Teil der Lösung sein - dafür sollte der Hund aber auch soweit sein, dass er in Aufregung Kommandos umsetzen kann, damit man ihm nach dem Abbruch sagen kann, was stattdessen von ihm erwartet wird.

  • Sorry nein!


    Wenn du deinen Besuchern sagst, sie sollen den Hund ignorieren, dann sollen sie den Hund in aller herrgottsnamen ignorieren, denn den Ärger im Anschluss hat’s du allein!

    Und deine Erziehung kann mir so gut funktionieren, wie gut das Umfeld mitspielt.


    Einen Hund zu ignorieren ist übrigens keine Erziehung, sondern ziemlich höflich.

  • Das ist ja genau das, was mich so oft bei Besuch ärgert. Du erklärst Besuchern lang und breit, dass sie den Hund ignorieren sollen, aber sie machen es nicht. Mein Vater stellt sich grundsätzlich IMMER vor sie und sagt „neeeein, siiiiiitz“. Wenn ich sage er soll das bitte lassen, starrt er sie an. Die Menschen sind manchmal schwerer zu erziehen als der Hund…

  • Wenn du deinen Besuchern sagst, sie sollen den Hund ignorieren, dann sollen sie den Hund in aller herrgottsnamen ignorieren

    Das gilt aber nur, wenn der Hund nicht an den Besuch ran kommt. In dem Moment, in dem der Hund den Besuch (fast) berührt, kann man mMn gerade von Laien nicht erwarten, dass diese nicht reflexartig irgendwie reagieren.



    Edit:

    Mein Vater stellt sich grundsätzlich IMMER vor sie und sagt „neeeein, siiiiiitz“. Wenn ich sage er soll das bitte lassen, starrt er sie an.

    Dann lass deinen Vater NICHT an den Hund! Stell dich zwischen sie. Oder tu den Hund in einen andren Raum. Oder vermeide vorerst dessen Besuch.


    Es ist absolut wichtig, dass dein Hund lernt, dass du den Besuch regelst und er sich nicht zu kümmern hat.

  • Wenn du deinen Besuchern sagst, sie sollen den Hund ignorieren, dann sollen sie den Hund in aller herrgottsnamen ignorieren

    Das gilt aber nur, wenn der Hund nicht an den Besuch ran kommt. In dem Moment, in dem der Hund den Besuch (fast) berührt, kann man mMn gerade von Laien nicht erwarten, dass diese nicht reflexartig irgendwie reagieren.

    Naja das kommt bisschen auf den Besuch an, denke ich. Ist der Besuch das erste mal da, geb ich dir recht. Bei besonders beratungsresistenten wahrscheinlich auch besser. Aber Leute die den Hund schon länger kennen und sich nicht fürchten, können doch einfach mal so rein kommen ohne auf den Hund einzugehen.

  • Es sollte mMn auf jeden Fall verhindert werden, dass der Hund überhaupt an den Besucher ran kommt.


    Evtl. kann tatsächlich ein ausreichend deutlicher Abbruch Teil der Lösung sein - dafür sollte der Hund aber auch soweit sein, dass er in Aufregung Kommandos umsetzen kann, damit man ihm nach dem Abbruch sagen kann, was stattdessen von ihm erwartet wird.

    So sehe ich das auch, deswegen ist die Leine dran wenn jemand kommt.


    Ich hoffe wir kommen da hin, dass sie mal so weit ruhig bleibt, dass sie meine Kommandos in der Aufregung ausführen kann.

  • Hallo Rabaukermann,


    Über so ein Türgitter habe ich auch schon nachgedacht. Dann könnte sie im Schlafzimmer bleiben bis sie sich beruhigt hat und von dort kann sie sehen wer in die Wohnung rein kommt.

    Hat sich bei uns jedenfalls gelohnt. Oft gibt's die günstig in gebraucht.

    Es war wichtig, dass ich ihn nicht allein gelassen habe sondern in der Nähe war zu Beginn. Mit etwas Zeit konnten die Gäste und ich aus dem Blickfeld ohne Protest.


    Leine, zwischen die Beine klemmen und kraulen, Blocken, normaler Abbruch gab bei uns gefühlt keine Verbesserung. Futter hatte er in der Situation auch keine angenommen. Jetzt machen wir große Fortschritte (mag aber auch am Alter liegen Junghund zu Beginn). Klingeln und Überleitung zu Gitter weg üben wir zusätzlich.


    Draußen zusammen erst eine Runde Laufen wie Froeschle vorgeschlagen hat, hilft auch hier.

  • Aber Leute die den Hund schon länger kennen und sich nicht fürchten, können doch einfach mal so rein kommen ohne auf den Hund einzugehen.

    ne, wenn ich da an meine Eltern denke - die haben echt wenig Ahnung von Hunden und denen verklickerst du das auch nicht so einfach. Wenn ich sage, dass sie dem Hund am Tisch nix geben dürfen und ihn am Besten ignorieren, dann reden sie mit dem Hund, dass sie ihm leider nix geben dürfen, weil ich es verboten hab.

    Oder erst bei meinem letzten Besuch: es gab Putenkeule, mein Hund hat's also recht schwer gehabt, nicht am Tisch zu betteln und mein Papa hat nix besseres zu tun, als den Hund zu bemitleiden und zu sagen: "Jin, du hast es schon schwer!" Joa, mein Hund hört nur ihren Namen und kommt erwartungsvoll angeflitzt :roll:


    Man muss Menschen einfach zugestehen, dass sie recht unbedarft und naiv sein können. Und außerdem ist "einfaches" Ignorieren überhaupt nicht einfach. Schon gar nicht, wenn der Hund aufmerksamkeitsheischendes Verhalten zeigt. Da reicht ja u.U. schon ein Blick aus den Augenwinkeln, um den Hund zu bestätigen.



    Ich hoffe wir kommen da hin, dass sie mal so weit ruhig bleibt, dass sie meine Kommandos in der Aufregung ausführen kann.

    Das musst du vorerst abseits der Besuchssituation üben. Die Besuchssituation ist mehrere Level zu hoch für deinen Hund. Erstmal aufregende Situationen suchen, die zwar aufregend sind, aber noch nicht so, dass der Hund nicht mehr zuhören kann. Stadtbesuch, Gassi mit Hundekumpels, etc.

  • xD Väter sind da echt ne spezielle Spezies. Mein Vater versucht es immer mit „aus“ und das Kommando heißt bei uns „spuck aus, was du im Maul hast“. Deshalb checken sie das in anderen Situationen einfach nicht, wenn’s nichts zum aus-geben gibt.


    Bei meinen Eltern und anderen „speziellen“ Besuchern ist mir das inzwischen herzlich egal. Dann sollen sie sich mit den hochgedrehten Hunden abmühen. Haben sie ja selbst verbockt.

    Mir ist das wichtigste, dass ich beim reinkommen nicht genervt werde und ich es bei Besuch, der sich an meine Regeln hält, gut unterbinden kann.

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