Hund reagiert aggressiv auf bestimmte Rasse(n)

  • Folgendes Problem: Sobald mein Hund einen Husky sieht, flippt er aus. Ich glaube nicht, dass er mal schlechte Erfahrungen mit einem Husky gemacht hat, ich vermute eher, dass sie durch ihr Erscheinungsbild irgendwie provozierend und/oder verunsichernd auf ihn wirken - die Körperhaltung, das Fellige, die Sichelrute, vielleicht auch die helle Maske, die Augen, der starre Blick...
    Ich würde das gern angehen, habe es auch schon mit meiner Trainerin besprochen, aber sie meint, dass man dann mit vielen verschiedenen Huskys trainieren müsste, bevor er das generalisiert. Und da muss man sich überlegen, ob es 1. organisatorisch machbar ist (eher nicht) und ob es einem 2. den Aufwand wert ist, da man ja verhältnismäßig selten auf Huskys trifft und das dann irgendwie handeln kann. Zudem ist er bei anderen Hunden unauffällig und unproblematisch. Daher habe ich das erstmal ad acta gelegt.

    Aber jetzt nervt es mich doch, zumal er dermaßen ausflippt, dass er auch um sich beißt, wenn man ihn festhält. Mir hat er schon mal in den Arm gehackt und meinem Freund ins Bein. Und ich finde, dass er das einfach nicht tun muss. Ich weiß aber auch, dass er kein grundsätzlich aggressiver Hund ist, dass er sich auch gut wieder beruhigen kann (wenn auch nicht schnell) und dass er unfassbar schell lernt. Ich traue ihm zu, Gelerntes schnell auf andere Huskys/andere Situationen zu übertragen.
    Mein Plan ist also, auf der Straße eine Begegnung mit einem Husky zu initiieren und so lange mit einem gewissen Abstand stehenzubleiben, bis er sich beruhigt hat (natürlich angemessen gesichert, mit Maulkorb etc.), mich ein bisschen mit dem Halter zu unterhalten und die Situation dann möglichst ruhig aufzulösen.
    Das hat nämlich auch schon mal mit einem Akita funktioniert (die er auch unmöglich fand) - da haben wir mal so eine Situation ausgesessen, und siehe da - er findet die immer noch blöd, aber will lieber nichts mit denen zu tun haben, verzichtet also auch darauf, ihnen Prügel anzudrohen. Und mit seinem "Lieblingsfeind" hier in der Straße auch (da war es die übliche Leinenpöbelei, die er aber auch nur bei einigen wenigen Hunden zeigt, und auch nur bei solchen, die das irgendwann mal angefangen haben). Ich habe den Eindruck, er findet die Situation dann so unangenehm, dass er sie nicht nochmal riskieren will. :skeptisch2:
    Er ist wirklich ziemlich schlau, und das ist Fluch und Segen zugleich. Gleiches gilt für seine "Emotionalität". :roll:

    Problem: Ich finde keinen Husky, der da mitmachen würde. xD Und während ich suche und mich in Geduld übe, wollte ich mal nachhorchen, ob einer von euch schon mal dieses Thema erfolgreich (oder weniger erfolgreich) bearbeitet hat. =)

  • Spuk fand lange DSH ätzend, ist auch gern ausgeflippt, wenn wir welchen begegnet sind, aber das habe ich nicht extra mit DSH trainiert, sondern das Verhalten, das ich haben möchte, nämlich Klappe halten, weitergehen, in anderen Situationen trainiert, bis es gut saß, und dann eben auch bei Begegnungen mit DSH eingefordert. Das hat auf Dauer geholfen.

  • durch schlechte Erfahrungen sind es bei Nevis alle Nordischen Spitzohren.

    Wir fütternd die konsequent schön, vom ersten Auftauchen am Horizont bis sie an uns vorbei sind (mit passendem Abstand selbstverständlich)

    Wir haben es mittlerweile geschafft von totalem ausrasten mit brüllend auf den Hinterbeinen zu man kann stehen oder sogar sitzen und einfach nur fressen und ansonsten gucken.

    Dauert seine Zeit, funktioniert aber.

  • Mein Hund hasst auch Huskies (wow, fast ein Zungenbrecher 😂) also, zumindest die Rüden und noch ein paar andere Rassen, Huskies aber extrem.

    Ich halte es wie Sunti

    Da heisst es dann "weiter", manchmal muss er auch absitzen, wenn er hochdrehen möchte.

    Damit fahre ich gut. Wenn ich kann, mache ich einen Bogen um die Hasshunde, wenn nicht siehe oben.

  • Speedy reagiert auf Frenchies und Möpse und ähnliche Hunde so. Ich denke, dass er sie nicht "lesen" kann und daher so reagiert. Ich füttere ihm diese Hunde schön und geh mit einem möglichst großen Bogen daran vorbei. Meistens klappt es. Immerhin von anfangs ewig hinterher kläffen und in die Leine werfen ist es heute schlimmstenfalls ein kurzes Wuff oder ein Schnaufen wenn wir vorbei gehen.


    Das hat aber sehr lange gedauert. Mindestens 2 Jahre, bis er halbwegs entspannt war. Er hat allerdings bevor er zu uns kam ausschließlich in der Wohnung gelebt ohne Kontakt zu anderen Hunden und war deswegen sowieso sehr reizoffen - drücke dir die Daumen, dass ihr schneller zu einem positiven Ergebnis kommt.


    Liebe Grüße

    Chrissi mit Speedy

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


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