Zum Thema Abruf mal eine Frage

  • Mein kleiner Hosenmatz (14 Wochen) hört ganz gut auf KOMM, aber ebend auch nur zu 95 Prozent.

    Ich möchte mich aber in absehbarer Zeit voll und ganz darauf verlassen können, wenn ich Ihn rufe, dass er dann auch kommt, egal wie beschäftigt er gerade ist. Ich übe es mit Ihm auch oft, wenn er beschäftigt ist.

    Nun würde mich mal interessieren, wie Ihr in folgendem Fall Handeln würdet.

    Ich bin mit meinem Welpen in einem Raum, wo es viel zu Untersuchen gibt. Ich rufe Ihn mit KOMM, weil ich den Raum verlassen will. Er hört nicht und geht seinem eigenen Interesse weiter nach.

    Was kann ich in diesem Fall tun?

    Bisher habe ich es so gehandhabt, dass ich hinter mir die Tür geschlossen habe. Er also in diesem Raum eingesperrt war und ich mich für 1-3 Minuten entfernt habe und Ihn dann geholt habe.

    Danke schon mal für Eure Antworten.

    LG cornaron

  • Der Hund ist 14 Wochen alt! Bis der zu 100% abrufbar ist dauert es noch Monate!!

    Ich ruf meine nur ab, wenn ich weiß es kommt auch an! Zusätzlich wird an der Schleppleine trainert! Sobald die kleine auf dem Weg zu mir ist, mach ein riesen Theater (im positiven Sinne!!). Angefangen hab ich es, indem ich das Kommando erst gegeben hab, wenn sie eh auf dem Weg zu mir war. Die kleinen müssen es ja erstmal richtig verknüpfen!

    Du kannst es nicht nur zuhause üben! Dadurch lernt er nur daheim zu kommen! Du mußt es auch draussen üben.

    Wieso muß er mit Dir zusammen aus dem Raum raus? Ich würde den Raum ohne Kommentar verlassen. Kommt er nach, Kommando und Lob wie blöd. Und das immer wiederholen! (Wobei ich nicht verstehe, wieso der Hund daheim mit Dir zusammen aus dem Raum raus muß!?)

  • Würdest du ein 5 Monate altes Kind alleine lassen, wenn es nicht auf Kommando den Schnuller ausspuckt !!!???

    Hallo, dein Hund ist 14 Wochen, glaubst du, der wird mit der Software "Grundgehorsam Version 1.3" geboren !!

    Unverständliche Grüße, staffy

  • Zitat

    Ich würde den Raum ohne Kommentar verlassen. Kommt er nach, Kommando und Lob wie blöd. Und das immer wiederholen!

    Kathrin, du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Genauso würd ichs auch machen.

    LG
    Melanie

    P.S.: Wieso sperrst du den Hund ein ?? Was soll er dabei lernen ??

    Zitat

    wenn es nicht auf Kommando den Schnuller ausspuckt !!!???


    hey, meine Tochter kann das und die ist grad mal 3 Wochen alt :D

  • Genau das hab ich auch gelernt .der zu erlernende Befehl muss ca.200mal angebracht werden bis der Hund ihn einigermassen zuverlässig ausführt.Versuch doch mal interessanter zu sein als das was dein Hund gerade beschäftigt.Freu dich als wenn du 6Richtige im Lotto hast wenn er kommt.Habe mich am Anfang voll zum Hamgelmann gemacht und die Leute auf der Strase wollten mich bestimmt schon einweisen lassen.Na,und,heute schnalz ich nur mit der Zunge und Gangster kommt relativ zuverlässig
    L.G. Gangster

  • Schließe mich Kathrins Meinung an.

    Die Tür als Konsequenz für's Nichtkommen zu schließen, wird zu 100% von deinem Welpen falsch verstanden werden. Er wird da keinen Zusammenhang erkennen. Verlässt Du den Raum , dann wird Dein Hund Dir sicherlich sehr schnell von alleine folgen, und bevor er bei Dir ankommt verwendest Du dann das Wort "Komm" mit überschwenglichen Freudentanz. :jump2:

    Wenn Dein Welpe gerade etwas hochinteressantes in der Wohnung oder im Freien erschnüffelt und erkundet, brauchst Du erstmal gar nicht zu rufen. Schaut er Dich hingegen an, dann kannst Du mit freudigem Theater die Aufmerksamkeit ganz auf Dich lenken, und er wird zu Dir kommen.
    Aber wie Kathrin schon sagte, mit dem Wort "Komm" muss auch tatsächlich das Kommen sicher verknüpft werden.

  • Hallo,

    wie die anderen schreiben, er ist zum Einen noch zu Jung um es sicher zu können. Und zum Anderen sollte man, egal welches Kommando man übt (und beim Üben bist Du noch), es immer nur dann anwenden, wenn Du sicher sein kannst, dass der Hund es ausführt. Sonst hast Du Dir das ruckzuck versaut.


    Zitat

    Bisher habe ich es so gehandhabt, dass ich hinter mir die Tür geschlossen habe. Er also in diesem Raum eingesperrt war und ich mich für 1-3 Minuten entfernt habe und Ihn dann geholt habe.

    Nun er dürfte gelernt haben, dass wenn er gerade was interessantes untersucht und Du was von ihm willst, das eher zweitrangig ist, denn Du warst ja so nett und bist gegangen und er durfte erstmal fertig schnuppern. :D

    Das Kommando KOMM ist übrigens nicht ganz "ungefährlich". Es war auch mein erstes Kommando fürs Rankommen für Sina. Blöderweise ist mir gar nicht aufgefallen, dass es oft vorkam, dass ich sagte "komm wir gehen" oder "komm mit" usw. usw. :D - für Sina wurde es damit etwas was sie nicht klar einordnen konnte.

    Nachdem ich feststellte, dass mir das auch mit anderen Sachen passiert, da ich manchmal einfach zu viel plappere, nachdem ich dann auch ständig Sitz und Platz verwechselte, beschloss ich alle Kommandos in Englisch oder Französisch zu geben, denn damit konnte es mir niemals passieren, dass ich dieses Kommando versehentlich in den normalen Sprachgebrauch einbaue - es hat bestens funktioniert. :D

    Sina kam übrigens einjährig und fehlgeprägt zu mir und ich musste eine Menge lernen, war auch im Einzeltraining, Hundeschule usw. usw.

    Vor 2 Jahren! kaufte ich mir das Buch "Hunde sind anders" von Jean Donaldson. Normalerweise kann ich mit Hundebüchern leider nicht so viel anfangen, aber dieses Buch war absolut klasse. Denn es geht da nicht um wie mache ich was, sondern wie denkt ein Hund.

    Und obwohl ich seit Jahren Hunde habe und obwohl ich in der Hundeschule war, lernte ich durch dieses Buch eine Menge Dinge und ich möchte es Dir wärmstens ans Herz legen.

    Viele Grüsse

    Ingrid

  • Hallo Cornaron,

    Ich würde das ebenfalls nicht nur in Innenräumen trainieren, sondern vielleicht mal im Garten oder auf einer Wiese ohne Gefahren für den Hund, bzw. an der langen Leine.

    Es kommt übrigens auch darauf an, WIE Du ihn rufst. Versuch es in einer hellen, freundlichen, wenn nicht sogar "blumigen" Tonart.
    Des Weiteren solltest Du auch auf Deine Körpersprache achten, wenn Du ihn rufst. Es reicht nicht, dass Dein Mund sagt "kummsumahiiiiermeinkleinerliiiiiebling" wenn Deine Gesten ihm ganz etwas anderes signalisieren.
    Wenn Du ihn zu Dir rufst, dann mach ihm das auch schmackhaft. Beug Dich nicht herunter und breite die Arme aus - Kinder verbinden damit zwar eine Einladung zur Umarmung, aber für Deinen Hund ist das eine Drohgebärde.
    Mach Dich nett und klein, zeig ihm Deine Seite, lauf ein paar Schritte von ihm weg, fixier ihn nicht die ganze Zeit und knie Dich vielleicht hin.
    Noch obendrauf kannst Du ein bißchen "Faxen" machen, z.B. mit Händen und Körper wackeln, schnalzen, jodeln, gurren, was Dir so einfällt. (Sieht dämlich aus, aber da mussten wir alle mehr oder weniger durch...später darfst und sollst Du die Blödelei natürlich reduzieren bis einstellen.)
    Ziel ist, dass Du Dir das Interesse Deines Welpen sicherst. Dann erst kann er lernen, wie suuuuupertoll es ist, bei Dir anzukommen, denn dann geht die Party erst richtig los!!

    LG, Sub.

  • Zitat

    Hallo, dein Hund ist 14 Wochen, glaubst du, der wird mit der Software "Grundgehorsam Version 1.3" geboren !!


    ich schmeiß mich weg :lachtot:
    Bitte poste, wenn es ein Upgrate gibt. :lachtot:

    @ Cornaron:
    Dein Welpe ist doch gerade in der Prägephase. Es ist alles gut, wenn er das Wort schon kennt und Spaß hat zu Dir zu kommen.
    Nutz die Zeit jetzt und vermittele ihn möglichst verschiedenen Situationen Stadt, Verkehr, Wald, Feld, Rollstuhlfahrer, Pferde andere Hunde alles was geht. Was Dein Kleiner an Erfahrungen und Situationen jetzt nicht mitbekommt kann später zu Angst und Unsicherheit führen. Das Zeitfenster ist dafür so klein und jetzt kannst Du einen selbstsicheren Hund prägen.

    Komandos lernt er sein ganzes Leben. Das ist mit 14 Wochen ein tolles Gimmick und mehr nicht. Der Kleine düsselt Dir doch bestimmt sofort hinterher, wenn Du Dich nur umdrehst und etwas weggehst.

    Viel Spaß noch mit Deinem Kleinen.

  • Zitat

    Ich übe es mit Ihm auch oft, wenn er beschäftigt ist.

    Genau das solltest du erst mal nicht tun!
    Rufe ihn, wenn er sowieso schon mal auf dem Weg zu dir ist oder wenn ihm total langweilig ist
    Dann kommt er nämlich auch 100% ig und lernt es wirklich. Wenn du ihn rufst wenn er total aufgeregt ist und was total interessantes entdeckt hat, kommt er natürlich nicht (in seinem Alter völlig verständlich) und lernt, dass er nicht unbedingt kommen musst, wenn du rufst.
    Falls er wirklich einmal dort wegmuss, gehst du zu ihm und nimmst ihn weg. Erst langsam solltest du abrufen in aufregenden Situationen üben. Nimm ihn am besten an die Schleppleine, hock dich hin, breite die Arme aus und sag freundlich aber nicht lockend "Komm hier", wenn er kommt, ganz doll loben, wenn nicht hast du die Schleppleine und der Hund hat kein Erfolgserlebnis sondern lernt, dass er gehorchen muss.
    Übe aber nicht ständig mit ihm, sonst ignoriert er es irgendwann, weil es ihn nervt. Das Kommen muss sich für den Hund lohnen, er muss merken, dass Herrchen /Frauchen sich freut und er vielleicht auch mal ein Leckerchen bekommt.

    Einsperren versteht kein Hund als Strafe oder kennst du eine Hündin, die ihre Welpen in einer Höhle einsperrt, weil sie unartig waren?
    Einsperren bedeutet keine Zuflucht mehr im Rudel zu haben und das bedeutet TOD.
    Der Welpe bekommt eher Panik anstatt dass er das auch nur Ansatzweise mit dem Nichtkommen verbindet.
    Noch weiß er doch noch gar nicht genau, was dieses Wort wirklich bedeutet!

    LG Cörki

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