Output, Gras & Ballaststoffe?

  • Hallo zusammen

    Ich poste das mal unter «Probleme», aber sehr wahrscheinlich ist es gar keins.


    Meine Hündin zog vor rund 3 Monaten bei mir ein. Vorsorglich habe ich mir damals zwei eher hochwertigere nicht die günstigsten Trockenfutter zugelegt (Acana Ranchlands und Tundra Lamm). Da ich den Import von Futter aus Kanada etwas schwachsinnig fand, habe ich mir ein neues lokales Futter zugelegt.


    Alle Futter hat sie gut vertagen und scheinen zu schmecken. Sie macht diesbezüglich einen unkomplizierten Eindruck.


    Gelegentlich frisst sie etwas Gras, vielleicht an jedem zweiten Tag ein paar Halme. Soweit normal. Der Output ist aber eher hart, wie ich finde. Das war bei allen drei Futter der Fall. Der Output lässt sich einfach aus dem Gras pflücken - für mich als Halter ist das eigentlich prima. :upside_down_face:


    Ich frage mich aber, ob ich da was unternehmen sollte. Da ich als Ersthundebesitzer leider keine Referenzwerte zu anderen Hunden habe, weiss ich nicht wie einordnen (also die Festigkeit des Outputs). Gelesen habe ich, dass Hunde Gras auch wegen der Ballaststoffe fressen. Bei uns Menschen sorgen Ballaststoffe für eine bessere Verdauung und sorgen Verstopfungen vor (und sorgen damit für weicheren Output?).


    Kann ich ihr was Gutes tun, in dem ich dem Futter Ballaststoffe hinzufüge? Wie merke ich, ob ihr der Output zu fest ist? Oder ich überdenke das einfach mal wieder und alles ist im grünen Bereich. :winking_face:

  • Hin und wieder mal ein paar leckere Halme zupfen ist total normal. :)


    Zu hart ist der Kot, wenn der Hund Probleme beim Absetzen hat und nur noch so kleine Köttel rauskommen.


    Du kannst mal versuchen, zum Futter ein paar Pellets Olewo-Möhren hinzuzugeben. Die Möhren nehmen Feuchtigkeit auf und behalten sie, was heißt, dass sie bei Durchfall kotfestigend und bei zu hartem Kot "auffluffend" wirken. Natürlich wird der Kot dadurch auch etwas voluminöser, daher sparsam rantasten.


    Olewos sind immer gut zuhause zu haben, eigentlich, und enorm ergiebig. :)


    Aber so wie das bei euch tönt, würd ich mir keine großen Sorgen machen.

  • Also mein Ridgeback grast, als wäre er eine Kuh. Das hat bei ihm nichts mit einem Fütterungsproblem zu tun, sondern ist eher so eine "Salateinlage". Er kotzt auch nie, wie meine Dogge. Die hat Gras gefressen, um sich zu übergeben. Jetzt musst du wissen, welche Art dein Hund ist. Eher der Veggi, der auch mal Gras genießt, oder aber, weil er irgendwas mit dem Futter nicht verträgt.

  • Wie frisst sie das Gras denn?

    Hektisch, dringend, nötig oder eher so nebenbei, "verträumt", genüsslich?


    Wenn mein Mädchen Sodbrennen hat, dann braucht sie dringend Gras. Sie ist dann hektisch, aufgeregt und schlingt es. Das kommt dann auch unverdaut wieder raus (was mich jedes Mal aufs Neue wundert, wenn man bedenkt, dass sie Knochen zersetzen können).


    Wenn sie ihre Hundekumpels trifft, dann wird schon mal gemeinsam an den Halmen gezupft. Sonst frisst sie es eher nicht, aber ich koche auch für sie und gebe einen recht hohen Ballaststoffanteil.


    Ich würde es mir also mal genauer anschauen, wie sie es frisst. Ob es eben einfach nur so ein Nebenbei-Knabbern ist (wie unsereins die Brombeere vom Strauch) oder ob es den Eindruck macht (auch ohne Hektik), dass sie es gerade braucht.


    Trinkt sie ausreichend? Trofu bindet ja gerne mal Flüssigkeit, da kann die Wurst schon mal härter werden.

    Ich find die Haufen optimal, wenn ich sie auch problemlos aus höherem Gras rausholen kann, ohne, dass sich die Hälfte dann an den langen Halmen entlangschmiert.

    In der Tüte mit leichtem Druck verformbar, etwa, wie Leberwurst oder Frischkäse. Zu hart ist er, wenn Hund da wirklich drücken muss, wenn das Kacken unentspannt, angestrengt aussieht. Und, wenn ich halt wirklich feste drücken muss, um sie zu verformen. Die Würstchen, nicht den Hund.

    Zu dem Futter kann ich nicht wirklich was sagen, aber du sagtest ja, dass die Kotfestigkeit bei allen drei Futtern gleich war. Deshalb würde ich wohl mal schauen, wie viel Flüssigkeit sie zu sich nimmt. Vielleicht lässt es sich ja - wenn es daran liegt - einrichten, einen Teil des Trofus durch ein gutes Dosenfutter zu ergänzen. Da lassen sich auch eher mal Möhre und Apfel untermischen. Oder mag sie Apfel vielleicht sogar einfach so?

  • Danke für Eure Antworten. :upside_down_face:

    Zu hart ist der Kot, wenn der Hund Probleme beim Absetzen hat und nur noch so kleine Köttel rauskommen.

    Okay, das ist nicht der Fall. Eher ein Mix (einige kleinere).

    Olewo-Möhren

    Gefunden - schaue ich mir an. Danke für den Tipp.

    sondern ist eher so eine "Salateinlage".

    :grinning_squinting_face:

    Jetzt musst du wissen, welche Art dein Hund ist.

    Hektisch, dringend, nötig oder eher so nebenbei, "verträumt", genüsslich?

    Sie frisst das genüsslich - verträumt trifft es auch ziemlich gut. Wenn ich ihr signalisiere, dass ich weiter möchte, kommt sie dann meist direkt mit.


    Ich habe auch schon erlebt, dass sie so viel gefressen hat, um sich zu übergeben. Vermutlich war das zuvor getrunkene Wasser aus dem Bach nicht in Ordnung. Das war aber eine andere Situation. Alles ich weiter wollte, hat sie sich hingelegt und mir zu verstehen gegeben, dass das gerade wichtiger ist. Das ist dann aber ein deutlich anderes Verhalten.

    Ich find die Haufen optimal, wenn ich sie auch problemlos aus höherem Gras rausholen kann, ohne, dass sich die Hälfte dann an den langen Halmen entlangschmiert.

    Das ist aktuell definitiv der Fall. Da schmiert nix (ausser ich übertreibe wieder mit allerlei Leckerlies aber das habe ich zwischenzeitlich gecheckt).

    In der Tüte mit leichtem Druck verformbar, etwa, wie Leberwurst oder Frischkäse.

    Passt. Genau so ist es - denke somit okay.

    Zu hart ist er, wenn Hund da wirklich drücken muss, wenn das Kacken unentspannt, angestrengt aussieht.

    Das ist nicht der Fall.


    Diese Hinweise/Vergleiche helfen mir sehr weiter. Danke! :hugging_face:

    Zu dem Futter kann ich nicht wirklich was sagen, aber du sagtest ja, dass die Kotfestigkeit bei allen drei Futtern gleich war.

    Stimmt - hätte ich selbst merken müssen. Vermutlich ein guter Hinweis, dass das eben normal ist. Sonst hätte es da vermutlich in der Festigkeit Unterschiede geben müssen.

    Oder mag sie Apfel vielleicht sogar einfach so?

    Noch nie ausprobiert. Werde ich am Nachmittag direkt einkaufen gehen. :winking_face:

    dann braucht sie dringend Gras. Sie ist dann hektisch, aufgeregt und schlingt es

    Bei ihr keine Hektik - das war aber auch nicht der Fall, als sie sich übergeben wollte. Sie machte dabei aber einen deutlich niedergeschlageneren Eindruck und schaute mich dabei mitleiderregend an.

    Trinkt sie ausreichend?

    Ich würde behaupten ja. Sie trinkt mehr, als ich als nicht-Hundehalter gedacht hätte. Der 900ml Napf fülle ich mehrmals täglich nach (auch wenn er nicht leer ist), aber ich höre sie regelmässig Wasser trinken.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Probier mal deinem Hund Obst anzubieten. Manche lieben das. Meiner frisst alles, über Banane, Apfel, Beeren, Melone ... alles.

  • Also Aprikose fand sie direkt lecker. Apfel wurde erst abgeleckt, dann ignoriert. Beim zweiten Versuch darauf rumgekaut und wieder ausgespuckt. Erst im dritten Anlauf mochte sie Apfel trotzdem noch. Machte für mich den Eindruck, dass sie Apfel bisher noch nicht kannte oder halt andere Sorten.


    Ich werde ihr gelegentlich mal ein Stück ins Futter raffeln. :smiling_face:

  • Du kannst mal versuchen, zum Futter ein paar Pellets Olewo-Möhren hinzuzugeben. Die Möhren nehmen Feuchtigkeit auf und behalten sie, was heißt, dass sie bei Durchfall kotfestigend und bei zu hartem Kot "auffluffend" wirken. Natürlich wird der Kot dadurch auch etwas voluminöser, daher sparsam rantasten.


    Olewos sind immer gut zuhause zu haben, eigentlich, und enorm ergiebig. :)

    Olewo Pellets habe ich auch immer zu Hause. Hat uns schon oft geholfen. Ich nehm das hauptsächlich für Durchfall. Und man braucht wirklich unheimlich wenig.


    So wie es sich anhört scheint ja doch alles gut zu sein.


    Für zu festen Kot würde ich gerne noch eingeweichte Flohsamenschalen in den Raum werfen.

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