Kann nur manchmal gut alleinebleiben / Relaxopet?

  • Guten Tag


    Ich habe eine Mini Labradoodle Hündin, Tara, sie ist fast 16Mt jung. Leider hat sie etwas ein Problem mit dem Alleinedaheimsein.


    Das Alleinsein stand schon von Anfang an auf unserer Hunde-Lehrstunde weil ich wusste, wie wichtig das ist. Also habe ich früh begonnen zu üben. Tara hatte Anfangs mehr Schwierigkeiten als gedacht, also bin ich sehr systematisch und vor allem im Sekundentakt kleinschrittig vorgegangen. Also wirklich über etwa 1 Jahr 3-4 Mal pro Woche langsam und ruhig geübt. Es gab vor allem Anfangs immer wieder kleinere Rückschritte, nun haben wir aber etwa seit einem halben Jahr ein sehr gutes für Tara passendes Konzept / Ritual entwickelt, mit konditionierter Entspannungs-CD und ich habe sehr langsam trainiert. Ich gehe erst raus, wenn sie schon auf ihrem Platz döst, ihre Musik ist an und dann schläft sie meist sofort auf einem getragenen Shirt von mir ein. Ich filme sie immer und 9 von 10 Mal sind es superlangweilige Filme eines pennenden Hundes. Ich dachte, jetzt kann ich das Filmen seinlassen, bis vorgestern.

    Vorgestern hatte sie sie irgendwie einen generell aufgekratzten Tag, der Morgenspaziergang war wohl etwas aufwühlend für sie (schlechte Hundebegegnung). Sie war dann den Rest des Tages anhänglicher als sonst. Ich ging aber wie normal Abends nochmal 1h Gassi und wollte sie dann mit unserem Ritual alleinelassen. War 1h weg. Ich glaube, es gab so nach 25 min 5min laute Geräusche im Flur (hört man auf dem Film) und danach fand Tara keine Ruhe mehr. Lief auf und ab und auf und ab und wirkt danach sehr unruhig auf dem Video.

    Als ich gestern wieder gehen wollte, hat sie sogar gejault nach nur 1 min draussen, hab sie noch gehört im Flur und hab sie dann auch nicht alleine gelassen, bin also wieder rein.

    Warum klappt es in den meisten Fällen super und sie schläft tief und fest und dann plötzlich nicht mehr? Wann kann ich endlich davon ausgehen, dass sie es verlässlich kann? Sie muss übrigens nicht sehr lange alleinesein, wir haben maximal 2-2.5 trainiert. Ist es schlimm, dass sie ab und zu nicht gut Alleinsein kann und warum ist das so?


    Habt ihr noch Geheimtipps? Ich lese viel von Relaxopet, ist das wirksam, hat jemand Erfahrungen? Oder ist es nur Musik? Das mit diesen Schallwellen verstehe ich nicht, klingt toll, aber ist halt sauteuer

    Danke :hugging_face:

  • Ganz einfach weil es nicht an trennungsangst liegt sondern pure Frustration


    Als ich gestern wieder gehen wollte, hat sie sogar gejault nach nur 1 min draussen, hab sie noch gehört im Flur und hab sie dann auch nicht alleine gelassen, bin also wieder rein.

    Ich würde es an deiner Stelle durchziehen .


    Du sagst sie konnte bereits schlafen als du weg warst

    Das heißt sie kann entspannen


    Hunde mit trennungsangst können NIE NIE entspannen wenn der Halter geht


    Die hatte in dem Moment als du raus bist kein Bock drauf alleine zu bleiben

  • Sie war dann den Rest des Tages anhänglicher als sonst.

    Heißt, sie läuft Dir nach? Wie reagierst Du denn darauf?


    Wie ist generell das Zusammensein geregelt? Gibt es da Regeln? Welche?

  • Ich lese viel von Relaxopet, ist das wirksam, hat jemand Erfahrungen? Oder ist es nur Musik? Das mit diesen Schallwellen verstehe ich nicht, klingt toll, aber ist halt sauteuer

    Ich glaube nicht, dass das über den Effekt von einem konditionierten Entspannungssignal hinaus wirkt.

  • Danke, ich glaub dann spare ich mir das Relaxoding. Das ist so teuer.


    Ja, vorgestern war sie etwas gar anhänglich, lief mir nach und suchte meine Nähe. Ich hab es nicht gross beachtet und einfach meinen Alltag gelebt. Sie liegt generell gerne in meiner Nähe und ist etwas stark auf mich fixiert, das weiss ich, darum mache ich auch gerne die Türen hinter mir zu wenn ich ins Bad oder so gehe.

    Was meinst du sonst mit Regeln mit Zusammenleben? Klar habe ich Regeln, was für welche meinst du denn genau?


    Jetzt hab ich sie übrigens grad wieder für ne Viertelstunde alleine gelassen, hab extra auch das gefilmt und es funktionierte wieder wie gehabt super.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Jetzt hab ich sie übrigens grad wieder für ne Viertelstunde alleine gelassen, hab extra auch das gefilmt und es funktionierte wieder wie gehabt super.

    Sobald du ihre versuche dich mit „Beschwerde“ zurückzuholen, immer ignorieren wirst, wird sie damit aufhören und immer gut alleine bleiben !


    Du hast immerhin sehr lange und langsam geübt und mit 16 Monaten ist das auch kein Baby mehr, die wird das schon verkraften regelmäßig 2-3h alleine zu sein …

  • Ja, vorgestern war sie etwas gar anhänglich, lief mir nach und suchte meine Nähe. Ich hab es nicht gross beachtet und einfach meinen Alltag gelebt. Sie liegt generell gerne in meiner Nähe und ist etwas stark auf mich fixiert, das weiss ich, darum mache ich auch gerne die Türen hinter mir zu wenn ich ins Bad oder so gehe.

    Diese "Verantwortung" würde ich nicht an Türen übergeben, sondern lieber selbst übernehmen. Das führt meiner Erfahrung nach dazu, dass die Hunde richtig runterkommen können und sich den Verfolgsstress sparen.


    Wenn meine Hunde mich verfolgen, dann ignoriere ich das nicht, sondern es gibt ein klares Feedback, dass ich das nicht möchte. Nicht nur, dass der Hund bei Ignorieren im Regen stehen gelassen wird, hast Du ja durch das Verfolgen auch ein Problem mit Schlafmangel. Und, wenn Du sagst, das ist bei Euch alltägliches Thema, dann zieht sich der Schlafmangel für Euch ja durch den ganzen Alltag. Das ist sehr ungesund für den Hund!


    Ich würde daher Kommandos einführen, die dem Hund sagen, wann Du ihn einlädst an Deiner Seite zu sein und vor allem einführen, wann der Hund weggehen und Dich in Ruhe lassen soll.

  • Okay, also sie mehr aktiv von mir wegschicken? Darf sie denn nicht bei mir liegen? Schlafmangel glaube ich weniger, sie schläft eigentlich den halben Tag und die ganze Nacht. Einfach in meiner Nähe.

    Würdest du sie auf den Platz schicken? Oder einfach weg von mir? Und wie baut man das auf? Ich kann sie nämlich auf den Platz schicken wenn ich auf den Platz deute, aber ich habe nicht so sehr darauf geachtet, dass sie dann da auch lange liegen bleibt. Habe ich vielleicht etwas vernachlässigt.

    Auch weise ich sie manchmal weg von mir wenn sie mir zu sehr nachläuft oder wenn ich zb ein Tablett in der Hand trage, das Wegweisen funktioniert so semi (also sie geht zwei Schritte weg und schaut mich dann von da an).


    Denkst du, das hat auch damit zu tun dass sie vorgestern nicht gut alleine war? Warum ging es denn dann heute wieder?

  • Hunde mit trennungsangst können NIE NIE entspannen wenn der Halter geht

    Das stimmt so nicht. Es gibt Hunde die nur situativ Trennungsängste haben, z.B. wenn bestimmte Rituale nicht eingehalten werden oder ihre Grundbedürfnisse nicht erfüllt sind.

  • Schlafmangel glaube ich weniger, sie schläft eigentlich den halben Tag und die ganze Nacht. Einfach in meiner Nähe.

    Ein Hund, der immer darauf achten muss, dass sein Mensch sich nicht entzieht, schläft leider nicht so entspannt wie er das bräuchte. Du hast geschrieben, dass Tara Dich viel verfolgt hat und dann gab es wieder Probleme mit dem Alleinsein. Das passt gut zusammen.


    Meiner Erfahrung nach haben Hunde, die im Kontakt durch ihre Menschen nicht geregelt werden, eher Probleme mit dem Alleinbleiben.


    Ich übe Wegschicken eigentlich ganz simpel, aber konsequent. Ich kündige über ein Wortkommando an. Dann bedränge ich den Hund körperlich bis er entnervt zum Weggehen dreht. Also Schulter und Kopf wegedrehen um zu gehen. Genau in diesem Augenblick ziehe ich mich dahin zurück, wo ich hergekommen bin. Also setze ich mich wieder dahin, wo ich war oder gehe dahin wo ich stand, als es anfing. Will der Hund sofort wieder nachlatschen, wenn ich den Druck wegnehme, bedränge ich ihn sofort wieder bis er dreht etc ... das ziehe ich konsquent durch bis der Hund schnallt, dass ich ihm so lange auf den Sack gehe bis er wirklich geht und wegbleibt.


    Meine Hunde können gar kein Schicken auf einen konkreten Platz. Ich benutze tatsächlich lieber das Wegschicken, weil das nicht ortsgebunden ist. Außerdem benutze ich das auch für anderen Auslöser. (Essbares, andere Hunde, andere Menschen etc ...)


    Hier mal ein Video wie das aussieht. Meine Hündin guckt vorher schon so komisch, weil ich das Handy auf sie halte. Sie findet es etwas komisch gefilmt zu werden.


    [Externes Medium: https://youtu.be/0eS3u1YdonI]


    Noch mal der gleiche Hund in anderer Situation:


    [Externes Medium: https://youtu.be/h9hXQuENY-k]


    Wegschicken draußen beim Gassi


    [Externes Medium: https://youtu.be/oY6u4iiTvP0]


    Hier der Spitz einer Bekannten, den ich für ein paar Wochen in Pflege hatte. Ich habe ihm das gerade erst beigebracht. Meine Bekannte etabliert solche Regeln leider nicht. (Er verbellt bei ihr draußen auch andere Menschen etc., was er bei mir nicht macht. Er fühlt sich nicht sicher mit ihr.)


    [Externes Medium: https://youtu.be/ALLTTOZHlgg]

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