Hund bellt am Esstisch

  • Hallo zusammen,


    wir haben eine 10 Jahre alte Dackel-Mix-Hündin seit ein paar Wochen. Ich hatte schonmal von ihr geschrieben, dabei ging es um "bocken" beim Gassi gehen. Inzwischen wurden die Probleme eher mehr, eigentlich hätten wir gestern den ersten Termin bei einer Trainerin gehabt, diese hat uns aber leider abgesagt und wir haben noch keinen neuen Termin gehabt. Was zur Zeit besonders akut ist: sie bellt, wenn wir essen. Das ist wirklich kaum auszuhalten und irgendwie müssen wir das überstehen bis die Trainerin kommt. Deshalb hoffe ich, ihr könnt uns vielleicht sagen, wie wir das handlen können ohne es schlimmer zu machen.

    Die Situation ist folgende: Die 4 ersten Wochen war das Thema kein Problem, vor 1-2 Wochen hat sie damit angefangen. Wenn wir uns an den Tisch setzen und essen, stellt sie sich an den Tisch, bellt ohrenbetäubend laut und springt hoch. Sie hat nie etwas vom Tisch bekommen. Was wir bisher versucht haben:

    - Deutliches "nein", aber sie kennt das Wort halt noch nicht und es stachelt sie nur mehr an

    - Ignorieren: sie bellt 15 Minuten durch

    - Im selben Raum am anderen Ende anbinden: sie bellt von dort

    - Im Raum nebenan anbinden: sie ist total gestresst, bellt und winselt


    Wir müssen nun halt leider mehrmals am Tag essen. Was sollen wir tun? Danke für eure Ideen!

    • Neu

    Hi


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    • Ohne es zu sehen ist es sicher schwer was zu raten.

      Ignoriert ihr sie wirklich? Schaut sie keiner an?

      Macht ihr Deckentraining?

      Bellt sie sofort oder gibt es eine ruhige Phase die man loben könnte?

      Schon mal an der Leine direkt neben dir abgelegt und belohnt wenn sie ruhig ist?

    • bleibt sie denn ohne Anbinden gar nicht in einem anderen Raum?


      Wann bekommt sie denn ihr Fressen? Wenn man es ganz easy haben will gebt ihr ihr Fressen wenn ihr esst und wenn sie fertig ist dann ist eben gut. Sollte sie Theater machen.


      Übrigens muss man kein Nein üben. Klar ist es schön wenn der Hund gelernt hat dass ein nettes geflötetes nein ein Abbruch ist aber man kann durchaus auch einfach mal deutlich sagen wenn man etwas extrem beschissen findet. Da darf man auch mal verbal und körpersprachlich etwas unsanfter werden aber nachdem das jetzt schon 2 Wochen so geht und die Dame euch schon gut kennt, wird sie euch das eh nicht abnehmen.

    • Bis die Trainerin da war, um das Bellen einzuordnen (steht sie für einmal nicht im Mittelpunkt? Bettelt sie?) würde ich probieren, sie bereits bevor ihr esst, abzulenken. Eine Leckmatte mit tiefgekühltem, Naturjoghurt, ein Kaffeeholz oder eine Rinderhaut, Kaurolle oder so... Im Alltag in Minischritten Impulskontrolle und Respektieren der Individualdistanz, resp. Wegschicken trainieren.

    • wir haben eine 10 Jahre alte Dackel-Mix-Hündin seit ein paar Wochen.

      Erstmal, ich finde es super, dass ihr so eine ältere Hündin aufgenommen habt. Aber dass die natürlich "Altlasten" hat, ist ja auch logisch. Und naja, ich denke es sollte euch klar sein, dass ihr Geduld braucht.


      Was wisst ihr über ihr früheres Leben?

      • Neu

      Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

      Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


      Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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      Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


    • Danke für eure Antworten!

      Wir werden es jetzt so machen, dass sie ihren Kong bekommt bevor wir essen. Hoffe das ist spannender. Gleichzeitig fangen wir mit Deckentraining an, im Idealfall könnten wir sie dann auf ihrem Platz schicken, bevor wir essen.


      Von alleine bleibt sie bisher noch nicht (lange) an einem Ort, deshalb das Anbinden.

      Ihr Futter bekommt sie vor uns. Direkt danach ist sie aber noch aufgedrehter. sie hat auch ihr Futter in 2 Minuten weg, also mit gleichzeitig essen ist da nichts.

    • Huhu =)


      ich würde mir da die klassische Konditionierung zu nutzen machen. Hunde sind ja Opportunisten und führen das Verhalten aus, das sich am meisten für sie lohnt. Vielleicht hat euer Hund bei den Vorbesitzer*innen Essen vom Tisch bekommen und hat deshalb hat diese Strategie entwickelt "bellen = Essen vom Tisch".


      Im Prinzip ist aber auch egal, woher sie dieses Verhalten hat, weil es an der Herangehensweise nicht viel ändert. Ich würde mir überlegen, was ihr von dem Hund wollt, sobald ihr am Tisch sitzt und das dann konditionieren.


      Als Beispiel:


      Du legst eine Decke o.Ä. in die Nähe vom Tisch. Dann bringst du den Hund auf die Decke, dort gibt es einen Keks. Du setzt dich an den Tisch (ruhig erstmal ohne Essen, dann ist es etwas leichter für den Hund) und wirfst dem Hund einen Keks auf die Decke. Solange du am Tisch sitzt, wirfst du dem Hund immer wieder Kekse auf die Decke, sodass auf lange Sicht verknüpft wird (sobald mein Mensch am Tisch sitzt gibt es Kekse dafür, wenn ich leise auf meiner Decke bin). Das würde ich mehrmals am Tag so für 5 min machen.

      Da ihr das ja aber nicht erstmal langsam aufbauen könnt, sondern trotzdem weiterhin essen müsst :lol:, würde ich dem Hund in denen Momenten in denen ihr am Tisch sitzt und esst eine tolle Futterbeschäftigung auf der Decke geben. Also entweder was zum Kauen, wo er lange beschäftigt ist, einen eingefrorenen Kong, eingefrorene Schleckmatte o.Ä.


      Wenn ihr das konsequent durchzieht, dann sollte der Hund bald merken, dass er mit ruhig auf der Decke liegen mehr Erfolg (also Kekse) hat, als mit bellen und rumlaufen.


      Ignorieren oder ein scharfes "nein" finde ich unglücklich, weil es dem Hund ja keine Handlungsalternative aufzeigt. Es ist immer leichter den Hund "an die Hand zu nehmen" und ihm kleinschritiig zu zeigen, was ihr stattdessen von ihm erwartet , als "nein" zu sagen aber dann keine weiteren Anweisungen zu geben.


      Was zusätzlich gut ist: wenn ihr das so aufbaut, kann man die Decke auch später mal gut für entspannte Cafebesuche nutzen. =)

    • Prinzipiell gebe ich dir recht. Allerdings würde ich das Deckentraining oder Tischtrainung nicht mit permanenter Leckerliegabe verknüpfen.

      Der Hund und soll ja lernen am Tisch entspannt dabei zu sein. Wenn man ihm permanent Leckerlies zuwirft, wird er in einer dauernden Erwartungshaltung dasitzen.

      Also ausserhalb der Essenszeiten üben, ruhig und entspannt neben dem Tisch, oder auf einer Decke gibt einen Keks.


      Aktuell zum Essen würde ich tatsächlich auch eine längere Kaubeschäftigung reichen.... Hält ja sonst keiner aus :lepra:

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