Hilfe gesucht: Tod des Rudelpartners verarbeiten

  • Hallo zusammen


    Es fällt mir schwer, zu beschreiben, was genau mein Anliegen ist.


    Schaf, der Papa von Lämmchen, ist letzte Woche verstorben. Zwei Tage nach unserem Umzug ins neue Zuhause. Es nimmt sie (genauso wie mich) mit, dass er nicht mehr da ist, und vielleicht habt ihr Tipps, wie ich ihr helfen kann.


    Vielleicht als Vorabinfo: sie war noch nie ohne ihn. Er war 14 Jahre an meine Seite, sie ist vor über vier Jahren dazu gestoßen.


    Die beiden liebten sich innig.

    Nun kommt sie nicht mehr zur Ruhe. Sie folgt uns auf Schritt und Tritt und schläft tagsüber kaum noch. Nachts nur an meine Seite gepresst. Sie schubbert sich seit einigen Tagen vermehrt (Flöhe nicht zu sehen, Schutzmittel habe ich drauf gemacht. Die ersten Tage haben wir lange Spaziergänge über die Felder gemacht, mir tat das gut, ihr auch. Seit zwei Tagen nun starrt sie draußen nur noch ängstlich in den Himmel und will eigentlich gar nicht mehr raus. Aber das ist nicht das Hauptproblem, eher eine Randnotiz.


    Kann ich sie irgendwie unterstützen, sich nicht einsam zu fühlen? Tagsüber etwas zu schlafen? Die Trauer des Verlusts zu bewältigen? Wir arbeiten im Home-Office und eigentlich könnte sie sich entspannten, wenn sie nur könnte.. Habt ihr ähnliches bei trauernden Hunden erlebt? Kann ich ihr irgendwie helfen? Ich versuche, ihr Halt zu geben, auch wenn es mir natürlich schlecht geht und ich nicht alles verdecken kann. Sie ist sehr feinfühlig und sensibel.


    Tut mir leid, wenn mein Beitrag etwas wirr ist. Ich weiß einfach gerade nicht weiter. Über Tipps wäre ich sehr dankbar.

  • Schlaemmchen

    Hat den Titel des Themas von „Tod des Rudelpartners“ zu „Hilfe gesucht: Tod des Rudelpartners verarbeiten“ geändert.
  • Lass Dich mal :streichel:


    Die Notfalltropfen von den Bachblüten fallen mir da ein.

    Bei so starker Trauer auch Ignatia in der D 200.


    Du musst nicht alles verdecken, einfach da sein, so wie Du das schon machst.

    Manche Tiere trauern sehr stark und das muss auch sein dürfen. Genau wie bei uns.

  • Vielleicht noch eine Anschlussfrage:

    Er wurde in der Tierklinik erlöst. Sie hat seine schlimme Nacht, aber nicht seinen Tod mitbekommen. Am Freitag holen wir Schafs Asche ab. Glaubt ihr, es würde ihr helfen zum Abschied nehmen, daran durch den Karton zu riechen? Ist sein Geruch nach der Verbrennung überhaupt noch erkennbar? Oder sind das nur Hirngespinste von mir?


    Es klingt so falsch, das so zu schreiben, aber man liest eben manchmal, dass der Geruch hilft, um den Tod des Rudelmitglieds zu registrieren. Nur.. in Form von Asche? Oder hat sie es an mir und meiner Kleidung längst gerochen nach der Rückkehr aus der Klinik?

  • Ich rufe mal mogambi, sie hat ihren Rüden vor nicht allzu langer Zeit auch erlösen müssen und ihre verbliebene Hündin trauert auch ziemlich stark. Vielleicht hat sie einen Tipp o. Ä. für dich.


    Und weil ich sonst nix dazu sagen kann: :streichel:

  • Erstmal :streichel:


    Ich musste am Wochenende unseren Kater einschläfern lassen. Meine Hündin hat ein paar Tage wirklich spürbar getrauert, bei einem hündischen Partner über 4 Jahren mag ich mir das gar nicht vorstellen.


    Ich glaube sie wusste was los ist, wir sind ja mit Kater weg und kamen ohne heim.


    Würde auf jeden Fall Zeit und Raum für Trauer lassen, auch erstmal Ruhe und Rückzug akzeptieren. Frisst sie ausreichend? Denke das ist wir bei uns, manchmal kommt Trauer in Wellen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich drück Dich mal :streichel:


    Vor etwas mehr als 1 Jahr mussten wir unseren fast 16 jährigen Rüden Atti gehen lassen und Faro kannte kein Leben ohne ihn, bzw als Einzelhund.

    Er war dabei, als Atti eingeschläfert wurde, durfte sich von ihm verabschieden, in dem die TÄ den Tisch herunter fuhr und Faro leckte dem toten Atti über die Nase.....es war grausam.

    Auf der Fahrt zum "Beerdigungsinstitut" wollte Faro unbedingt hinten bei Atti liegen.

    Zu Hause hat Faro dann sehr getrauert, lief wie ein geprügelter Hund hinter uns her. Wir lenkten ihn viel ab und ließen ihn draußen apportieren, im Haus schmusten wir viel mit ihm und ich hatte den Eindruck, das tat ihm gut


    Als mein Mann vor 3 Jahren starb, trauerten die Hunde auch sehr, sie suchten ihn überall und kamen schlecht zur Ruhe.

    Denke , die Tiere brauchen eine Zeit, um sich daran zu gewöhnen, dass ein Partner nicht mehr da ist :(

  • Fressen ist glückerweise kein Thema. Eher Schlaf und Ruhe. Ruhe und Rückzug würde ich mir sehr wünschen (bzw Rückzug akzeptieren, Ruhe wünschen..).

    Sie ist im Gegenteil total aufgeputscht und kann dann abends kaum die Augen offen halten. Tut mir leid auch für deinen Verlust < 3


    Danke euch allen für eure Rückmeldungen. Vielleicht Versuche ich tatsächlich, sie einfach Mal homöopathisch zu unterstützen (und mir ein auch einige gönnen :(

  • Lässt sie sich irgendwie begrenzen? Also festhalten oder mit dir in einen Raum „sperren“? Anleinen? Vielleicht hilft das zum runterkommen. Anleiten zur Selbsthilfe, wenn du so willst.


    Ich würde dann auch ein paar Tage mal nur Garten zum Lösen akzeptieren. Es bringt ja nichts, wenn sie nicht will.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diese Zeit. :streichel:

  • Lässt sie sich irgendwie begrenzen? Also festhalten oder mit dir in einen Raum „sperren“? Anleinen? Vielleicht hilft das zum runterkommen. Anleiten zur Selbsthilfe, wenn du so willst.


    Ich würde dann auch ein paar Tage mal nur Garten zum Lösen akzeptieren. Es bringt ja nichts, wenn sie nicht will.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diese Zeit. :streichel:

    Ich weiß, was du meinst.. aktuell kämpft ganz fies in meinem Kopf "du hast ihr Ruhe zu schlecht beigebracht, du musst ihr Hilfe zur Selbsthilfe geben, sie muss zur Ruhe kommen" mit "ich will nie wieder in "bösem Tonfall mit ihr reden, lass ihr gerade alle Freiheiten, die sie will..".


    Sicherlich wird sich das wieder einpendeln, aktuell tut es mir schon verdammt weh, sie nicht nach Essen betteln zu lassen, weil ich dann wie immer schön streng den Befehl geben muss.. (die beiden durften NIE betteln!) Ich weiß aktuell einfach nicht, wie viel ich an Erziehung geben kann, ohne sie und mir wehzutun. Alle Rahmen verschwimmen momentan, wenn man es so nimmt.. ich will sie nicht alleine lassen, aber wir müssen hier eben auch zB renovieren, so schwer es gerade alles fällt :crying_face: einerseits will ich sie nicht einsperren gerade und eigentlich keine Sekunde alleine lassen, weil es ihr nicht gut dabei geht, anderseits darf sie nicht zwischen Lack und Tapete im Zimmer rennen.. ich hoffe, du verstehst, was ich meinte

  • Ich verstehe es total.


    Mach dir nicht zu viel Druck, falls es irgendwie geht. Lass die Renovierung ein paar Tage ruhen, falls es geht und du das brauchst. Und lass die Erziehung sein, wenn es sich falsch anfühlt.


    Gönn euch allen eine Auszeit. So ein Verlust muss verarbeitet werden, das braucht. Manche (wie ich) müssen sich ablenken und aktiv sein. Andere brauchen eher Ruhe, um nachzuspüren und zu trauern.


    Tu, was sich für dich richtig anfühlt.

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