Aussie, 12 Monate "höflichen" Hundekontakt beibringen?

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    Hi ihr Lieben,


    was kann ich tun, um einen Rüden, 12 Monate, Aussie, beizubringen, "höflich" mit anderen Hunden umzugehen? Meine (WSS 3.5 Jahre) wurde bei den ersten beiden Versuchen der Kontaktaufnahme im Freilauf sehr rüpelig behandelt. Er hütet leider (Fersen zwicken, mit Kopf unter den Körper und nach oben rammen) und scheint auf ihre Signale überhaupt nicht einzugehen. Sieht sie anscheinend nur als Beute. Die meisten Kontakte hatte er zuvor nur im Freilauf in der Hundeschule. (Vor dem Freilauf sind wir zunächst unabhängig an der Leine gelaufen und haben kontrolliert freigegeben.)


    Wir kennen uns nun schon ein paar Monate und haben nach den Freilaufversuchen nur noch gemeinsam, jeder Hund an der Leine, ohne Kontakt geübt.


    Er soll vielleicht Mal ein paar Tage bei uns bleiben, aber dazu müsste ich es irgendwie hinkriegen, dass sich die beiden miteinander verstehen. Meine WSS ist grundsätzlich an der Kontaktaufnahme interessiert, aber er ist ihr definitiv zu grob und sie sucht dann auch Schutz/ Distanz vor ihm. Sie selbst fiddelt sehr viel, um sein Verhalten aufzubrechen aber verstärkt es dadurch auch noch, weil sie auch eher eine Hibbeltante ist :xface: . Ich weiß, dass solche Kontakte immer vom Menschen mit gemanaged werden müssen aber WIE?


    Krieg ich das irgendwie hin? Habt ihr Ideen?

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  • gibt es keine Möglichkeit, dass er lernt "normal" mit ihr umzugehen?

    Definiere "normal".



    Mir ist schon klar, was Du meinst!

    Der Hund hat halt was anderes gelernt, und empfindet genau das als "normal".

    Da er nur Gast ist, würde ich da nicht großartig "umerziehen" wollen, sondern tatsächlich dem klar machen, daß Dein eigener Hund in Ruhe gelassen werden soll.

    Am besten noch mit einem BASTA! am Ende.

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  • Ich habe das "normal" bewusst in Anführungszeichen gesetzt, aber hätte das konkretisieren sollen, das stimmt. Damit definiere ich für mich ich eine hündische Kommunikation beider Seiten mit Signalaustausch und gegenseitiger Signalwahrnehmung, respektvollen Umgang mit Distanz/Nähe usw. :-)


    Die Besitzer konnten nix dafür und hatten Vertrauen in die Hundeschule, in der sie waren. Ich weiß nicht, was genau dort passiert ist, aber es war wohl Erzählungen nach das klassische Gebollere. Er sei wohl von den Trainern regelmäßig rausgenommen worden, aber gebracht hat es wohl nix, leider.


    Ich würde den Besitzern gerne helfen, denn wir arbeiten wie gesagt schon länger miteinander und trainieren regelmäßig.


    Habe eure Beiträge schon regelmäßig verfolgt und auch schon vieles davon für mich persönlich von DF angenommen. Danke dafür - weil die Antworten jetzt doch Recht pauschal und kurz waren:


    Keine Chance, das Verhalten umzuformen?? Er ist doch erst 12 Monate alt und hat doch noch sein ganzes Leben vor sich??

  • Keine Chance, das Verhalten umzuformen?? Er ist doch erst 12 Monate alt und hat doch noch sein ganzes Leben vor sich??

    Ich glaube WIE die Hunde mit anderen Hunden umgehen, das wird sehr früh gefestigt und lässt sich nicht "umformen". Man kann dem Hund höchstens Alternativverhalten beibringen, dass er zeigen kann, anstatt so rumzubollern. Das wird aber niemals so, als hätte er im Welpenalter gelernt, anderes auf die Signale anderer Hunde zu reagieren.


    Korrigiert mich bitte, falls ich da falsch liege.

  • Man müsste üben, dass man den Kontakt steuern kann. (Den Hund vom anderen wegnehmen und anleinen, ist ja kein steuern, sondern Vermeidung.) Dafür braucht es aber einiges an verünftigem Training vorher, jemandem, der sieht was noch okay ist was nicht etc ... dann kommt dazu, dass Aussies eh eine hohe Neigung dazu mitbringen mit anderen Hunden eben nicht distanziert und höflich umzugehen. Selbst, bei pingeligem Training, muss man die meistens dauerbetreuen im Umgang, weil sie eine hohe Neigung haben den anderen Hund für das Ausleben ihrer Instinkte zu missbrauchen. Ich würde dem daher beibringen, dass er den Dunstkreis des anderen Hundes nicht zu betreten hat, egal, ob eine Leine dran ist oder nicht. Dafür muss man aber natürlich erst Mal üben, dass der Hund ein Kommando dafür beherrscht, was mit anderen Auslösern aus dem Effeff funktioniert.

  • Aus meiner Sicht sind da die Besitzer gefragt. Sie müssen dem Aussi signalisieren, dass so ein Verhalten nicht in Ordnung ist.


    Du sagst, er hütet deine Hündin? Ich frage mich, ob das nicht eher ein respektloses Spiel ist. Zeigt er auch tatsächliches Beuteverhalten? Sie jagen, packen wollen? Oder ist er einfach nur ein Knallkopp, der unempathisch zu anderen Hunden ist und deshalb die Signale nicht richtig deuten kann?


    So oder so, das Verhalten zu modifizieren ist Aufgabe der Halter. Ich glaube, an deiner Stelle würde ich vor einer eindeutigen Besserung nicht den Hund als Gast aufnehmen, oder wenn, dann nur im Alltag getrennt.

  • Hm,

    ehrlich gesagt, erlebe ich so einige Aussies genau so, wie Du den da oben beschreibst.

    Und die brauchen echt immer wieder einen, der da nicht nur drauf schaut, sondern auch noch am Ball bleibt, und dies immer wieder klar macht.


    Sobald man sein Augenmerk auf was anderes richtet, macht der Hund wieder genau das, was er eigentlich nicht soll - und dann fängt man wieder "von vorne" mit dem Üben an, obwohl es eigentlich noch gar nicht mal damit aufgehört hat.

    Dieses Verhalten komplett rauszubekommen, das ist wirklich ordentlich Arbeit. Weil jeder noch so winzige "Teilerfolg" das bisherige Training wieder "zunichte" machen kann.

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