Erfahrungen mit Schilddrüsenunterfunktion

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    Hallo,


    hat jemand von euch Erfahrungen mit Schilddrüsenunterfunktion?

    Kurz zu meinem Hund. Er ist fast 6 Jahre alt und ein kastrierter Bolonkarüde. Es besteht die Möglichkeit, dass er daran leidet.

    Das Blutbild von 2017 ergab, dass T4 bei 1,1 lag. Bei dem Labor ist der Normwert 1,0-4,7.

    Das Blutbild von Anfang 2021 ergab, dass T4 bei 1,6 liegt, also minimal höher.

    Er hat schon seit der Pubertät mit eventuell Allergiebedingten und wiederkehrenden Ohrenentzündungen zu kämpfen. Selbst mit Ausschlussdiäten seit mehreren Jahren, gab es nur wenig Verbesserung.

    unsere TA wollte keine weiteren Schilddrüsenwerte checken lassen, da es im Normbereich liegt. Wir sollen aber alle halbe Jahr den T4 Wert kontrollieren lassen. Das wäre im Juni/Juli dann wieder so weit.


    Habt ihr schon Erfahrungen mit dem Thema?

    Würdet ihr eine Zweitmeinung holen?

    Würdet ihr die TA „zwingen“ auch den TSH wert kontrollieren zu lassen?

    Hat schon jemand Erfahrung mit der „versteckten“ Schilddrüsenunterfunktion?


    Es passt einfach von seinen Problemen total…

  • Schau mal, ob du da einen anderen TA findest. Grundsätzlich sollte ein TA schon auf die Wünsche seiner Kunden eingehen, für ein komplettes SD-Profil (was zur Diagnose unerlässlich ist) bietet Laboklin unter der Nummer 2086 die entsprechenden Parameter an. Vielleicht kannst du die TÄ ja überreden, Blut abzunehmen und zu Laboklin zur US zu schicken.


    Bei Facebook gibt es eine gute Gruppe "Schilddrüse und Verhalten beim Hund", da kriegst du auch Interpretationshilfe und TA-Adressen. Normale Haus-TA sind mit der Problematik häufig "leicht" überfordert.

    Der T4 ist schon recht niedrig - nur der TSH dazu reicht aber nicht. SDU ist eine komplexe Geschichte, da muss man viel mehr anschauen - die Frage bei SDU ist manchmal die nach der Henne und dem Ei: drücken verborgene Erkrankungen die SD-Werte oder werden solche durch eine angeschlagene SD verursacht........ Und da braucht es schon einen TA der zumindest willig ist, sich mit dieser umfangreichen Themathik auseinanderzusetzen.


    Ich drück dir mal die Daumen! Mein Monsterle hat eine recht massive SDU, als ich die SD vor 9Jahren mal richtig untersuchen lassen wollte musste ich einen TÄ-Marathon erster Klasse hinlegen. Die genannte FB-Gruppe hat mir und meinem Hüterich den A*** gerettet, dort fand ich Unterstützung und Anlaufstellen.

  • An deiner Stelle würde ich da tatsächlich nochmal genauer nachforschen und alle acht SD Werte testen lassen. Der T4 an sich kann so nämlich schon auffällig sein. Eventuell kriegst du dein eigenen Tierarzt dazu die Werte für dich in Auftrag zugeben. Es gibt allerdings welche, die sich da gerne mal querstellen. Wenn du die Werte hast, ist der Weg zu einem Spezialisten sicher eine gute Wahl. Die kennen sich mit der Problematik aus und können das viel besser einschätzen als ein normaler Tierarzt, die davon oft nicht ausreichend Ahnung bzw. Erfahrung haben. Eventuell hast du ja auch einen Experten in deiner Nähe, dann wäre dort direkt vorbeischauen natürlich das einfachste.


    Bei uns ist die SDU Geschichte gerade sehr aktuell. 2019 wurde bei meiner Hündin auch nur der T4 (und TSH, aber der war und ist unauffällig) überprüft. Damals lag er schon an der unteren Grenze des Normbereichs. Unsere Tierärztin meine auch, dass da nichts wäre. Ende letzten Jahres habe ich dann endlich ein ganzes SD Profil machen lassen, weil ich gelesen habe, dass der niedrige Wert tatsächlich auf eine SD Geschichte hindeuten kann. Stellte sich raus, dass hier tatsächlich eine autoimmune SDU vorliegt, die eine Expertin dann diagnostiziert hat. Im Moment sind wir noch mit der richtigen Einstellung der Medikamente beschäftigt. Wirkliche Symptome einer SDU habe ich in meiner Hündin bis dahin nie gesehen. Wir sind darauf wegen diesem einen T4 Wert gekommen, der damals im Zusammenhang mit anderen Dingen gemacht wurde. Jetzt stellt sich so langsam heraus, dass ihre vorhandene Unsicherheit tatsächlich von ihrer SDU kommen kann und ich bin echt froh, an der Stelle nochmal genauer hingesehen zu haben.

    Die oben genannte Facebook Gruppe kann ich dir auch nur wärmstens ans Herz legen. Für uns war sie auch viel Wert.


    Alles Gute dir und deinem Wuff!

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  • Der T4 sollte im oberen Drittel liegen.

    Du brauchst einen TA der sich damit auskennt, damit der Hund Tabletten bekommen kann.

    Mein Rüde hatte nur einen extrem hohen TSH, der T4 war gut im Reverenzbereich. Er wurde dann testweise mit Tabletten eingestellt und es ging ihm sowohl körperlich als auch seelisch immer besser als die Dosis nach ein paar Monaten endlich gepasst hat.

  • Da ich meinen Hund am Besten kenne und mir einige Dinge komisch vorkamen, bat ich unsere Tierärztin um ein komplettes Schilddrüsenprofil, also nicht nur den einen Wert.


    Sie war zwar nicht meiner Meinung, hat aber alles problemlos testen lassen.


    Schadet ja nix, außerdem bezahle schließlich ich :ka: . Tja, meine vermutete „Diagnose“ stellte sich als richtig heraus und zwar als recht massiv. Sie sagte, ich kann gleich bei ihr anfangen xD .


    Wir haben ein knappes Jahr gebraucht, bis Sunny richtig eingestellt war, denn seine Werte stiegen einfach nicht. Inzwischen bekommt er morgens und abends 600 µg Forthyron und es geht ihm gut damit, die Werte sind nun akzeptabel.


    Höre auf dein Bauchgefühl und lass alle Werte testen ! Im besten Fall ist doch nix, aber dann ist wenigstens diese Problematik ausgeschlossen. Und wenn doch was ist, kann man mit der Behandlung anfangen. Ich drücke dir die Daumen !

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hatten eure Hunde auch Probleme mit wiederkehrenden Ohrenentzündungen? Wurde das bei euch besser? Oder gingen die Ohrenentzündungen sogar komplett weg?

  • Hatten eure Hunde auch Probleme mit wiederkehrenden Ohrenentzündungen? Wurde das bei euch besser? Oder gingen die Ohrenentzündungen sogar komplett weg?

    Ja, bisher 2.

    Wurde mit der Substitution deutlich besser bzw ging ganz weg.

    =)

  • Hatten eure Hunde auch Probleme mit wiederkehrenden Ohrenentzündungen? Wurde das bei euch besser? Oder gingen die Ohrenentzündungen sogar komplett weg?

    Ja, bisher 2.

    Wurde mit der Substitution deutlich besser bzw ging ganz weg.

    =)

    Das gibt uns Hoffnung.

    Er hat fast sein ganzes Leben lang bisher alle 6-12 Wochen Ohrenentzündungen. Zwischendurch gab es Phasen, wo er mehrere Monate keine Ohrenentzündung hatte, aber mittlerweile werden diese wieder stärker bzw. halten länger an.

  • Hatten eure Hunde auch Probleme mit wiederkehrenden Ohrenentzündungen? Wurde das bei euch besser? Oder gingen die Ohrenentzündungen sogar komplett weg?

    Ja, hatte meine Hündin und die gingen komplett weg, genauso wie die permanenten Augenentzündungen und Blasenentzündungen, allerdings hab ich auch nach einem Allergietest anders gefüttert, ich weiß deshalb nicht genau, woran es wirklich lag, bin aber der Meinung, es lag an den SD-Hormonen

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