Unsicherer Hund - wie entspannen?

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    Hallo ihr Lieben ☺️

    Ja wo fange ich an mit meinem ersten Beitrag hier?

    Wir haben vor 1,5 Wochen die kleine Lucy aus Rumänien adoptiert. Sie ist 5 Monate alt und bisher waren wir super happy mit ihrer tollen Entwicklung in so kurzer Zeit heart-eyes-dog-face


    Uns ist auch bewusst, dass man in so kurzer Zeit keine Wunder erwarten kann, dennoch haben wir Angst jetzt so früh schon etwas falsch zu machen und würden uns gerne mal einen Rat holen. Ich habe zwar schon Erfahrung mit Hunden aus dem Tierschutz, hatte aber bisher noch keinen so jungen Hund.


    Lucy ist draußen sehr unsicher und nervös, obwohl sie drinnen ein total aufgeschlossener, munterer und verspielter Hund ist. Andere Menschen, Hunde und jedweder Lärm der Straße sind gruselig. Dann wird geknurrt und sich nicht mehr von der Stelle bewegt. Panisch wird sie dabei jedoch nicht. Sie setzt sich irgendwann hin und beobachtet, ist dann aber kaum ansprechbar und lässt sich auch nicht durch Leckerchen ablenken. Bisher war die einzige Lösung sie dann mal hochzunehmen um sie überhaupt aus der Situation heraus zu bekommen, sonst würden wir vermutlich immer noch dort stehen.


    Gestern bin ich dann mal mit ihr in den Wald gefahren, um zumindest den Faktor Stadtlärm für sie herauszunehmen. Die ersten 200m vom Auto weg waren eine Katastrophe. Danach war sie deutlich souveräner als bei uns im Ort. Ist dann auch brav mit mir an anderen Hunden vorbei. Meint ihr es reicht aus, das so erst einmal zu trainieren und dann irgendwann vorsichtig wieder innerorts zu laufen?


    Hinzu kommt dann noch folgendes: Nachdem sie am ersten Tag mehrere Häufchen in die Wohnung gemacht hat (absolut in Ordnung, sie wusste ja nicht was los ist), hat sie brav immer angezeigt wenn sie raus musste. Wir haben dann draußen auch immer ganz doll gelobt. Im Innenhof hat sie ihr Geschäft auch super zuverlässig und flott erledigt und ist dann immer direkt selbst wieder Richtung Türe gewandert.

    Nun geht mein Partner seit Montag wieder arbeiten und ich erkenne den Hund dahingehend nicht wieder. Sie macht nun plötzlich ohne anzuzeigen, dass sie raus muss ihre Häufchen in die Wohnung. Teilweise auch direkt nachdem man mit ihr draußen war. Darüber hinaus legt sie, sobald er das Haus verlassen hat im Hof genau das gleiche nervöse Verhalten an den Tag, dass sie sonst innerorts auf Gassi Runden zeigt.

    Sie macht sich dann drinnen bemerkbar, geht auch mir raus, setzt sich dann aber nur hin, beobachtet und fängt dann an zur Tür zu ziehen.

    Ich bin mir sicher, dass es daran liegt, dass mein Partner tagsüber plötzlich nicht mehr da ist. Trotzdem weiß ich nicht, was ich tun soll um die Situation für sie angenehmer zu machen und dafür zu sorgen, dass keine Unfälle mehr passieren?


    Was Stubenreinheit angeht bin ich auch leider sehr unerfahren, da wir unsere Hunde bisher aus Pflegestellen hatten. Wir haben uns da an die gängigen Tipps gehalten. Hund beobachten, draußen loben, nicht schimpfen wenn was daneben geht, usw.


    Könnt ihr uns helfen und vielleicht auch ein wenig die Angst nehmen, dass wir was falsch machen und der Hund am Ende draußen nur noch mehr Angst hat?


    Liebe Grüße

    Alina & Lucy

  • Hallo,


    ihr macht nichts falsch :) Das ist im Moment nur einfach sehr viel Veränderung und neuer Input für die kleine Lucy.

    1,5 Wochen sind ja quasi noch gar keine Zeit.

    Ich denke, je gelassener ihr bleibt, desto besser.


    Stubenreinheit kommt nach und nach, und Unfälle passieren in dem Alter ja vielen Junghunden noch.


    Was den geänderten Tagesablauf betrifft, würde ich kein Gewese drum machen und einfach weitermachen wie bisher. Routine hilft ängstlichen Hunden dabei oft ganz gut (also z.B. fixe Futter- und Ruhezeiten etablieren).


    Ich würde erstmal vorrangig da mit ihr gehen, wo sie sich wohlfühlt und einigermaßen entspannt sein kann, also z.B. im Wald. Für die kurzen Pipi-Rausgeh-Aktionen würde ich einfach immer wieder dieselbe, möglichst ruhige Stelle aufsuchen. Damit Lucy auch mal zur Ruhe kommt und nicht unter Daueranspannung steht, weil ihr innerorts dauernd alles zu viel wird.


    Nur Mut :)

    "and into the forest I go, to lose my mind and find my SOUL" (John Muir)

    Liebe Grüße von Lina &

    dem kleinen "Tyrannosaurus" Rex *29.10.2014, Langhaar-Chihuahua sowie Yorkie-Maus Jasmin, *03.12.2014

    Teilzeit-Fellnasen: Juli, *2010, Deutsch-Kurzhaar-Ballkönigin & Luna, *ca 2013, bulgarische Straßenhundprinzessin

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