Welpe - bin hin- und hergerissen

  • Vielen lieben Dank für die tollen Antworten!?


    Zeit, um mit den beiden getrennt spazieren zu gehen ist da. Den Welpen würde ich allerdings die ersten Wochen/ Monate mit den Kindern nicht komplett alleine lassen. Nicht weil ich Angst um ihn hab (die Kids sind superlieb zu allen Tieren) aber Beisshemmung, Hund stubenrein bekommen usw. sind eben nicht die Verantwortung der Kinder.


    Mein Mann ist aber berufsbedingt unter Tags viel Zuhause (Homeoffice und Nachtdienste), da lässt sich das gut planen.


    Die Große bleibt ohne Probleme alleine, die 15 min zu Beginn mit dem Welpen bekomme ich alle 2 h hin und am Abend bei der großen Runde mit Whisky (meist 1,5 - 2 h) ist mein Mann bei den Kindern (und beim Welpen).


    Wir haben etliche Freunde mit sehr gut sozialisiert en und freundlichen älteren und jüngeren, großen und kleinen Hunden die Whisky kennt und mag und mit denen es sehr relaxt ist. Da würde ich dann vermehrt das Gassi gehen (eher Wald und Wiese) mit diesen Hunden gestalten um den Welpen gut mit verschiedensten Hunden bekannt zu machen.


    Aber ich lese von euren Antworten schon heraus, dass meine Ängste nicht unbegründet sind und es zu noch mehr Poblemen kommen könnte.? Danke für die Ehrlichkeit!??


    Aber ihr macht mir auch Mit, dass es gut gehen kann...vielen Dank! ?


    Über einen Rüden haben wir auch schon nachgedacht, aber alles in uns schreit "Hündin"! Whisky ist außerdem nicht kastriert, ebenso wie die Hündinnen in unserer Nachbarschaft.

  • Mit beiden Hunden zusammen mit den „befreundeten“ Hunden (also diejenigen, die Whisky mag oder zumindest neutral findet) ist aus meiner Sicht eine gute Idee! Dann erlebt Junior die ältere Hündin in friedlicher Interaktion und sieht für den Fall, dass sie fremde Hunde anbellt, zumindest dass nicht jede Hindesichtung mit Getöse bekanntgegeben werden muss.


    Hast du Whisky mal in Kontakt zu einem Welpen erlebt? Wie war sie da?


    Noch ein Edit zum Thema Rüde oder Hündin - ich habe zu meiner Großen (ähnliches Alter wie Whisky, auch Huskymix, nur mit was anderem, und kein Fan von fremden Artgenossen) Rüden dazugeholt. Aber das war eher Zufall bei mir - ich hätte auch eine Hündin genommen. Solange sie jünger und ausgewachsen kleiner wäre als Freki (was bei fast jeder Rasse wahrscheinlich wäre bei ihren 65 cm Schulterhöhe), damit sie Frekis Autorität nicht in Frage stellt. Weil Madame den Platz von des Frauchens rechter Hand niemals freiwillig abgeben würde und ich keinen Krieg im Haus will. Aber ich würde dann wahrscheinlich viel managen müssen, Hündinnen untereinander sind nicht immer einfach. Übrigens, meine Husky-Mix-Hündin hat eine Eurasierin als gute Freundin gehabt (gehabt vor Corona... seufz... ewig nicht mehr gesehen), da gab es nie Probleme und die ernste Madame hat sich da sogar zum Spielen herabgelassen! Also rassetechnisch würde das bestimmt gut passen ?

  • Ja, Kontakt zu Welpen hat sie regelmäßig, vom 13 Wochen alten bis zum pubertären Rüpel ??...sie ist mit den ganz kleinen sehr sanft, bedrängt sie nicht, reagiert sofort auf einen Spielabbruch vom Welpen und ignoriert sie auch, wenn erwachsene Hunde da sind, die interessanter erscheinen.


    Bei den wilden Junghunden, vor allem bei Rüden, spielt sie auch mal "Polizei" und erzieht sie, wenn sie zu überdreht sind oder nicht gehorchen. Aber immer im Rahmen und nie mit übertriebener Härte. Ich hab aber den Eindruck, dass sie zu Hündinnen irgendwie behutsamer und mütterlicher ist, vielleicht hängt das aber auch damit zusammen, dass die jungen Rüden die sie kennengelernt hat durch Zufall alles größere Rassen waren als die Hündinnen

  • Ja, Kontakt zu Welpen hat sie regelmäßig, vom 13 Wochen alten bis zum pubertären Rüpel ??...sie ist mit den ganz kleinen sehr sanft, bedrängt sie nicht, reagiert sofort auf einen Spielabbruch vom Welpen und ignoriert sie auch, wenn erwachsene Hunde da sind, die interessanter erscheinen.


    Bei den wilden Junghunden, vor allem bei Rüden, spielt sie auch mal "Polizei" und erzieht sie, wenn sie zu überdreht sind oder nicht gehorchen. Aber immer im Rahmen und nie mit übertriebener Härte. Ich hab aber den Eindruck, dass sie zu Hündinnen irgendwie behutsamer und mütterlicher ist, vielleicht hängt das aber auch damit zusammen, dass die jungen Rüden die sie kennengelernt hat durch Zufall alles größere Rassen waren als die Hündinnen

    Das klingt super gut. Wird ne klasse Tante bzw. Adoptivmama, denke ich - gerade weil sie auch erzieht. Das ist wichtig für den Welpen zum Grenzen lernen, dass sich der Senior - behutsam aber nachdrücklich- gegenüber dem Welpen durchsetzen kann und will.

  • ?das hat unser Trainer auch schon gesagt. Der holt uns manchmal dazu, wenn er einen Junghund hat, der Aussee Rand und Band ist. Eine Gassirunde, eine "Spielrunde" am Hundeplatz und das emeinsame UO-Training klappt danach gleich viel besser.

  • Ja, das sind beides Rüden.


    Aber prinzipiell finde ich, klingt es bei euch ziemlich gut. Klar, ihr müsst managen, Gassigänge getrennt machen (aber das müsstet ihr eh), und gucken, dass die Kleine sich keinen Blödsinn abguckt. Aber das müsstet ihr bei jeder Mehrhundehaltung (mein Hund hat dem inzwischen siebenjährigen "Welpen" meiner Schwiegereltern das penetrante Melden beigebracht, und dass, obwohl da beide schon erwachsen waren und sich nur ein paar mal in der Woche sahen).


    Und ihr kennt ja die Problematik eurer Hündin, deswegen könnt ihr ja gezielt darauf achten, dass Welpi das nicht übernimmt.

  • FrekisSchwester

    ☺️Deine Hunde wären sicher genau die richtigen Bekanntschaften für unsere wilde Hummel.


    Kannst du mir über die Eurasierhündin mehr berichten? Wie sehr stimmen die Charakterbeschreibungen mit der Realität überein? (ja ich weiss, jeder Hund ist ein Individuum aber oft stimmen die Grundparameter einer Rassebeschreibung doch recht gut).


    Schön langsam legen sich bei mir die Ängste. Wenn ich dran denke, dass ich bald so ein kleines Fellhäufchen im Arm hab, wird mir so warm ums Herz, dass ich mir denk, das schaffen wir alles, egal was kommt?. Ich hatte bei den Kids auch jedes Mal die Sorge, dass alles zu viel wird usw. obwohl jedes einzelne geplant war und die Freude drüber groß war.


    Vielleicht weiss ich einfach, dass jedes neue Leben in der Familie eine enorme Verantwortung ist, die mir jedes Mal wieder riesigen Respekt abverlangt. ?

  • Die Eurasierhündin ist total klasse, bei ihr kommt aber sowohl charakterlich als auch optisch stark der Chow Chow durch (hat auch die niedliche blaue Zunge). Sie ist sehr souverän, eher distanziert Fremden gegenüber, ruhig, aber aufmerksam. Frauchen und Herrchen sind für sie ihre Welt, aber sie kann auch super allein bleiben, ohne Theater zu machen. In der Kommunikation mit anderen Hunden ist sie sehr klar und tendenziell eher dominant bis neutral, keinerlei Ängstlichkeit da oder Unsicherheit, aggressiv finde ich sie null, aber sie achtet schon sehr auf gutes Benehmen bei anderen Hunden und gibt auch Kontra wenn es sein muss. Ob Rüde oder Hündin ist ihr egal, solange der andere Hund höflich ist und sie nicht bedrängt. Auch spielen geht dann, wobei sie lieber Renn- und Erkundungsspiele spielt als Raufen oder Spielzeug. Sie ist territorial und bewacht jeweils das Gebiet, das ihr zugeteilt wird - das dann auch recht erbarmungslos und in Eigenregie wie man es bei einem Chow klischeetypiscg erwartet wird. Unterordnung in Anwesenheit von Haltern ist einwandfrei. Die Nachteile bei ihr sind die wenig gegebene Kinderfreundlichkeit (sie duldet Kinder in ihrer Nähe, aber zu nahe kommen dürfen sie ihr nicht, es gab auch schon Schnapper) und der früher vorhandene starke Jagdtrieb - welchen die Halter durch Training soweit unter Kontrolle bekommen haben dass sie in den Freilauf kann und auch 100% abrufbar ist. Im Freilauf wildert sie nun auch nicht und geht Konfrontationen mit Fremden (Hund, Mensch, Wild) aus dem Weg.

  • Klingt alles sehr vernünftig?und vieles so, wie der Eurasier ja auch dargestellt wird.


    Wir haben für uns nun eine Beschreibung erarbeitet, nachdem wir unseren Welpen (hoffentlich mit den Züchtern gemeinsam!) aussuchen:


    Es bleibt trotz allem bei einer Hündin und wir wissen um das Risiko der Unverträglichkeit. Whisky ist geschlechtsneutral verträglich. In der ersten Züchterfamilie gibt's 2 intakte Hündinnen, die sich gut verstehen, in der zweiten 3 intakte Hündinnen, auch in absoluter Harmonie, das zeigt, dass es gut funktionieren kann. Aufmerksam werden wir trotzdem bleiben!!!


    Der Welpe muss "schussfest" und wesensfest sein, auf keinen Fall Anzeichen von Unsicherheit oder Angst zeigen. Bei uns ist es oft laut und wild und wir wollen tendenziell eher einen mutigen, sicheren, vor allem entspannten und neugierigen Welpen, damit er bloß nicht verschreckt und verunsichert ist, das würden wir dem Würmchen nicht zumuten wollen.


    Er soll aber auch nicht überdreht und nervös sein um Whisky mit so einem wilden Vogel nicht zu überfordern. Kurz und gut: wir wollen quasi einen "Yoga-Hund". Bremsen ist aber für uns eher leichter in der Erziehung als anschupsen.


    Liegen wir mit unserer Einschätzung richtig? Worauf sollen wir noch achten? Whisky ist uns sozusagen in die Hände gefallen und war so gar nicht geplant. Ist zum Glück gut gegangen und sie ist der beste Hund der Welt ❤️ aber bei einem Welpen wollen wir nix dem Zufall überlassen und genau darauf achten, dass möglichst alles passt.

  • Wie gesagt, die mir bekannte Eurasierin ist auch mit Hündinnen verträglich. Sogar im eigenen „Territorium“, wenn man sich vorher kennengelernt hat (meine Hündin und die Eurasierin haben sich mal die Bewachung des Zeltplatzes geteilt ?). Ich habe auch nichts über besondere Unverträglichkeit bei dieser Rasse gehört bis jetzt. Eine Freundin von mir hatte vor ihrem jetzigen Hund einen Eurasiermix (Eurasier/Mittelspitz), intakter Rüde, und der war mit allen Hunden verträglich. Sowohl die Eurasierin als auch der Eurasiermix sind/waren wesensfest. Zur Schussfestigkeit kann ich leider nichts sagen, habe keine Gelegenheit gehabt es zu sehen bei der Eurasierin. Normaler Lärm und Trubel macht ihr nichts aus, solange sie nicht mitmachen muss. Es kommt dabei eben auch stark auf Sozialisierung und Management des Zusammenlebens (jetzt nicht im negativen Sinne Management, sondern der alltägliche Umgang) an.

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