Lucy ignoriert "nein" und reagiert mit Knurren auf "Korrektur"

  • Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich dazu noch schreiben soll :ka:

  • Ich finde diese kleinen Antestereien völlig normal für einen fitten und cleveren kleinen Terrier, die sind einfach so. Meine Hündin, ein absolut reizender, sensibler, gefälliger und normalerweise sehr gehorsamer Hund, möchte sogar mit elfeinhalb immer noch regelmäßig mal wissen, ob DIE REGELN wirklich immer noch gelten.


    Das fängt dann damit an ,dass sie mir plötzlich nur noch zögerlich aus dem Weg geht und draußen wüst an der Leine reißt. Ignoriere ich das, läßt sie sich plötzlich nicht mehr vom Bellen am Zaun abrufen, sondern zuckt nur mit dem Ohr und kläfft weiter. Passiert auch da nichts, fängt sie dann wie zufällig an ,mal das eine oder andere Huhn ein bißchen anzujagen...und da hört der Spaß dann auf.


    Insofern kriegt sie, sobald sie mir wieder mal penetrant vor den Füßen rumlungert, erstmal ein deutlich ärgerliches "AB!" zu hören, und dann bestehe ich für eine kurze Zeit sehr penibel darauf ,dass die wenigen Regeln, die es hier gibt, strikt eingehalten werden, und dass sie auf Anordnungen zügig reagiert.


    Das brauche ich nie lange, es endet immer schnell mit einem "gut, dass wir mal darüber gesprochen haben", und dann ist wieder Alltag. Nichts Dramatisches also, aber einen Terrier wirst du wohl nie soweit kriegen ,dass er jede einmal gesetzte Grenze als unverrückbar hinnimmt. Diskutieren tun sie nun mal gern.

  • Auch als es um "Konkurrenzsituationen" ging, war doch nicht von Beissen oder sowas die Rede. Nur dass weiterhin so wenig direkte Interaktion zwischen Kind und Hund stattfinden würde wie jetzt, kann ich mir nicht recht vorstellen.

    Aber warum geht es überhaupt um Konkurrenz-Situationen?

    Du hast mich darauf hingewiesen - ich habe mich für den Hinweis bedankt und geschrieben, dass ich diesbezüglich kein Problem sehe.

    Aber auch nochmal betont, dass Kind und Hund sowieso nicht alleine gelassen werden, was mir ganz grundsätzlich - unabhängig von Spielzeug - einfach wahnsinnig wichtig ist


    Und ich habe weder gesagt, dass es jetzt wenig Interaktion zwischen Kind und Hund gibt - und ich habe auch nicht bestritten, dass es in Zukunft dann wahrscheinlich auch mehr Interaktion geben wird.


    Hatte ich ja auch gestern bereits ausdrücklich geschrieben, dass sich das (bei "das" ging es in Deinem Beitrag, auf den ich mich bezogen habe auf gemeinsame Interaktion mit Kinderspielzeug) ändern kann, wenn unser Kind älter wird:

    Und obwohl ich mehrmals geschrieben habe, dass weder ich noch unser Trainer bezüglich Spielzeug irgendwelche Ressourcen-Probleme sehen, kommt das Thema immer und immer wieder.


    Und dann schreibst Du, wenn es jetzt noch kein Thema ist, dann wird es zum Thema, wenn unser Baby krabbelt.

    Nun - das tut es ja bereits seit 2,5 Monaten.


    Somit wäre doch das Thema beendet :ka:


    Ich verstehe einfach nicht, warum hier ein Problem erdacht wird.

    Der ersten Hinweis dazu - ja, den kann ich verstehen und den finde ich auch völlig in Ordnung und je nach Hundehalter sogar sehr wichtig.

    Aber dann hatte sich doch alles aufgeklärt.

  • Also ich will es auch nicht endlos diskutierten. Bin jetzt auch bisserl angepixxt, das gebe ich unumwunden zu, sonst würde ich nicht mal mehr antworten. Ist eigentlich wie häufig: man macht sich Gedanken über die Probleme anderer HH, interpretiert das (geht ja nicht anders) überlegt sich was dazu und der Gegenüber fühlt sich angegriffen (dass dahinter auch wieder Deine eigenen Interpretationen stecken könnte, kommt Dir offensichtlich nicht in den Sinn).

    Den Vorwurf (dass Du ang*** bist) finde ich etwas unfair - ich hatte Dir doch gestern auch sehr ausführlich geantwortet.

    Und da habe ich Dir doch ganz ausführlich unsere Situation, die Voraussetzungen usw. beschrieben.

    Was hätte ich denn zusätzlich noch machen sollen?


    Und ich habe mir meinen Beitrag (falls Du nochmal nachlesen möchtest - Beitrag #92) nochmal durchgelesen - da ist aus meiner Sicht nichts, über das Du angep*** sein könntest. :ka:


    Und da hatte ich doch ganz klar geschrieben, dass Lucy kein Problem mit der Unterscheidung hat.

    Und im weiteren Verlauf - noch lange vor Deinem heutigen Posting - hatte ich ja zusätzlich geschrieben, dass es sich auch im Training bestätigt hat, dass Lucy sehr genau weiß, was erlaubt ist und was nicht, weil sie im Zwischenschritt "Neins" provoziert hat und da nur und völlig ohne jegliche Verwechslung Kinderspielzeug angestubst hat - obwohl in vielen Fällen ihr eigenen Spielzeug viel näher und leichter erreichbar war.

    Und seit sie nun ihre Belohnung "einfordert", fordert sie diese Belohnung auch nur bei Kinderspielzeug ein - auch da unterläuft ihr kein Fehler.


    Aber das hatte ich ja bereits geschrieben.


    Wenn Du dann trotzdem wieder zum Thema "Lucy kann nicht unterscheiden" (dass es anders für Lucy einfacher wäre usw.) schreibst - wie soll ich dann darauf reagieren?

    Ich war ja nun auch nach diesem Beitrag nicht unhöflich oder so - aber warum sollten wir nun zum 5. Mal durchkauen, ob Lucy nun den Unterschied erkennt oder nicht?

    Bringt doch nichts :ka:


    Und auch in meiner Antwort, die Dich "angep***" hat, habe ich mich doch auch nochmal ausdrücklich für den Hinweis bedankt.



    Und vielleicht hierzu noch:

    Austicken? :ugly:


    Schrieb nicht, Du sollst Dein Leben umstellen oder hättest einen gefährlichen Hund mit ernsthaften Problemen zu Hause :ugly::lepra:


    Du hast doch im Beitrag, auf den ich mich bezogen habe, folgendes geschrieben:

    :???:


    Insoweit, glaube nicht, dass das "nein" als solches verbrannt ist (kannst es nennen, wie Du magst), sondern Dein (Un-) Wille möglicherweise, weil für den Hund nix mehr so wirklich klar ist (Beaucis steigen dann aus ... nehmen Dich nicht mehr für voll, auch nicht mehr für geeignet, die richtigen Entscheidungen für sie zu fällen und dann zieht die eigene Entscheidung doch mehr ... und die hebt man nicht einfach mal so hoch ...).

    Also Beaucis nehmen mich dann nicht mehr für voll und nicht mehr für geeignet, die richtigen Entscheidungen für sie zu fällen.


    Das würde aber für mich bedeuten, dass ich in diesem Fall ein richtig, richtig dickes Problem an der Backe hätte.


    Nun gehe ich einfach mal davon aus, dass Du nicht einfach Erfahrungsberichte oder Einschätzungen völlig ohne Zusammenhang zum jeweiligen Thema schreibst - somit impliziert das für mich in diesem Moment natürlich erst einmal, dass Du davon ausgehst, dass es sein könnte, dass Lucy mich nicht mehr für voll nimmt und meinen Entscheidungen nicht mehr vertraut.


    Und darauf hin habe ich argumentiert, dass es bei uns ja glücklicherweise kein "größeres" Problem gibt.

    Und dass ich bei einem Hund, der gefährlich wäre, natürlich viel besser darauf achten würde, dass es tatsächlich nur schwarz-weiß gibt (da gebe ich Dir ja vollkommen Recht) - aber dass es für mich in unserem ganz speziellen Fall, auf den ich mich hier ja beziehe, ganz einfach keinen Grund gibt, nur unserem Alltag in schwarz-weiß zu leben. :ka:


    Was Dich daran so sehr stört, weiß ich nicht :ka:

  • @Lucy_PRT


    :hust:Meine Empfehlung war (und wäre):


    "Kinderspielzeug wegräumen, Spiel durch Menschen einleiten, möglichst mit dafür vorgesehen Hundespielzeug" und natürlich: "Abbruchkommando neu aufbauen", den dazu passender Kontext hat terriers4me schön und knapp formuliert: RE: Lucy ignoriert "nein" und reagiert mit Knurren auf "Korrektur" (das ist das, was ich vor Augen habe).


    Klarer sein, bietet den meisten Hunden eine Entlastung (das glauben viele HH nicht, iss so, glauben sie dem Rütter ja auch nitt, regelmässig, in nahezu jeder Folge). Für einen Neuaufbau super, aber gerne auch im Alltag, auf verschiedenen Ebenen. Bedeutet für Mensch zu Beginn Mehraufwand, weil es vorrangig Ansprüche an die eigene Disziplin stellt, statt mehr an den Hund (macht es aber langfristig einfacher und wirkt selbstentlastend, was letztlich dann auch wieder dem Hund zugute kommt). In der Regel entstehen solche Situationen gar nicht erst, die Dich bewegten. Mit s/w hat das nichts zu tun, ist noch weit, weit davon entfernt.

    Willste nicht, weil dies, das jenes, Hund kann mehr, kann ich prima mit leben.


    (Echte) Dramatik, also gefährlich sowie Empfehlungen für ein Hundeleben in vorrangig s/w (also in echt, nicht über dramatisiere Fehlschlüsse) finden sich hier: Aggressiver Hund, Rückschlag und eine schwere Entscheidung. Bitte um Hilfe! (aber selbst dort ist nicht alles s/w).


    Wie man sieht, meine Massstäbe, meine Einschätzungen und Wertungen sind mit Deinen nicht identisch, insoweit bekommen wir das nicht zusammen, denn was für Dich s/w und fast schon einem Bootcamp gleicht, gehört für mich zu den Basics, die wirklich jedem Hund nur zugute kommen können. Du verstehst aber irgendwie nur Bootcamp für gefährliche Hunde und unterstreichst demzufolge, wie harmlos Lucy ist und was sie alles kann (hab ich gar nicht infrage gestellt), und so ist mir das zu mühsam.

  • Natürlich können wir jedes „Ja, aber wenn Du Xy machst ist es besser und gehört deshalb doch irgendwie dazu“ jetzt 100 Mal durchkauen.


    Ich habe doch nun mehrmals geschrieben, dass Du grundsätzlich nicht Unrecht hast.


    Aber es ging darum, dass Du mehrmals geschrieben hast, dass es für Dich verwirrend ist, welche Gegenstände Lucy haben darf und welche nicht.


    Ich habe meine Gründe dafür dargelegt, warum die Unterscheidung kein Problem darstellt - für Lucy, in unserem ganz speziellen Fall, hier bei uns zu Hause in unserem Alltag.

    Das ist nicht allgemeingültig und gilt gewiss nicht für alle Hunde - und andere Hunde würden anders reagieren - aber hier sitzt ja Lucy und kein anderer Hund.


    Deshalb - zum wiederholten Mal:

    Danke für den Hinweis - ich habe ihn dankbar zur Kenntnis genommen und behalte ihn im Hinterkopf, falls sich die Situation ändern sollte.


    S/w ist für mich kein Bootcamp - das ist Deine Interpretation.


    Du hast geschrieben, dass die Gefahr bestehen kann, dass ein Hund den Halter hinterfragt, wenn der Halter nicht klar ist.

    Auch dieser Punkt stimmt grundsätzlich natürlich.

    Aber da wir ja gar kein Problem bezüglich der Unterscheidung haben, fehlt hier für Lucy die Klarheit ja überhaupt nicht.


    Du findest es verwirrend und unklar - darauf fußt dann Deine Annahme, dass diese Unklarheit mich insgesamt in Frage stellen könnte.

    Aber solange es für Lucy klar ist, stellt es ja kein Problem dar, ob ein Außenstehender oder ein anderer Hund es verstehen oder nicht.



    Und - um zu verdeutlichen, dass ich Deinen Hinweis zur Klarheit bzw. zum schwarz-weiß-Verhalten durchaus verstehe - habe ich dann im weiteren Verlauf darauf hingewiesen, dass ich natürlich, wenn der Fall anders gelagert wäre, diesbezüglich sehr genau darauf achten würde, dass ich mit s/w einen sehr klaren Rahmen vorgebe.


    Hierzu habe ich angeführt, dass ich bei einem gefährlichen Hund anders handeln würde, aber bei uns kein Risiko sehe, dass irgendetwas eskalieren könnte, nur, weil ich kein striktes s/w bei Socken durchziehe.


    Meine Aussage war nicht „oh, Du hast gesagt, Lucy frisst alle“, sondern sinngemäß:


    Ich verstehe den Hinweis, ich weiß, es gibt Hunde, die so geführt werden müssen und bei denen das auch absolut notwendig ist - aber ich sehe hierzu bei uns keinen Handlungsbedarf.

    Ich schätze es so ein, dass die Situation für Lucy klar genug ist.

    Sollte ich mich damit verschätzen und die Unterschiede wären Lucy doch nicht klar, ist es natürlich nicht schön, aber meine Fehleinschätzung hätte schlimmstenfalls ein geklautes Stofftier als Folge.

    Hat also für niemanden schlimme Konsequenzen.

    Fazit: eine Fehleinschätzung ist nicht schön, macht es für den Hund schwierig usw. - es besteht aber keine Risiko und somit finde ich es vertretbar, Socken weiterhin auch mal apportieren zu lassen und Kinderspielzeug auch mal liegen zu lassen.


    Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit zum Ausdruck bringen :ka:


    Nun kommst Du mit Bootcamp usw.

    Ich sehe einfach keinen Sinn darin, das weiter zu diskutieren, weil wir uns im Kreis drehen.


    Wir können nun seitenlang diskutieren, wer wen vielleicht wo genau falsch verstanden hat - und ob dann der Sender oder der Empfänger schuld daran war und wer das wie hätte verhindern können.

    Aber darin sehe ich keinen Mehrwert. Ich glaube, die Energie können wir beide sinnvoller einsetzen.


    Ich denke, Du wolltest mir nichts böses.

    Und ich für meinen Teil kann sogar ganz bestimmt sagen, dass ich Dir nichts Böses wollte und mich über die Hinweise grundsätzlich gefreut habe.


    Ich habe deshalb mit diesem Beitrag nochmal versucht, zusammenzufassen, was ich wie und in welchem Zusammenhang gemeint habe.

    Falls es trotzdem noch missverständlich ist, kann ich es leider nicht ändern - und dann trägt auch eine weitere Diskussion höchstwahrscheinlich nicht zur Auflösung bei, weshalb ich es von meiner Seite dabei belassen werde.

  • Ich finde das nicht absolut ungewöhnlich für einen Terrier in diesem jungen Alter. Ich denke, sie hat halt einfach mal austesten wollen wie weit sie gehen kann.

    Egal was sie wann wie oft nehmen darf oder nicht, ein "nein" sollte sitzen, sogar dann wenn sie ihr eigenes Zeug gerade nicht haben darf weil du das jetzt so willst.

    Ich setze ehrlich gesagt einen Abbruch von klein auf IMMER durch, auch wenn das bedeutet, dass ich je nach Alter des Hundes in manchen Situationen sehr deutlich werden muss weil der Jungspund meint, er muss mich testen. Irgendwann hat der Hund verinnerlicht, dass ICH das letzte Wort habe und er befolgt den Abbruch zuverlässig, egal um was es geht.


    Ich würde allerdings Lucy nicht mehr hochheben wenn du sie wo weg haben willst, sondern mittels Körpersprache wegschicken.

  • Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du mich meinst?

    Auch. Man kann ein simples Problem auch totanalysieren und ein monstermäßiges Konstrukt um etwas schaffen, wo es eigentlich völlig unnötig ist und am Thema vorbei. Aber manche Menschen haben da auch Spaß dran. (Also, das ist gar nicht negativ gemeint!)

  • Also, liebe @Lucy_PRT , ich hab jetzt ne Weide gehadert, ob ich noch was schreiben soll.


    Ich bin nicht angepisst, aber ich wollte eigentlich nicht mehr schreiben. Nicht wegen dir, sondern wegen einiger hingerotzten Einzeiler mit dem Tenor "was nen Käse reden die denn". Sowas finde ich unhöflich. Immerhin habe ich mir Mühe gegeben und Zeit genommen, andere schneien dann rein und teilen mal kräftig aus, ohne inhaltlich was beizutragen. Ja Danke, warum soll ich mich damit auseinandersetzen.


    Du selbst aber hast dir sehr große Mühe gegeben, dich zu erklären, und warst total geduldig und höflich, obwohl du dich geärgert hast. Das mag ich jetzt auch nicht einfach so ignorieren.


    Von daher - wer's lesen mag, der mags lesen, wer nicht, lässt es eben.


    Ja, der Hinweis "mach dir nicht zu viel Kopp" - den teile ich. Dass ein 2,5 Jahre alter Terrier mal ein Nein ignoriert, finde ich nicht ungewöhnlich. Bei mir hätte Prinzesschen einfach mal ein deutliches "Spinnst du?" geerntet. Ich mach mir auch keinen riesen Kopp, wenn ein Hund knurrt. Überraschend hochgehoben zu werden, ist für mich legitimer Grund zu motzen.


    Für dich war das aber eine Situation, die dich bewogen hat, diesen Thread zu eröffnen. Und du hast auch von einem Problem gesprochen.


    Das wirkte auf mich, als wärst du ein bisschen verunsichert von dem Verhalten deines Hundes.


    Ok, dir kam es nur auf den Aufbau des "Nein!" an. ich habe den Gesamtkontext gelesen - also:

    1. Hund nimmt etwas, was er nicht nehmen sollte

    2. Hund reagiert nicht auf Nein

    3. Hund knurrt


    Daher hat sich mein Kommentar auch immer auf die Gesamtsituation bezogen. Ich sehe Kommandos einfach nicht als etwas, was losgelöst vom Kontext steht. Aber das ist völlig legitim, das anders zu sehen.


    Mein Ziel war eher, zu schauen - was könnte man an der Gesamtsituation ändern, damit es gar nicht erst zu Punkt 1 kommt?

    Und das wäre bei mir halt das, was ich geschrieben habe.


    Mir geht es nicht darum, dass ein Hund nicht unterscheiden kann, sondern mein Bestreben wäre, die Situation so zu verändern, dass es für den Hund generell weniger Situationen gibt, in denen er unterscheiden, sich beherrschen usw. muss. Denn das kostet eben die berühmten Löffel. Du hast ja, wenn ich es richtig verstehe, die momentane häusliche Situation und den damit verbundenen "Löffelverbrauch" als Ursache für eure Meinungsverschiedenheit ausgemacht. Das passte für mich dazu.


    Ich bin kein Mensch, der super intuitiv und begabt mit Tieren ist. Ich muss mir das kognitiv erarbeiten, ich habs nicht im "kleinen Finger". Und für mich ist immer das wichtigste, zu verstehen, wie die Situation aus Sicht des Tieres aussieht. Und da denke ich sehr intensiv drüber nach. Ich möchte gerne, dass der Weg, der für mich richtig ist, auch der Weg ist, der für das Tier der einfachste und naheliegende ist.


    Und wenn ein Hund anders handelt, als er es soll (nimmt Kinderspielzeug) frage ich mich eben - wie kann ich dafür sorgen, dass er das nicht mehr (seltener) tut? Realistisch, also ohne dem Kind alles Spielzeug wegzunehmen? Aber auch ohne dem Hund abzuverlangen, immer sein Hirn komplett angeschaltet zu haben, jeder Versuchung zu widerstehen, sich selbst umzulenken?


    Meine Lösung wäre: Hund lernt: rumliegendes Zeug ist generell erst mal nix für mich, es sei denn, Frauchen fordert mich damit zum Spiel auf, oder gibt es mir.

    Das hat für mich nix mit Ressourcen-Problemen zu tun. Das hat für mich zu tun mit: Situation einfacher machen. Fehlerquellen vermeiden, bevor ich Fehler korrigieren muss.

    Das fand ich für dich sinnvoll, weil ich den Eindruck hatte, dass es dich erschreckt hat, dass du diese Meinungsverschiedenheit mit dem Hund hattest. Ich hatte das Gefühl, es wäre für dich auch angenehmer, wenn solche Situationen selten wären. Kann der falsche Eindruck gewesen sein!


    Ich finde es für mich erstrebenswert, dass der Hund keine Sachen rumschleppt, um damit Aufmerksamkeit zu bekommen. Da rede ich jetzt nicht von NIE und IMMER. Aber für mich hörte es sich an, als ob Lucy das recht häufig macht, und da wäre es eine Überlegung, gegenzusteuern. Aber es kann absolut sein, dass es nicht so ist, wie ich es gelesen habe.


    Und was die "Konkurrenzsituation" angeht. Ich weiß noch sehr genau, wie meine Tochter mit 3 Jahren drauf war. Hätte da ein Hund eines ihrer geliebten Kuscheltiere genommen, wäre der Protest groß gewesen (absoluter Trotzkopf), sie hätte versucht, es wegzunehmen - und dann wäre das eine Konkurrenzsituation gewesen. Auch wenn kein Blut fliesst.

    Ich gehe nicht davon aus, dass Lucy deine Tochter beissen würde. Aber ich gehe auch nicht davon aus, dass ein Hund ein Kleinkind als überlegen ansieht, und jederzeit gerne das Spielzeug abgibt. Vielleicht wird dann drum gestritten, vielleicht geheult, vielleicht geknurrt. Ich weiß es nicht.

    Ich habe aber den Eindruck gewonnen, dass dich sowas stressen würde - weil du ja nach dem nicht beachteten Nein + Knurren selbst von einem Problem gesprochen hattest.


    Daher mein Drängen darauf, vorausschauend zu handeln und die Basis für die (für Hund und Eltern meist seeeeehhhhr löffelintensive) Kleinkinderzeit zu legen. In der Zeit wird der Hund viel Selbstbeherrschung brauchen, und du viel Aufmerksamkeit. Mit einem Hund, der sich dann zurückzieht, ne Runde pennt und dafür seine Spaß +Spiel + Actionzeit mit Frauchen alleine bekommt, ist die Kleinkinderzeit wirklich einfacher.


    Das war alles, was ich sagen wollte. Also nix für ungut.

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