Welpe findet vormittags keine Ruhe

  • Hallo Zusammen,


    seit 2 1/2 Wochen ist eine kleine Labrador Dame bei uns eingezogen. Marley ist mittlerweile 10 1/2 Wochen und grundsätzlich denke ich so, wie ein Welpe sein sollte. Sie dreht zwischendrin mal durch, lernt die Beißhemmung, verfolgt mich auf Schritt und Tritt und ist an absolut allem interessiert.

    Grundsätzlich wusste ich, auf was ich mich einlasse jedoch verzweifle ich an der Tatsache, dass sie nach dem Aufstehen bis Mittags keine Ruhe findet.

    Ab Mittag ruht sie viel und ist wirklich so, wie kleine Welpis halt sind.

    Momentan gehts so um 06:00 das erste mal raus, dann schläft sie meist noch mal bis 07:00-07:30, kurz lösen, entspannt Futtern, Pipikaka und wieder rein.

    Ab diesem Moment gibt es keine Ruhe mehr bis mindestens 10:30-11:00 Uhr.

    Ich hab auch probiert größere Runden zu gehen, da setzt man sich jedoch winselnd hin und möchte nach Hause.

    Ich kenne es, dass Welpen abends aufdrehen aber den kompletten Vormittag? Vielleicht hat ja jemand Tips oder ähnliche Erfahrungen. Sie ist vormittags in ihrem Welpenauslauf weil wir sie dran gewöhnen möchten solange sie noch alles anknabbert und mein Freund arbeiten muss. Ich hab noch bis Ende Dezember Urlaub und dann noch 2 Wochen Homeoffice. Sie soll eigentlich dann mit mir in die Arbeit wenn sie in Zukunft stubenrein ist.

    Wir haben es ohne Spielzeug probiert weil man gesehene hat wie es sie noch mehr hochpuscht, mit Spielzeug, mit kauknochen, ohne kauknochen, ignoriert, mit reingesetzt. Bislang sind alle Versuche gescheitert. Auch beruhigendes kraulen endet in wildem Beißen. Box ist keine Option. Sie schläft nachts in ihrer offenen Box in genau diesem Laufstall ohne Probleme.

    Seit gestern sind wir auch im Welpenkindergarten und ältere Hunde hat sie problemlos kennengelernt. Sie ist auch sonst sehr unerschrocken und außer bisschen Rückruf wenn sie saußt, üben wir daheim eher wenig bis gar nicht. Ansonsten gibt es Tage an denen läuft sie eine gewisse Zeit frei und darf schnüffeln und entdecken, neues kennenlernen, am nächsten Tag ist dann wieder Ruhe und stinklangweiliges Pipikaka vor der Haustür

    Mir tut sie so leid weil sie da sitzt mit ihren knallroten Augenlidern und einfach nicht zur Ruhe kommt..

    ab Mittag jedoch, schläft sie da drin dann ein.

    Reagiert ich über weil sie mir leid tut und es pendelt sich mit der Zeit ein oder mach ich doch etwas falsch?

    Entschuldigt den Roman, aber so bekommt man vielleicht gleich einen guten Überblick.

    Liebe Grüße

  • Sie kommt also nachmittags problemlos zur Ruhe und vormittags überhaupt nicht?


    Sonst alles gleich? Gleicher Welpenauslauf = Ruheplatz; gleiche Personen im Haushalt anwesend, gleiches Aktivitätslevel der Menschen um sie herum?

  • Genau. Es ist wirklich wie verhext. Einzig der Vormittag ist terror. Sie beißt ins Gitter, winselt obwohl wir beide im Raum sind, springt hoch und dreht total ab.

    Ich hab sie natürlich auch mal rausgenommen und bin mit ihr ins andere Zimmer, da dreht sie genauso am Rad indem sie halt auf Alles beißt und ich nur hinterher bin, dass sie nicht alles aufarbeitet. Gesonderten Raum, ohne Möglichkeiten was zu zerstören können wir ihr leider nicht bieten.

    Hab auch probiert das ich dann mit ihr noch mal gegangen bin, hatte absolut keinen Effekt.

    Sie soll natürlich auch lernen, dass es völlig normal ist vormittags neben Herrchen zu ruhen. Wir erwarten von ihr aber dahingehend nach noch nicht einmal 3 Wochen bei uns nichts, nur das ihr Verhalten so extrem kontrovers ist lässt mich verzweifeln.

  • Ich würde schon versuchen morgens mal eine längere Zeit (also 20-30 Minuten) mit ihr draußen zu sein. Irgendwo hin fahren/gehen, je nachdem wo Ihr wohnt, und sie mal frei laufen, schnüffeln und entdecken lassen. Ihr sollt jetzt keine Strecke machen, aber dass sie einfach mal flitzen kann, mal ein Leckerli suchen, einfach mal Energie rauslassen. Ich finde, dass kann man jeden Tag machen. Neue Dinge kennenlernen eben dosiert und nicht täglich. Aber die normale und freie Bewegung finde ich schon täglich wichtig.


    Ansonsten, ja, muss sich erst alles einspielen. :smile:

  • Das war bei unserem Labbi wirklich ziemlich ähnlich.

    Wir machen mittags unsere Runde und danach hat er immer fast den ganzen restlichen Tag gepennt.

    Morgens war er nach dem Frühstück oft sehr lange auf und kam sehr schwer zur Ruhe. Mittlerweile legt er sich aber einfach hin und schläft. Er dackelt uns zwar immer noch viel hinterher, aber wenn er merkt, jetzt passiert nichts legt er sich dann auf einen seiner vielen Plätze und ruht sich aus (das muss nicht immer zwangsweise tiefes Schlafen sein)

    Gebt euch einfach etwas Zeit, das kommt wahrscheinlich von ganz alleine.

    Alles Gute und ganz viel Spaß mit der Süßen!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich würde schon versuchen morgens mal eine längere Zeit (also 20-30 Minuten) mit ihr draußen zu sein. Irgendwo hin fahren/gehen, je nachdem wo Ihr wohnt, und sie mal frei laufen, schnüffeln und entdecken lassen. Ihr sollt jetzt keine Strecke machen, aber dass sie einfach mal flitzen kann, mal ein Leckerli suchen, einfach mal Energie rauslassen. Ich finde, dass kann man jeden Tag machen. Neue Dinge kennenlernen eben dosiert und nicht täglich. Aber die normale und freie Bewegung finde ich schon täglich wichtig.


    Ansonsten, ja, muss sich erst alles einspielen. :smile:

    Vielen Dank.

    Ich werde es mal ausprobieren. Finde es natürlich in dieser Jahreszeit auch furchtbar schwer morgens Programm zu bieten. Sie soll in ferner Zukunft mit mir um 06:30 Uhr sowas los in die Arbeit, vielleicht schadet es gar nicht wenn sie da jetzt auch schon mal ihre längere Gassirunde kennenlernt.

    Es ist immer dieser schmale Grad zwischen Unter-und Überforderung wo ich mir als Hundemama wahrscheinlich viel zu viel Gedanken mache ?

  • Es ist immer dieser schmale Grad zwischen Unter-und Überforderung wo ich mir als Hundemama wahrscheinlich viel zu viel Gedanken mache ?

    Ne, das ist schon in Ordnung sich Gedanken zu machen. :nicken: Und der Grat zwischen Unter- und Überforderung ist schmal, wobei unterfordert ist eigentlich kein Welpe. Die müssen ja ganz viel lernen, das ist schon sehr anstrengend fürs Köpfchen.


    Mir fehlt halt oft (nicht auf Dich bezogen jetzt), die Bewegung. An der Leine laufen ist oft zu viel, aber freie Bewegung, flitzen und mal kurz toben, auch mit einem anderen Hund, das fehlt bei vielen finde ich. Kommt natürlich auch immer auf die Wohnlage an. Wir wohnen quasi direkt am Feld, da konnte meine Hündin einfach 20 Minuten frei laufen, rennen oder schnüffeln, das war schon ideal.


    Und das würde ich einmal am Tag ermöglich, wenn es einzurichten ist. :smile:

  • Das war bei unserem Labbi wirklich ziemlich ähnlich.

    Wir machen mittags unsere Runde und danach hat er immer fast den ganzen restlichen Tag gepennt.

    Morgens war er nach dem Frühstück oft sehr lange auf und kam sehr schwer zur Ruhe. Mittlerweile legt er sich aber einfach hin und schläft. Er dackelt uns zwar immer noch viel hinterher, aber wenn er merkt, jetzt passiert nichts legt er sich dann auf einen seiner vielen Plätze und ruht sich aus (das muss nicht immer zwangsweise tiefes Schlafen sein)

    Gebt euch einfach etwas Zeit, das kommt wahrscheinlich von ganz alleine.

    Alles Gute und ganz viel Spaß mit der Süßen!

    Das macht mir Mut. Gestern hab ich wirklich geheult weil ich nicht mehr weiter wusste und natürlich Schlafmangel und Versagensangst dazukamen.

    Sie ist wirklich toll und sie soll so viel Welpenspinnerei haben wie sie möchte. Das ist ja gerade das schöne an dieser Zeit, wenn sie völlig unbedarft alles entdecken.

    Vielen Dank für den Zuspruch!

  • Wir wohnen zwar im 5. OG (hab in den letzten zwei Wochen schon 2 Kilo abgenommen, frag nicht ?) aber direkt ums Haus ist Grünanlage wo sie hinterm Haus saußen kann und ein Zaun zur Straße. Sonst pack ich sie ins Auto und fahr 5 Minuten zum freien Feld. Das machen wir auch und sie ist happy. Es ist auch einfach zu goldig wenn sie als kleiner Welpe voller Freude auf einen zugehoppelt kommen!

    Ich bin zwar mit Hunden aufgewachsen aber die kleine Maus ist mein erster eigener Hund und ich bin auf einmal sehr verunsichert. Vielleicht sollte ich einfach wieder mehr aufs Bauchgefühl hören. Ihre Großtante ist der Labbi meiner Eltern und die war anfangs auch ein Kaliber und wurde ein Traumhafter Hund ?

  • Ich geh mit Welpen ab der 8. Woche 2x am Tag eine "große" Runde von ca. 30min, der Rest des Rausgehens beschränkt sich auf den Garten.

    Manchmal kommt man weit, manchmal nicht, vor lauter Schauen und Schnüffeln.

    Ich muss ehrlich sagen, ich hatte mit keinem meiner bisher 7 Hunde derartige Probleme. Die haben nach dem Gassi gefressen, ein bisschen Wohlfühlgetobe veranstaltet und dann geschlafen.

    Wir leben allerdings am Dorf und nicht in einer aufregenden Gegend in der Stadt.

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