Kleinhund pöbelt Große an

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    In letzter Zeit bin ich ab und zu privat mit einem Kleinhund unterwegs, 6,5 Kilo. Er wohnt am Kleinstadtrand, nach 5 Minuten Straße kommen wir auf Feld- und Waldwege. Sobald wir dort sind, lasse ich ihn frei laufen, weil der Besitzer es so will und der Hund es so kennt.

    Allerdings hat er ein Problem mit anderen Hunden: Sobald einer in seine Nähe kommt, pöbelt er ihn bellend an. Wenn ein größerer Hund weiter die Interaktion sucht, egal ob durch Knurren oder Spielaufforderung oder sonstwie, fällt der Kleine in Unterwerfungshaltung: Er zieht den Schwanz ein und legt sich flach auf den Bauch. Manchmal knurrt er auch und fletscht die Zähne, wenn er nicht in Ruhe gelassen wird.

    Wobei er das Problem oft selber schafft durch seine Pöbelei.

    Sein unpassendes Verhalten gegenüber anderen Hunden lässt sich mit seiner schwierigen Kindheit erklären. Aber da, wo wir Gassi gehen, sind fast alle Hunde sehr viel größer als er, Boxer, Schäferhund oder noch größer und ich möchte ihn heil nach Hause bringen.


    Habt ihr vielleicht Tipps, was ich dazu beitragen kann, dass er nicht irgendwann von einem Großen gebissen wird?


    Ich habe mich auch schon zwischen den Kleinen und einen großen Hund gestellt und den aufdringlichen Großen abgewehrt. So etwas kann allerdings für mich schlecht ausgehen.

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  • Der Kleinhund klingt für mich einfach extrem unsicher. Daher würde ich jeglichen Kontakt zu großen Hunden unterbinden.

    Also den kleinen anleinen, sobald große auftauchen und eben auch dafür sorgen, dass die großen beim Halter bleiben.

  • Der Hund gehört an die Leine oder ihr lauft irgendwo wo es keine anderen Hunde gibt.

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  • Manchmal bin ich wirklich froh, dass ich weit weg wohne :pfeif:


    Also entschuldige, du gehst mit einem dir fremden Hund, den du nicht gut einschätzen kannst und lässt ihn im Freilauf pöbelnd zu anderen Hunden laufen? :fear:


    Da würde ich mit dem Besitzer sprechen, den Hund in ein gut sitzendes Geschirr verpacken, Schleppleine dran und dann kannst du ihn zu dir rufen oder auch angeln wenn andere Hunde kommen.


    Auf der abgewandten Seite dran vorbei und gut... Klar kannst du da auch in Training investieren, ist halt die Frage wie gut das funktioniert, wenn er sich bei Herrchen so verhalten darf...


    Ja, vermutlich ist er unsicher, trotzdem ist das Verhalten schlicht unhöflich :ka:

  • Wenn ein Hund, egal ob groß oder klein in Sichtweite ist, anleinen. Das macht man ja eigentlich sowieso. Dann stell dich auf die Seite oder halte genug Abstand bis der andere Hund passiert, zusätzlich kannst du versuchen ihn abzulenken. Wenn der andere Hund einfach unangeleint auf euch zu kommt, würden die Besitzer ordentlich was von mir zu hören bekommen und passiert das dort häufiger, würde ich mir andere Gassistrecken suchen. Der Kleine wird einfach Angst haben, vielleicht schon mal eine schlechte Erfahrung gemacht mit großen Hunden? Er hat gelernt, gleich auf Abwehr zu gehen um den anderen zu vertreiben, aber wenn es ernst wird, siegt die Angst. Und jedes mal, wenn du so eine Situation geschehen lässt, stärkt das die Angst und somit die Angstagression.


    Meine Maja (2,5 kg) hat eigentlich auch keinen Bock auf andere, fremde und vor allem große Hunde. Aber da wir seit 5 Jahren 2-3x die Woche mit ihr bekannten großen Hunden zusammen spazieren gehen, weiß sie, dass ihr nichts passiert. Das sind souveräne, erwachsene Hunde, die sie einfach links liegen lassen und sie läuft ganz entspannt mit. Auf Spaziergängen haben wir deshalb auch keinerlei Probleme, wenn große Hunde kreuzen oder uns entgegenkommen. Aber dass die nicht ungefragt in sie reinlatschen oder einfach mal Kontakt aufnehmen, dafür bin ich verantwortlich. Das mag sie einfach nicht und muss sie auch nicht.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • In letzter Zeit bin ich ab und zu privat mit einem Kleinhund unterwegs, 6,5 Kilo. Er wohnt am Kleinstadtrand, nach 5 Minuten Straße kommen wir auf Feld- und Waldwege. Sobald wir dort sind, lasse ich ihn frei laufen, weil der Besitzer es so will und der Hund es so kennt.

    Denke, das Verhalten des Hundes rekrutiert sich genau aus der Haltung des Besitzers, der seinen Kleinen quasi von Klein auf in Situationen bringt, denen er sich nicht gewachsen fühlt.


    Als Gassigängerin ist es natürlich schwer, hier in die Dynamik einzugreifen (und den Besitzer entsprechend zu belehren, das wars vermutlich dann mit dem Gassigang). Für mich selbst würde ich zwar der Weisung folgen, den Hund zumeist frei laufen zu lassen, aber die Situation für ihn entschärfen, bei Begegnungen anleinen und aus der Situation führen. vll. die Situation auch Schönfüttern ... . Danach kannst Du ja wieder ableinen und im Grunde genommen könnte man Dir nichts vorwerfen (wenn doch, könntest Du was von Haftung für Dich selbst "schwafeln" ...). Der Hund hat seinen Freilauf und gleichzeitig machst Du es für ihn einfacher.

    "Warum er immer so vergnügt? Weil er die anderen für dümmer hält als sich selbst."
    Wilhelm Busch ( 1832 - 1908)
    - Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker -

  • Sobald wir dort sind, lasse ich ihn frei laufen, weil der Besitzer es so will und der Hund es so kennt.

    Allerdings hat er ein Problem mit anderen Hunden: Sobald einer in seine Nähe kommt, pöbelt er ihn bellend an.


    Du zwingst ihm auf, dass er alleine entscheiden muss, wie er reagieren soll - seine Wahl ist "Angriff ist die beste Verteidigung", und er damit völlig überfordert. Das wird so nix, Freilauf in der Kombination mit diesem Gebiet und der Hundeanzahl kann nur daneben gehen.

    Also geh woanders, wenn dort alle anderen frei laufen lassen.

    So wie jetzt fordert man geradezu heraus, das etwas passieren wird.

  • Danke @FreeSpirit . Aber ich sehe den anderen nicht immer von weitem kommen und der Kleine hört zwar auf Rückruf, aber nicht so, dass er sofort angelaufen käme. Normalerweise muss man ihn 1 - 3 x rufen, dann kommt er angerannt, schießt über einen hinaus, läuft vielleicht noch eine Runde um einen herum bis er dann kommt. Wenn er mit einem anderen Hund beschäftigt ist, vor allem mit einem größeren, kommt er erstmal nicht.

    Dort laufen eigentlich alle Hunde frei und die Halter großer Hunde reagieren nicht immer auf meine Bitte, den Hund zu sich zu rufen, und manche großen Hunde reagieren nicht auf ihre Halter.


    (Und manchmal kann ich mich auch über die Reaktion eines großen Hundes beömmeln: An der Straße legt ein Riesenhund seinen Kopf über das Einfahrtstor und sieht sich das bellende Etwas da unten an. Sonst nichts. Was dem wohl durch den Kopf ging?)

  • Danke. Aber ich sehe den anderen nicht immer von weitem kommen und der Kleine hört zwar auf Rückruf, aber nicht so, dass er sofort angelaufen käme. Normalerweise muss man ihn 1 - 3 x rufen, dann kommt er angerannt, schießt über einen hinaus, läuft vielleicht noch eine Runde um einen herum bis er dann kommt. Wenn er mit einem anderen Hund beschäftigt ist, vor allem mit einem größeren, kommt er erstmal nicht.

    Es muss ja nicht (immer) alles perfekt bei jeder einzelnen Begegnung funktionieren. Dann rufe halt 3 x oder sammle ihn ein, wenn er beschäftigt ist. Es wäre doch schon mal ein Fortschritt, wenn man die Situationen für den Hund mildern kann.

    "Warum er immer so vergnügt? Weil er die anderen für dümmer hält als sich selbst."
    Wilhelm Busch ( 1832 - 1908)
    - Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker -

  • Als Kiro (3 kg) jung war, hätte ich ihn manches Mal durch den Wolf drehen können.


    Viel Unsicherheit bei anderen Hunden. Ich habe dann versucht ihn abzuschirmen, damit andere Hunde ihn nicht wahrnehmen konnten. Dann hat er gepöbelt, die anderen Hunde sagten: juchhu ein Hund und schon war der Ärger da.


    Soviel zu:

    Er schafft das Problem selbst.


    Jein: er hat ein Problem.



    Der Hund braucht Sicherheit und Schutz. Leine und seinen individuellen Abstand zu anderen Hunden. Kein Bedrängen durch andere Hunde.


    Das Problem ist auch nicht schnell zu lösen, es braucht sehr viel Vertrauen vom Hund.

    Manchmal bist du in unseren Träumen

    oft in unseren Gedanken

    und immer in unserem Herzen



    Chihuahua-Bub Kiro

    14.03.2003 - 07.09.2018

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