Stresspinkeln

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    Hallo zusammen, mein großer hat ein Problem mit Stresspinkeln. Er ist kein Angsthund, aber ein unsicherer Typ weil er vieles nicht kannte. Er ist jetzt ca. 10 und erst seit ca. 2 Jahren hier, davor lebte er viele Jahre isoliert und in schlechter Verfassung. Körperlich wurde abgeklärt und es ist alles okay. Er kann sonst sowohl tagsüber wie nachts problemlos auch längere Zeit halten. Stress kann für ihn auch eine Situation sein die ihm nicht passt, oder die ihn frustriert. Oder wenn es für ihn Aufregung war. Sobald der Stress abfällt steht er da und es läuft, wie ein Riesenwelpe. Geschimpft wird er dafür nicht! Er macht es nicht Mal aus Absicht, auf mich wirkt er so als könne er es in dem Moment selbst nicht kontrollieren. Er pinkelt auch nichts an, sondern er steht da und es läuft einfach.


    Die Male wo er rein gemacht hatte, schienen bisher ohne logischen Grund zu sein, ich war erst eine halbe Stunde vorher Gassie. Dann war mir eingefallen, das ich an dem Tag vorher gestaubsaugt hatte. Er kann dann hin wo er will, aber an dem Tag kam ihm wohl der Staubsauger zu nahe. Dann gab es irgendwann Futter, (was vermutlich den Stress abfallen ließ?) und kurz darauf war die Pfütze da, auch keine 2 Schritte von seiner Futterstelle entfernt.


    Jetzt wo bei mir der Groschen gefallen ist, gucke ich das er sich nach einer (vermutlich) stressenden Situation im Haus danach zeitnah draußen erleichtern kann. Es passiert nicht oft, ich würde schätzen 1x in 2 Monaten im Schnitt. Kann auch mal 2x in einem Monat sein, oder mehrere Monate gar nichts. Aber ich würde gerne, soweit bei ihm möglich, auch daran arbeiten das ihn entweder manches bestenfalls nicht mehr stresst. Oder vielleicht, das er an sich mit Stress vielleicht besser umgehen lernen könnte?


    LG NaDeKa.

  • Du könntest auch versuchen, ihm bei Stress einen Kauknochen zu geben. Kauen entspannt. Vielleicht kannst Du damit das Stess-Pinkeln verhindern.

    Ansonsten würde ich versuchen, ihn an solche Situationen zu gewöhnen. Aber je nach Vorgeschichte wird das möglicherweise nicht in allen Fällen gelingen. Dann hilft nur, die Auslöser solcher Reaktionen zu meiden.


    LG,Gisela

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  • Mein Hund ist auch so. Man muss auf jeden Fall Aufmerksamkeit ubd Zeit investieren, dass sich das bessert.

    Ich weiß nicht, wie es bei deinem Hund ist, aber meiner trinkt erstmal bei Stress enorm viel bevor es dann zum pinkeln kommt. Wenn ich also weiß, dass mein Hund gerade Stress hat, regulieren ich seine Trinkmenge auf so viel, wie er wirklich nur braucht.

    Ansonsten trainieren wir Ruhe. In Situationen wo er Stress hat, muss er auf seinem Platz liegen und bekommt ein Kauteil.

  • Du könntest auch versuchen, ihm bei Stress einen Kauknochen zu geben.

    Er hat einen "Schnulli" eine Kauwurzel, die nimmt er manchmal.


    Man muss auf jeden Fall Aufmerksamkeit ubd Zeit investieren, dass sich das bessert.

    Ich finde den Grad zwischen "man muss was machen" (was klar ist) und "nicht überfordern" (weil ihn das sonst auch wieder stresst) schwierig. Er ist auch bei Beschäftigungen, fordernden Dingen, teilweise auch schon wenn ich nur möchte das er etwas lässt oder er etwas nicht darf, schnell an seiner Belastungsgrenze. Nichts machen ist auch blöd, dann fühlt er sich schnell unterfordert oder kommt auf dumme Ideen um Aufmerksamkeit zu bekommen.


    Demenz?

    Kann ich nicht sagen, ich sehe sonst nichts was darauf hindeuten könnte. Aber bei seinem Alter ist das nicht auszuschließen.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Mein Hund ist auch so. Man muss auf jeden Fall Aufmerksamkeit ubd Zeit investieren, dass sich das bessert.

    Ich weiß nicht, wie es bei deinem Hund ist, aber meiner trinkt erstmal bei Stress enorm viel bevor es dann zum pinkeln kommt. Wenn ich also weiß, dass mein Hund gerade Stress hat, regulieren ich seine Trinkmenge auf so viel, wie er wirklich nur braucht.

    Ansonsten trainieren wir Ruhe. In Situationen wo er Stress hat, muss er auf seinem Platz liegen und bekommt ein Kauteil.

    Hmh, da bin ich skeptisch: Trinken hilft bei Stress, den Hormonhaushalt zu regulieren. Und es hilft auch bei einem nervösen Magen. So lange der Hund nicht übermäßige Mengen trinkt, würde ich auf keinen Fall das Wasser rationieren und lieber öfter wischen. Zumal „Ressourcenknappheit“ auch wieder Stress erzeugen kann.


    Bei einem 10jährigen Hund, der seit zwei Jahren bei Euch ist, wird sich mit weiterer Gewöhnung möglicherweise auch nicht mehr so viel bewegen, er ist jetzt ja nicht mehr unbedingt in einer Umbruchphase oder so. Da fiele mir auch nicht mehr so viel ein, außer Stressoren zu vermeiden und beim Tierarzt abklären, ob man was zur Blasenunterstützung geben kann.


    Sambo71 : Du hast doch Erfahrung mit Inkontinenz bei Hunden, wenn ich mich recht erinnere?

  • naja, wir hatten ja eher mit altersbedingter Inkontinenz zu kämpfen. Was mir bei Stress einfällt, wäre unterstützend Zylkene zu geben

  • Man muss auf jeden Fall Aufmerksamkeit ubd Zeit investieren, dass sich das bessert.

    Ich finde den Grad zwischen "man muss was machen" (was klar ist) und "nicht überfordern" (weil ihn das sonst auch wieder stresst) schwierig. Er ist auch bei Beschäftigungen, fordernden Dingen, teilweise auch schon wenn ich nur möchte das er etwas lässt oder er etwas nicht darf, schnell an seiner Belastungsgrenze. Nichts machen ist auch blöd, dann fühlt er sich schnell unterfordert oder kommt auf dumme Ideen um Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Ich trainiere das eben meistens wenn so eine Situation sowieso auftritt. Ich würde dem Hund jetzt auch nicht extra zum Training Stress bereiten.

    Mein Hund ist auch so. Man muss auf jeden Fall Aufmerksamkeit ubd Zeit investieren, dass sich das bessert.

    Ich weiß nicht, wie es bei deinem Hund ist, aber meiner trinkt erstmal bei Stress enorm viel bevor es dann zum pinkeln kommt. Wenn ich also weiß, dass mein Hund gerade Stress hat, regulieren ich seine Trinkmenge auf so viel, wie er wirklich nur braucht.

    Ansonsten trainieren wir Ruhe. In Situationen wo er Stress hat, muss er auf seinem Platz liegen und bekommt ein Kauteil.

    Hmh, da bin ich skeptisch: Trinken hilft bei Stress, den Hormonhaushalt zu regulieren. Und es hilft auch bei einem nervösen Magen. So lange der Hund nicht übermäßige Mengen trinkt, würde ich auf keinen Fall das Wasser rationieren und lieber öfter wischen. Zumal „Ressourcenknappheit“ auch wieder Stress erzeugen kann.

    Ich schreib ja er trinkt übermäßige Mengen. Er leert seinen ganzen Napf in einem Zug. Deswegen lasse ich ihn dann nur eine normale Menge trinken bevor der Napf erstmal für 1-2 Stunden verschwindet.

  • Er kann sich zum Beispiel (nur drinnen) auf das Lernen mit dem Futterbeutel (er scheint intelligent und bei Langeweile schleichen sich schnell blöde Macken und Frust ein) konzentrieren. Dann hörte er draußen irgend ein Geräusch, ist erschrocken und war ab dann überfordert mit der gesamten Situation und es ging nichts mehr. Mir ist gestern ein Würfel Hefe aus dem Kühlschrank gefallen, das reichte schon das er zurück schreckt und gestresst ist. Er traut sich danach zwar direkt das Ding zu beschnuppern, aber es hat sich bisher an dem Ist-Zustand nichts gebessert. Ich stresse ihn nich extra, aber ich packe ihn auch nicht übermäßig in Watte sodass er gar nichts mehr ausgesetzt wäre. Theoretisch hat er gelernt, das diese Dinge nicht böse sind. Man darf ihn mit einer leeren Plastikfalsche berühren, er hat selbstständig am eingeschalteten Staubsauger geschnüffelt. Neue Dinge lernt er und merkt es sich auch, weshalb ich nicht von Demenz ausgehen würde.


    Was mir gerade einfällt...könnte seine gestresst-Reaktion angelernt sein? Ich kenne seine Vorgeschichte nicht, vielleicht hat sich das im Laufe seines Lebens so eingespielt, das es für ihn normal ist erst Mal sofort über zu reagieren ohne überhaupt die Situation zu beurteilen. Wie eine Art Impuls-Reaktion...ich hoffe ich beschreibe das halbwegs verständlich. Das er gar nicht darüber nachdenkt, was da eigentlich gerade passiert ist sondern spontan und pauschal erst Mal mit Stress und Anspannung reagiert.

  • Ich trainiere das eben meistens wenn so eine Situation sowieso auftritt. Ich würde dem Hund jetzt auch nicht extra zum Training Stress bereiten.

    Ich schreib ja er trinkt übermäßige Mengen. Er leert seinen ganzen Napf in einem Zug. Deswegen lasse ich ihn dann nur eine normale Menge trinken bevor der Napf erstmal für 1-2 Stunden verschwindet.

    Wenn er so viel trinkt, würde ich aber mal zum Tierarzt gehen, das könnte auch auf ein Problem mit den Nieren hinweisen. Und dann zu rationieren, wäre fatal.

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