Kennt sich jemand mit Coursing aus?

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    Hallo:winken:,


    ich bin auf Coursing gestoßen, habe zuvor noch nie was davon gehört und hätte dazu Fragen. Ich habe bereits beim CWF Frankfurt (die Website hat mir nicht viel weitergeholfen) angerufen und ne Mail geschrieben, aber noch niemanden erreicht und hoffe das hier vl auch jemand speziellere Fragen beantworten kann.


    Meine Maus ist ein Foxterrier- Whippet- Mix (42cm, 11kg) und ca 1,5 Jahre alt (man weiß es nicht ganz genau). Ich habe sie jetzt seit einem Jahr und möchte sie gerne artgerecht Auslasten. Wir machen (vor Corona natürlich) (Hobby)Obedience und hatten auch schon 2 Std Schnupper Agility was ihr auch total Spaß gemacht hat, aber wenn ich mir Coursing anschaue denke ich dass das ein ganz anderes Level an Auslastung/Bedürfnisbefriedigung für sie wäre.


    Meine Fragen:


    - Wie kann man sich das Vorstellen, ist das wie eine Hundplatz, man geht da 1-2 mal die Woche hin wo trainiert und gerannt wird oder ist das "einfach" ne Rennbahn, wo jeder hin kann, man bezahlt Eintritt und jeder kann da mal seinen Hund rennen lassen? Ist Coursing umstritten oder ein legitimer Hundsport (ich hab wirklich bis jetzt noch nie von gehört)


    - Thema Maulkorb: Ich habe gelesen dass das ist, damit die Hunde sich untereinander nicht verletzen. Ist das beim Training dann auch Pflicht?


    - Thema Jagdverhalten: Ich lese gerade Anja Fiedlers "Jagdverhalten - Wege in den Freilauf" bin aber noch recht am Anfang. Hat jemand durch Coursing Veränderungen auf das Jagdverhalten bei seinem Hund gesehen? Wird das besser/schlechter? Meine Hündin hat keinen super unkontrollierbaren Jagdtrieb, sie steht trotz Pubertät gut im Gehorsam, ich kann sie auch in übersichtlichen Gebieten ableinen und sie hat noch nie etwas gejagt in dem Sinne, aber ich weiß das sie ein Jagdhund ist und möchte da natürlich nichts falsch machen. Muss ich mich drauf einstellen das sie auch dann beim normalen Spaziergang denk sie darf hetzen wenn sie was sieht oder kann sie das lernen das hetzen nur da und da erlaubt ist?


    - und um beim Buch zu bleiben. Wenn man weiß das Hetzen Dopamin ausschüttet, und erst "fangen, zerlegen und fressen" Endorphine und somit (nach meinem Verständnis) dumm gesagt, der Jagdtrieb befriedigt wurde, wie sieht das beim Coursing aus? Dürfen die Hunde den "Hasen" auch fangen und dann gibts sofort was zu essen? (Aber dann können die ja nur 1 mal laufen?) oder ist Hetzen an sich schon selbstbelohnend und somit reicht das? Wie oft/lange können Hunde denn laufen (nicht Competition)?


    - Wie fit muss ein Hund sein? Wir bewegen sie viel und sie ist gut bemuskelt, wir waren auch schon beim Tierarzt zu fragen ob sie bereits ausgewachsen ist. Aber wir fahren kein Fahrrad mit ihr (wir leben ländlich, seeeehr hügelig, und es gibt praktisch nur eine stark frequentierte Hauptstraße durchs Dorf, mein Auto ist zu klein um ein Fahrrad einzupacken und wohin zu fahren wo es ginge), sollten wir trotzdem mit ihr als Vorbereitung Fahrrad fahren? Joggen mag sie nicht so gerne.



    So, vielen lieben Dank wenn sich jemand die Zeit nimmt mir zu antworten. :nicken:

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  • l'eau kann dir da bestimmt weiterhelfen, ich ruf sie mal. Sie macht mit ihrer Jin neben Agility auch Coursing.

    "and into the forest I go, to lose my mind and find my SOUL" (John Muir)

    Liebe Grüße von Lina &

    dem kleinen "Tyrannosaurus" Rex *29.10.2014, Langhaar-Chihuahua sowie Yorkie-Maus Jasmin, *03.12.2014

    Teilzeit-Fellnasen: Juli, *2010, Deutsch-Kurzhaar-Ballkönigin & Luna, *ca 2013, bulgarische Straßenhundprinzessin

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  • Zum Coursing kann dir l'eau genaueres erzählen.


    Ich gehe weil ich nur unregelmäßig Zeit habe mit meinem Whippet ab und an auf die Rennbahn. Hier in meiner Gegend finde Coursing nur ab und an im Sommerhalbjahr am Wochenende vom Rennbahn Verein organisiert statt. Wenn es nur Training ist kann man hier einfach so gegen kleine Gebühr mal mitmachen und braucht wenn der Hund alleine läuft (was er die ersten male normal tut) noch keinen Maulkorb.

    Wettbewerbe gehen mit deinem Mix nicht.


    Ich würde den Hund definitiv vor solchen Belastungen mal vom Tierarzt durchchecken lassen.

    Grundfittness und etwas Ausdauer schaden nie, dafür musst du aber nicht unbedingt joggen oder Radfahren. Wenn er viel Auslauf hat und Freilaufen darf reicht das. Ihr fangt im Rennsport eh mit kleinen Distanzen an, die einen gesunden Hund der Bewegung hat nicht schaden.


    Bei meinem Hund hatte die Rennbahn weder positive noch negative Auswirkungen auf den Jagdtrieb.. außer einmal ist sie zu einem Gartenzaun gerannt als jemand da einen Rasenmäher gestartet hat der so klang wie die Hasenzugmaschine :ugly: Die können wild und Rennbahn schon unterscheiden. Mein Hund läuft viel frei.


    Die Hunde erreichen den Hasen irgendwann (Kill) und dürfen auch mal reinbeißen. Das reicht normal.

    Zu essen gibt es nichts - damit sollte man nach sportlichen Höchstleistungen auch ein bisschen warten.


    Ich würde sagen probier es einfach mal aus wenn Corona vorbei ist. Am Anfang läuft den Wuffel eh nur ein Stück geradeaus. Normal ist das erste Mal umsonst. Rennbahn kannst du genauso mal testen.


    Edit: wo wohnst du denn? Offenbach ist auch von mir aus der nächste Verein, aber ganz besonders gut finde ich Hünstetten. Wenn das von dir aus noch erreichbar ist schreib lieber denen mal ;) ich fahre immer lieber weiter und da hin..

    In Darmstadt ist auch einer aber da war ich noch nie..

  • Ah okay, vielen Dank schon mal für die Antworten! Wettbewerbe nicht mitmachen können find ich nicht schlimm, Rasenmäher kann ich im Auge behalten :ugly::lol:

    • Neu

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Ich wurde gerufen, da bin ich :D


    Coursing ist ein toller Hundesport für jeden Hund, der gerne hetzt. Beim Training dürfen idR Hunde alle Rassen laufen - Windhunde (die Wettkämpfe laufen) werden zwar bevorzugt, aber jedenfalls bei uns im Verein sind nie derart viele Leute beim Training, dass ein Hund nicht laufen könnte. Bei uns laufen regelmäßig Tibet Terrier, ein Pudel ist auch hin und wieder da und sogar einen Chow Chow hatten wir schon.


    Thema Maulkorb: Ich habe gelesen dass das ist, damit die Hunde sich untereinander nicht verletzen. Ist das beim Training dann auch Pflicht?

    Außerdem ist der Maulkorb zum Schutz des Hasen wichtig - selbst mit Maulkorb wird er (am Kill) oft ziemlich gefledert und manche Hunde geben ihn auch nicht mehr so einfach aus.

    Da dein Hund ein Mischling ist, wird er vermutlich beim Training eher einzeln laufen. Ob er da Maulkorb tragen muss oder nicht, musst du mit dem Verein klären. Bei uns laufen im Training auch regelmäßig Hunde ohne Maulkorb.


    Thema Jagdverhalten: Ich lese gerade Anja Fiedlers "Jagdverhalten - Wege in den Freilauf" bin aber noch recht am Anfang. Hat jemand durch Coursing Veränderungen auf das Jagdverhalten bei seinem Hund gesehen? Wird das besser/schlechter? Meine Hündin hat keinen super unkontrollierbaren Jagdtrieb, sie steht trotz Pubertät gut im Gehorsam, ich kann sie auch in übersichtlichen Gebieten ableinen und sie hat noch nie etwas gejagt in dem Sinne, aber ich weiß das sie ein Jagdhund ist und möchte da natürlich nichts falsch machen. Muss ich mich drauf einstellen das sie auch dann beim normalen Spaziergang denk sie darf hetzen wenn sie was sieht oder kann sie das lernen das hetzen nur da und da erlaubt ist?

    Entweder der Hund hat Jagdtrieb oder nicht. Man kann mMn durch das Coursing nichts wecken/verstärken, was nicht eh schon da ist.

    Allerdings wird die Fitness des Hundes erhöht, was ihm u.U. bei einer echten Hatz höhere Chancen einräumen könnte.


    Hunde sind auch nicht doof: die wissen ganz genau, dass das beim Coursing nur ein Spielzeug (im weiteren Sinne) ist - manche Hunde laufen deshalb gar nicht, weil sich das für sie nicht lohnt, hinter echtem Wild würden sie aber sofort hinterher gehen.


    und um beim Buch zu bleiben. Wenn man weiß das Hetzen Dopamin ausschüttet, und erst "fangen, zerlegen und fressen" Endorphine und somit (nach meinem Verständnis) dumm gesagt, der Jagdtrieb befriedigt wurde, wie sieht das beim Coursing aus? Dürfen die Hunde den "Hasen" auch fangen und dann gibts sofort was zu essen? (Aber dann können die ja nur 1 mal laufen?) oder ist Hetzen an sich schon selbstbelohnend und somit reicht das? Wie oft/lange können Hunde denn laufen (nicht Competition)?

    Am Ende jedes Coursings (oder auch Rennens) steht der sog. Kill - an dieser Stelle hält der Hasenzieher den Hasen an, so dass die Hunde ihn erwischen. Der Kill gehört lt. Reglement zum Coursing dazu - ein Hund, der keinen Kill zeigt, bekommt eigentlich keine Lizenz. Essen gibt's bei mir nicht (sofort) nach dem Coursing. Die Hunde sind aufgeheizt und voll Adrenalin, die werden dann erstmal abgelaufen. Außerdem gibt es idR zwei Durchgänge und damit der Hund net mit vollem Magen rennen muss, gibt es dazwischen nichts zu Essen (für den Hund, wir Menschen haben da idR Mittagspause :p). Bei einem Wettkampf geb ich Jin aber irgendwann nach dem zweiten Durchgang Futter - sie wird sonst unleidlich und da sie die Siegerehrung eh überflüssig findet, ist so ihre Laune dabei akzeptabel; außerdem ist bei einem Wettkampf dann sowieso irgendwann Abendessenszeit.

    Training dauert nicht so lang, so dass es idR erst daheim zur normalen Abendessenszeit Futter gibt.

    Aber so glücklich wie Jin vom Coursingfeld kommt, glaube ich auch nicht, dass ihr da irgendwas fehlt.

    Windhunde sind extrem auf den Teil des Jagens, der das Hetzen bildet selektiert (im Gegensatz zu z.B. Vorstehhunde, die auf das Anpirschen selektiert sind oder Schweißhunde, die auf die Suche selektiert sind) - das ist der Teil, den sie richtig, richtig toll finden; das Essen am Ende brauchen Windhunde nicht um Glücklich zu sein. Und meiner Beobachtung nach auch alle anderen Rassen, die ich bislang am Coursing gesehen habe nicht.


    Und jeder, der sich schonmal körperlich sehr verausgabt hat, kennt das Glücksgefühl am Ende - ich denke, ziemlich genau das, was ein Hund beim Coursing fühlt. Eine leckere Portion Lasagne macht auch glücklich - aber ich kann für mich behaupten, dass das Glücksgefühl am Ende eines schnellen Canicrosslaufs ein deutlich größeres ist als das beim Lasagne Essen (und das sage ich als Sportmuffel :lol:).


    Wie fit muss ein Hund sein? Wir bewegen sie viel und sie ist gut bemuskelt, wir waren auch schon beim Tierarzt zu fragen ob sie bereits ausgewachsen ist. Aber wir fahren kein Fahrrad mit ihr (wir leben ländlich, seeeehr hügelig, und es gibt praktisch nur eine stark frequentierte Hauptstraße durchs Dorf, mein Auto ist zu klein um ein Fahrrad einzupacken und wohin zu fahren wo es ginge), sollten wir trotzdem mit ihr als Vorbereitung Fahrrad fahren? Joggen mag sie nicht so gerne.

    Coursing ist Hochleistungssport, man kann nicht sehr gut beeinflussen, wie sehr sich der Hund verausgabt - und die meisten Hunde geben beim Coursing wirklich alles. Dementsprechend sollte ein Hund körperlich fit sein, über gute Muskulatur verfügen, nicht übergewichtig sein und ausreichend kurze Krallen haben. Außerdem ist es nicht schlecht, wenn man den Hund ärztlich durchcheckt (Gelenksröntgen (ED und HD) und Herz).

    Ein Hund, der ausreichend viel Spazieren geht und dabei viel frei läuft und tobt, hat idR schonmal eine ausreichende Grundfitness. Noch etwas Ausdauertraining (Laufen, Radfahren, Wandern) schadet mMn nicht.

    Außerdem achte ich persönlich noch etwas auf eine starke Rückenmuskulatur (Jin hat u.a. deshalb "Hase" und "Männchen" gelernt).


    Beim Training laufen oft "ganz normale" Familienhunde (seien es Windhunde oder andere Rassen) problemlos und mit viel Spaß. Da mein Hund auf Wettkämpfen läuft, achte ich natürlich mehr auf ihre Fitness.

    Allerdings kann man die Streckenlänge unterschiedlich lang wählen und die Coursing-Teams der Vereine können oft ganz gut einschätzen, was sie einem Hund zumuten können. Gerade beim ersten Mal, lässt man die Hunde oft kürzere Strecken laufen - gerade wenn es keine typischen Coursingrassen sind.



    :???:Ich glaube, ich hab jetzt erstmal alles wichtige gesagt. Falls nicht oder weiter Fragen aufgetaucht sind - wie du (und alle) sehen kannst: ich schreibe gern über den Sport :ops:

  • Viiiielen lieben Dank für den ausführlichen Bericht und den Hinweise zu Check up, Rückenmuskulatur und Krallen usw! (Das bietet sich ja jetzt idealerweise an schon mal aufzubauen) Also das klingt auf jeden Fall nach etwas das wir mal ausprobieren müssen:nicken:.

    Und wenn ich noch Fragen darf :sweet: Wie sieht das mit dem Alter aus? Reglementiert jeder Verein das individuell und was ist deiner Erfahrung nach ein "gutes" Alter?

    Und was ist eine sinnvolle Frequenz zum Besuch einer Rennbahn? Wie viel Ruhepausen sollten dazwischen liegen? Macht man das mehr als 1 mal die Woche? Ist 1 Mal im Monat schlecht wegen fehlender Kondition? Und was ich noch nicht ganz verstanden habe, warum laufen Mixe eher alleine (und reinrassige dann Zusammen?) Pushen sich die Hunde da gegenseitig oder was ist da der Hintergrund? Und wie sieht das Auslaufen aus? Einfach auf dem Grundstück auf der Wiese etwas stöbern?

  • Viiiielen lieben Dank für den ausführlichen Bericht und den Hinweise zu Check up, Rückenmuskulatur und Krallen usw! (Das bietet sich ja jetzt idealerweise an schon mal aufzubauen) Also das klingt auf jeden Fall nach etwas das wir mal ausprobieren müssen:nicken:.

    Und wenn ich noch Fragen darf :sweet: Wie sieht das mit dem Alter aus? Reglementiert jeder Verein das individuell und was ist deiner Erfahrung nach ein "gutes" Alter?

    Und was ist eine sinnvolle Frequenz zum Besuch einer Rennbahn? Wie viel Ruhepausen sollten dazwischen liegen? Macht man das mehr als 1 mal die Woche? Ist 1 Mal im Monat schlecht wegen fehlender Kondition? Und was ich noch nicht ganz verstanden habe, warum laufen Mixe eher alleine (und reinrassige dann Zusammen?) Pushen sich die Hunde da gegenseitig oder was ist da der Hintergrund? Und wie sieht das Auslaufen aus? Einfach auf dem Grundstück auf der Wiese etwas stöbern?

    Alter:

    Wirkliche Belastung also ganze Runden laufen Hunde erst ab einem Jahr, große Rassen etwas später.

    Anfangen kann man hobbymäßig auch mit älteren Hunden, so lange sie fit sind und Spaß daran haben. Ggf laufen Senioren nur kurze Strecken geradeaus.

    Wer es professioneller machen will gewöhnt schon Junghunde an den Hasi, die Startbox und das ganze drum rum um zu vermeiden, dass der Hund evtl erwachsen nicht rennt - ist aber selten dass sie es erwachsen nicht mehr lernen, für wen der Sport sehr wichtig ist, der möchte aber kein Risiko eingehen / es dem Hund leichter machen.


    Frequenz:

    Ein trainierter Hund rennt in der Regel zwei mal an einem Renntag eine ganze Runde auf der Rennbahn. Training ist in Offenbach nur einen Tag die Woche am Wochenende- oder fällt für dich aus wegen Wettbewerbstagen, Shows, dein Hund ist läufig, zu heiß, Platz unter Wasser.. deswegen fahren die meisten dann an solchen Wochenenden zur nächsten Rennbahn. Ich wohne ja auch fast in AB, bis Hünstetten ist es nicht mal eine std - gerade zum Sport kennen lernen schöner, weil ruhiger, die Hunde rennen Richtung Wald statt an der Bande mit Menschen lang etc. Es wird mehr auf Sicherheit der Hunde geachtet.

    Einmal die Woche ist eine Frequenz die man wenn man nicht durch halb Deutschland fährt oder selbst eine Zugmaschine baut schwer halten kann - im Winter geht eh nichts. Also schau einfach wie du es schaffst.

    Kondition ist nie schlecht aber ein Marathonläufer ist nicht Automatisch ein guter Sprinter. Freilauf trainiert Sprints. Manche lassen die Kinder mit einer reizangel übers Feld vorlaufen und dann den Hund los. Ich habe meinen Hund schon eine DJI-Drohne jagen lassen. Andere bauen sich gleich eine Zugmaschine in den Garten. Also man kann auch Sprints üben. Fürs reine Hobby bei einem Hund der viel frei läuft meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig.


    Mixe und alleine laufen:

    Man lässt normal nicht wild sehr unterschiedliche Rassen laufen. Allein zb sehr große Windhunde und sehr kleine bringt Verletzungsgefahr oder die Gefahr dass die großen ins Jagtverhalten kippen etc.

    Manche Fremdrassen haben ganz andere Eigenschaften als die klassischen Windhunde, verteidigen zb die Beute beim Kill aggressiv, gehen andere an, rempleln oder drehen mitten auf der Bahn um wenn Frauchen weit weg ist etc. (Gibt es aber auch alles bei Windhunden ab und an).

    Das wird man sich einfach erst mal anschauen. Auch Windhunde rennen die ersten Runden alleine oder mit erfahrenen Hunden die sie gut kennen, wo man weiß das passt. Wenn dein Hund fokussiert rennt und es da einen Hund gibt mit dem er sich gut versteht mit dem ihr mal Gassi wart werden die auch zusammen rennen können. Viele möchten dann aber dass der andere Hund Maulkorb trägt zum Schutz des eigenen. Es ist einfach ein Sport in hoher Erregungslage mit Hunden deren Haut bei kleinen Ratschern oft direkt aufreißt..


    Auslaufen macht man normal in dem man den Hund locker an der Leine trabend führt bis er wirklich runter gekommen ist. Beim Stöbern bleibt der Hund ja stehen und das soll er nicht..

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