Bullterrier

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    Hallo, ich bin neu hier und würde mich freuen über eure Erfahrungen mit Bullterriern (vorzugsweise Standard) zu lesen.


    Ich hatte noch nie einen Terrier und der Bullterrier scheint auch nochmal ein ganz spezielles Kapitel zu sein.


    Gibt es hier Besitzer oder Kenner der Rasse, die ein wenig über ihre Erfahrungen mit der Rasse schreiben möchten?


    Besonders hervorgehoben wird in Artikeln meist die Sturheit, das „Clown“ sein und die liebevolle Art.


    Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit, aber vielleicht gibt es doch noch Eigenschaften die sich speziell auf die Rasse beziehen und die man nicht unbedingt überall nachlesen kann.


    LG

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  • Ich hatte auch einen Bullterrier nur leider nicht sehr lange...

    Aber ich kann wirklich sagen, dass diese Hunde einfach super sind. Meine Hündin war sehr verkuschelt und auch die Tiere von der Züchterin. Ich kann im großen jetzt nur von meiner Hündin reden aber auch auf Aufstellungen ist es mir aufgefallen, dass bullis sehr lebhafte und freudige Hunde sind. Unsere Hündin hat sich auch super mit unserem Ersthund vertragen und beide liebten sich. In meinen Augen ist ein Bulli auch ein sehr guter Familienhund!


    LG

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wir haben einen Mini Bulli in der Nachbarschaft. Sie ist Menschen gegenüber ein Herzchen, mit allen Hunden, die sie nicht seit Welpenzeit kennt jedoch unerträglich und beißt dann auch.

    Ansonsten ist sie ein kleiner Sturkopf, wenn sie keine Lust hat, weiterzulaufen, legt sie sich eiskalt hin. Zuckersüß, ein kleiner Panzer, doof und ja, ein kleiner Clown.

    Ich finde sie sehr witzig, für mich wäre es absolut nicht der passende Hund.

    “Dogs are great. Bad dogs, if you can really call them that, are perhaps the greatest of them all.”


    ― John Grogan, Marley and Me: Life and Love With the World's Worst Dog

  • Oh schön, danke für eure Antworten bisher :) Ich glaube auch dass Standard und Miniatur sich sehr ähnlich sind - aber kann es nur vom Hören-Sagen-Lesen nachplappern. Bin auch nicht festgelegt auf unbedingt Standard. Lg und einen schönen Abend!

  • Hi Orca87 !

    Wie sind die Eierköppe so... Tja. Anders. :lol:

    Ich habe einen Mini Bullterrier. Eigentlich sind die aktiver als die Standard, aber meiner hat das Merkblatt offensichtlich nicht gelesen. :lol:


    Erstmal die negativen Seiten:

    Der Standard steht eigentlich überall auf der Rasseliste. Ich sehe du bist aus Wien. Dort steht er auch auf der Rasseliste und vor allem: egal was du tust, der Bullterrier muss außerhalb deines Gartens immer (!) angeleint sein und Maulkorb tragen.

    Ich persönlich würde mir keinen Hund holen der Zeit seines Lebens draußen immer gesichert werden muss.


    Bullterrier sind:

    Schwer. Wie Panzer, sie haben auch das Körpergefühl eines Panzers.

    Du wirst immer irgendwo blaue Flecke und Kratzer haben wenn du einen Bullterrier hast. Die knabbern dir zärtlich und liebevoll am Zeh, um dir ihre Liebe zu zeigen. Während du versuchst nicht zu laut zu schreien (weil sonst die sensible Seele des Bullterriers erschrickt) und den Fuß wegziehst, kraulst du den Hund erstmal durch und guckst dir dann den schmerzenden, puckernden Zeh an.

    Meiner ist grad blau. Genau deswegen. Feste Schuhe tragen ist grad etwas schmerzhaft. :tropf: Aber man gewöhnt sich dran!

    Oh! Wenn sie merken das sie dir wehgetan haben wollen sie es wieder gutmachen. Was zu mehr Schmerzen führt, weil sich der 30 Kilo Hund besorgt auf dich wirft und dir die dicke Nase gegen dein Gesicht rammt um zu gucken wie er dich trösten kann...


    Sie sind meist nicht besonders intelligent.

    Tricks üben scheitert oft nicht nur an der Sturheit, sondern eben auch daran das sie häufig nicht verstehen was du von ihnen willst.

    Generell heißt es: "Dein Bulli kann Sitz, Platz und kennt seinen Namen? Glückwunsch, er hat Abitur!"


    Sie sind stur!

    "Nein, es regnet. Ich geh nicht raus!" heißt du hast keine Chance. Entweder ihr bleibt drinne oder du zerrst den Hund unter Aufbietung all deiner Kraft nach draußen, während der Bullterrier alle 4 Pfoten in den Boden stemmt und Felsblock spielt.

    "Die Sonnenflecken haben sich verschoben! Oder der Wind hat gewechselt. Oder ich hab keine Lust mehr." und zack, der Hund steht. Mitten beim Überqueren der Straße. Beim Gassi. Egal wo, der Hund stoppt, durchaus auch aus vollem Lauf. Und dann steht er. Entweder wartest du bis er wieder weitergeht (zwischen 1 Minute und 45 Minuten, laut eigener Erfahrung) oder du zerrst ihn unter Aufbietung aller Kräfte weiter.


    Zum Stursein kommt noch das sie totale Gewohnheitstiere sind.

    Du gehst an Kreuzung A immer links? Dann wirst du den Rest des Hundelebens links gehen. Rechts existiert dann nämlich garnicht mehr für den Hund und wenn du doch mal rechts willst... Zerrst du den Hund unter Aufbietung.. Äh, ja, ich glaub das hab ich schonmal erwähnt...

    Du stellst den Wassernapf auf die andere Seite des Flurs? Der Bullterrier wird vor dem üblichen Platz stehen und völlig verwirrt sein warum da kein Wasser mehr ist. Zeigst du ihm den neuen Platz kann es durchaus sein das du beim nächsten Mal durch den Flur gehen merkst das alles pitschnass ist, weil der Wassernapf unter großen Mühen wieder an den üblichen Platz geschoben wurde.


    Sie haben keinen Sinn für Gefahr.

    Und das ist wirklich anstrengend! Steilufer? Der Hund springt runter. Ein Rohr irgendwo? Der Hund ist drin. (Und die Feuerwehr schickt dir die Rechnung nachdem sie deinen Hund aus dem Grabenrohr geholt haben, inklusive Boden aufreißen, Betonröhre zerstören und alles wieder neu machen) Dünnes Eis auf dem See? Der Hund latscht drüber und bricht ein.

    Schwimmen können die übrigens oft nicht!

    Diese Liste lässt sich endlos fortsetzen und ist für mich persönlich wirklich das negativste an der Bullterrierhaltung. Man muss solche Gefahren immer zuerst sehen und den Hund anleinen. Was auch bedeutet das man sich bei schönem Wintergassi der Länge nach in den eiskalten winzigen Bachlauf wirft um zu verhindern das der Hund im Rohr verschwindet.

    Wir haben hier einen hübschen Bach. Der leider teils ein sehr steiles Ufer hat. Arren ist dort immer, immer, immer an der Leine! Es ist nämlich nicht schön wenn der geliebte Hund sich durchs Gestrüpp wirft und dann 5 Meter Steilufer runtersegelt. Das er nicht wieder hochkommt.

    Ich habe an dem Tag sicher 20 Jahre meiner Lebenszeit verloren und draus gelernt habe nur ich. Nicht der Hund. Die lernen nämlich nix aus sowas.


    Andere Hunde.

    Als Welpen und Junghunde sind die einfach die Pest. Distanz kennen die nicht, die freuen sich über jeden Hund und zeigen das in dem sie dem anderen aus vollem Lauf mit allen 4ren ins Gesicht springen. Was die anderen Hunde verständlicherweise nicht wirklich toll finden!

    Werden die Eierköppe dann erwachsen wird es anders. Die meisten habens dann nicht mehr wirklich mit anderen Hunden und gleichgeschlechtlich schon garnicht!

    Da muss man als Halter dann auch wirklich aufpassen! Ein Bullterrier ist ein Terrier und die geben nicht auf und lassen nicht los.

    (In den ersten 2 Jahren sind die echt anstrengend! Für alle!)


    Sie sind schon gerne eklig.

    Furze der Hölle, egal welches Futter. Sie rülpsen einem gerne ins Gesicht. Oder niesen dir ins Gesicht. (Sehr nass. Und schmerzhaft, wenn sie zu dicht dran sind!)

    Und so wasserscheu sie sind, sie wälzen sich gerne in ekligen Dingen. :lepra: Fuchskacke. Marderpisse. Katzenscheiße.

    Oder sie fressen es. Auch nicht besser!


    Sie stehen oder liegen immer im Weg!

    Immer. Totale Stolperfallen.


    Sie jagen.

    Ohja. Die meisten hassen auch Katzen.

    Und wenn sie was erwischen überlebt es die Beute nicht.


    Sie haben eine andere Körperhaltung.

    Das macht sie für sehr viele Menschen schwer lesbar. Wenn so ein Koloß da so steif angewalzt kommt glauben viele er ist auf Angriff, dabei ist das nicht so. Das führt zu vielen Mißverständnissen und auch viel Angst bei anderen Menschen.


    Womit wir zum letzten Punkt kommen.

    Die anderen Menschen... Die dir durchaus das Leben schwermachen werden.

    Ich wurde schon so oft aufs derbste von wildfremden Leuten angepöbelt, nur weil Arren an der Leine neben mir halt existiert. Wir wurden beschimpft, bespuckt, manche Idioten treten nach dem Hund (oder werden anderweitig handgreiflich).

    Es wurde weniger in den letzten Jahren, zumindest hier wo ich wohne. Aber noch heute ist es so das ich aufpasse welche Farben mein Hund trägt.

    Arren trägt ausschließlich rosa in allen Schattierungen, gerne mit Blümchen oder Hello Kitty bedruckt oder sowas.

    Trägt er was gelbes oder rotes gehört uns die Straße. :ka:




    Sie lieben Menschen.

    Und glauben alle Menschen lieben sie. Sie wollen zu jedem hin, wollen das jeder sie streichelt. Offene Haustüren sind Einladungen, offene Autotüren auch. Sie gehen mit jedem mit.


    Kinder sind meistens das Allerbeste was es auf der Welt gibt.

    Man muss aber sehr aufpassen, weil sie eben so grobmotorisch sind. Und die meisten Eltern sind nicht begeistert wenn da ein Bullterrier angewalzt kommt...


    Sie sind wie Kuscheltiere.

    Am liebsten dich an dir dran, Körperkontakt ist lebenswichtig! Und sie lieben es gekrault, gestreichelt, massiert zu werden. Kannst du machen bis dir die Finger abfaulen, der Bulltierrier ist immer unterkuschelt!


    Sie begleiten einen überall.

    Eiscafe, Restaurant, Feld, Wald, Citybummel... Egal. Hauptsache dabei.

    (Aber viele habens nicht so mit Leinenführigkeit, fast alle die ich kenne ziehen an der Leine. Man lernt damit zu leben.)


    Sie sind absolute Herzchens.

    Sie trösten, sie wärmen dich wenn du krank bist, sie freuen sich wenn du dich freust. Und sie haben eigentlich immer gute Laune.

    Sie werden zu einem Teil von dir, wie eine Art abnehmbares Körperteil.

    Sie sind einfach speziell und sehr, sehr liebenswert.

    Wenn man der Mensch für Terrier ist!




    Im Weg stehen beim Bettaufbauen:

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    Immer im Arm liegen müssen:

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    Dreckschwein!

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    EDIT: Völlig vergessen! Der Standard kann durchaus 40 Kilo erreichen. Das ist ne Menge Hund! Und 40 Kilo ausflippenden Bullterrier zu halten weil auf der anderen Straßenseite grad ein Eichhörnchen flitzt ist durchaus eine Herausforderung!

    Troublemakers, die tun nix! Die wollen nur spielen!
    Prinz Arren: 03.04.2012* Mini Bullterrier
    Prinz Hamilton: 26.09.2012* Whippet


    Vorgegangen, unvergessen: Trolly † 2002, Löle †2012 und die anderen

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