Negative Aufmerksamkeit bei Knabberei

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    Hallo liebe Hunde Community,


    ich habe seit Sonntag meinen kleinen Freund Lias, der mich etwas auf Trab hält. Er ist ein weißer Schäferhund von 10 Wochen. Er hat sich schnell auf mich fixiert und hatte sich nach quasi einem Tag und einer Nacht auch schon vom Trennungsschock seiner Geschwister und Eltern erholt. Beim Einzug habe ich ihm nur kurz Küche und mein Zimmer gezeigt, nach viereinhalb Stunden Fahrt war er total erledigt und gegessen hatte er davor auch wenig.

    Soweit so gut.

    Eines meiner beiden aktuellen Problem sieht folgendermaßen aus: An meiner Türe verläuft ein Lan Kabel, das der kleine Racker irgendwann für sich entdeckt hat, an dem man ja kauen und ziehen kann. Das macht er gerne auch am frühen Morgen oder wenn er vom Tagesschläfchen aufgewacht ist. Momentan habe ich eine Box davor gestellt, doch die muss irgendwann wieder weg und er wird das Kabel wieder entdecken. Mein Motto ist, dass er mit seinen Spielsachen (Ball, Decke, Kissen und ein geopferter Teppich) machen kann was er will, ich ignoriere es einfach. Wenn Lias nun aber am Kabel, der Steckdose oder an anderen Dingen knabbert, wie z.B. am Bett, am Stuhl oder Schrank, zieht muss ich zwangsläufig einschreiten. Zum einen aus gesundheitlichen Gründen zum anderen um ihm Grenzen zu setzen. Allerdings erhält er damit eine negative Form von Aufmerksamkeit: Wenn ich ihn ignoriere oder er sich langweilt, dann knabbert oder zieht er daran und bekommt meine Aufmerksamkeit.

    Wie handhabt ihr die Knabberattacken eurer Welpen? Was kann man dagegen tun? Ich danke euch schonmal für eure Tipps!

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  • Kann man das Lankabel aus der Gefahrenzone neben? Das wäre am Einfachsten.

    Oder Router drahtlos?

    Was knabbern angeht, aufpassen und verbieten, aufpassen muss man trotzdem. Oder was anderes zum Knabbern geben und den Welpen räumlich begrenzen, aber nicht in einer Box, gibt Türgitter.

    Ich glaube aber, dass man einen generellen Knabberschwund einkalkulieren muss.

    Auch wenn man Knabberzeug als Alternative gibt, wird auch mal was anderes angeknabbert...

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  • Negative Aufmerksamkeit ist ja son moderner Begriff aus der Kindererziehung, da ist er auch schon zweifelhaft, aber bei Hunden würde ich das ganz außer Acht lassen.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wenn Lias nun aber am Kabel, der Steckdose oder an anderen Dingen knabbert, wie z.B. am Bett, am Stuhl oder Schrank, zieht muss ich zwangsläufig einschreiten. Zum einen aus gesundheitlichen Gründen zum anderen um ihm Grenzen zu setzen.

    Das wird nicht das Einzige bleiben, an dem er knabbern wollen wird ...

    Allerdings erhält er damit eine negative Form von Aufmerksamkeit: Wenn ich ihn ignoriere oder er sich langweilt, dann knabbert oder zieht er daran und bekommt meine Aufmerksamkeit.

    Das schätzt du ziemlich richtig ein. Es besteht die Gefahr, dass der Hund lernt: Kabelknabbern = Juhu, ich bekomm Aufmerksamkeit.

    Sowas wie Kabel, rumstehende Router, Schuhe etc würd ich einfach mal wegräumen, auch wenn die Wohnung dann eine Weile lang etwas verunstaltet aussieht, weil alles hochgelegt ist usw. Da kannst du kreativ sein mit Kabelschellen, Plastikverbindern usw. So schlägst du drei Fliegen mit einer Klappe:

    1. Du kannst entspannter sein und musst nicht immer auf Hundi fokussiert sein, weil du weißt, es kann weniger passieren. Ist eh gut für den hund, wenn der Fokus des Menschen sich mal woandershin richtet.
    2. Der Hund hat weniger Gelegenheit zum Mist bauen - du musst ihn weniger maßregeln. Immer nur dem Hund auf den Deckel geben ist ja für keinen von euch schön, ist doch cooler, die Gelegenheiten zum Mist bauen zu minimieren. Abgesehen davon kann so ein kleiner Wutz ja eh noch keinen Abbruch und du solltest diesen Abbruch auch (später, später) richtig einüben. Welpen kommen ja erstaunlicherweise NICHT mit der Fähigkeit auf die Welt, das Wort "Nein!" zu verstehen, auch wenn viele Menschen das zu denken scheinen. Der Hund muss ja jetzt erstmal lernen, dass du nett und cool bist!
    3. Die Gelegenheiten zur o.g. Fehlverknüpfung werden weniger.

    Wie handhabt ihr die Knabberattacken eurer Welpen? Was kann man dagegen tun? Ich danke euch schonmal für eure Tipps!

    Siehe oben, vor allem weniger Knabbergelegenheiten geben. Dann auch:

    • Weitere Hilfsmittel benutzen, je nach Wohnsituation kann etwa ein Welpenauslauf hilfreich sein oder du kannst besonders gefährdete Möbel wegräumen; es gibt glaub icha uch so ein bitteres Zeugs zum einreiben von Tischbeinen und so
    • Den Hund aktiv umlenken. Der weiß ja noch nicht, was erlaubt ist und was nicht. Musser erst lernen! Immer, wenn er nun an Objekt X knabbert, gibst du ihm sein Spielzeug stattdessen.
    • Und schließlich: Dafür sorgen, dass Hund nicht überlastet ist - je mehr Stress, desto knabber und zerstör (Knabbern und Erkunden der Welt mit den Zähnen ist auch normales Welpenverhalten, aber wenn sie gestresst sind, wird es oftmals mehr und nimmt überhand).
  • Es ist wirklich schwierig wirklich alles außer Hundereichweite zu stellen.. Ich habe schon vor dem Abholen soziemlich alles weg gepackt was für mich offensichtlich war, aber nach und nach entdecken die kleinen doch noch viel mehr Sachen an denen sie nicht knabbern sollen

    Ich muss ehrlich sein, die aller größte Hilfe war bei uns Teebaumöl mit Wasser verdünnt. Davon habe ich Anfangs ein paar Tropfen auf zb Kabel und Möbel draufgemacht, für die der kleine Interesse gezeigt hatte. Danach ist er gar nicht mehr an diese Stellen gegangen. Kann ich jedem Welpenhalter empfehlen!


    (Da muss man aber auch aufpassen dass die Hunde das auf gar keinen Fall irgendwie ins Gesicht oder Maul bekommen, kann bei sensiblen Hunden auch zu Allergien führen, habe ich gelesen)

  • Davon habe ich Anfangs ein paar Tropfen auf zb Kabel und Möbel draufgemacht, für die der kleine Interesse gezeigt hatte. Danach ist er gar nicht mehr an diese Stellen gegangen. Kann ich jedem Welpenhalter empfehlen!

    Und ich überleg mir gerade, dass das wohl auch sehr darauf ankommt wie groß die Wohnung ist und von wie vielen Stellen man spricht. Denn für die Hundenase ist das ja nun kein echtes Vergnügen, und wenn ich mir so einen Knirps mitten in einer Wohnung vorstelle in der es von allen Seiten für ihn total unangenehm riecht... :denker:

    "Wenn du es eilig hast - mach einen Umweg!"


    Neues von Sandor Terrorkrümel: Krümeliges

  • Danke für deine Anregung. Ja er knabbert immer mehr an und im Zuge der Konsistenz muss ich es ständig verbieten, dadurch gewinnt er aber immer Aufmerksamkeit. Kabel werde ich Alternativen testen, die eine Steckdose mit Kindersicherung versehen und hoffen, der Plastik Geschmack hält ihn irgendwann ab. Dann kann ich das zumindest ignorieren. Allerdings kratzt er auch an der Tapete, was problematisch mit dem Vermieter ist. Daher auch hier wieder, hinterher sein aber damit eine negative Form der Bestätigung haben.

    Überlastet ist er meiner Ansicht nach nicht, allerdings hat er nach jedem Fressen seine wilden zehn Minuten. Ich gehe erst mit ihm raus, aber egal ob nur kurz und dann zurück zum Verdauungsschlaf oder doch 30 Minuten, sobald er zurück ist, ist er so überdreht, dass er sein eigenes Spielzeug anbellt, knurrt, zerrt und tut. Versuche der Beißhemmung schlagen alle fehl. Aber das ist offtopic.

    Das Umlenken werde ich auch noch versuchen, aber auch hier schwingt ja wieder Aufmerksamkeit mit weil ich den Kontakt zu ihm eingehe.




    Ich komme mit der Multi Quotation nicht zurecht, daher manuell:
    Danke auch dir für deine Anregung Vivala, ich probiere es mal aus. Allerdings eher im Flur, weil ich in einem Zimmer mit ihm bin und er den Geruch ständig in der Nase hätte.

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