Mein Hund hat Angst vor meinem Freund

  • Also ignorieren finde ich ist das schlimmste was man einem Hund antun kann, er versteht doch gar nicht warum er ausgeschlossen wird.
    Für mich hört sich das richtig gruselig an was du schreibst, ohne dich angreifen zu wollen, ist nur meine Empfindung beim lesen.


    Warum schickt ihr sie denn weg, wenn sie fiept? Wie sieht ihre Körperhaltung dabei aus?
    Ich finde ihr Verhalten nur logisch ehrlich gesagt.

  • Bei uns gibt es leider keinen der spezialisiert ist und die in der Umgebung sind Mega unflexibel was die zeiten angeht. Das ganze durch reines Management zu lösen ist keine Lösung für uns ich wüsste gar nicht wie ich das mit Bereitschafts- und Wochenenddiensten regeln soll. An einen reinen Frauenhaushalt habe ich auch gedacht. Doch kann ich mir kaum vorstellen dass es hoffnungslos ist, den es gibt ja Fortschritte. Und wie bereit gesagt, ignorieren funktioniert nicht! Ich schätze es so ein, das er dadurch nur lernt das sein Verhalten die Männer fernhält. Und das bestätigt ihn ja nur. Er komm ja von allein und will auch Mal gestreichelt werden. Es gibt nur Phasen in denen das nicht geht und die werden jetzt wieder häufiger.

  • Es geht nicht darum dass es - wie Du das so schön dramatisch gesagt hast - bis zum Lebensende so sein soll.
    Zumal Ihr ja übers abgeben nachdenkt, da hat sich das mit "bis zum Lebensende" eh erledigt :smile:
    Der gedanke ist dass die Situationen welche für den Hund schwierig sind, eine Zeit lang vermieden werden.
    So hat der Hund eine Chance, aus dem Stress herauszufinden.
    Aber egal :smile:


    Die Frage, wie lange Ihr das ausprobiert habt, stelle ich erst gar nicht weil das Hundeli ja auch zwischendurch raus muss.


    Es hat sich ja einiges getan seit Deinem ersten Post (ich hab's grad durchgelesen) :bindafür: bravo!
    Ich hab natürlich noch mehr blöde Fragen :smile:
    Streicheln zum Beispiel - wenn dem Hund das nicht angenehm ist, warum tut Dein Freund es dann?
    Wie entstehen die Schnapp-Situationen? Warum kommt der Hund in die Bedrängnis, abschnappen? Zuschnappen? Reinschnappen? zu müssen?


    Ich weiss das klingt fies, so meine ich das aber nicht, gell.
    Ich gehe auch nicht davon aus dass Dein Freund ungut oder unfreundlich ist mit dem Hund :smile:
    Ich will Dir auch kein Training vermiesen - aber Du bist ja hier weil Du Hilfe brauchst.


    Grundgehorsamsübungen würde ich absolut weglassen.
    Ich würde meinen Freund ausschliesslich NUR Positives und Langweiliges machen lassen mit dem Hund :smile:
    Gassi schlendern, ohne gehorchen zu müssen. Wenn der Hund zieht, dann zieht er halt. Bequemes Sicherheitsgeschirr an und gut ist.
    Fresschen geben, Kekse reinschaufeln wie blöd, zusammen auf dem Sofa chillen (NICHT! anfassen! Hände weg!)...
    Alles was Gehorsam und "müssen" ist, täte ich selbst übernehmen.


    Warum:
    Primär nimmt das Druck beim Freund raus.
    Ich habe einen Schatz der Angst vor Hunden hat und selbst nie welche halten würde.
    Er darf einfach alles Angenehme machen. Die Pflichten übernehme ich. Meine Hunde - meine Pflichten. Ich achte darauf, dass er alles Gute und Angenehme hat mit den Hunden :smile:
    Ich schimpfe - Hund geht zum Hundepappi Trost suchen :D das ist perfekt für mich :smile:
    Weisst was ich meine?
    Lass Deinen Freund den Helden sein, lass ihn derjenige sein, der dem Hund "heimlich" einen keks reinstopft.
    Die sollen sich verbünden idealerweise :smile:


    Mach Du den Job mit den Pflichten und lass Deinen Freund geniessen.
    Auch das muss nicht bis an Euer jeweiliges Lebensende so sein, gell. Einfach mal Druck rausnehmen und sich wohlfühlen.
    Das Leben ist ein steter Fluss von veränderung, nichts ist starr und muss auf ewig so sein wie es ist.
    Aber jetzt im Moment geht's um das Wohl des Hundes - und darum dass Dein Schatz und Dein anderer Schatz sich wohlfühlen zusammen :smile:
    Nimm Druck raus.
    Das ist das was ich tue in solchen Situationen.

  • Also Du schreibst ja in Deinem Eingangspost, dass Remus sich auch mal neben Deinen Freund legt und sich streicheln lässt. Oder zumindest hat er das mal zugelassen.
    Was passiert, wenn er bei Dir ist, wo er sich ja scheinbar sicher fühlt und Dein Freund kommt dazu? Nicht gleich so nah, dass er Dich umarmen könnte, sondern einen Schritt. Hund bleibt ruhig: Lob, Leckerchen.
    Hund geht zurück: lass ihn.
    Also im Grunde das umgekehrte, was man bei Hundesichtungen / Hundekontakt machen würde.
    Wenn das eine Weile klappt, könnte Dein Freund ihm das Leckerchen geben.


    Ich seh das wie Samita. Du solltest ihn nicht ignorieren. Du bist gerade das Einzige, was ihm vermutlich in so einer gruseligen Situation hilft und Halt gibt.
    Und Dein Freund soll ihn ja auch nicht komplett ignorieren, sondern nur "negative Aufmerksamkeit" vermeiden. Ist schwer zu erklären, aber wenn Remus zu ihm kommt, freiwillig. Dann würde ich das ruhig und unaufgeregt belohnen mit Leckerchen, aber ansonsten kein großes Aufhebens drum machen - u.U. verwirrt ihn diese "Freude" noch viel mehr.


    Falls Ihr das nicht leisten könnt, weil Ihr zu wenig Zeit habt oder es Euch zu schwer fällt, dann bleibt wohl tatsächlich nur, einen geeigneten Platz zu suchen.

  • 8 Monate sind bei einem Angsthund überhaupt keine Zeitspanne.


    Unterlaßt bitte unbedingt das dein Hund nur von deinem Freund gefüttert wird. Das geht wirklich gar nicht.


    Ermöglicht dem Hund sein Futter angstfrei und ruhig zu sich nehmen zu können.


    Bei eurem bisherigen Vorgehen seht ihr ja, wohin das führt - es ist nicht besser geworden, sondern nun sieht der Hund nur noch den Ausweg nach vorne zu gehen, weil ihr ihn bisher überhaupt nicht versteht.
    Wenn ihr so weiter macht, ist der nächste Schritt, dass er nicht nur schnappt sondern richtig zu beißt.


    Am besten sucht ihr dem Hund ein zuhause bei einer Einzelperson

  • Die Gehorsamsübungen und das auf den Platz schicken kann dein Freund aber erst mal lassen.
    Viel ignorieren von Seiten deines Freundes wird ihm Sicherheit geben. Wenn er mit ihm raus muss, dann kann er das ja ganz behutsam tun. Aber mit wenig Ansprache, viel Ruhe und ohne irgendwelchesunnötiges Einwirken.

  • Remus zeigt deutlich an wenn ihm etwas unangenehm ist. Gestreichelt wird er nur wenn er kein Verhalten wie Angst oder Unsichherheit zeigt. Er kommt ja auch von alleine an, stupst ihn auch an und fordert schon Aufmerksamkeit ein. Vor allem wenn Essen im Spiel ist. Dafür wird er immer mit ruhiger Stimme und Futter belohnt. Er legt sich sogar schon an und zu auf den Rück und lässt sich genüsslich den Bauch kraulen. Wenn mein Freund dann aufhört wird er abgestumpft, dass er weiter machen soll. Geschnappt hat er wenn mein Freund mit ihm Gassi gehen wollte und dieser im Körbchen lag. Beim Leine anlegen. Seit dem hat er eine Schleppleine in der Wohnung dran.


    Er legt sich mittlerweile ganz von allein neben ihn. Wenn er in sein Körbchen will, wird er gelassen. Mein Freund lässt ihn dort völlig links liegen. Es steht aucj etwas abseits, sodass er nicht direkt an ihm vorbei laufe muss und Remus uns Trz im Blick hat.
    Bei mir kommt er gar nicht aufs Sofa, das habe ich ihm immer verboten. Mein Freund erlaubt es ihm, das nimmt er dankend an. Er legt sich sogar mit Körperkontakt neben ihn. Das kommt aber auch auf den Tag an. Er wird nie zu Körperkontakt gezwungen. Mein Freund ist im Moment zu Hause, bis seine neue Ausbilding beginnt. d.h. wir haben im Moment die Zeit.
    Das mit dem Held sein finde ich gut, quasi bin ich die strenge und er der gute. Das findenden gut und werde ich so machen. Das mit dem Ignorieren meinerseits war ja nur eine Idee, würde also nicht in die Tat umgesetzt.

  • Darf ich mal fragen, wie alt Remus ist?
    Er ist erst 8 Monate bei euch, aber denke, die Zeitspanne davor zu berücksichtigen ist auch ziemlich wichtig.
    Den Vorrednern kann ich mich nur anschließen. Einen Hund mit tiefsitzenden Ängsten zu "therapieren", ist sehr schwer.


    Ich habe irgendwo mal gelesen, dass eine Maus, die vor einem Raubvogel flüchtet, sagen wir mal 2 Minuten, dieselben 2 Minuten zur Erholung braucht. Körperlich und geistig.
    Ich weiß nicht, in wiefern man das auf einen Hund übertragen kann: aber wenn man davon ausgeht, dass er dauernd unter Angst/Stress stand, bevor ihr ihn geholt habt, braucht er mindestens dieselbe Zeit, um sich etwas erholen zu können, wenn ihr die Möglichkeit gebt - wenn nicht sogar länger. :ka:

  • Remus zeigt nur selten Angst wenn er gefüttert wird und sollte das Vorkommen bekommt er kein Futter. Er wird nie für ängstliches Verhalten belohnt. Mein Freund versucht es zu einem späteren Zeitpunkt einfach nochmal. Und wenn es gar nicht geht füttere ich ihn. Aber das werde ich weiterhin machen, denn das hat und viele Erfolge gebracht

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