Zum ersten Mal einen Zweithund im Haus.. Fragen

  • Hallo zusammen!

    Ich hätte eine Frage oder mehrere Fragen an die Mehrhunde-Besitzer hier.
    Wir haben seit fast 5 Jahren einen Rüden und er war immer Einzelprinz. Am Samstag ist eine Hündin aus dem Tierschutz bei uns eingezogen. Sie ist ca. 4 Jahre alt.
    Jedenfalls hat er sich unserer Ansicht nach, sehr fair verhalten. Er hat sie trotz ihrer großen Angst nicht bedrängt, sie durfte auf seinem Kissen liegen und auch aus seinem Wassernapf trinken. Wir erwarteten eigentlich etwas Gemotze. Er verhielt sich aber wie immer.
    Nun etwas was uns Sorge bereitet: Abends bekommt unser Ersthund Nassfutter, morgens Trockenfutter. Die Hündin frisst noch nicht so regelmäßig. Abend abends ist sie natürlich ganz heiß auf das Nassfutter. Wir füttern sie genau so wie unseren Ersthund. Sobald ich das Nassfutter zubereitet kommen sie beide an und das Geknurre geht los von Seiten unseres Ersthundes. Ich schicke sie dann beiden auf ihren Platz. Als das Futter fertig war sind sie nochmal beide auf und sich gegenseitig die Zähne gezeigt. Aber ziemlich heftig. Unser Ersthund hat sich dann leicht abgewandt und sie bekamen mit Abstand ihre Näpfe hingestellt. Ab dann ist es dann auch gut.
    Unser Ersthund knurrt auch sonst manchmal wenn er zB bei mir ist und sie kommt auch oder sie ihm auf seinem Schlafplatz zu nahe kommt.
    Ich weiß eigentlich, dass man nicht mit ihm schimpfen, sich nicht einmischen soll und sie erstmal machen lassen soll.. Aber das mit dem gegenseitigen Zähne zeigen macht mir schon Sorge.
    Gibt es hier Erfahrungen, Ratschläge? Ging es vielleicht auch jemanden so beim zusammenführen von mehreren Hunden? Wie regelt ihr die Fütterung? Wurde das irgendwann besser?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Liebe Grüße
    Cupcake3

  • Huhu, man sollte die Zwei auf keinen Fall „einfach machen lassen“! Es ist super wichtig das du von Anfang an die Regeln bestimmst. Zum Beispiel das du beide auf ihren Platz ablegst, dann das Futter zubereitest und dann jeden einzel zu seinem Napf führst.
    Die Hunde müssen lernen das sie sich nicht selbst darum kümmern müssen nicht zu kurz zu kommen sondern das du beiden ihre Ressourcen (z. B. Futter) einteilst und eben so keiner zu kurz kommt.
    Ebenso müssen sie lernen das du dafür sorgst das jeder die Ruhe vor dem anderen bekommt die der jeweilige Hund braucht.
    Ich hoffe du verstehst wie ich das meine, würdest du alles laufen lassen müssten sie sich irgendwann evtl. mit den Zähnen ihr jeweiliges Recht einfordern müssen.
    Liebe Grüße
    P. S. Und hier herrscht die Regel, wenn einer frisst dürfen die anderen nicht in die Nähe kommen, erst wenn alle fertig sind dürfen die Näpfe gegenseitig ausgeleckt werden. Es hat nur wenige Wochen gedauert bis es alle raus hatten. Inzwischen kann ich einfach die Näpfe hinstellen und den Raum verlassen, es halten sich trotzdem alle an die Regeln.

  • Ich stelle auch beide Näpfe gleichzeitig ab - getrennt nur durch einen WasserNapf - aber! ich würde mit gespreizten? Armen abstellen und so mehr Abstand schaffen wenn ich Du wäre...

    Knurren und Zähne blecken ist "hündisch" :D sieht immer fürchterlich aus und hört sich auch "böse" an.

    Ich würde wohl "nanana" sagen und zuwarten weil die Hündin ja erst 5 Tage da ist und sich das Ganze einspielen muss?!

    Kannst Du vielleicht getrennter füttern - nicht in zwei Räumen sondern mit einem "Objekt" dazwischen - Rüde immer auf (s)einer Seite und die Hündin immer auf der anderen Seite?!

    Wo fressen die denn überhaupt - in der Küche?

  • Herzlichen Glückwunsch zum 2.Hund! Ich finde, es klingt, als ob Dein Rüde das toll macht.
    Ich weiß nicht, ob ich ein gutes Beispiel bin- bei uns laufen die Zusammenführungen immer sehr entspannt. Die Hunde müssen bei uns beim Futter zubereiten sitzen und bekommen dann auf Fraigabe ihre Näpfe. Ich achte grundsätzlich darauf, dass jeder in Ruhe fressen kann, gerade am Anfang aber sorge ich für reichlich Abstand und bleibe auch dazwischen, um beiden Sicherheit zu geben, dass ihnen keiner was wegnimmt. Im Laufe der Zeit ist das nicht mehr nötig, zumal meine Hunde sehr großzügig gegeneinander reagieren.
    Dass Dein Rüde knurrt, verstehe ich- der macht der Dame klar, wo für ihn eine Grenze ist. Noch, ggf.- die meisten Rüden sind -zumindest nach meiner Erfahrung bisher- gegenüber "ihrer" Hündin sehr, sehr gentlemanlike.Ich würde an Deiner Stelle diese Situation auflösen und Deinem Rüden zeigen, dass Du ihn unterstützt.
    Die Hündin ist als neues Mitglied in Eure Familie gekommen- was sie jetzt darf und an Unterstützung bekommt, wird ziemlichen Einfluss darauf haben, welche Privilegien für sie selbstverständlich sind. Damit wäre ich zu Beginn noch restriktiv. Wenn's läuft, gibt's mehr Freiheiten, am Anfang werden erstmal kleine Brötchen gebacken.
    Ich würde Deinem Rüden zeigen, dass er keine "Verluste" hat durch den Zuwachs und Du seine Bedürfnisse im Blick hast - ich bin sicher, dann wird das klappen.

  • Sobald ich das Nassfutter zubereitet kommen sie beide an und das Geknurre geht los von Seiten unseres Ersthundes.

    Ich würde genau an der Stelle ansetzen und es mir – und den Hunden! – am Anfang deutlich einfacher machen und getrennt füttern. D.h. die Hunde räumlich trennen, das Futter zubereiten, hinstellen, warten bis sie beide aufgefressen haben, die Näpfe wieder wegräumen, und erst dann die räumliche Trennung aufheben. Wie so 'ne räumliche Trennung aussieht, kann verschieden sein – jeden auf seinen Platz schicken (wenn man sehr sicher ist, dass die da bleiben), in verschiedenen Räumen mit Türgitter dazwischen, verschiedene Räume mit geschlossener Tür...

    Ressourcenstreitigkeiten bei Hunden, die im gleichen Haushalt leben, sind echt mistig und können sich total doof hochschaukeln. Eure Hündin ist ja erst seit kurzem da – ich würd' es am Anfang ganz ruhig angehen lassen bei solchen Sachen und sie erstmal "Fuß fassen lassen" in der neuen Umgebung. Die beiden Hunde müssen sich ja auch im sonstigen Alltag erstmal aufeinander einstellen und einander besser kennenlernen. Füttern in nebeneinanderstehenden Näpfen und sowas kann man später immer noch trainieren, wenn man das möchte ;) , aber so für den Anfang würd' ich da den Druck rausnehmen.

  • Ich füttere meine beiden weit getrennt voneinander.
    Wenn ich das Futter zubereite, warten beide bei mir in der Küche. Dann trage ich zuerst Ivys Napf zu ihrem Platz und sie setzt sich hin und wartet. Danach geh ich mit Emma weiter zu ihrem Platz. Dann muss auch sie sich setzen und sie dürfen fressen, wenn ich ihnen das Kommando gebe.
    Zwischen ihren Futterplätzen liegen bestimmt 4m, weil ich einfach keinen Stress aufkommen lassen will.


  • Ressourcenstreitigkeiten bei Hunden, die im gleichen Haushalt leben, sind echt mistig und können sich total doof hochschaukeln.

    So sehe ich das auch.

    Bei meinen habe ich es immer so gehalten:

    Wer entspannt ist, wird gemeinsam gefüttert.
    Wer Stress hat/macht, wird einzeln (getrennt) gefüttert.

    Wenn Du es laufen lässt, kann es irgendwann plötzlich heftig knallen. Und mit Pech hat sich die Situation dann schon so hoch geschaukelt, dass sie danach gar nicht mehr zusammen sein können.
    Wenn man mit dem Risiko nicht leben kann, dass die Hunde sich irgendwann immer schneller in die Flicken bekommen, sollte man da managen.

    Von meinen 3en muss eine der Hündinnen übrigens auch separat fressen - sonst könnte es böse knallen. Und danach wäre nicht mehr garantiert, dass sie noch zusammen laufen könnten. Obgleich sich derzeit außerhalb der Futtersituation alle blendend verstehen. Das kann kippen!

  • Wenn die Hunde das leisten können - jeder auf seinem Platz/Bett zuverlässig bleiben+warten - dann kann man auch jedem den Napf da hinbringen ;) hinstellen und "frei" geben?!

    Die Frage aller Fragen "WER kriegt zuerst"?!

    Der alteingesessene "Prinz" oder die zukünftige "Königin" :D die wird wohl noch nicht zuverlässig warten können sondern vor Begeisterung "trampeln" und "geiern"...


    ...


    Wenn Du es laufen lässt, kann es irgendwann plötzlich heftig knallen.


    ...


    Natürlich nicht laufen lassen sondern beobachten und entschärfen!

    Wie sind denn die Räumlichkeiten? Wo können die Hunde getrennt warten?

  • Wow - schonmal Danke für die vielen Antworten! :herzen1:
    Ja die Hündin ist ja eigentlich erst seit 4 Tagen da und es ist ganz klar, dass sich alle erstmal an die neue Situation gewöhnen müssen. Ich frage aber lieber gleich nach Tips und Erfahrungen, bevor ich es falsch mache.
    Eigentlich haben sie jetzt abends so richtig zweimal zusammen gefressen. Die Hündin hat sich vorher nicht so richtig getraut und hatte wohl keinen richtigen Hunger.
    Gestern bereitete ich das Futter in der Küche zu und mein Rüde (Mika) kam wie immer dazu. Dann kam die Hündin (Caya) auch dazu - ganz schnell hat sie verstanden, wo das Futter herkommt - :smile: und da gingen die Drohgebärden von Mika los. Er machte sich groß und knurrte sie an. Sie ging weg. Dann habe ich erst Mika gefüttert und dann sie. Beide mussten warten und ich habe sie an die Näpfe geführt und gewartet bis sie fertig waren. Damit keiner zum anderen geht. Die Näpfe standen ca. 3 m auseinander. Heute habe ich das Futter schon vorbereitet :headbash: Die beide gingen in die Küche als ich weg war und das Futter auf der Arbeitsfläche stehen ließ und zeigten sich die Zähne und knurrten sich an. Die Stimmung war ziemlich aufgeheizt. Ich habe sie dann gerufen und sobald sie sich wieder zu nah kamen wurden wieder die Zähne gefletscht und geknurrt.
    Ich habe die Hündin auf ihr Bett geschickt und Mika auf seinen Kissen und habe es ihm hingestellt "frei" gegeben und dann das selbe bei Caya und wieder aufgepasst, dass jeder an seinem Napf bleibt.
    Also meint ihr wir könnten das weiter so handhaben?
    Ich füttere sie im Wohnraum, da ist alles offen.
    Lässt ihr eure Hunde einfach in Ruhe wenn sich mal gegenseitig angeknurrt wird? Also gerade in Situationen wenn er bei mir steht und sie kommt weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll.
    Danke!!!

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