Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 9

  • wenn abstellen mit verbieten geht, muss man nicht üben....

    Z und B ist nur ein Weg, den Hund ansprechbar zu machen. Damit man ihm später das auch normal verbieten kann, wenn es nötig ist.

    Z und B ist nich schönfüttern. Z und B ist ein Verhaltenstraining, was die Gefühle des Hundes mit berücksichtigt und ein umfühlen ermöglicht.

    Leinepöbeln ist unerwünschtes Verhalten. Und nicht jeder Hund ist traumatisierte oder verhaltensgestört und braucht ein Jahr Training.

    Aber wenn es schon tief sitzt, dann ist das ein super Hilfsmittel. Nur ist z und b eben nicht Clicker, wenn der Hund wegguckt. Das ist eher Changing the assosiatons.

    Z und b ist sehr viel diffiziler.

  • Genau, ich habe ihn schon abgebrochen wenn er auch nur daran dachte sich aufzubauen.

    Strafen ist in unserem Fall laut werden und körperlich sehr deutlich wegschicken bzw ihn bedrohen. Da muss man den eigenen Hund einfach kennen um es nicht zu übertreiben, er soll ja nur die Konsequenz erleben aber nicht auf den Brustwarzen daherkriechen.

    Und man sollte sich sicher sein, dass der Hund genug Frustrationstoleranz und Selbstbeherrschung hat um die Klappe zu halten.

    Selbstverständlich werden auch weiterhin Bögen gelaufen oder ausgewichen und abgesetzt wenn es zu eng ist um den Hund nicht übermäßig zu strapazieren. Und Alternativverhalten belohnen natürlich nicht vergessen!

    Ob das ein Weg für euch wäre musst du natürlich selbst abwägen. Bei uns hat es allen Beteiligten Entspannung gebracht (auch wenn er noch nicht völlig cool vorbei geht, aber das erwarte ich auch nicht) aber es muss natürlich nicht bei jedem Hundetyp funktionieren.

  • Ah ok verstehe, Danke.

    Cookie kann da schon was ab. Sie kennt das, das ich in vieler Hinsicht Körpersprachlich sehr sehr deutlich werde oder mal ein lautes EY kommt. Nur das ich das in der Hinsicht auch mal machen könnte, darauf bin ich noch nicht gekommen :headbash:..den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen und so :roll:

    Könnte mir gut vorstellen dass das fruchtet, ich teste das mal die nächste Zeit.

  • Meine Idee wäre auch ein wirklich ernster Abbruch, dann enge Wendung in den Hund laufen. Der wird dich vermutlich überrascht angucken und folgen und dann sofort loben.

    Nach ein paar Mal sollte der Abbruch reichen, damit Cookie dich anguckt und du kannst vielleicht den Blickkontakt aufbauen.

    Ich habe das auch über Verbieten gemacht, wobei Lola nur hinwollte und nicht gepöbelt hat.

    Das Blocken ist so eine Sache. Du brauchst schon den Blick mit welcher Energie du das machst und vor allem, wann das auch beim Hund ankommt. Bei Lola zB dauert das echt bis sie sich da zurück nimmt und dann ist da nichts grundsätzlich geklärt.

    Ach, was darf Cookie denn fressen?

    Wir waren heut gemütlich an den Elbwiesen. Schön leer. Hasenkacke und sicher -spuren interessieren Lola nur insofern als dass Hasenköttl prima Kaubonbons abgeben. Sie war herrlich entspannt und durfte dann in den Freilauf. Irgendwann fand sie was zum Wälzen und vergaß mal zu gucken wo wir sind. Also haben wir uns entfernt. Aber Lola, die sich nie wälzt!, war so selig, die hat nix gemerkt. Hab dann UOS gepfiffen und als sie guckte gerufen und gewunken, damit sie überhaupt merkt wie weit ich weg bin. Fliegende Ohren! Gab gleich Möhre im Ganzen zum Hetzen und kleinraspeln. Schlepp kam erst am Wasser wieder dran, denn da üben wir, dass man nicht einfach reinrennt sondern auf Freigabe wartet. Lola hat so bissl das Baden für sich entdeckt und geht ganz gerne mal 5m schwimmen.

    Dann gab es noch 5 Leinenführigkeit an kurzer Leine und entspanntes Schnüffeln. War wirklich sehr schön! Und übrigens roch Lola nicht seltsam, keinen Plan, in was man sich gewälzt hat. Im Urlaub waren es wilde Kräuter. Roch nach Wildwiese dann der Hund.

  • Basko ist mit 18 Wochen ja gerade in der Phase zwischen Welpe und Junghund, dementsprechend haben wir eigentlich noch keine nennenswerten Probleme |)

    Aber eine Frage zur Beißhemmung: Bis wann sollte der kleine Hund die denn wirklich können? Ich finde, bei uns klappt das schon ganz gut, nur bei Aufregung noch eher semigut. Das finde ich persönlich auch gar nicht schlimm, das wird schon alles noch. Ich war bis jetzt auch der Meinung, dass das in diesem Alter noch kein Problem ist, aber heute Morgen wurde ich von einem Trainer im Schäferhundverein angemotzt (wir haben ihn nur zufällig getroffen, wir trainieren dort nicht), dass die Beißhemmung bis zur 16. Woche sitzen muss, dass das ja noch heiter werden kann und wir sollen unserer Trainerin schöne Grüße bestellen, sie solle ihren Job an den Nagel hängen :omg:

  • Ist er noch im Zahnwechsel?

    Also Lola hat bestimmt bis zur 20. Woche gebraucht. Und wenn sie mal musste, hatten wir defintiv Zahnabdrücke. Aber da wusste man dann auch, dass Lola mal raus muss (das war dann zusätzlich und untypisch, regelmäßig raus sind wir eh).

    Also ich würde sagen: freundlich bestimmt dran bleiben, Alternative ins Mäulchen und dann wird das.

    Hier musste man sich heut Morgen erst aufregen wollen, weil eine Wandergruppe plötzlich auftauchte. Hat sich mit einer kleinen Futtersuche aber gut umlenken lassen.

    Und dann musste man bellen und knurren, weil ein Auto auf der Pferdekoppel stand. Als das dann auf dem Weg an uns vorbei kam, war auch erst bissl Theater und dann lässt sich der Hund absetzen und guckt völlig entspannt Keks futternd zu wie besagtes Auto neben uns vorbei fährt. Muss man nicht verstehen.

    Sonst war wieder alles schick.

  • Er beginnt gerade mit dem Zahnwechsel.

    Also er knabbert auch nichts mehr an, nur wenn er aufgeregt ist (was er bei Menschen- und Hundekontakt immer ist), dann kommt es schon vor, dass er in die Hände schnappt, die ihn gerade streicheln. Bis jetzt war das für mich überhaupt kein Thema, das ein Problem darstellen könnte, Basko ist jung, wir sind dran und üben das, aber der Trainer heute war schon ziemlich schockiert, deshalb mache ich mir da jetzt schon Gedanken.

  • Pauli "beißt" auch in die Hände, wenn er nicht gestreichelt werden möchte oder wenn er in Spiellaune ist. Ich spiel aber auch mit den Händen mit ihm. Wenn das Spiel dann zu lange dauert, hat er sich nicht mehr unter Kontrolle und es tut weh. Deshalb breche ich vorher ab.

    Ihm fremden Menschen sage ich, dass er nicht gestreichelt werden möchte und deswegen in die Hände beißt.

    Vielleicht hab ich das mit der Beißhemmung auch versemmelt :ka: Aber ich konnte mir unter dem Begriff nie wirklich was vorstellen. Bedeutet das, dass der Hund gar nicht die Hände ins Maul nehmen darf oder, dass er sie nur vorsichtig ins Maul nehmen soll?

    Auf ein Schluss hört Pauli dann übrigens auch auf, das ist quasi unser Spielende.

  • Lola spielt liebend gern mit den Händen. Ich sag dann immer "Das Baby muss nuckeln." Ich stell später mal einen Videolink dazu ein.

    Beißhemmung bedeutet einfach, dass der Hund seine Zähne nur so einsetzt, dass er keinen Schaden damit anrichtet.

    Lola wird im Überschwang auch mal bissele derb. Hat man mal Abdrücke, aber die sind ratzefatze wieder weg. Sie bekommt dann "Vooorsichtig!", kurz Pause und dann geht das.

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