Hundesteuer und Hartz4

  • Das ist doch aber nur so, weil hier im Thread nur Hartz IV Thema ist, in der Realität werden Menschen mit Einkommen auf Hartz-IV-Niveau genauso behandelt wie tatsächliche Empfänger von entsprechenden Sozialleistungen.
    Ich kenne es nur so, dass eine eventuell in der Hundesteuersatzung formulierte Ermäßigung durch den Sozialausweis gewährt wird. Und diesen Sozialausweis bekommen Menschen, deren Einkommen unterhalb einer (wiederum in der Gemeinde willkürlich festgelegten) Grenze liegt. Menschen, die Hartz IV beziehen bekommen wahrscheinlich überall einen Sozialausweis. Andere Menschen, die genauso wenig Geld zur Verfügung haben, bekommen ihn auch. Mit diesem Sozialausweis haben sie Anrecht auf alle Vergünstigungen, die der Sozialausweis beinhaltet, da fragt dann keiner mehr nach, ob sie ihr zu kleines Einkommen aus Hartz IV oder aus einer Arbeit beziehen.

    was soll denn ein Sozialausweis sein? Hab ich noch nie gehört. Arbeitslosengeld II Empfänger werden evtl. bei ihrer Kommune von der Hundesteuer befreit, in dem sie ihren aktuellen Bewilligungsbescheid vorlegen. Die bekommen vom Jobcenter keinen Sozialausweis.

    • Neu

    Hi


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    • Es gibt auch andere Tiere die zur Gesundheit bei tragen, jemanden Fit für den Alltag macht oder hält, der Person einen geregelten Alltag gibt oder einer Person dazu bringt/zwingt aufzustehen usw.
      Das sind nicht nur Hunde.


      LG
      Sacco

    • was soll denn ein Sozialausweis sein? Hab ich noch nie gehört. Arbeitslosengeld II Empfänger werden evtl. bei ihrer Kommune von der Hundesteuer befreit, in dem sie ihren aktuellen Bewilligungsbescheid vorlegen. Die bekommen vom Jobcenter keinen Sozialausweis.

      Nein, den Sozialausweis bekommt niemand vom Jobcenter sondern von der Gemeinde. Den kann man beantragen, wenn man die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt: entweder wenn man entsprechende Sozialleistungen bezieht oder wenn man ein vergleichbar geringes Einkommen nachweisen kann.


      Ich hab mal fix nach deinem Karteneintrag geschaut. Da gibt es in der Tat keinen Sozialausweis, aber auch da steht in der Hundesteuersatzung, dass eine Befreiung beantragt werden kann für "Hunde, die von Personen gehalten werden, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Teil oder dem 3. und 4. Kapitel des Sozialgesetzbuches XII. Teil beziehen bzw. von Personen, die diesen einkommensmäßig gleichstehen." Funktioniert also auch ohne Sozialausweis für Menschen mit geringem Einkommen genauso wie für Menschen ohne "echtes" Einkommen.

    • Nein, den Sozialausweis bekommt niemand vom Jobcenter sondern von der Gemeinde. Den kann man beantragen, wenn man die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt: entweder wenn man entsprechende Sozialleistungen bezieht oder wenn man ein vergleichbar geringes Einkommen nachweisen kann.
      Ich hab mal fix nach deinem Karteneintrag geschaut. Da gibt es in der Tat keinen Sozialausweis, aber auch da steht in der Hundesteuersatzung, dass eine Befreiung beantragt werden kann für "Hunde, die von Personen gehalten werden, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II. Teil oder dem 3. und 4. Kapitel des Sozialgesetzbuches XII. Teil beziehen bzw. von Personen, die diesen einkommensmäßig gleichstehen." Funktioniert also auch ohne Sozialausweis für Menschen mit geringem Einkommen genauso wie für Menschen ohne "echtes" Einkommen.

      in der Stadt, in der ich arbeite, gibt es noch nicht mal ein Komplettbefreiung von der Hundesteuer für Arbeitslosengeld II Empfänger. Die müssen „nur“ ein bisschen weniger zahlen.

    • Harz 4 ist ja nicht unbedingt gleichzusetzen mit arbeitslos. Es gibt so viele andere Gründe warum ein Mensch von Harz 4 Leben muss und diese sollten auch einen Hund halten können.


      Wie man das abwägen und gerecht entscheiden könnte, keine Ahnung. Es hängt ja schon davon ab wo man wohnt, ob man 20 oder 200 Euro Hundesteuer zahlen muss. Klar gibt es evt andere Hilfen, aber meistens doch in Großstädten. Hier auf dem Land findet man weder Tiertafel noch eine Tafel für Menschen.


      Das Leben ist eben nicht gerecht und wird es nie sein. Man kann nur immer hoffen das man nie auf Zahlungen vom Amt angewiesen ist.

    • Es gibt auch andere Tiere die zur Gesundheit bei tragen, jemanden Fit für den Alltag macht oder hält, der Person einen geregelten Alltag gibt oder einer Person dazu bringt/zwingt aufzustehen usw.
      Das sind nicht nur Hunde.


      LG
      Sacco

      Es gibt aber nicht viele Tiere, die einen Menschen dazu zwingen, aktiv vor die Tür zu gehen und der Hund ist davon meist noch die unkomplizierteste Wahl mit den am leichtesten überschaubaren Kosten.
      Wenn ich so drüber nachdenke fallen mir da eigentlich nur Hund und Pferd ein?
      Alle anderen Tiere sind genauso zufrieden mit reiner Wohnungs-/Gartenhaltung ohne Auslauf

    • Hier auf dem Land bspw gibt es KEINE Tafel für Tiere, meines Wissens nicht mal in der Kreisstadt.


      Die Tafel für Menschen ist für die meisten mangels Auto und aufgrund der Entfernungen nicht oder kaum erreichbar.


      Und selbst wenn .... mangels Öffi sind die Fahrtkosten plus die s. g. "Einkaufskosten" (pauschal drei Euro, Aussuchen ist nicht, jeder kriegt was reingepackt - nach dem Gleichheitsprinzip, egal ob er/sie es essen darf/mag) deutlich zu hoch.
      Dann lieber frisch geholt, auf Angebote geachtet.


      Denn was es auf der Tafel gibt, ist alles MHD-abgelaufen :shocked:



      Hundesteuerbefreiung fände ich grundsätzlich begrüßenswert, da sie in manchen Städten wirklich unangemessen hoch ist.
      Wenn ich dann aber höre, daß Hartz4-Familien sich ne Katze anschaffen und nicht mal die halben Kosten (60,-€ Tierschutzpreis) für die Kastration leisten können, frage ich mich echt, ob die noch ganz richtig ticken....
      Lieber das arme Tier zweimal jährlich werfen lassen und die Babies entsorgen :headbash:





      :winken: BINGWU

    • Was ist denn das ueberhaupt fuer eine Idee, dass H4 Empfaenger sich von dem Geld ein schoenes Leben machen und sich "Luxusgegestaende" leisten?


      Von welchem Geld denn ueberhaupt? Von den 409 euro, die man jeden Monat zum Leben hat?
      Selbst wenn ich so billig es geht bei Aldi einkaufe, keinen Suesskram, keine Chips, wirklich nur das, was man braucht um gesund zu bleiben bin ich da bei etwa 200euro im Monat. Dann habe ich eine Handyrechnung zu tragen, Internet und ja, beides ist essentiell, denn ohne kann ich mich ja nicht bewerben. Strom fuer die Wohnung wird nicht vom JC getragen, kommt drauf. Zusammen etwa 110 euro, also bleiben mir noch 90 euro fuer Putzmittel, Duschzeug, evtl. mal ne neue Hose wenns denn sein muss, Medikamente, wenn ich krank bin und wenn ich gaaanz viel Glueck habe, kann ich mir vllt. einmal im Monat Kino oder schwimmen leisten. Vielleicht.


      Uebrigens, wenn ihr H4 bekommt und euer Kuehlschrank geht kaputt, euer PC (den ihr ja laut JC braucht) eure Waschmaschine oder ihr muesst eure Dusche reparieren lassen, dann wird nicht uebernommen.
      Dinge, wie Hygiene, saubere Sachen und gesundes, unverschimmeltes Essen sind laut JC nicht essientiell zum Leben.


      Wenn ihr zu eurem Berater geht wird euch jedes Mal aufs neue unterstellt, faul zu sein, nicht arbeiten zu wollen, egal wie viele Bewerbungen ihr schreibt.


      Und wenn ihr nicht hingeht weil; Auf eurem Weg ein schlimmer Unfall war/ihr fies krank seid/es einen Trauerfall gab wird euch SOFORT 10% vom Geld gekuerzt. Falls ihr unter 25 seid sogar 30%.
      Permanent wird man in absoluter Existenzangst gehalten. Und du kannst es keinem erzaehlen, denn;


      Man lebt permanent als "Assi", das JC suggeriert das, die Medien suggerieren das, die Gesellschaft genau so. Es gibt genug Leute, die vollkommen gesund in H4 rutschen und durch den staendigen Druck psychisch krank werden.


      Also weiss ich echt nicht, wo man sich da ein schoenes Leben machen soll. Die Leute, die sich darauf ausruhen kennen einfach nicht anderes, denn wenn man jemals selbstbestimmt gelebt hat dann kann man das nicht toll finden.

    • Ich denke, die jeweilige Situation ist immer anders, je nach Jobcenter, Ort und was weiß ich.
      Eine Freundin musste für knapp 1 Jahr von H4 leben und ihr ging es so gut wie nie. Sie hat alles mögliche damals beantragt und überall Zuschüsse bekommen. Strom, PC, Möbel, Telefonkosten. Ob das heute noch so ist, keine Ahnung. :ka:
      Ich selbst habe von 350 euro während des Studiums gelebt. 130 Euro Miete, 30 Euro Strom, 20 Euro Telefon. Handy Prepaid, 10 Euro. Keine Versicherungen. Das waren die Fixkosten. Jeden Freitag habe ich Plasma gespendet. Gab 15 Euro damals. Davon habe ich den Wochendeinkauf gemacht. Gesund war das sicher nicht. xD ich habe aber in der Großstadt gewohnt und das Straßenbahnticket war in den Studiengebühren mit drin.


      Einen Hund zu holen, darauf wäre ich nie gekommen in so einer Situation, auch kein anderes Haustier.


      Aber jeder setzt seine Prioritäten anders, ich hätte zu große Angst vor OPs oder Verletzungen gehabt und hätte es daher nicht gemacht. Ganz grundsätzlich wären die paar Euro Hundesteuer auch noch drin gewesen. :ka:

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