Hundesteuer und Hartz4

  • @Rübennase ein Sozialstaat sollte aber auch die Sozialleistung anderer "honorieren".
    In dem Fall stellt sie, unter Aufbringung erheblicher Kosten, ihre Hunde zur Verfügung, damit es Kindern besser geht. Das diese körperliche und geistige Beeinträchtigungen lernen zu überwinden, bzw zeitweise überhaupt lernen zu lernen.


    Sie zeigt also ein hohes soziales Engagement mit ihren Hunden.
    Und genau das sollte mMn eben auch berücksichtigt werden.

    ja... Und zwar in Form eines vernünftigen Gehalts und damit verbundener Anerkennung dieser Leistung


    Davon kann dann auch die Hundesteuer gezahlt werden

    • Neu

    Hi


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    • ja... Und zwar in Form eines vernünftigen Gehalts und damit verbundener Anerkennung dieser Leistung
      Davon kann dann auch die Hundesteuer gezahlt werden

      also berechtigt es das Menschen in vollkommener Armut leben.
      Weil sie Arbeitsunfähig sind ?

    • Hier sind Therapie- und Diensthunde ebenfalls Steuerbefreit. Eine Bestätigung des Arbeitgebers oder Trägers reicht.

      Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Meine beiden sind auch geprüfte Besuchshunde und regelmäßig im Einsatz und ich bekomme keinen Cent erlassen. Zahle weiterhin brav meine 350Euro Steuern im Jahr für 2 Hunde und fahre im Gegenteil noch 45min zum Einsatzort im Landkreis einfache Fahrt. Bin also im Monat alleine dafür 3Std im Auto, gebe meine Freizeit hin (darauf gehen insgesamt immer gute 3-4Std drauf), hab noch 2x im Monat Training, wo ich auch hinfahre und mich kostet das die 2 Euro Leckerlis sowie wieder 2Std Zeit. Das alles Mal Zwei wegen den 2 Hunden. Für mein Ehrenamt bezahle ich nur drauf und das summiert sich, glaube mir.


      Wieso sollte dann jemand mit HartzIV einen Erlass bekommen, wofür?

    • Ja, ich finde Hartz4 bezieher sollten keine Hundesteuer zahlen müssen. Allerdings ebenso Menschen, die wenig verdienen und Rentner, die wenig Rente bekommen.

      Ich finde das nicht so gut.
      Ja- ich kann mir eine Ermäßigung für Pensionisten, Hartz4-Empfänger sowie für Menschen mit niedrigem Gehalt vorstellen. Aber ganz weg lassen? Dafür bin ich nicht.


      Dann würden die Leute, die recht gut verdienen (wobei das auch immer Auslegungssache ist) drauf zahlen.


      Eine Ermäßigung halte ich hier für eher angebracht.

    • Ich wäre grundsätzlich für eine finanzielle Grenze, bis zu der eine Hundesteuer erlassen werden würde bei H4ler, sowie Rentnern, Geringverdienern, etc.
      Bis 50€ im Jahr vielleicht. Das wäre bei vielen Leuten der erste Hund.
      Grundsätzlich bin ich allerdings auch eine Gegnerin der Hundesteuer, und eine Befürworterin des bedingungslosen Grundeinkommens.



      Meerschweinchen (und diverse andere Kleintiere) können halt auch recht kostenintensiv werden. Hab auch schon für ein Meerschweinchen insgesamt 4stellig beim TA gelassen, wegen Zahngeschichten - und letztendlich war es alles vergebens, mußte ihn doch gehen lassen.


      Die Tierarztkosten sind eigentlich immer ein Faktor, den man schwer einkalkulieren kann, aber eben einbeziehen MUSS.
      Mag sein, dass das ganze Hundeleben lang nichts außer Impfen nötig ist. Aber das ist halt nicht immer so.

    • Wieso sollte dann jemand mit HartzIV einen Erlass bekommen, wofür?

      Ich finde es mühselig darüber zu diskutieren warum Therapiehunde nicht befreit werden, aber Hartz IV Empfänger. Denn es ist in beiden Fällen von der Gemeinde abhängig. Da kann man genauso diskutieren warum muss ich 60€ im Jahr zahlen für den Hund im Nachbarort aber keiner was zahlen muss. :ka:

    • also berechtigt es das Menschen in vollkommener Armut leben.
      Weil sie Arbeitsunfähig sind ?

      falsch verstanden....


      Es war die Forderung gemeint diese soziale ehrenamtliche oder sonstwie zu bezeichnende Tätigkeit
      einfach als normale Arbeit anzuerkennen


      Menschen die solches tuen leisten viel für die Gesellschaft
      Werden von der Gesellschaft aber gerne weiter im abseits gehalten


      Jetzt besser?

    • Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Meine beiden sind auch geprüfte Besuchshunde und regelmäßig im Einsatz und ich bekomme keinen Cent erlassen. Zahle weiterhin brav meine 350Euro Steuern im Jahr für 2 Hunde und fahre im Gegenteil noch 45min zum Einsatzort im Landkreis einfache Fahrt. Bin also im Monat alleine dafür 3Std im Auto, gebe meine Freizeit hin (darauf gehen insgesamt immer gute 3-4Std drauf), hab noch 2x im Monat Training, wo ich auch hinfahre und mich kostet das die 2 Euro Leckerlis sowie wieder 2Std Zeit. Das alles Mal Zwei wegen den 2 Hunden. Für mein Ehrenamt bezahle ich nur drauf und das summiert sich, glaube mir.
      Wieso sollte dann jemand mit HartzIV einen Erlass bekommen, wofür?

      Korrigiere mich bitte gerne wenn ich falsch liege, aber ich tippe mal dass Du Dir die genannten Kosten leisten kannst und Dir die Arbeit mit Deinen Hunden und der gemeinsame Einsatz mit ihnen Freude macht. Und - am Wichtigsten - Du es freiwillig tust.


      Verstehe mich nicht falsch. Ich bin absolut dafür, dass Hunde die gemeinnützig im Einsatz sind von der Steuer befreit werden, aber der Vergleich mit Hartz4 Empfängern die ihren Hund schon hatten als sie in diese finanzielle Situation gerutscht sind hinkt. Zumindest bei dieser Betrachtung, denn abgesehen von den schwarzen Schafen - die es immer gibt - begibt sich keiner freiwillig in die Langzeitarbeitslosigkeit.

    • Statt rumzuprollen, ob man jemanden gönnt das er befreit wird oder nicht, oder wer es verdient hat oder nicht, sollte man lieber mal dafür kämpfen, dass die hundesteuer komplett abgeschafft wird.

      Wenn man bedenkt, dass ich 72€/ Jahr bezahle, in Wien Umgebung aber weniger als die Hälfte bezahlt werden muss, finde ich das auch nicht ganz okay.


      Ich denke auch, dass eine Angleichung für viele eher von Nachteil wäre - wir liegen hier bei zwei Hunden (keine SoKas) bei locker 400€ / Jahr. Werden hier Hundesteuern erlassen, dann sind das immerhin etwa 200€ im Jahr, bei mehr Hunden umso mehr (der Satz steigt nicht gleichmäßig, bei jedem weiteren Hund werden alle Hunde teurer).


      Die Abschaffung dieser vollkommen abstrusen Steuer wäre das einzig Wahre.



      An der Stelle möchte ich auch noch einmal ansetzen. Ich habe studiert, ohne dass meine Eltern mir Geld gegeben haben. Kein Kindergeld. Keine Unterstützung. Das war einfach nicht drin, aber ich wollte eben unbedingt studieren. Das hieß dann neben einem Vollzeit-Studium arbeiten und Studienkredite aufnehmen, um in einer realistischen Zeit fertig zu werden. Der BaföG-Satz ist deutlich geringer als H4 und wird noch sehr viel unfreiwilliger ausgezahlt, sowieso nicht an die meisten Normalsterblichen.


      Nach dieser Zeit, vor Beginn des Referendariats, habe ich ein halbes Jahr Hartz4 bezogen - und sche*** - ich hatte noch nie so viel Geld zur Verfügung, für das ich auch noch nichts machen musste, außer ein paar blöde Unterlagen ausfüllen. Ja, das Amt war desaströs in seiner Informationspolitik und die meisten Personen unglaublich abweisend, unfreundlich und gelangweilt, aber das kannte ich sowieso aus dem BafÖG-Amt. :dead:


      Plötzlich war ich berechtigt zusätzlich zu dem Geld vom Staat zur Tafel zu gehen und Lebensmittel zu einem Bruchteil des tatsächlichen Preises zu bekommen, obwohl ich unterm Strich sogar mehr Geld zur Verfügung hatte. Mein Bahnticket kostete nicht einmal mehr die Hälfte (23€ statt 79€) und in diverse Freizeitstätten (z.B. Gruga, Schwimmbad etc. pp.) kam ich kostenlos oder wenigstens deutlich günstiger rein. Meine Tiere hätten plötzlich kostenlos geimpft und untersucht werden können.


      Meine Miete wird bezahlt. Für Strom & Wasser erhalte ich Geld. Krankenkasse war gezahlt - das musste ich im Studium auch noch selbst zahlen. Und mir stehen auch noch Gelder für eine Erstaustattung zu! Ich kriege alles mögliche erstattet, wenn es Bewerbungen dient und kann auch sonst viel einreichen, wenn ich weiß wo und die Nerven habe das zu tun.


      Ja, die Hilfen zur Jobfindung sind ein Witz, das macht man besser ohne das Amt. Aber ansonsten - machbar. Dafür 24/7 Zeit und genug Geld, um vernünftig zu leben, ohne am Hungertuch zu nagen.


      Natürlich ist das kein Luxusleben, ich habe dann kein dickes Auto oder verzichte eben ganz darauf und in den Urlaub fahre ich vermutlich auch nicht - DAS habe ich aber auch NIE gemacht, weil ich nämlich am Ende des Monats wirklich kein Geld mehr hatte im Studium. Und obendrein Bildungsschulden von denen man sich locker ein richtig, richtig fettes Auto kaufen kann.


      Das H4 einfach schrecklich sein kann, vor allem wenn man zuvor ein Leben mit anderen Ausgaben geführt hat (heute wäre der Unterschied auch deutlich krasser für uns) und dass die "Umstellung" vielfach das "Aus" des aktuellen Lebens sein kann (Haus, Auto, Urlaub, ..) - keine Frage. Das ist schlimm, für jeden der das durchmachen muss (ich fände es auch absolut schrecklich, weil ich von dem Haus, das wir haben, wirklich geträumt habe und mir den Popo aufreißen werde, um es zu halten). Und es ist mies, weil die meisten nichts, aber auch rein gar nichts dafür können. :verzweifelt: Nichtsdestotrotz ist das Leben vom H4 weder lebensbedrohlich, noch unwürdig, noch vollkommen unmöglich.


      Lange Rede, kurzer Sinn:


      Ich finde durchaus, dass die Neuanschaffung eines Hundes während der H4 Zeit vollkommen (!) legitim ist und in Anbetracht der vielen Zeit, die man hat, auch absolut nachvollziehbar ist, dass aber gerade der Hundesteuersatz nicht erlassen werden müsste, da dieser nun wirklich nur ein Luxusgut betrifft und selbst im teuren Ruhrpott nur bei maximal 10€ im Monat liegt. Wer einen Hund möchte und wer dafür spart und realistisch mit seinen Möglichkeiten ist (also ggf. auch entsprechende Tiersprechstunden eherenamtlicher TAs aufsucht), der hat alles Recht der Welt darauf. Dazu muss man nicht reich sein. Schlimm finde ich es aber auch nicht, wenn Hundesteuer erlassen wird - es ist eben auch wirklich nicht so dramatisch viel Geld im Monat, als dass es für eine so große Ungleichheit sorgen würde, dass ich es jemandem ernsthaft missgönnen würde.


      Es gäbe ganz, ganz andere Dinge, die viel wichtiger in Ordnung zu bringen wären.

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