Die größten Ängste in der Hundehaltung

  • Erstmal- danke für Eure zahlreichen Beiträge!

    Demnach haben viele von uns ähnliche Ängste.

    Abgesehen vom plötzlichen und unerwarteten Tod des Hundes, ist mir noch etwas eingefallen, was mir "Angst" macht.

    Nachdem ich all Eure (interessanten!) Beiträge gelesen habe, gibt es scheinbar öfter solche Schlüsselmomente durch negative Erfahrungen, die dann verankert bleiben und wo sich dann richtige Ängste bilden.

    So gab es auch bei mir ein Erlebnis, welches mich in so einen Schock versetzt hat, dass ich nach 5 Jahren noch recht ängstlich bin. Nämlich, wenn Amber minutenweise (nie länger) alleine im Garten ist und wir in der Gartenhütte sind.

    Ich weiß eigentlich, dass sie niemals weg laufen würde, dazu klebt sie zu sehr an uns und möchte immer dabei sein.
    Außerdem geht das durch den neuen Zaun gar nicht mehr.

    Doch als Amber ein Junghund (paar Monate alt) war, ging alles blitzschnell. Ich hab kurz nicht hingeschaut und Amber dürfte in ihrer Neugierde unter dem Zaun durch gekrochen sein, aus der Siedlung raus (mehrere Gärten nebeneinander) und auf die Straße gelaufen sein.

    Es waren maximal 3 Minuten, die ich sie nicht beobachtet habe- länger nicht!

    Doch ich hab sie erstmal panisch im ganzen Garten gesucht und gerufen- aber es war kein Hund mehr da.

    Dann bin ich aus dem Garten raus, habe in den Gärten nebenan geschaut und nach ihr gerufen, kein Hund da.

    Dann bin ich auf die Straße raus- man muss wissen, es gibt keinen Gehweg, die Fußgänger gehen dort nur auf der Straße.

    Und einige Meter weiter oben ging Amber mit eingezogenem Schwanz mitten auf der Straße.
    Sie hat sich verirrt und nicht mehr zurück gefunden.
    Es war für sie mindestens genauso ein Schock, wie für mich!

    Die Menschen sind nur an ihr vorbei gegangen und haben geschaut.

    Ich bin dann natürlch sofort auf sie zu gelaufen und habe von unten ihren Namen geschrien.

    Hund war überglücklich, mich wieder zu sehen und blieb auf mein Rufen sofort stehen und hat auf mich gewartet, bis ich bei ihr war.

    Wir hatten so ein wahnsinniges Glück. Ich mache mir bis jetzt schwere Vorwürfe, wie mir sowas passieren konnte.

    Es hätten Autos plötzlich um die Ecke kommen können, die Menschen hätten sie mitnehmen können, sie hätte ganz weg sein können,....... ich darf gar nicht mehr dran denken!

    Das war großer Mist, der mir da passiert ist.

    Und seitdem hab ich Angst. Obwohl ich weiß, dass mein Hund sowas nie mehr machen würde (und könnte).
    Es hat sich einfach in meinem Kopf verankert.

  • Ich habe etwas Angst davor, das mein Hund aufgrund meiner Unerfahrenheit ein eingeschränktes Leben führen müsste (z. B. mit Maulkorb oder Leinenzwang).
    Er ist nunmal mein erster Hund, dann gleich ein Ridgeback und auchnoch ein Welpe.

  • Magst du mal erzählen was das für eine Untersuchung war und wie/warum man da das Alter so genau feststellen kann?

    Es war eine Untersuchung auf grauen Star beim Augenspezialisten.
    Ganz hinten im Auge, haben Hunde wohl so eine Art Jahresringe.
    So konnte er sicher sagen, dass Ayu zwischen 8 und 9 Jahre alt ist.

    Ansonsten ganz allgemein zum Thema: nur weil man Ängste hat, heißt das doch nicht automatisch dass die einen lähmen oder im Alltag einschränken.

    Absolut!
    Ich denk ja nicht ständig daran, oder starre darauf "wie das Kaninchen auf die Schlange".
    Die Frage war doch einfach die danach welche Ängste in Bezug auf unsere Hunde bei uns am größten sind. Mich lähmt daran garnichts.
    Ich hab auch noch ein paar kleinere,.. ;)
    Würd ich alles bei mir eher als positiv sehen. Ich denk ich zieh gute Konsequenzen daraus. :smile:

    Ich lebe risikoreich und gleichzeitig vorsichtig und vernünftig

    Jupp! So ist das bei mir auch. Ich find das gut. Ich mag nichts verdrängen und von daher wäg ich glaub ich in der Praxis auch immer recht gut ab, welche Risiken ich eingehe und welche nicht. Ich mag mich keines Falls unnötig einschränken und auch nicht naiv sein.

    Für mich bin ich heute ziemlich zufrieden mit meinen Ängsten und dem was sie bewirken. :smile:

  • Nachdem ich drei Hunde verloren habe, zwei davon innerhalb eines Jahres und keiner von ihnen älter als sechseinhalb geworden ist habe ich panische Angst auch diesen der jetzt fünfeinhalb ist zu verlieren.

    Am meisten Angst macht mir dabei eine Magendrehung.

  • im Moment habe ich keine Ängste mehr ;)
    aber als der Bär klein war, er ist mein erster Welpe, den ich selber großgezogen habe, waren Ängste da. Erstmal hatte ich Angst, daß ich ihn nicht groß bekomme, das war schlimm irgendwie. Und wurde erst besser, als ich geträumt habe von ihm, daß er groß war. Das hat mich beruhigt und dann war gut.
    Und ich hatte Ängste, daß er schlechte Erfahrungen macht, einen Knacks bekommt. Ich war und bin immer noch eine Glucke. Und würde NIEMALS meinen Hund mit andere Hunde zusammenlassen, bei denen ich vorher schon weiß, daß es Ärger gibt. Dafür habe ich in meiner langjährigen Hundeerfahrung ein sehr zuverlässiges Gespür entwickelt und immer Recht behalten. Er ist jetzt schon ein Senior und ich habe nichts falsch gemacht, aber es hat mit mir auch manchen Ärger gegeben, der von mir ausging, niemals von meinem Hund. Den Bären gefällt es aber sehr, daß ich ihm alle möglichen unangenehmen Situationen vom Hals halte, er verläßt sich auf mich.
    Für ganz viel später wird sein Nachfolger ein kleinerer Hund sein. Und ich werde dann so eine vorsichtige Furie sein, die ihren Hund sofort auf den Arm nimmt wenn mir was nicht zusagt.

  • Am meisten Angst macht mir dabei eine Magendrehung.

    Das betrifft mich auch.
    Allerdings fürchte ich nicht die Magendrehung an sich, ich fürchte ich bin zu langsam und die Spritze kommt später als sie sollte.
    ...heisst mein Hund leidet - wo ich dann wieder bei meiner Befürchtung Nummer Eins wäre.
    Hier an diesem Wohnort ist eine 24/7 Klinik ganz nah, das hilft ein wenig.

  • Ich finde nicht dass es etwas mit Glucke zu tun hat wenn man Hunde nicht mit anderen zusammen lässt bei denen man weiß dass es in die Hose gehen kann, ich finde das einfach nur vernünftig. Ich bin leider der Typ der sich dann bisher doch hat belatschern lassen, das hat aber jetzt ein Ende

  • Meine größte Angst ist, daß es mir mit meinem 2 so geht wie mit meinem 1 Hund Snoopy. Ich hatte Snoopy nur 2.5 Jahre. Davon war 1 Jahr schwer krank. Ich habe Angst wieder alles falsch zu machen. Bei Snoopy mach ich mir immer noch Vorwürfe. Weiß nicht ob ich ihn zu früh oder zu spät habe gelassen. Ich vermisse Snoopy noch immer sehr.

    Darf man denn fragen, was passiert ist?
    Das klingt wirklich "traumatisierend" :streichel:

    Was ich noch ergänzen will. Momentan ist meine größte Angst dass ich meine 2 Lieblinge abgeben muss weil sich die Nachbarn gestört fühlen. Kann mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen.

    Hier wäre aber eventuell noch ein Umzug möglich?

    Sollte ich jemals Probleme mit Nachbarn haben (bei denen es um meinen Hund geht und es recht aussichtslos erscheint), würde ich umziehen.

  • Snoopy war mein erster Hund. Ich habe ihn vor 5 Jahren ( nach Jahren Hunde Wunsch) bekommen. Snoopy war von einer Tierschutz Orga, angeblich 2 Jahre alt ( stimmte auf keinem Fall). Als ich bekam hatte er bereits eine Mandelentzündung. 1 Monat später musste er an beiden knien wegen patella Luxation operiert werden ( das Knie war nur noch Brösel, wie bei einem roten Tier). 1 Tag nach der 2 OP wurde er von einem anderen fast tot gebissen ( der Hund ließ erst los als mein Snoopy bewusstlos war)
    Eine 3 stündige Not OP rette sein Leben. Er hatte auch tracheal und bronchichalkollaps, weshalb er öfter erstickungsanfalle hatte. Da er auch öfter mit dem Magen Probleme hatte, ließ ich eine Endoskopie durchführen, da wurde festgestellt, dass er an ibd litt. Es hieß dass er dagegen unbedingt Cortison dauerhaft nehmen muss. Daß ich ihn leider gab. Vom predislion bekam er Diabetes mellitus, den wir nicht einstellen könnten. Er hatte auch ein paar Mal einen prakeatis Schub. Mein geliebter Snoopy musste soviel leiden. Durch die Diabetes bekam er Gelenkschmerzen, weshalb ich dann erlösen musste.( Ich habe immer noch Gefühl dass ich ich ihn umgebracht habe, weil ich ihn die Medikamente gab und die Entscheidung für seine einschlaerung treffen musste). Snoopy hatte mein Leben erst wieder Lebenswert gemacht und dann musste ich ihn nach so kurzer Zeit schon wieder gehen lassen. Nun habe ich große Angst bei Yogi und lena wieder falsche Entscheidungen zu treffen bzw den falschen TA zu vertrauen. Außerdem machen im Moment die Nachbarn Stress und ich habe Angst dass bald wieder ein Brief von der Hausverwaltung kommt indem steht daß ich meine Tiere abgeben muss. Lena und Yogi sind meine " Therapie" Hunde und ich kann ohne sie nicht mehr leben. Umzug ist schwierig, ich wohne in einer Gemeindewohnung und kann mir finanziell nichts anderes leisten. LG Sonja

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