• An das Problem selbst wollt ihr ja schon gezielt rangehen, was ich auch sehr vernünftig finde. Und was die Übergangszeit angeht frage ich nun mal ganz ketzerisch: Wer sagt denn, dass er die Treppen gesittet neben ihr hochlaufen muss? Kann man das nicht übergangsweise so lösen, dass für das Treppenhaus eine lange Leine drankommt, er jeweils unten am Treppenabsatz wartet bis die Dame oben am nächsten Podest ist, und sie ihn dann zu sich hoch ruft? :???:

  • Liebe alle,

    da ich meinen Vollzeitjob begonnen habe, war ganz schön viel los... das Treppentraining lief so lala. Er ging bis heute die Treppen die er nicht laufen sollte hoch, aber wir haben uns verbessert was fremde Eingänge, >Cafés, etc. an ging. Wir waren noch 2 mal beim TA um abzuchecken, ob wirklich alles mit den Gelenken (etc.) okay ist und beide TA gaben ihr Okay.
    Allerdings haben wir seit einer Woche ein sehr akutes Problem. Anton lief bei uns die Treppen (bis auf kurz am Anfang) immer problemlos...seit über einem Jahr. Seit einer Woche weigert er sich die erste Etage runter zu laufen. So sehr, dass er nicht mal mehr aus der Wohnungstür will. Trägt man ihn die erste Etage runter (super bei 35kg), freut er sich wie verrückt und rast den Rest runter. Er steht auch seit dem viel seltener auf, freut sich nicht über das Gassi gehen (erst wenn er dann unten ist) und ja...
    Er zeigt ansonsten keine Auffälligkeit, dass er Schmerzen hat (würde ich natürlich abchecken lassen, nur finden wir keine Anhaltspunkt, waren erst vor 2 Wochen dort..) unseren Nannys ist auch nichts aufgefallen, dass er gestolpert ist usw.

    Da wir dauerhaft dieses Treppenthema immer wieder haben und er jetzt nichmal mehr fröhlich ist wenn es zum Gassi raus geht, ist ziemlich frustrierend..zumal er durch den Vollzeitjob erst abends wieder raus kommt bis mein Mann ihn dann runter tragen kann...

  • Wie genau haben die TÄ was genau untersucht und was genau hat die Trainerin mit ihm oder mit euch gemacht?

  • Es ist ja neuerdings recht kalt geworden... Mantel trägt er aber sicher, oder? Vielleicht friert er trotzdem? Nochmal was drunterziehen? Vielleicht freut er sich ja nicht, sondern stresst.

  • Wie genau haben die TÄ was genau untersucht und was genau hat die Trainerin mit ihm oder mit euch gemacht?

    Sie hat vor allem alle einzelnen Körperpartien gedrückt, gezogen, bewegt etc. da dort null auffälligkeiten waren, wollte sie da nicht mehr machen. Mit der Trainerin habe ich vor allem über positive Verstärkung gearbeitet. Indem ich Treppen die er nicht laufen will komplett meide und einfach mich stück für stück diesen annäherte...hat auch gut geklappt soweit, nicht perfekt, aber mit fortschritten. das treppenthema hier bei uns ist ganz neu und irgendwie auch anders...

    Es ist ja neuerdings recht kalt geworden... Mantel trägt er aber sicher, oder? Vielleicht friert er trotzdem? Nochmal was drunterziehen? Vielleicht freut er sich ja nicht, sondern stresst.

    Er trägt einen Mantel ja, hm....meinst du wenn er draußen rumrennt und mit dem Schwanz wedelt ist das mehr Stress als Freude? :/

  • Und die zweite TÄ?


    Mit der Trainerin habe ich vor allem über positive Verstärkung gearbeitet.

    Was heißt "vor allem"? Gab es irgendwas beim Training, was bewirkt haben könnte, dass er jetzt mehr Angst vorm Laufen hat?

  • Er trägt einen Mantel ja, hm....meinst du wenn er draußen rumrennt und mit dem Schwanz wedelt ist das mehr Stress als Freude? :/


    Naja, Schwanzwedeln ist ja zunächst nur eins sicher: Aufregung.

    Ich kann das jetzt nur ganz dilettantisch zu Bedenken geben, weil wir das Problem selber kürzlich hatten und mir die Thematik noch neu ist. Wir sind nämlich mit neuem Haarschnitt mal ohne Mantel raus ("Er zittert ja nie, vermutlich friert er gar nicht...") und dann war er unglaublich aufgeregt. Gezogen ohne Ende, geschnüffelt, und draußen auf der Terrasse erstmal wie ein geisteskranker hin und her gerannt. Ich dachte eben auch, dass er sich freut, aber nach dem ganzen Training zur Desensibilisierung war es schon auffällig. Und im Mantel-Fotothread hat man mir erklärt, dass das auch ein Zeichen sein kann, dass er friert.

    Jetzt trägt er an frostigen Tagen Pulli mit Mantel drüber, weil er sich damit viel besser konzentrieren kann, wenn wir üben.

    Ihr könnt ja mal noch ein Fleece-Teil drunterziehen, einen Loop an den Hals machen und schauen, ob das hilft. :smile:

  • Hallo,

    das was du beschreibst klingt sehr nach meinem Hund. Was soll ich sagen, wir haben das Problem seit bald 9 Jahren und es wird vermutlich auch in diesem Leben nicht mehr besser.

    Das was du beim hoch"gehen" beschreibst, macht meiner exakt genauso. Es ist mehr ein Treppe hoch stürzen und eben sehr gefährlich, weil das ja auch weh tut und dann noch mehr Angst entsteht.
    Mein Hund ist allgemein was seine 4 Beine angeht auch generell nicht sehr koordiniert. Jedoch helfen Übungen dazu leider auch nicht. Es ist als hätte er nur wenig Kontrolle darüber wo er hin tritt oder springt.
    Vielleicht kannst du in die Richtung mal weiter forschen. Wenn du ihn z.B. auf ein Objekt springen lässt welches angemessen ist für seine Größe, sodass er es schaffen kann aber sich schon anstrengen muss.. Schafft er es die Distanz einzuschätzen oder kracht er dagegen, rutscht ab, springt zu weit etc? Das macht meiner nämlich z.B. auch. Der kann gar nicht einschätzen wie weit oder wie hoch Objekte sind und macht dann einen Bauchklatscher weil er zu früh abspringt oder klatscht dagegen weil er nicht hoch genug springt.
    Auch so Balanceübungen mal einbauen und schauen was passiert..
    Sonst gibt es noch Cavalettitraining, dafür kannst du einfach mal ein paar Stöcker auf den Boden legen und schauen ob er die Füße gut dazwischen setzt. Also überprüfen wie trittsicher er ist.

    Habt ihr schon mal den Elefantentrick geübt? Da steht der Hund mit den Vorderbeinen auf einem Topf und dreht sich aus den Hinterläufen um den Topf. So wird er sich auch noch mal seiner Hinterhand bewusst. Wenn er sich da wirklich richtig blöd anstellt, kann das auch Aufschluss geben ob er einfach nicht koordiniert ist.

    Hat dein Hund generell ein Problem mit glatten Böden?
    Sind die Krallen zu lang, sodass er keinen Halt findet?

    Wurden die Augen beim Tierarzt untersucht und hast du das Gefühl er sieht schlecht?

    Ich würde den Hund unbedingt noch mal bei der Physiotherapie vorstellen. Es gibt so so viele Hunde die bei einer normalen Untersuchung beim Tierarzt einfach keinen Mucks von sich geben und trotzdem große Schmerzen haben. Gerade jetzt bei der Kälte werden Verspannungen auch schlimmer. Bei der Physiotherapie stellen sie einfach den ganzen Hund auf den Kopf, können dir sagen ob dein Hund gut und gleichmäßig bemuskelt ist und dir vielleicht auch noch mal was zur Koordination raten.

    Ansonsten habe ich jetzt nicht raus lesen können wo dein Hund her kommt. Kann es vielleicht sein, dass er unter dem Deprivationssyndrom leidet? Da gibt es mehrere Ausprägungen und Symptome von. Ich hatte ja auch sehr viele Hundetrainer/verhaltenstherapeuten deswegen da und bei uns ist das wohl der Fall weswegen er das vermutlich nicht mehr lernen wird.

    Die Trainingsansätze waren übrigens bei uns sehr toll und positiv. Wir haben mit Clicker und Handtüchern z.B. gearbeitet. Leider konnte mein Hund das Training anschließend nie abspeichern und verallgemeinern.

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