Der "gefährliche" Hund

  • Falsch. Das alles sind die Folgen von 2000. Die politische Reaktion der Regierung auf das Schlafen der Behörde in Hamburg und deren Folgen.

    Das hat nichts aber auch gar nichts damit zu tun, dass man sich jetzt im hier und heute auf das Können und die Verantwortlichkeit der HH verlassen möchte oder auch nicht.

    Das heißt, so etwas wie der tödliche Angriff in Hamburg 2000 könnte deiner Ansicht nach heute nicht mehr passieren?

    Ich glaube das nicht, und viele Menschen glauben das wohl auch nicht. Die derzeitigen Gesetze nützen nichts, weil sie nicht eingehalten werden (können) oder eben auch einfach sachlich falsch angelegt sind. Aber wir sind hier in Deutschland, und je mehr reglementiert wird, desto sicherer fühlen sich die Leute scheinbar.

    bin anscheinend doch noch nicht raus für dieses jahr.

    nein, es wird immer wieder tödliche angriffe oder schwere verletzungen von hunden geben, weil nicht der hund das problem ist, sondern der mensch. und das kriegen wir mit rasselisten nicht in den griff.

    den mensch können wir leider nicht reglimentieren, obwohl das der ansatz wär.

  • Und das Warum ist falsche Haltung, Unterschätzung der Situation und Überschätzung der eigenen Person, Gleichgültigkeit, falsches Händling , falsches Management und manchmal einfach nur ein Unfall.

    hier schon geschrieben...... Der Mensch, nicht der Hund ist das Risiko.

    Evemary_Pablo , Du bist mit Deiner Haltung, Deinem Engagement für und Deiner Liebe zu den Bollerköppen nicht allein!

  • Evemary_Pablo kein Ding, mein Zitat kann das ab. ;)

    Ich verstehe deine Müdigkeit, führe diese Diskussionen ja aus der bequemen Position des Nicht-Listi-Halters, aber auch ich denke manchmal, es hat einfach keinen Sinn. Weil es Leute gibt, die ein "Die Anderen" brauchen, um sich im "Wir" gut zu fühlen.

    In vielen Bereichen des Lebens treffen Menschen gravierende Entscheidungen über andere Lebewesen, die gar keine Ahnung von der Materie haben. McChris kann davon im Bereich Weidetierhaltung und Herdenschutz sowie Wolfsmanagement ein langes und trauriges Lied singen.

    Meine und die Arbeit meiner Kollegen wird von Menschen bewertet, die noch nie im Leben vor einem einzigen Schüler gestanden haben, geschweige denn vor einem mit persönlichen und Lernproblemen. Hundegesetze werden von Menschen erlassen, die mit ganz viel Glück wissen, dass beim Hund da hinten ist, wo's wedelt. Es gibt unzählige Beispiele. Ich fände es mal eine nette Idee, wenn zur Abwechslung mal die Leute entscheiden, die wirklich richtig Ahnung von der Materie haben. Gilt übrigens auch für Vertreter der Medien.

  • Dorit Urd Feddersen-Petersen war damals eine derjenigen, die die Rasseliste mit Fachwissen auseinandergenommen hat. Sie hat ja damals schon die Liste massiv angezweifelt und kritisiert wie viele ihrer Kollegen ebenfalls.

  • Die guten haben das getan, trotz Steuer - die unverantwortlichen nicht.

    Ahso. Wenn man also als Familie plötzlich 800 und mehr Euro nicht schlagartig stemmen kann ist man unverantwortlich.

    Klar. Sicher doch....

    Und weil es ja auch nur um das Geld ging.... Logisch.

    (Sorry, aber so besonders gut kann die Recherche von euch damals nicht gewesen sein)

    Der springende Punkt ist, dass die Hunde abgegeben (nicht eingezogen!) wurden, wegen der höheren Steuer. Und dann halt kein neuer angeschafft.

    Hmhm. Klar.

    Nicht weil man nur noch nachts rauskonnte mit dem Hund. Nicht weil die Nachbarn einem das Leben zur Hölle gemacht haben wegen der von jetzt auf gleich gefährlichen Bestie. Weil man nicht damit rechnen musste von Wildfremden auf offener Straße angegriffen zu werden wegen dem Hund.

    Weil man nicht mit Gift im eigenen Garten rechnen musste.

    etc etc etc...

    Ich wiederhole mich: So besonders war die Recherche von euch offensichtlich echt nicht.

    Was ich mich bei den Rassenlisten frage, war die Problematik mit den " kampfhunden" wirklich so schlimm und verheerend, dass man sofort und mit si einer strenge handeln musste oder war es einfach das medienwirksamste? Ich glaube eher das letztere.

    Es war das übliche Handeln der Politik. "Oh es ist was passiert, alle sind am Ausrasten, wir müssen jetzt was machen! Aber kommt mir bloß nicht mit Logik!"

    Wieviele Behörden einfach weggeguckt haben im Vorfeld, wieviele Meldungen von Anwohnern ignoriert wurden, das selbst die Polizei einfach weggeguckt hat... Das interessiert doch keinen.

    Wünscht ihr euch wirklich alle MEHR Kontrollen, härteres Durchgreifen?

    Ja. Und zwar für alle Hunde.

    Wie schön wäre es wenn die zig auffälligen Hunde endlich mal wirklich nur noch mit Maulkorb draußen wären! Und angeleint! Und nicht mehr wie bisher fröhlich alles verkloppen was um die Ecke kommt, weil sie halt größer sind und der Besitzer das lustig findet.

    Sind dann halt zu 90% andere Rassen als die auf der Liste. Würd aber so manchem vielleicht mal die Augen öffnen.


    Die "Öffentlichkeit" hat Halter bestimmter Rassen angepöbelt, angegriffen, bespuckt, mit Steinen beworfen und es wurden mWn sogar Hunde angezündet.

    Hunde wurden auf offener Straße dem Halter entrissen, Hunde wurden totgeprügelt, absichtlich an- bzw überfahren, etc etc.

    Es war eine schlimme Zeit.

    Und darum haben viele Leute eben bis heute keine dieser Rassen mehr, weil die Erlebnisse tief sitzen.

    Denn selbst heute noch musst du ein dickes Fell haben mit "so einem!" Hund.

    Einer der Gründe warum nach Arren kein weiterer Mini Bulli mehr einzieht. Ich kann das nicht weitere 15 Jahre ertragen.

    So wundervoll die Kleinen sind, so sehr ich sie liebe und am liebsten immer einen hätte, aber ich kann die Reaktionen und Aktionen der Menschen nicht mein restliches Leben ertragen.

  • aber wie will man den "kampfhunde-hassern" klar machen, dass es auf das individuum ankommt und auf den halter`?

    amy wurde auch mal von einem schäfer-mix angefallen, nicht ernsthaft verletzt, aber traumatisiert, was diesen einen hund betrifft. da geht sie wirklich ab, wie ein "kampfhund", zum glück wohnen wir da nicht mehr.

  • Ich frag mich das auch verzweifelt, Evemary_Pablo .

    Jette Vorgänger hab ich bspw. etliche Labbis mit Beschädigungsabsicht aus dem Fell gepuhlt, einen unverträglichen PRT mehrfach abgepflückt, ein Mali hat ihn zerlegt. Bis auf den Malihalter alles Leute die die Benutzung der Leine nicht kannten bzw.nicht für nötig hielten und ihren Hund sowas von falsch einschätzten bzw. denen es völlig egal war ob ihr Sönnchen einen anderen Hund langmachte oder nicht. ......

    Wir waren mindestens ein Mal pro Jahr zum Nähen vs. Tackern.

    Der Mali war ein klassischer blöd gelaufen Unfall beim Aussteigen aus den Auto. Da konnte der Halter nullkommagarnix für.

  • aber wie will man den "kampfhunde-hassern" klar machen, dass es auf das individuum ankommt und auf den halter`?

    ...

    :ka:

    Mir scheint das unmöglich!

    Und im Prinzip können da auch wieder die Hunde am wenigsten dafür, da sie ... ja wie drücke ich mich jetzt Forum korrekt aus?- ... mit einem Klientel Menschen 'bekannt' wurden, gegen die auch mehr Ablehnung als Akzeptanz herrscht.

  • Es bricht mir das Herz hier die Zeilen von euch Listenhundhaltern zu lesen. Ich bin Hamburgerin. Ich habe mehrmals live miterleben müssen wie Listenhundhalter behandelt wurden, selbst als sie OHNE ihren Hund unterwegs waren. Ich bin strikt gegen diese hirnlosen Listen und ich werde hoffentlich nie verstehen wie man sie als Hundehalter und Hundefreund gutheißen kann.

    Ein gut gemanagter Tutwas-Listenhund (häufige Artgenossenunverträglichkeit soll hier ja nicht wegdiskutiert werden) wird mir immer lieber sein als ein schlecht geführter TutNix.

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