Der "gefährliche" Hund
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KuschlWuffl -
4. April 2018 um 18:27 -
Geschlossen
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Eine Schleppjagd (in Fall mit der Französin) ist zumindest in Deutschland ein reines Freizeitvergnügen und hat nichts mit Jagdausübung an sich zu tun.
...In Frankreich war keine Schleppjagd @Schnappschildkroete, so entnehme ich das diversen Medienberichten, aber vielleicht liege ich auch völlig falsch

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Hallo,
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Ich gehe auch von einer Jagd auf Rotwild aus.
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Eine Schleppjagd (in Fall mit der Französin) ist zumindest in Deutschland ein reines Freizeitvergnügen und hat nichts mit Jagdausübung an sich zu tun.
...In Frankreich war keine Schleppjagd @Schnappschildkroete, so entnehme ich das diversen Medienberichten, aber vielleicht liege ich auch völlig falsch

Auch ich habe nichts von Schleppjagd gelesen. Wie oben geschrieben: Hirschjagd, so meine Info.
Wegen der Afrikanischen Schweinepest: tja, auch da gehen die Meinungen (auch wissenschaftlich begründet!) sehr weit auseinander. Eine Richtung sagt: Wildscheine haben mit der Ausbreitung nur sehr eingeschränkt zu tun. Hauptausbreiter ist der Mensch.
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ich war vor einer Woche bei einem Seminar in dem es um hundeverhalten ging. Wir wurden bei ein paar Videos darum gebeten einzuschätzen welche Motivation der Hund gerade hat.
Am meisten im Gedächtnis blieb mir ein Rottweiler der auf Kinder vermeintlich aggressiv reagiert hat. Man sah einen hund mit mk und gesichert mit der Leine, der beim Anblick des Kindes der Familie auf einmal 100% gespannt war. Kein bellen, absolute Ruhe, aber quasi bereit zum Sprung. Es ist nichts weiter passiert, aber ich fand es mega gruselig. Der hund war nicht aggressiv, er war im jagdmodus, weil er Kinder als seine Beute gesehen hat.
Er kam mit seiner Familie von Russland nach Deutschland. Die haben mit ihm "lustige" Spiele gemacht, als er noch jung war. Immer die Kinder hochgerissen und er ist an den hochgesprungen. Als er älter wurde, wurde er abgegeben in die neue Familie. Furchtbar wenn ein hund so fehlgeprägt wurde und wirklich gefährlich.
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Auch ich habe nichts von Schleppjagd gelesen. Wie oben geschrieben: Hirschjagd, so meine Info.
In Frankreich war keine Schleppjagd Schnappschildkroete , so entnehme ich das diversen Medienberichten, aber vielleicht liege ich auch völlig falsch
Sorry, das ist nicht ganz klar geworden. Die sog. Parforcejagd wird zum Beispiel in Frankreich noch durchgeführt, dabei wird unter anderem auf Hirsche gejagt, die von einer Hundemeute und Reitern verfolgt werden. Am Ende sollen die Hunde diese stellen, sodass die Jagdgesellschaft sie erlegen kann. Diese Form der Jagd ist in Deutschlnad verboten.
Jedoch kann man in Deutschland in eine Schleppjagd geraten, die quasi versucht diese Situation nachzustellen. Das hat nichts mit der Jägerschaft an sich zu tun, sondern folgt einer künstlichen Fährte und es werden dabei auch keine Tiere erlegt. Nichtsdestotrotz wird eine Hundemeute eingesetzt, die im Verbund jagt. Daher sehe ich die Chance, dass durch die Hunde Schäden verursacht werden höher als bei der tatsächlichen Jagdausübung
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Ja danke, das ist mir alles bekannt

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In Frankreich war keine Schleppjagd @Schnappschildkroete, so entnehme ich das diversen Medienberichten, aber vielleicht liege ich auch völlig falsch

Auch ich habe nichts von Schleppjagd gelesen. Wie oben geschrieben: Hirschjagd, so meine Info.
Wegen der Afrikanischen Schweinepest: tja, auch da gehen die Meinungen (auch wissenschaftlich begründet!) sehr weit auseinander. Eine Richtung sagt: Wildscheine haben mit der Ausbreitung nur sehr eingeschränkt zu tun. Hauptausbreiter ist der Mensch.
Wenn du links zu den wissenschaftlichen Abhandlungen hast, würde ich mich freuen. Ich bekomme ja aktuell nur eine Seite mit, die deswegen nicht unwissenschaftlich ist, da bilde ich mich gern weiter.
Das der Mensch die schweinepest mit ausbreitet ist klar. Ohne den Menschen gäbe es sie hier gar nicht. Trotzdem betrifft es ja die schweine und wenn die reduziert werden, kann sich die ASP nicht so schnell ausbreiten.
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@Schnappschildkroete
Danke für die ausführliche und gute Erklärung. Nochmal kurz zur Beleuchtung, warum gejagt wird und wer was davon hat:Wir wohnen hier am Rand vom Spessart mit Landwirtschaft in Waldnähe. Finde ich klasse, weil ich so gut und relativ günstig an regionale verträglich erwirtschaftete Produkte komme. Funktioniert aber nur, wenn die ansässigen Bauern nicht jedes Jahr die Ernte verwüstet bekommen. Und dafür brauchts die Jagd.
Bei einer hiesigen Drück- oder Treibjagd ist es nicht die Aufgabe der Hunde, das Wild unkontrolliert müde zu hetzen, sondern es aus dem Unterholz raus und den Jägern zuzutreiben. Hetzjagden mit Zugriff am Wild durch den Hund sind in Deutschland nicht erlaubt (dass da trotzdem mal was passieren kann, steht nochmal auf einem anderen Blatt).Bei der in Frankreich beschriebenen Jagd haben die Hunde in der Meute gehetzt. Da wird nochmal ein ganz anderer Rausch und Hormoncocktail frei. Gekoppelt mit der Rudeldynamik bei den jagenden Hunden kann ich mir schon gut vorstellen, dass da auch mal ein „falsches Beutetier“ gelitten hat. Ist aber eine andere Ausgangslage - und was wirklich passiert ist, ist ja auch noch in Frage. Also nein, Jagdhunde sind nicht per se gefährlich, auch nicht in Ausübung ihres Dienstes - und in den Weg stellen würde ich mich ihnen trotzdem nicht. Würde ich bei keinem Hund, der gerade einen Job erledigt.
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Auch ich habe nichts von Schleppjagd gelesen. Wie oben geschrieben: Hirschjagd, so meine Info.
Wegen der Afrikanischen Schweinepest: tja, auch da gehen die Meinungen (auch wissenschaftlich begründet!) sehr weit auseinander. Eine Richtung sagt: Wildscheine haben mit der Ausbreitung nur sehr eingeschränkt zu tun. Hauptausbreiter ist der Mensch.
Wenn du links zu den wissenschaftlichen Abhandlungen hast, würde ich mich freuen. Ich bekomme ja aktuell nur eine Seite mit, die deswegen nicht unwissenschaftlich ist, da bilde ich mich gern weiter.
Das der Mensch die schweinepest mit ausbreitet ist klar. Ohne den Menschen gäbe es sie hier gar nicht. Trotzdem betrifft es ja die schweine und wenn die reduziert werden, kann sich die ASP nicht so schnell ausbreiten.
Jetzt wird wirklich oT, und ich kassiere gleich einen Ordungsruf, aber gut...
https://www.zeit.de/wissen/2018-10…logie-impfstoff
https://www.sueddeutsche.de/wissen/china-e…weine-1.4435946
https://www.sueddeutsche.de/wissen/tierseu…opfer-1.3823634
Das sind nur Artikel, Studien gibt es wohl keine aussagekräftigen bisher.
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Hier geht ja einiges Durcheinander, daher würde ich gerne folgendes klarstellen, wobei ich nicht weiß, ob es sich bei dem Fall wirklich um eine Parforcejagd gehandelt hat.
Deutschland = Schleppjagd
Die Hundemeute verfolgt eine künstliche Spur. Diese Reitsportveranstaltung ist angemeldet. Das Gebiet wird aber nicht hermetisch abgeriegelt. Die Meute besteht meist nur aus 20 bis 30 Hunden, hier in Süddeutschland deutlich weniger. Ganz selten kommen mal mehrere Meuten zusammen, dann können es auch mehr Hunde sein. Die Meute legt mit ihren Hunden alle 2 Jahre eine Betriebssicherheitsprüfung ab. Die Hunde sind sehr tolerant und verträglich und auch Wild- und Fremdhundesicher, was nicht heißt, dass niemals was passieren kann.
Trotzdem werden Hundehalter gebeten, Ihre Hunde nicht zu den Meutehunden zu lassen. War aber dieses Jahr als Zuschauer bei einer Jagd, wo freilaufende Hunde am Ende einer Schleppe waren. Klar wollten die Meutehunde mal schauen, wer das ist. Sie wurden aber abgerufen und sind sofort zur Equipage umgedreht.
Gegenüber Menschen habe ich die Hunde bisher unglaublich sanftmütig erlebt, auch in der Gruppe.
Frankreich= Parforcejagd
Jagd auf lebendes Wild. In Frankreich sind die Hunde häufig in Privatbesitz und die Meuten riesig (mehr als 100 Hunde). Mit wie vielen Hunden die dann losziehen, weiß ich aber nicht. Das Gelände auf dem gejagt wird, gehört meist auch dem Meutehalter, daher gehe ich davon aus, dass da nichts angemeldet werden muss.
In Frankreich herrscht eine komplett andere Einstellung zu Tieren, da werden auch noch viele Hunde im Tierheim eingeschläfert, daher ist diese Art der Jagd dort noch nicht verboten, obwohl es immer wieder Vorstöße gibt.
Die Grand Anglo Francaise, die bei der Parforcejagd meist eingesetzt werden, habe ich als genauso sanftmütig erlebt, wie die deutschen Meutehunde, kenne da aber nur wenige Einzelhunde aus dem Tierschutz. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass sie in der Regel nicht agressiv sind, da sie ansonsten in der großen Gruppe nicht von wenigen Menschen gehandelt werden könnten. Auch ist Ihre Aufgabe, das Wild zu stellen und nicht, es selbst zu töten.
Ich bin gespannt, ob je heraus kommt, was in diesem schrecklichen Fall wirklich passiert ist.
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